„Wir haben die Schnauze voll“: Der Bauernprotest in Berlin

In Berlin und der ganzen Republik demonstrieren Bauern, Spediteure, Handwerker und viele weitere gegen die Politik der Ampel. Auf der Straße zeigt sich ein Bündnis von Bürgern, das sonst so nicht zustande käme. Ein Bericht vom Ort des Geschehens.

 
Für Tichys Einblick war Maximilian Tichy auf der Demonstration der Landwirte und anderen Berufsgruppen am Brandenburger Tor in Berlin. Es ist der Auftakt zu einer Protestwoche, der sich auch Handwerker, Logistikunternehmen und viele andere anschließen.

Viele Landwirte zogen im Laufe des Tages wieder ab, auch die Handwerker mussten zurück ans Werk. Doch einige wollen bleiben: Eine Woche werden sie in den wohl kältesten Wochen dieses Berliner Winters auf der Straße des 17. Juni ausharren.

Wie die Proteste in anderen Städten der Republik anliefen, hat Holger Douglas zusammengestellt:

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Kommentare ( 77 )

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Helfen.heilen.80
1 Monat her

Die Äußerungen sind vielsagend: wer von „Trekker-RAF“ spricht, muss sich den Verdacht gefallen lassen, eine „widerspenstige Gruppe“ in der Bevölkerung isolieren zu wollen, damit eine übergreifende Solidarisierung aller „Protestmilieus“ verhindert wird. Das unausgesprochene Wort, das gefürchtete Gespenst ist der „Generalstreik“, welcher hierzulande gesetzlich verboten ist. Nichtsdesdotrotz spüren Landwirte, Spediteure, Handwerker wohl, welches Druckpotential sie gerade aufbauen können, und wie dabei eine ganz erheblicher Teil der Bevölkerung offenbar auf ihrer Seite steht. Nicht mehr sehr viele Branchen, die sich den Landwirten anschließen, dann entstünde der Generalstreik wahrscheinlich zwangsläufig von alleine, weil der nicht-streikende Rest nicht mehr zur Arbeit käme, oder weil… Mehr

Red Panda
1 Monat her

Die Landwirte und Bauern haben mit ihrer ersten Demonstration großen Mut bewiesen und so Deutschland ermutigt, sich mit in Bewegung zu setzen. Am 8.1.24 haben sie bewiesen, dass sie noch zu viel mehr fähig sind, denn es haben sich Handwerker, Speditionen und kleinere Unternehmen angeschlossen. An diesem Tag ging es nicht mehr nur um die Belange der Landwirte und Bauern. Nein, es war das Sprungbrett für die „Deutsche Bevölkerung“ diese Gelegenheit zu nutzen und so ein Zeichen zu setzen: „wir sind mit dieser Regierung nicht mehr einverstanden, völlig unzufrieden und wir möchten, dass diese Regierung zurücktritt“. Ich habe die Demonstration… Mehr

Apfelmann
1 Monat her

Es sieht so aus als hat sich das nach Montag schnell erledigt. Das Thema ist auch immer weniger in den Medien präsent. Wir gehen dann mal wieder zur Tagesordnung über….

Kassandra
1 Monat her
Antworten an  Apfelmann

Montagsdemos, auch mit 1000 Mann, sind seit Monaten nicht in den Medien. Was aber nicht heißt, dass das Thema damit erledigt ist.
Schade, dass auch bei den alternativen Medien das Interesse, darüber zu berichten, nachgelassen hat.

Sani58
1 Monat her

Ich unterstütze voll und ganz unsere Bauern. Aber. Was kommt? : im günstigsten Fall ein Zurücknehmen der angekündigten Gesetze und Maßnahmen der Regierung, Hampel wurschtelt noch 1 bis 1,5 Jahre weiter und der Westen ist dann bereit für einen echten Politikwechsel, so wie es bereits in Mitteldeutschland der Fall ist. Bis dahin könnten die Blauen einen Koalitionspartner mit um 10% haben, in Form der Werteunion-Partei. Ungünstig wäre, der Protest prallt an der Hampel ab, oder wird durch die parteiische Judikative und Exekutive aufgelöst. Noch ungünstiger: der Hampelchef tritt zurück, eine neue Regierung unter Merz wird gebildet – und der Spaß… Mehr

