maybrit illner – Wehner an Schulz: Wer rausgeht, muss auch wieder reinkommen!

Wieder da! Heiko Maas gibt Einblick in die GroKo-Bastelstunde der SPD. Wer hätte gedacht, dass bei einer dieser TV-Quasselrunden Geschichte gemacht wird?

Screenprint: ZDF/maybrit illner

Gottseidank ist sie noch nicht tot, unsere Lieblingspartei SPD, der wir so viele unterhaltsame Stunden in den vergangen Jahren verdanken. Und ja, Sie werden gleich lesen, es liegt sogar eine neue Regierungsbeteiligung in der Luft, obwohl 100%-Schulz 100%-ig „Nein“ gesagt hatte. Aber deswegen haben wir ja so viel Freude mit der Spaß-Partei Deutschlands.

Alleine heute bereicherten die sozialdemokratischen Scherzkekse die Nachrichten mit folgenden Kapriolen: In Berlin wird ein Genosse hackedicht in einem Auto aufgegriffen, der zuletzt als Moderator eines Präventionsworkshops an einer Berliner Schule aufgefallen war. Thema: Die Wirkung von Alkohol auf das Verhalten im Straßenverkehr. Topp! Und Genosse Martin schaffte es gleich zweimal an die Newsspitze. Zuerst brillierte der EU-Millionario als Trillerpfeife in Gewerkschaftsweste auf einer IG-Metall-Demo, am Abend dann sorgte er für Pizza und Rücktrittsgerüchte bei einer SPD-Vorstandssitzung. Köstlich!

Und dann, bei Illner konnte es jeder sehen: Er ist wieder da! Unser Justizdingens. Der Mann vom Team Gina-Lisa, der in gesponserten Möbeln haust, der Bachelor mit Bunny. Unser Heiko! (Oder haben wir ihn in den letzten Wochen schlicht übersehen?) Nur seinetwegen hatten wir überhaupt eingeschaltet.

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Drei Medienvertreter (Maybrit Illner, Michael Spreng und Kristina Dunz) beweinten zum x-ten Mal das Scheitern von Jamaika. Thomas de Maizière sagte sinngemäß nur „Ohne Merkel? Nie!“ Von Nicola Beer (FDP) haben wir lediglich notiert: „Die Kanzlerin sagte doch selber, sie fahre ‘nur auf Sicht‘. Das ist zu wenig.“ Und Deutschland-Azubi Cem muss immer noch viel lernen, wie folgende Aussage deutlich zeigt: „Ich finde, keine demokratische Partei dürfte ausschließen, mit einer demokratischen Partei zu koalieren“. Denn wer oder was eine demokratische Partei im Bundestag ist, das bestimmen weder seine Partei-Mädels, noch Angela Merkel, sondern alleine das Bundesverfassungsgericht und die Wähler.

Nein, heute haben wir Zeit für Heiko. Zunächst brachte er denselben Spruch wie die großen Genossen: „14% weniger Wählerstimmen für die Groko sind nicht unbedingt ein Wählerauftrag.“ Danach steuerte er die Erkenntnis bei, von den letzten vier Legislaturperioden seien drei GroKos gewesen. Aber dann – und wir müssen zugeben, dass wir bei dem Unglaubwürdigen nicht wissen, ober er nun von Illner hineingequatscht wurde, oder ob er den Parteiauftrag in der Tasche hatte – bereitete Heiko Maas die Neue GroKo vor.

„Die SPD verweigert sich nicht. Wäre ja kindisch.“ Aber es gäbe einen „einstimmigen Vorstandsbeschluss zur Opposition“. „Den müssen die Gremien korrigieren.“ „Verstehe ich nicht“, sagte Spreng. „Wir reden doch gerade darüber“, half Maas Spreng auf die Sprünge. Frau Dunz von der Rheinischen Post hatte da schon verstanden, wie sie mit der Frage „Habe ich das richtig verstanden?“ bewies. Er gilt noch bei den Genossen, der Satz vom alten Wehner: Wer rausgeht, muss auch wieder reinkommen.

Illner, die wohl noch nicht verstanden hatte, fragte dann nach der Personalie Schulz, zu der Heiko kein Bekenntnis abgeben mochte. Er weiß wohl, wie die seinerzeitigen 100% für Schulz heute zu bewerten sind. Führungsfrage? Staatskrise? „Alles Käse“. Und auch das verantwortungsvolle Dahergerede (ja, Cem, du warst gemeint).

