Inflationsrate steigt im Oktober auf voraussichtlich 4,5 Prozent

Die Verbraucherpreise in Deutschland werden im Oktober um voraussichtlich 4,5 Prozent im Vorjahresvergleich gestiegen sein, wie das Statistische Bundesamt meldet. Besonders stark stiegen die Energiepreise, nämlich um 18,6 Prozent.

IMAGO / Steinach

Die Inflationsrate in Deutschland wird im Oktober 2021 voraussichtlich 4,5 Prozent betragen – gemessen als Veränderung des Verbraucher­preis­index (VPI) zum Vorjahresmonat. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach bisher vorliegenden Ergebnissen weiter mitteilt, steigen die Verbraucherpreise gegenüber September 2021 voraussichtlich um 0,5 Prozent.

Die hohen Inflationsraten seit Juli 2021 haben eine Reihe von Gründen, heißt es in der Pressemeldung von Destatis, darunter Basiseffekte durch niedrige Preise im Jahr 2020. Hier wirken sich insbesondere die temporäre Senkung der Mehrwertsteuersätze und der Preisverfall der Mineralölprodukte erhöhend auf die Gesamtteuerung aus. Hinzu kommen neben den üblichen Marktentwicklungen die Einführung der CO2-Bepreisung seit Januar 2021 sowie krisenbedingte Effekte, wie die deutlichen Preisanstiege auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen, also die sogenannten Erzeugerpreise, die sich vorerst nur teilweise und abge­schwächt im Verbraucherpreisindex und in der Inflationsrate niederschlagen.

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Kommentare ( 5 )

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Deutscher
30 Tage her

Ist doch schön. Erinnert alles an die Roaring 20s und ihren morbiden Charme.

😉

W aus der Diaspora
1 Monat her

Teilweise sind auch die Erzeuger-Prise bereits durch die höhere CO2-Steuer belastet. Die fängt ja nicht erst beim Endverbraucher an.

F.Peter
1 Monat her

Man bekommt halt serviert, was man “ bestellt“ hat. Und dass das noch nicht das Ende der Fahnenstange ist,sollte auch jedem klar sein. Und wer meint,jammern zu müssen,der sollte mal daran denken,was er letztens gewählt hat.

Holger Wegner
1 Monat her

Noch hilft bei vielen preisbewussten Vertragshoppern die vertragliche Preisbindung. Teuer wird es dann erst bei Neuvertrag bzw. Verlängerung. Mir graut schon.

Hannibal Murkle
1 Monat her

„ Besonders stark stiegen die Energiepreise, nämlich um 18,6 Prozent.“

Braucht wer noch mehr Belege, dass es weitgehend an den CO2-Abgaben liegt? Ich finde es dreist, wenn einige Wohlversorgte auf Staatsposten von noch viel höheren Abgaben träumen.

Umgekehrt- lautstarke Rufe nach einer SENKUNG wären angesagt.