Ines Schwerdtner, SED/Die Linke, und die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer liefern sich bei Maischberger ein ideologisches Duell um Enteignungsphantasien und Kapitalrente. Erkenntnisgewinn: null. Dafür kommt der nüchtern berichtende CNN-Korrespondent Frederik Pleitgen mit seinen Analysen viel zu kurz.
Screenprint: ARD / Maischberger
Der Schlagabtausch kommt wie erwartet – und fällt wie erwartet langweilig aus. Hier die Linken-Parteivorsitzende Ines Schwerdtner mit ihrer Umverteilungs- und Anti-Markt-Rhetorik, dort die Wirtschaftsweise, die Marktanreize und demografische Realitäten predigt. Schwerdtner und Schnitzer spulen ihre Standardpositionen ab und hauen sich zur Rente mit 63 ihre bekannten Argumente um die Ohren.
Die Linke greift das kapitalmarktbasierte Denken dabei auf ganzer Linie frontal an. Man solle weder mit dem Wohnen spekulieren noch mit der Rente – „Wir sollten all diese Dinge nicht dem Kapitalmarkt überlassen.“ Deshalb sei es auch nur folgerichtig, wenn die Linke – und auch die Grünen – sich dafür einsetzen, nach der Wahl in Berlin die 220.000 Wohnungen der großen Immobilienkonzerne umgehend zu enteignen.
Schnitzer warnt, dass dies einen zweistelligen Milliardenbetrag kosten würde und dadurch noch nicht einmal neuer Wohnraum geschaffen werde. Im Gegenteil: Weniger privates Kapital und höhere Risiken führten zu weniger Neubau und damit zu noch knapperem Angebot. „Bauen, bauen, bauen, das ist die Devise“, sagt Schnitzer. Man müsse „günstiger bauen“, Vorschriften zurückfahren und „in den sozialen Wohnungsbau investieren“. Ihr technokratischer Ansatz sorgt im Publikum erwartungsgemäß für weniger Begeisterung als die Linke mit ihren Umverteilungsparolen. Vonovia & Co. hätten ja „nur Interesse daran, ihre Aktionäre auszuzahlen und die Mieter weiter zu schröpfen“, pöbelt Schwerdtner.
Erstaunlich, wie sich auch das Thema Hitze durch diese Sendung zieht. Seit Wochen werden – wie seinerzeit bei Corona – in deutschen Mainstreammedien alle an oder mit der Hitze Verstorbenen konsequent als „Hitzetote“ einsortiert. Egal, ob es sich um einen muslimischen Mann handelt, der zu spät bemerkt, dass er gar nicht schwimmen kann, oder die 99-Jährige, die im Heim mittags an Altersschwäche stirbt.
Auch bei Maischberger wird hübsch generalisiert. Schnitzer warnt: „Wir werden in Zukunft mit dem Hitzeschutz umgehen müssen.“ Das Bauen werde also noch teurer werden. Und schon zuvor hatte Dirk Steffens auf dem „Journalisten-Panel“ „12.000 Hitzetote innerhalb von wenigen Wochen“ beklagt. Kollegin Mariam Lau vergleicht die Hitzetoten mit einer imaginären Flutkatastrophe. In so einem Fall hätte sich Friedrich Merz ganz bestimmt mal blicken lassen. Warum denn in diesem Hitzesommer nicht? Lau hätte vom Kanzler der zweiten Wahl erwartet, dass er wegen der „12.000 Hitzetoten“ – da sind sie wieder – seinen Urlaub unterbricht. Steffens wirft sogar der ganzen Regierung Nichtstun in Sachen Klimaschutz vor: „Die ignoriert das größte Menschheitsproblem des Jahrhunderts.“
Die Panikschraube dreht also mal wieder frei an diesem Abend.
Da wirkt es geradezu wohltuend, wenn im Anschluss ein Frederik Pleitgen über seine jüngsten Erfahrungen aus Teheran und Moskau berichtet. Er liefert, wie man ihn kennt: nüchterne Einschätzungen und fundiertes Hintergrundwissen – und das Ganze ohne das übliche Talkshow-Drama. Pleitgen scheint momentan der einzige Journalist zu sein, dem man sogar eine gewisse Putinversteherei durchgehen lässt. Ein Jacques Baud wurde für viel weniger von der EU zum „Vogelfreien“ erklärt, drangsaliert und sanktioniert.
