Deutsche Auto-Industrie fährt in die Rezession 

Aus der Wachstumsdelle der Autoindustrie wird eine echte Krise. Die fortschreitende Verunsicherung am Automarkt in der gesamten Breite und Tiefe ist daran erkennbar, dass auch der Gebrauchtwagenmarkt gegen Jahresende 2021 auf einen historischen Tiefstand schrumpfte. 

IMAGO / Future Image

Immer deutlicher zeichnet sich ab, dass aus der zunächst nur vorrübergehend angesehen Wachstumsdelle bei Produktion und Absatz aufgrund des anhaltenden Versorgungskrise bei Speicherchips peu à peu eine echte krisenhafte Entwicklung werden könnte. Zwar lag die Nachfrage nach Neuwagen im November weiter und wieder deutlich höher als vor einem Jahr. Maßgebend dafür waren neben Basiseffekten sicherlich auch vorgezogene Bestellungen aus Angst der Käufer vor dem Kappen der Kaufprämien für E-Autos durch die neue Bundesregierung. Für die Zahlung der Prämie ist das Bestelldatum ausschlaggebend, nicht die Auslieferung. 

Unverändert belastet ist der Markt  durch die immer wieder aufs Neue anrollenden Corona–Pandemiewellen sowie durch die Unsicherheit in der Wahl der Antriebstechnik –Verbrenner oder Elektro – beim Kauf eines neuen Fahrzeugs. 

Eine fortschreitende Verunsicherung am Automarkt in der gesamten Breite und Tiefe ist die Folge, deutlich daran erkennbar, dass auch der Gebrauchtwagenmarkt gegen Jahresende 2021 auf einen historischen Tiefstand schrumpfte. 

Unverkennbar: Die Nervosität im Markt wie bei der Branche selber wächst! Hinzu kommt, dass die wichtigsten beiden Leuchttürme der deutschen Automobilindustrie zudem dabei sind, sich selber zu zerlegen: 

  • der Volkswagenkonzern durch massive interne Querelen in der Konzernführung und über die Antriebsstrategie, begleitet durch zunehmende Absatzprobleme für Elektrofahrzeuge auf dem wichtigsten VW-Markt China
  • Daimler durch endgültige Zerlegung dieses deutschen Industriedenkmals in drei separate Sparten, Pkw, Lkw und Dienstleistungen – Tribut an Investoren und amerikanische Management- und Unternehmensphilosophien.

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Lediglich BMW ist weiter auf Kurs und erscheint nicht in den Schlagzeilen, sieht man davon ab, dass der langjährige Betriebsratsvorsitzende Manfred Schoch  (seit 1987) in branchenunüblicher Art die Gedankenspiele des VW – Chefs Herbert Diess über den möglichen Abbau von 30.000 Arbeitsplätzen als Miss-Management herb kritisiert („Note 6“). 

Auf Wunsch der Leser der Reports nachfolgend einige ausgewählte Schlagzeilen, die die Gemütslage der Branche und die Dramatik der Geschäftslage widerspiegeln (Quelle: Automobilwoche):

  • Studie zur Elektrifizierung in Europa:

Clepa fürchtet Verlust von 500.000 Jobs bei Zulieferern (Clepa= Europäischer Zulieferer-Verband)

  • Volkswagen will neuen China-Chef benennen (FAZ am 07.12.2021)

Wegen der Bedeutung von Volkswagen für die gesamte deutsche Wirtschaft als Ergänzung zur letzten Meldung die FAZ im Wortlaut:

„Nach langem Streit um Konzernchef Diess …. darf (er) wohl bleiben, gibt aber Verantwortung ab. Es geht um einen der wichtigsten Märkte…, wer in Zukunft das Chinageschäft verantwortet.

