Viel weniger Wirtschaftswachstum als bislang erwartet und eine Inflationsrate deutlich über sechs Prozent: Die neue Prognose der Wirtschaftsweisen liegt deutlich unter der vorherigen. Wenn russische Energielieferungen ausbleiben, könne Deutschland in eine tiefere Rezession abrutschen.
IMAGO / Future Image
Die Aussichten für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und im Euro-Raum haben sich durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine drastisch verschlechtert, stellt der Sachverständigenrat der Bundesregierung fest, auch als „Wirtschaftsweise“ bekannt. Statt 4,6 Prozent BIP-Wachstum, wie noch im November für 2022 erwartet, prognostizieren sie nun nur noch ein Wachstum um 1,8 Prozent.
„Durch den Krieg werden die wegen der Corona-Pandemie bereits angespannten Lieferketten zusätzlich beeinträchtigt. Gleichzeitig belasten die nochmals kräftig gestiegenen Preise für Erdgas und Erdöl die Unternehmen und den privaten Konsum,“ erklärt Achim Truger, Mitglied des Sachverständigenrates. Im Sommerhalbjahr 2022 dürfte jedoch der Konsum kontaktintensiver Dienstleistungen zunehmen und positiv zur Entwicklung des BIP beitragen. Die Corona-Pandemie sei aber weiter ein Risiko.
Die Erwartungen für den Rest des Euro-Raums sind deutlich besser. Grund dafür sei auch der Staatskonsum, „der nicht zuletzt durch die Umsetzung der nationalen Aufbau- und Resilienzpläne in den Mitgliedstaaten expandiert“. Daher rechnet der Sachverständigenrat im Euro-Raum mit einem Wachstum des BIP von 2,9 Prozent im Jahr 2022 und 2023.
Die Prognose sei, heißt es in der Pressemitteilung, „mit sehr großer Unsicherheit“ behaftet. „Die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine lassen sich aktuell nur schwer abschätzen: Insbesondere eine weitere Verschärfung des Konfliktes sowie eine Ausweitung der Sanktionen können die deutsche und europäische Wirtschaft deutlich stärker belasten.“ Deutschland sei stark von russischen Energielieferungen abhängig. Wenn sie aufhörten, bestehe das Risiko, „dass die deutsche Volkswirtschaft in eine tiefere Rezession abrutscht und die Inflation noch stärker zunimmt“, sagte die Sachverständige Monika Schnitzer.


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Inflationsrate…diese wird maßgeblich von den unternehmen getrieben. Zu den höheren kosten schlagen diese ja noch richtig was drauf um ihre gewinne massiv zu steigern zb braunkohlebriketts – in 5 jahren sind diese von 6 euro auf 12 euro gestiegen (bund zu 25kg). Rechnet man co2 abgabe und mehrkosten durch zb diesel/transport kommt man auf maximal 8 euro. Wo kommen die 4 euro her? Hier muss nix importiert werden weder aus russland oder sonst wo her. Von den 6% die da zu erwarten sind gehen 4% auf gewinnsteigerung und nicht auf kostenerhöhungen (weitergabe). Ausnahmen wie immer ausgenommen.
Was diese Kas… da von sich geben ist eh vollkommen Wurstsuppe! Nachdem da nur noch nach Gesinnung und Geschlecht besetzt wird ist das eher eine Kaffeekränzchengruppe die über ihre Wehwehchen erzählen!
Die hatten in den letzten Jahren noch nie Recht mit ihren komischen Vorhersagen!
Kann also auch weg…
General Winter ist Schuld , oder deckt er nur die Unfähigkeit der regierenden auf ?
„Gleichzeitig belasten die nochmals kräftig gestiegenen Preise für Erdgas und Erdöl die Unternehmen und den privaten Konsum“
Was spricht dagegen, die Nord Stream Pipelines wieder zu öffnen?
Ach ja: „Putin böse“
Die Wirtschaftsweisen sind wie die Meteorologen. Sagen das Wetter voraus, welches dann nicht so eintritt. Dann schauen sie aus dem Fenster, sehen, dass es regnet und kommentieren, garniert mit pseudowissenschaftlichen Begriffen, was ohnehin jeder erkennt, dass ein Tief übers Land zieht, welches Regen im Gepäck hat. Wer wissen wollte, wie es um unsere Wirtschaft steht, muss nur mit offenen Augen und Ohren durch unser Land gehen, alternative Medien schauen und im Verwandten und Bekanntenkreis sehen, welche Branche gerade wieviele Stellen kürzt. Leerstände in Städten, geschlossene Fabriken, Insolvenzen allerorten. Wer und was dafür verantwortlich ist, dürfte sich auch jedem erschließen. Eine… Mehr
Loriot hätte gesagt „Ach was?!?“. Wenn diese „Wirtschaftsweisen“ es bereits JETZT (!) auch erkannt haben, dann bin ich nicht nur auch Wirtschaftsweiser, sondern ein Genuis, angesichts dessen Einstein in blanken Neid ausgebrochen wäre. Nein ernsthaft: Wie maximal verstrahlt mußte man denn sein, um DAS nicht vorhersagen zu können? Von wem werden die bezahlt? Sofort abschaffen, wegen vollkommener Nutzlosigkeit.
Wer in den letzten Jahren das Wort
Wirtschaftswachstum nur in den Mund nahm , hat nach meiner Meinung schon gelogen . Insolvenzen ohne Ende , Autoindustrie am Boden , in Bayern schließt ein Stahlwerk wegen hoher Gaspreise usw.
Die Wirtschaft wurde von der Politik in Grund und Boden gestampft , ausser in der Goldgrube 12 in Mainz , da hagelt es Milliarden.
Wirtschaftsschwarze ist treffender. Eine vom System bezahlte Truppe. Respekt gegen Null. Die verkünden das, was zuvor abgenickt werden muss.
„Wirtschaftsweise“: Daß deren (und anderer) Prognosen bisher nie auch nur entfernt so eingetreten sind, ist seit langem bekannt. Die Wirtschaft braucht so etwas nicht. Überflüssig wie Genderforschung. Wie die auf dem Foto gucken: eine reine Eitelkeitsveranstaltung.
Und was geht von diesen Weisen-DarstellerINNEN über Allgemeinwissen hinaus? Ist es nicht so, dass zumindest Frau Grimm fest im Klimawandel-Glauben steht?