Pleitgen ist gerade aus Russland zurück. „Die Stimmung ist auf jeden Fall zurzeit gedrückt“, sagt er, schränkt jedoch ein, man sei „immer noch sehr weit davon entfernt, dass Russland destabilisiert wird“. Ukrainische Drohnenangriffe auf Raffinerien, Öllager und Fabriken tief im russischen Hinterland würden im Westen den Eindruck erwecken, Putin stehe mit dem Rücken zur Wand, doch Pleitgen zeichnet ein differenzierteres Bild.
Pleitgens Art ist trotz der Dramatik seiner Inhalte wohltuend. Er bedient westliches Wunschdenken ebenso wenig wie fatalistische Untergangsrhetorik. Pleitgen ist kein Prediger, sondern Beobachter. Er widerspricht implizit der Vorstellung, die jüngsten ukrainischen Erfolge würden Putin kurzfristig in die Knie zwingen. Gleichzeitig vermeidet er jegliche Verharmlosung der russischen Verwundbarkeit. Die Angriffe zeigten sehr wohl Wirkung, aber sie reichten eben nicht, um das politische System zu erschüttern.
Im Iran-Krieg, so Pleitgen, werde es momentan „jeden Tag schwieriger“. Teheran sei es wichtig, dass sie den „Würgegriff auf Hormus behalten“. Trump attestiert er, dieser wolle den Konflikt noch vor den Midterm-Wahlen möglichst schnell beenden.
Dass Pleitgen sich zu beiden Kriegen äußern soll, tut der Sendung keinen Gefallen. Die Verknüpfung ist thematisch zwar nachvollziehbar, zwingt aber zu noch mehr Oberflächlichkeit, als wir sie von deutschen Talkshows ohnehin gewohnt sind. Maischberger will Pleitgen als kompetenten Einordner ins Schaufenster stellen, lässt ihm aber viel zu wenig Raum für längere, zusammenhängende Analysen. Im Vergleich zum ideologisch aufgeladenen Duell Schwerdtner/Schnitzer wirkt der Außenpolitik-Teil dennoch um Längen informativer.
Das Grundproblem aber bleibt: Die Sendung wirft jede Menge Fragen auf, aber so richtig beantworten will sie keine. Die Inszenierung ist alles. Eben typisch Maischberger.





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Enteignungen sind durchaus möglich. Grundsätzlich ist auch eine Entschädigung in Artikel 14 GG vorgesehen. Die Frage ist nur, wie hoch. Der Gesetzgeber in Berlin wird vermutlich einen sehr geringen betrag anbieten, so etwa in Höhe des symbolischen 1 Euro pro enteigneter Wohnung. In Berlin haben die Grünen vor einiger Zeit gesagt, sie hätten in Verwaltung und Gerichten „ziemlich gute Leute“ untergebracht. Diese werden dann die äußerst geringen „Entschädigungen“ stützen und damit rechtmäßig machen. Auch vom BVerfG wird kaum etwas anderes zu erwarten sein und ob die betroffenen Wohnungsunternehmen sich jahrelange Prozesse leisten können, ist eine ganz andere Frage. Als nächstes… Mehr
Man kann den linken Genies hundertmal erklären wie ein Markt funktioniert. Die werden es nicht verstehen bzw. wollen es nicht verstehen. Die sollen ruhig ihre Enteignungspläne im Reichshauptslum durchführen, damit auch die links-grünen Spießer in Westdeutschland verstehen, dass damit kein einziges Problem gelöst wird, sondern nur neue Probleme geschaffen werden. Lustig wird es dann, wenn die Entschädigungshöhe bekannt wird.
Was ist billiger:
Zusätzlichen Wohnraum schaffen
oder
Remigration?
Haben diese „Wirtschaftswaisen“ jemals irgendetwas „vorausgesagt“, was dann auch tatsächlich eingetroffen ist? Ich kann mich nicht erinnern. Zumindest wurden alle Voraussagen regelmäßig korrigiert.
Erinnert etwas an die „Experten“, die uns immer wieder angetan werden. Die gleichen Figuren waren Experten in der angeblichen Corona-Krise, davor waren sie Experten in der E-Mobilität und jetzt bei den Pegelständen der Flüsse. Nicht zu vergessen ist, dass alle natürlich Experten im Sinne des Klimaschutzes sind.
Experten sind eben eine besondere Spezies, die sich vermehrt wie die Karnickel. Früher nannte man diese Figuren im Volksmund Hochstapler, Klugscheißer oder Besserwisser. Sympathisch sind sie selten und meistens abgehoben. Im Elfenbeinturm leben häufig sehr merkwürdige Gestalten.