(Denn)… das Land ist für VW extrem wichtig, aber seit einigen Monaten kämpft der Konzern dort mit Schwierigkeiten. Die Chipkrise und andere Einschläge haben dafür gesorgt, dass der Absatz aller in China aktiven Konzernmarken bis Ende Oktober um mehr als 8 Prozent auf 2,8 Millionen Fahrzeuge gefallen ist. Für besonders viel Aufsehen hatte gesorgt, dass auch der Verkauf neuer Elektromodelle schwächer anlief als zunächst erhofft und im laufenden Jahr die ursprünglichen Verkaufsziele der Kernmarke VW verfehlt werden. Diese Schwierigkeiten lastet der Betriebsrat Konzernchef Diess persönlich an, der im Vorstand für die Steuerung des Chinageschäfts zuständig ist. Nun will VW die Verantwortlichkeit neu ordnen, ….Im Sommer (2022)…soll Brandstätter die Führung des Chinageschäfts von Konzernchef Diess übernehmen. Die Führung der Marke VW wird er dann an einen Nachfolger abgeben. Wenn es so kommt, wird das Chinageschäft im VW-Konzern in der neuen Konstellation wieder mit einem eigenen Vorstandsressort bearbeitet.“

Markt- und Branchensituation zum Jahresende 2021 

Der deutsche Automarkt stand im November 2021 im Zeichen eines regelrechten Einbruchs. Positive Marktdaten (Quellen: VDA, KBA, Automobilwoche) lieferten nur das strukturell wachsende Segment der reinen Elektroautos (BEV), unter denen Tesla besonders herausragte. Alle übrigen Antriebsformen, vor allem Dieselfahrzeuge, verloren weiter erheblich an Boden.

Bei den Neuzulassungen führten fehlende Halbleiter im November 2021 abermals zu einem Negativrekord, nämlich zum niedrigsten Zulassungsergebnis in diesem Monat seit der Wiedervereinigung. Neu zugelassen wurden 198.258 Pkw, minus 31,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Nach elf Monaten beträgt der Vorjahresabstand –  8,1 Prozent. Verglichen mit den mittleren Neuzulassungen der ersten elf Monate in den Jahren 2015 bis 2019 ergibt das ein Minus von fast 25 Prozent.Der Grund für diese äußerst schwache Entwicklung liegt – wie bereits in den Vormonaten – in der mangelnden Verfügbarkeit vieler Modelle aufgrund fehlender Halbleiter. An Nachfrage mangels es jedenfalls aktuell nicht.

