Wackel-DAX, Rekord-Hoch an der Nasdaq, stabiles deutsches Konsumentenvertrauen

Apple stiegen am Freitag den vierten Tag in Folge auf ein Rekordhoch. Bei knapp 165 US-Dollar lag am Freitag der historische Höchstkurs. Der Kursanstieg der vergangenen Wochen wurde von der näher rückenden Präsentation des neuen iPhone 8 genährt.

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Gleich zwei Tage in Folge schloss der DAX während der vergangenen Woche unter der 200-Tage-Linie – es war das erste Mal seit Juli vorigen Jahres. Für Charttechniker ist die langfristige Durchschnittslinie eine wichtige Orientierung. Fiele der Leitindex merklich darunter, so könnte dies eine nachhaltige Trendwende an den Aktienmärkten einleiten. Der Wochenausklang war dann am Donnerstag und Freitag aber durchaus versöhnlich und beförderte den DAX wieder auf 12.143 Punkte.

Ein Grund dafür mag die ungetrübte Konsumlaune der Bundesbürger sein. Der vom Marktforschungsinstitut GfK ermittelte Konsumklimaindex kletterte im Vergleich zum Vormonat überraschend weiter: auf 10,9 Punkte — der höchste Wert seit Oktober 2001. Die Binnennachfrage werde auch dieses Jahr wieder einen wesentlichen Beitrag zum Wirtschaftswachstum leisten, meinen die Konsumforscher. Für die gute Laune ist die Einkommenserwartung ein wichtiger Faktor: Der entsprechende Teilindikator hat den höchsten seit der Wiedervereinigung gemessenen Wert erreicht. Das liege vor allem an der äußerst guten Situation auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland, so die Forscher. Der GfK-Index basiert auf der monatlichen Befragung von 2.000 Verbrauchern.

Langsam werden die Schäden sichtbar, die der Sturm Harvey in Texas und Louisiana angerichtet hat. Die Schätzungen zur Schadenssumme gehen noch weit auseinander. Fest steht aber schon jetzt: Obwohl viele Betroffene nicht versichert waren, dürfte es auch einer der teuersten Versicherungsfälle in der Geschichte der USA werden. Die Analysten der Investmentbank JP Morgan rechnen nach aktuellem Stand mit einem versicherten Schaden von bis zu 20 Milliarden Dollar. Bei den Aktien von Versicherern und Rückversicherern blieben größere Kursausschläge dennoch aus: Die Branche ist gut aufgestellt und musste seit Längerem keine größeren Kata­strophen mehr verkraften. Auch die Besitzer von Katastrophenanleihen können wohl aufatmen. Mit diesen geben Versicherer einen Teil ihrer ­Risiken an Investoren weiter, die ­dafür eine Prämie bekommen. Im Ex­tremfall müssen die Inhaber der Anleihen ihr Kapital ganz abschreiben, weil damit die Schäden abgedeckt werden. Allerdings beziehen sich die Papiere auf exakt definierte Risiken, im Südosten der USA etwa auf Windschäden. Durch Hochwasser verursachte Schäden lösen dagegen wohl keine Beteiligung der Anleihebesitzer aus. Für Verwunderung hat derweil gesorgt, dass der Ölkurs sank, obwohl die Region ums texanische Houston für die Öl- und Gasindustrie der USA von enormer Bedeutung ist. Experten erklären das mit dem Überangebot am Weltmarkt und mit dem Ausfall von Raffinerien, die erst mal ja kein Öl mehr abnehmen können. Da sie lahmgelegt sind, stieg allerdings der Benzinpreis in den USA.

Die Wall Street ließ sich von der Naturkatastrophe im Süden des Landes nicht beeindrucken und ging wie der DAX mit leichten Kursgewinnen ins Wochenende. Investoren werteten schwache Zahlen vom US-Arbeitsmarkt als Hinweis, dass es nicht so schnell zu weiteren Zinserhöhungen durch die US-Notenbank kommen werde. Aktien dürften so von weiter niedrigen Zinsen profitieren. Der Dow Jones Industrial stieg um 0,18 Prozent auf 21 988 Punkte und schloss somit nur knapp unter der Marke von 22.000 Punkten. Auf Wochensicht brachte es der Index auf ein Plus von 0,8 Prozent. Im August war die Beschäftigung in den USA weniger stark gestiegen als erwartet. Zudem blieb der Anstieg der Stundenlöhne hinter den Prognosen zurück. Vor allem der schwache Preisauftrieb spricht Experten zufolge gegen weitere Zinserhöhungen durch die US-Notenbank.

Der technologielastige NASDAQ 100 stieg unmittelbar nach der Startglocke erstmals über die Marke von 6.000 Punkten auf ein Rekordhoch. Der Index konnte diese Rekordmarke jedoch nicht ganz halten. Er schloss mit einem minimalen Abschlag von 0,01 Prozent auf 5.987,90 Punkte. Immerhin bescherte die Börsenwoche dem Nasdaq 100 einen Gewinn von 2,8 Prozent.

Kursstärke nach Absatzzahlen zeigten die Papiere von General Motors (plus 2,2 Przent) und Ford (plus 2,9 Prozent). Bei GM war der Absatz im August um 7,5 Prozent gestiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat und damit fast doppelt so stark wie erwartet. Bei Ford waren die Verkäufe zwar um 2,1 Prozent zurückgegangen. Analysten hatten jedoch mit einem noch stärkeren Rückgang gerechnet.

Bei Fiat-Chrysler gingen die Verkaufszahlen dagegen deutlich stärker zurück als erwartet. Die Aktie stieg dennoch um 4,82 Prozent. Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat den Ausblick auf die Bonität des Automobilherstellers von „stabil“ auf „positiv“ erhöht. Bei einer Hochstufung der Kreditwürdigkeit könnten die Finanzierungskosten des Konzerns sinken. Per Ende Juni hatte Fiat Chrysler rund 19 Milliarden Euro Schulden.

Apple stiegen am Freitag den vierten Tag in Folge auf ein Rekordhoch. Bei knapp 165 US-Dollar lag am Freitag der historische Höchstkurs. Der Kursanstieg der vergangenen Wochen war von der näher rückenden Präsentation des neuen iPhone 8 genährt worden.

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Wenn man in Deutschland über 1 Millionen illegale Einwanderer mit Deutschen Steuerngeldern und Sozialleistungsgeld versorgt, dann werden rein logisch auch die Konsumwerte nach oben gehen. Somit subventioniert die deutsche Grün-Sozialistische Merkel Regierung mit ihrer illegalen Einwanderung in unser deutsches Sozial- und Steuersystem auf kosten der Deutschen Arbeitnehmerschaft und Bürger ihr eigenes zur schaugestelltes Konsumwachstum für den Bananenstaat Deutschland.
Nach dieser Grün-Sozialistischen Merkel Ära werden die deutschen Sozialkassen, Steuertöpfe und Geldguthaben der Bürger geplündert sein und der Mangel und die Armut eines Sozialistischen System ala Kuba, Nordkorea oder Venezuela werden in Deutschland ihre schrecklich Fratze zeigen.