abel
1 Monat her

Angst, Verzweiflung, Wut und dann? So ist der Lauf der Dinge, so war es schon immer seit Menschengedenken. Aber unsere Regenten leiden scheinbar unter Demenz oder haben den Geschichtsunterricht geschwänzt, bei der Bildungselite in den Parlamenten für mich aber kein Wunder. Ich gehe stark davon aus daß die Grünen, die SPD und die FDP in diesem Jahr in hohem Bogen aus den Parlamenten im Osten fliegen, von den Kommunalwahlen will ich erst gar nicht reden.

Phil
1 Monat her

Der toxische Verbindung zwischen Neomarxisten und Globalisten, welche sämtliche Institutionen und Errungenschaften der westlichen Zivilisation zersetzen, werden die Menschen nichts entgegenzusetzen haben. Die Gesellschaft ist bereits weitgehend Fragmentiert, mittels Zugewanderten aus aller Herren Länder durchsetzt und von einer künstlich erzeugten Verwirrung des Geistes betroffen, welche in den staatlich kompromitierten Lehranstalten ihren Ursprung hat. In unseren Breitengraden ist die autochthone Bevölkerung weitgehend überaltert und dadurch auch zunehmend wehrlos. Die Proteste sind trotz breitem Echo in den Medien relativ Zahnlos, selbst die weitaus heftigeren Proteste der Truckerfahrer in Kanada haben nichts gebracht. Die konservative und bürgerliche Politik ist spätestens mit Merkel zu… Mehr

Helmuth Herterich
1 Monat her

Zur Empörung des Herrn Habeck über die Bauernproteste in Schlüttsiel gibt es ein treffendes Gedicht der „Alt-Protestiererin“ Anna Vero Wendland (Wie sagte Robert Gernhardt: „Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche.“): auf #schlüttsiel von Anna Vero Wendland Kinder, war’n das schöne Zeiten! Brokdorf, Wendland, Startbahn West: Diskutieren, kämpfen, streiten, Unsre Demos war‘n die besten. Wannen kippen, Mollies schmeißen, Was im Weg steht niederreißen, Steine schleudern, Latten schwingen, Bitterböse Lieder singen, Zwillen, Transpas, pfeifen, rempeln Masten sägen, Stadt umkrempeln, Uni schwänzen, Wald besetzen, Gegen die Regierung ätzen. Bullen jagen, Castor schottern, bis die Großkonzerne schlottern Scheiße werfen, Reifen plätten… Mehr

Diogenes
1 Monat her

Tja, die hatten noch rauhe Methoden mit ihren „Herren“ umzugehen.

Grandler
1 Monat her

Was mich an diesem Ampel-Narrativ so ärgert, ist dass die „Steuererleichterungen“ zum Diesel von denen als „Subventionen“ bezeichnet werden. Das ist orwellsche Sprachverdrehung vom Feinsten. D.h. wenn jemand 30% ESt zahlt, dann sind die anderen 70% als vom Staat wohlwollend gegönnte Subventionen zu verstehen. Das ist die von dieser Regierung verdrehte Welt und alle Medien plappern es nach.

Weisheitszahn
1 Monat her

Schön der dezente Hinweis auf die eiskalten Temperaturen und die erforderliche Werktätigkeit. Da zeigt sich echtes Engagement genährt aus Frustration und echter Zukunftsangst.
Während unsere NGO-bezahlten Klimakleber-Milliardärspapikinder schön in Thailand am Strand überwintern und erst wieder im Mai bei gemütlichen und heiter bis wolkigen 23 Grad wieder so richtig an den Weltuntergang glauben.

Anglesachse
1 Monat her
Antworten an  Weisheitszahn

Ist das ein Wunder?
Die Arbeit der Bauern regelt nur die Jahreszeit & Natur! Im Frühjahr muss die Saat rein, im Sommer Heu & Gemüse und im Herbst die Ernte & Wintersaat. Da bleibt nur der Winter zur Demo.
Unsere wohlversorgten Kleisterfritten haben das ganze Jahr Zeit (ausser Sommer auf Honolulu).