      • Die Elektro-Neuzulassungen insgesamt stiegen im November um 14 Prozent auf 68.200 Einheiten. Der Anteil von E-Pkw an den gesamten Neuzulassungen betrug 34,4 Prozent. Damit wurde der bisherige Höchstwert aus dem Vormonat deutlich übertroffen. Die Neuzulassungen von rein batterieelektrischen Pkw (BEV) legten um 39 Prozent zu, die von Plug-In-Hybriden (PHEV) gingen um 9 Prozent zurück. Die reinen E-Mobile (BEV) kamen auf 40.270 Neuzulassungen und erreichten einen Rekordmarktanteil von 20,3 Prozent. Damit wurden sie erstmals zweitstärkste Antriebsart hinter den klassischen Benzinern. Volumenmäßig ist dies allerdings kein Höchststand. Der bisherige Rekord aus Dezember 2020 liegt bei 43.671 Neuzulassungen.
      • Weiter eine Sonderrolle spielt Tesla. Im November wurden 5.613 Tesla neu zugelassen, 234 Prozent mehr als im Vorjahr (per November 33.052 E, + 154 Prozent; MA 1,4 vH). Der Marktanteil kletterte auf 2,8 vH. Im bisherigen Jahresverlauf wurden 600.700 Elektro-Pkw neu zugelassen (+ 92 Prozent). Der Gesamtmarktanteil erhöhte sich weiter auf 27,6 vH. Der Anteil Teslas an den gesamten BEV Zulassungen in Deutschland stieg im November auf 13,9 vH.
      • Die Plug-in Hybride (PHEV)verlieren mit einem Rückgang von 8,9 Prozent zwar scheinbar an Attraktivität. Mit 27.899 Neuzulassungen erreichten sie einen Marktanteil von 14,1 Prozent. Dies ist der bisher höchste jemals beobachtete Wert, liegt aber deutlich unter dem der Batterie- Elektroautos.
      • Die normalen Hybride büßten gegenüber dem Vorjahr 24,1 Prozent ein. 31.352 Neuzulassungen bedeuteten einen Marktanteil von 15,8 Prozent, deutlich weniger als in den vergangenen Monaten.
      • Alternative Antriebe in Summe konnten im November 2021 erstmals mehr Neuzulassungen erreichen als die reinen Verbrenner (Benziner und Diesel) zusammen. Sie kamen auf einen Marktanteil von 50,9 Prozent. Gegenüber November 2020 zeigt sich ein Marktanteilsgewinn von 15,6 Prozentpunkten.
      • Diesel-Pkw sanken in der Käufergunst trotz aller wissenschaftlichen Bekundungen ihrer umwelt- und verbrauchstechnischen Vorzüge weiter ab und kamen nur noch auf weniger als 31.300 Neuzulassungen; sie büßten gegenüber dem Vorjahresmonat fast 56 Prozent ein. Der Marktanteil fiel auf 15,8 vH. Im Vorjahr lag der Anteil noch bei 24,3 Prozent. Es ist der niedrigste Marktanteil in einem November seit 1996.
      • Die Benziner gingen um 43,6 Prozent zurück und kamen auf die bisher niedrigste Marktdurchdringung von 33,3 vH. Gegenüber dem Vorjahresmonat bedeutet dies einen Rückgang um mehr als sieben Prozentpunkte.
      • Private und gewerbliche Neuzulassungen hatten eine ähnliche Entwicklung wie der Gesamtmarkt, waren also gleichermaßen vom Chipmangel betroffen. Die zirka 122.000 gewerblichen Neuzulassungen sind das niedrigste November-Ergebnis seit 24 Jahren. Der Privatkundenanteil verfehlte mit 38,5 vH das Vorjahresniveau um einen Prozentpunkt, liegt aber gut vier Punkte über dem mittleren Wert der Jahre 2015 bis 2019.
      • Ohne Neuwagen keinen Gebrauchtwagen: Auch die Besitzumschreibungen sanken im November auf ein Zwölfjahrestief, nämlich das  niedrigste Novemberergebnis seit dem Jahr 2009.. Rd 535.500 Gebrauchtwagen wechselten im abgelaufenen Monat den Besitzer, ein Minus von 10,6 Prozent. Nach elf Monaten liegen die Besitzumschreibungen vier Prozent unter Vorjahresniveau.
      • Im Gegensatz zu den niedrigen Neuwagen Verkäufen erwies sich die Nachfrage nach neuen Pkw als sehr robust. Die neuen Aufträge aus dem Inland stiegen im November um 11 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Seit Jahresbeginn liegt ein Plus von 4 Prozent vor. Das Auslandsgeschäft gab im November allerdings deutlich nach: Hier verbuchten die deutschen Hersteller einen Rückgang der Order von 19 Prozent. China dürfte bei dieser negativen Entwicklung eine bedeutende Rolle gespielt haben. Seit Januar gingen jedoch 4 Prozent mehr Aufträge aus dem Ausland ein.
      • Die niedrigen Markt- und Zulassungszahlen spiegeln die mangelnde Lieferfähigkeit der deutschen Hersteller. Die Pkw-Produktion in den deutschen Automobilwerken ging im November weiter zurück. Insgesamt wurden 307.200 Pkw gefertigt (-32 Prozent). In den ersten elf Monaten belief sich die Inlandsproduktion auf gut 2,8 Mio. Pkw (-12 Prozent.
      • Auch der Export litt unter den Lieferengpässen und fiel im November weiter:  227.100 Pkw wurden ins Ausland abgesetzt, rd ein Drittel weniger als im Vorjahr (- 33 Prozent). Im bisherigen Jahresverlauf wurden knapp 2,2 Mio. Pkw (-10 Prozent) ins Ausland ausgeliefert. Zur gleichen Zeit im Jahre 2028 waren es noch 3.75 Mio. Pkw, ein Einbruch um über 40 Prozent. Nachlassende Wettbewerbsfähigkeit einzelner Hersteller könnte dabei auch eine Rolle gespielt haben.

Ausblick

Zusätzlich zu der Chipkrise werden gerade neue Lockdown-Beschränkungen im Zuge der Pandemiebekämpfung eingeführt. Inwieweit sich dies auf die Kaufbereitschaft von Neuwagenkäufern auswirken wird, hängt natürlich auch vom kurzfristigen Erfolg der Maßnahmen ab. Zurzeit können noch stärkere Beschränkungen und damit verbundene negativen Effekte auf das Nachfrageverhalten nicht ausgeschlossen werden. In Prognosen können diese Faktoren nur qualitativ einfließen.