Wenn ich schon “ Wirtschaftsweise “ hoere wird mir schlecht. Wirtschaft unterliegt global sovielen Faktoren, dass kann man weder steuern noch vorhersagen.Wenn ich den Staat alles regulieren lasse gibt es keine Wirtschaft mehr, das ist Kommunismus! Frau Schwerdtner kann ausser Enteignung nichrs anderes und die ande Tussi ist auch nicht besser. Dieser Artijel und die Sendung – mit Maischberger – hsben null Informationswert. Wenn die Selbststaendigen nicht mehr existieren koennen wegen der hohen Steuerlast, Vermieter die Mieten nicht mehr anpassen koennen, wegen den enormen Nebenkosten braucht man weder Frau Schwerdtner noch die andere um vorhersagen zu koennen was wird.
Wirtschaftswissenschaften sind Teil der Geisteswissenschaften und gründen auf Axiomen (unbewiesenen Annahmen), Da wird halt herumdefiniert bis es passt. Die Zustände in den einzelnen Volkswirtschaften zeigen doch überdeutlich dass da etwas nicht stimmt. Es ist halt immer leicht herum zu reden, vor allem im wohlversorgten Beamtenstatus. Diese ganzen WiWi-Ökonomen sind sich doch selbst nicht grün von Flassbeck über Fratzscher, Sinn und andere Wi-Weise in diesem Bereich. Wenn wir pleite sind werden sie alle wieder aus den Löchern gekrochen kommen um uns (dem niedern Volk) zu erklären was wir falsch gemacht haben.
Die „Wirtschaftsweisen“ sind mir genau so übrig wie der „Ethikrat“ und ähnliche Kontrukte. Wenn die Politiker nicht selber genug Wirtschaftswissen und ethisches Verständnis haben, sind sie in Parlament und Regierung fehl am Platz und gehören rausgeworfen.
Es schadet ja nicht, sich fehlendes Fachwissen einzukaufen. Das machen Gerichte auch (Gutachten).
Man sollte dazu halt nicht immer nur beim Discounter shoppen.
„Experten“ sind seit Jahren solche, die linke TransformationsPolitik unterstützen.
Wahre Wissenschaftler, die das große Ganze im Blick haben, sind zu allen Themen „aussortiert“ und kommen bestenfalls bei alternativen Medien vor.
Es sind immer noch gestern spätabend 1,64 Mio Unentwegte bei Maischberger vor der Glotze gewesen (s.u.). Aber die fast 5 1/2 Mio bei der Tagesschau zur Prime-Time machen mir ehrlich gesagt mehr Sorgen. Soviel Verpeilte, Alles-Schlucker und Nachplapperer? Selbst die größte übelriechende produzierte Sch… der Regierungspolitik wird dort als Massivgold mit Schleifchen dran verkauft.
Wahnsinn.
17.08.2026 Einschaltquoten:
Das Erste Top Ten Beginn Mio. %
1. Tagesschau 20:00 5,29 25,9
….
….
7. Maischberger 22:24 1,64 13,2
(Quelle: ard-text.de)
Ob diese Zahlen stimmen? Objektiv werden diese „garantiert“ nicht ermittelt.
Immer interessant wenn Medienleute wie Frau M. sich mit Zwangsgebühren die Taschen vollmacht und dann über Themen diskutiert die sie selbst nie betreffen. Altes Sprichwort….“mit voller Hose ist leicht stinken“….
Leider geht den Sozialisten das Geld der anderen Leute aus und ihre einzige Lösung in einer solchen Situation ist die Enteignung der Sachwerte.
Durch „Sondervermögen“ wie „Zwischenfinanzierungen“ von Staats-, Landes- wie kommunalen Haushalten ist das Debakel leider noch nicht beim Bürgen angekommen.
Der meint immer noch sein Blick auf die angesparten Einlagen wäre realistisch – dabei ist ein Großteil schon seit Merkel für deren Politik entwendet.
Wer selbst nicht genügsam, fleißig und pünktlich war, wer selbst nichts geleistet hat, nie was erreicht hat und deshalb nichts hat, will denen die hart gearbeitete haben natürlich was wegnehmen.
Wer nichts erreicht hat, will das die Anderen auch nichts haben. Vom linksextremen Sozialismus bis zum alles zerstörenden Kommunismus ist es nicht weit. Gegen die Linken und die Grünen gehört endlich ein Verbotsverfahren wegen Staatswohlgefährdung angestrengt.