Der Heiko will Minister bleiben, der Cem unbedingt einer werden, der Thomas will bei Merkel bleiben. Da sehen wir doch schon eine alternative Lösung, damit die SPD sich nicht alleine als „DLRG-Schwimmer, der Merkel vor dem Ertrinken rettet“ (Heiko) fühlen muss. Grünkohl statt GroKo: Merkel-Partei, SPD und Grüne – und alles bliebe bei der Alten. Im Notfall werden noch ein paar Ministerposten geschaffen: Digitalminister, Heimatminister, Dieselminister. Und Merkel regiert im Kreise ihrer Liebsten (Sozis und Grüne, und Horst macht den Mann von der DLRG).

Den ersten Schritt hat Heiko angezeigt: Die SPD überdenkt ihre 100% „Ja“ zu Schulz und „Nein“ zu Merkel. Was wohl aus Martin wird?

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Der Text ist von Dezember 2012. „So lange die Menschen der Propaganda glauben und die tag täglichen Geschehnisse nur als einige Entgleisungen sehen, solange haben die Bankenkartelle, Industriemagnaten und Politiker leichtes Spiel ihre Verbrechen gegen uns Bürger fortzusetzen und zu erweitern. Das ganze System heute hier hat viel Ähnlichkeit mit der DDR. Die Propaganda war der Sozialismus und heute Demokratie. Beides war nicht vorhanden. Es gibt eine Politiker kontrollierte Medienlandschaft außer die „Entgleisung“ Internet und die will man auch bald zensieren. Die Menschen verarmen nach und nach durch die Stellschrauben (Gesetze) die immer mehr angezogen werden. Keiner darf das Land… Mehr

Macht sich ja gerade ein Ami mit einer selbst gebastelten Rakete auf den Weg, seinen gleich gesinnten Sektierern zu beweisen, das mit der Scheibe.

Das wird dann insofern lustich, weil doch die Nahles als Sozen-Franktions-Chefin direkt nach Abgang als MinistriX ankündigte, ab quasi sofort den Regierenden „auf die Fresse“ zu geben. Vielleicht heult sie inzwischen auch in die Kissen, weil sie voreilig ihren MinisterXsessel frei gemacht hat.

Inzwischen soll auch der Gruppen-Asyl-Antrag für bis zu 30 Leuten möglich sein, war irgendwo zu lesen. Wäre dann wohl eine Art Verwaltungsvereinfachung. Und als nächstes kommen ganze Ortschaften, die nurn noch behaupten müssen, im fiktiven Herkunftsland verfolgte Minderheit zu sein, Herkunftsland wo sie häufig mit Touris aus Schland Kontakt hatten, vielleicht das der Grund der Gefährdung.

Also ich meine ja, dass der/die Wahlleiter*in bestimmt, welche Partei demokratisch ist, aber darüber streiten zu wollen, wäre wohl kindisch. Nicht kindisch, sondern dumm ist daher, überhaupt einen solchen Satz zu äussern. Tja, da muss uns’ Cem wohl nochmal nachsitzen. Und Heiko? Also eigentlich sollte man ja überhaupt mal darüber reden, ob es Minister geben muss. Aber wenn schon, denn schon und dann darf der kleine Mann meinetwegen gerne weiterhin Minister bleiben. Aber ich würde mir wünschen, ihn in kurzen Hosen, mit Ränzel auf dem Rücken und Propellerkappe auf dem Kopf zu sehen. Denn wir alle kennen doch den Spruch,… Mehr

Das ist die 2.0 Variante, wo der Käfig (noch) aus Gold ist.

Stand heute kristallisiert sich immer mehr die, zunächst ungewünschte, Minderheitsoption heraus. Dies wäre absolut wünschenswert. Nur weil es das in Deutschland bisher nicht gab, muss das nicht schlecht sein. Es ist an der Zeit neue Wege gehen. Neue Zeiten erfordern dies. Es wäre eine Sternstunde für die Demokratie. Stabilität, insbesondere die Innere, kann damit am besten erreicht werden. Die SPD sieht tendenziell für sich diese Option auch als vorteilhaft, kann sie dann doch auch an Gesetzgebungsverfahren aktiv teilhaben; die anderen selbstredend auch. Das repräsentiert den Wählerwillen an sich am nächsten. Die Chancen stehen nicht schlecht und es ist davon auszugehen,… Mehr

Sie unterschätzen das Formale. Es geht hier nicht um Inhalte. Die stärkste Kraft in der Opposition hat z. B. mehr Redezeit als die anderen und darf als erste ans Pult, um der Regierung zu erwidern. Die AfD hätte so eine viel größere Bühne.

Ich denke eher, diese EU-Söldner-Armee ist gegen die eigene Bevölkerung geplant, die in ihrer Verzweifelung mal rebellierten wird.

Wer als Talker keine Jubelperser in die Show mitbringt, der hat schon verloren.

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