Psychologische Hemmschwellen bleiben, zumal die neue „grüne“ Verkehrspolitik mit der erstmaligen Billigung auch von synthetischen Treibstoffen für die herkömmlichen Verbrenner Kaufentscheidungen für die privaten Käufer nicht leichter macht.

Sicher ist nur, dass aufgrund der aktuellen Halbleiterproblematik die Produktionsausfälle bis ins kommenden Jahr hinein andauern. Für das Gesamtjahr 2021 erwartet die Automobilwoche 2,59 Millionen Neuzulassungen, ein Minus von 11,2 Prozent gegenüber vergangenem Jahr; das mittlere Ergebnis der Jahre 2015 bis 2019 würde damit um fast 25 Prozent verfehlt. Es wäre das niedrigste Zulassungsvolumen seit der Wiedervereinigung.

Obwohl bis November waren bereits 2.394.500 Neuzulassungen registriert sind, erscheint diese Prognose etwas zu optimistisch, da der sonst übliche Lager-Kehraus bei Herstellern und Handel am Jahresende mangels Masse ausbleiben dürfte. Aus IWK Sicht sind 2,5 Millionen Jahresergebnis schon ambitioniert.

Für das kommende Jahr bleibt die Unsicherheit, wie lange die Halbleiterproblematik andauert und wann wieder auf Normalniveau produziert werden kann. Darüber hinaus müssten zusätzliche Kapazitäten von Halbleiter zur Verfügung stehen, um den hohen Auftragsbestand abzubauen. 

Da die Entwicklung auf dem Halbleitermarkt im Moment noch unbekannt ist, geht die Automobilwoche für 2022 zurzeit von folgendem Szenario aus: Die zur Verfügung stehenden Halbleiterkapazitäten werden sich insoweit erholen, dass die monatlichen Neuzulassungen Ende 2022 wieder das Niveau von Ende 2019 erreichen können. Daraus würde sich für das Gesamtjahr 2022 ein Neuzulassungsergebnis von drei Millionen Pkw ergeben. Dies wäre ein Plus von fast 16 Prozent gegenüber diesem Jahr, aber immer noch 13 Prozent weniger als im Mittel der Jahre 2015 bis 2019.

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Kommentare ( 48 )

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Ingolf
6 Monate her

Der Gebrauchtwagenmarkt erinnert derzeit an Zeiten der DDR oder der Wendezeit, wo „Gebrauchte“ zu Preisen jenseits von „Gut und Böse“ gehandelt wurden.
Mein Autohaus bot mir kürzlich, für mein SUV einer schwedischen Marke, einen Ankaufpreis an, der ca. 15% über dem Preis lag, den ich vor 20 Monaten für das Fahrzeug bezahlt habe. Rechne ich dann noch Händlermarge und Mehrwertsteuer hinzu, dann geht das Autohaus von einem erzielbaren Verkaufspreis aus, über den man nur noch staunen kann (und nein, mein „Dicker Elch“ bleibt mein „Dicker Elch“) …

Maskenleugner
6 Monate her

Der Autor am 16.Juni 2021 : „Der Auto-Boom ist da“……..

Ben Goldstein
6 Monate her
Antworten an  Maskenleugner

Sowas ärgert mich auch immer. Am 16. Juni konnten Sie und ich schon sehen, dass die Elektroauto-Sache eine Subventionsblase ist und der Rest absichtsvoll von den Eliten an die Wand gefahren wird. Der Autor hatte das bestimmt damals auch eigentlich schon gesehen.
Man kann sich irren. Man kann seine Meinungen ändern. Aber ansprechender ist das Ganze, wenn man begründet und auf vergangene Fehleinschätzungen hie und da mal eingeht. Ansonsten entsteht der Eindruck, dass erst die These gesetzt und danach nach bestätigenden Anhaltspunkten gesucht wird.

schmidthomas
6 Monate her

Ich habe mir in diesem Jahr noch zwei wirklich geile Benziner bei den Damen und Herren aus Untertürkheim und Zuffenhausen bestellt, die in den nächsten Wochen/Monaten ausgeliefert werden. Damit ist das Thema Auto für die nächsten Jahre für mich erledigt. Jeder soll fahren was er möchte. Lediglich um die 10% der deutschen Wahlbürger haben ein Recht sich zu beschweren. Der Großteil kriegt jetzt das, was er bestellt hat. No mercy, sagt der Engländer.

Guzzi_Cali_2
6 Monate her

Ich bin gespannt, aus welchen Steuern genau sich die Ampel-Koalition ihre ökosozialischen Pläne zusammenbasteln möchte. Sie werden an der Realität zerschellen.

Memphrite
6 Monate her

Wir beliefern u.a. die Automobilindustrie. Zurzeit werden die Aufträge in das 3 quartal 2022 geschoben. Man geht davon aus, das ab dem 3 Quartal die die aufgestauten Aufträge abgearbeitet werden können.
Unsere China-Organisation hat wächst stark u.a. im Automobilbereich.
Das Skoda-Werk in Vrachlabi hat u.a. fast 50% der Belegschaft freigestellt (das war im Oktober).
Es brennt überall aber durch die Coronapanik bekommt keiner was und vor allem es läuft alles in Zeitlupe aber.
2022 wird eine Erholung sehen aber dann?

Mausi
6 Monate her

Daimler baut vor. Das politisch gewollte Sterben der Pkw Sparte in D beschränkt sich durch die Spaltung auf ein Körperteil. Die Marke VW im Gesamtkonzern VW ist ein Staatskonzern. Es käme wahrscheinlich schlecht an, die Marke VW so aufzuspalten wie Daimler und dann die Sparte Pkw an China zu verlieren, weil E-Autos dort billiger hergestellt werden. Zudem mit sicherer Rohstoffversorgung. Lässt sich ohne Aufspaltung besser verstecken. Insgesamt vermute ich, dass der Autoindustrie klar war, was kommt. Sie hat von der Politik Zeit bekommen, sich ins Ausland zu verlagern. Jetzt sehen wir nur noch das Ende des Abzugs. Bleiben werden die… Mehr

Last edited 6 Monate her by Mausi
Jack
6 Monate her

Ich möchte es so ausdrücken, auch das Konjunkturpaket E-Mobilitat wird die Autoindustrie nicht retten. Die Umstände sind meiner Auffassung darin zu suchen, dass das Auto kaputt geredet wurde und auf der anderen Seite vielen Menschen in der Zwischenzeit einfach die Kaufkraft fehlt. Das Auto ist ja unter dem Strich kein günstiges Wirtschaftsgut. Die Rezession der Autoindustrie ist ein Symbol für den Abstieg in diesem Land. Ich kann keine Trendwende erkennen, woher soll diese auch kommen? Die depressive, destruktive Stimmung in diesem Land rundet den Konsumverzicht ab. Wenn dem Bürger von Morgens bis Abends stündlich erzählt wird, wie schlecht die Welt… Mehr

Last edited 6 Monate her by Jack
Guzzi_Cali_2
6 Monate her
Antworten an  Jack

Es fahren derzeit nur deshalb so viele Autos mit einem „E“ am Schluß des Kennzeichens rum, weil sie massiv subventioniert sind. Und sie sind geleast. Welcher klar denkende Mensch würde sich so einen Elektronik-Bomber KAUFEN?

Peterson82
6 Monate her
Antworten an  Guzzi_Cali_2

sagte er und vergisst dabei das nahezu der gesamte Mitteklasse Gebrauchtmarkt ein einziges Subventionsprogramm ist das davon lebt dass Firmen die sonst unverkäuflichen Diesel-Bomber für kurze Zeit ins Leasing nehmen um sie dann in den Gebrauchtmarkt zu werfen. Oder glauben sie ein normaler Mensch würde sich für 60.000€ so ein Ding kaufen?

Jerry
6 Monate her
Antworten an  Guzzi_Cali_2

Ein klar denkender Mensch kauft sich z.B. einen Tesla für 35000,- Euro (nach Abzug von Bafa Förderung etc.) und verkauft ihn nach einem halben Jahr für 40000,- Euro z.B. nach Dänemark. Das muss man nicht gut finden, ein klar denkender Mensch (darum ging es) würde aber genau das tun.

Kuno.2
6 Monate her

Das halte ich nach wie vor für eine Delle im Absatz, allerdings eine längerfristige Delle. Ich selbst hatte mir Ende 2020 einen MB 250E (Hybrid) gekauft und bin zufrieden. Meine Frau fährt noch ihren Renault mit Dieselmotor. Die rein elektrische Lösung ist wegen dem Winter- Problem noch nicht ausgereift und die Preise noch zu hoch. Der neue MB EQE, der noch nicht bei den Händlern steht, fängt bei 88.000 Euro an. Für diese knapp 180.000 DM hatte man früher eine Eigentumswohnung kaufen können. Die Leute warten deshalb ab und greifen dann eher zu koreanischen und chinesischen Modellen. Das fällt um… Mehr

Last edited 6 Monate her by Kuno.2
Peterson82
6 Monate her
Antworten an  Kuno.2

Die Preise für den EQE sind noch überhaupt nicht bekannt, woher nehmen sie also die 88.000€? Der Preis des Tesla Model 3 Standard Range liegt bei 43.000€ bzw. 36.000€ abzüglich der Bafa-Förderung. Sie erhalten kein Amaturenbrett, sondern ein System dass bis auf ein volles Soundsystem und ein bisschen Ambiete-Beleuchtung einer Vollausstattung entspricht. Keine Inspektion, keine Steuern, ca 5€ Stromkosten auf 100km, THG Prämie von ca. 300€ pro Jahr zurückerstattet. Billiger kann man kaum fahren…aber wer will das schon? Dann lieber den guten alten VW bei dem man ein individuelles Fahrzeug nach 3 Stunden zusammenklickt mit unlogischen Ausstattungsvarianten und 4 Katalogen… Mehr

Kuno.2
6 Monate her
Antworten an  Peterson82

Dazu existieren mehrere You Tube Filme. Der voraussichtliche Preis soll bei 88.000 Euro liegen.
Das Modell 3 von Tesla hat kein Armaturenbrett wie mein Auto oder das Modell S von Tesla. Es zeigt die Geschwindigkeit nicht an, wo es hingehört. Man muss dann auf die Mittelkonsole blicken!
Ich hatte mich im letzten Jahr in das Auto reingesetzt. Alles ist billig gehalten! Wenn man auf das Armaturenbrett (ohne Anzeige) klopft, dann ist das hart und wird deshalb früher oder später knarzen.

abel
6 Monate her

Wen wundert es. Der Normalbürger (immerhin in der Mehrzahl) weiß jetzt gar nicht mehr was er kaufen soll. Ein Neuwagenkauf war immer schon keine leichte Entscheidung für die meisten Bürger. Zumal man davon ausgehén kann das der Strompreis an der Aufladestation die Einnahmen an den Benzinsteuern kompensieren -, nein sogar übertreffen muß bei den AllerWelt-Sozialtaten der Regierung.

Mindreloaded
6 Monate her

Ich arbeite in der Automobilindustrie und mal ganz ehrlich. Derzeit erweitere ich mein Wissen in Themengebieten, die nicht direkt etwas mit Automotive zu tun haben. Wer die Augen aufmacht und sich umsieht stellt fest, dass immer mehr Entwicklingsarbeit nach China geht und dort kräftig investiert wird. Die hiesigen Stand- und Produktionsorte verkümmern zu einem Feigenblatt. Der Point of no Return ist überschritten. Leider oder vielleicht auch glücklicherweise sehen das nicht viele so.
Ich frage mich nur von wem dieser Staat in Zukunft seine Steuern haben will.

Ben Goldstein
6 Monate her
Antworten an  Mindreloaded

Von den subventionierten Windkraftwerkmontierern, den Lehrern, den Kampf-gegen-Rechts-NGOs, den Ökolandwirten und den Lastfahrradbauern. Es ist „Ideologie“ zu glauben, dass es eine private Wirtschaft braucht. Das kann der Robert Habeck alles selbst. Man „investiert“ mal in Sozialwohnungsbau hier und in Fahrradwege dort, was Jobs schafft, die Steuern bringen, mit denen man wieder die Entwicklungshilfe wuppen kann. Es ist ganz einfach. Nur die dummen Rechten, wollen das nicht in ihr minikleines Mausehirn kriegen. Das liegt daran, dass sie in ihrer Blase stecken und „Fake-News“ konsumieren.