Die Fukushima-Lüge zeigt: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist nicht reformierbar

Am Jahrestag des verheerenden Seebebens werden die Tsunami-Toten durch die Öffentlich-Rechtlichen abermals zu Strahlenopfern umgelogen. Wieder versucht der ÖRR die Wahrheit umzuschreiben, um die aktuelle Debatte über eine neue Energiepolitik im Keim zu ersticken. Der Lügenapparat hat sich verselbständigt. Er gehört abgeschafft.

Pünktlich zum Jahrestag des verheerenden Erdbebens mit massivem Tsunami in Japan mit tausenden Todesopfern packen die Öffentlich-Rechtlichen ihre Anti-Atomkraft-Propaganda aus und dichten die Toten einer Atomkatastrophe zu, die es nicht gegeben hat.

Dichtung statt Wahrheit

Auch dieser 15. Jahrestag bildet keine Ausnahme und bestätigt: Die Öffentlich-Rechtlichen sind nicht reformierbar.

Dieses Mal haben ARD/ Bayerischer Rundfunk zum Jahrestag von Fukushima einen Satz verbreitet, der den Zustand des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in aller Härte offenlegt. Japan gedenke der „Opfer der Atomkatastrophe von Fukushima“, hieß es sinngemäß, gemeint waren die Toten des Tōhoku-Erdbebens 2011. Die Opferzahlen betragen zwischen 18.500 und 22.300, viele Vermisste wurden bis heute nicht gefunden.

Nur starben diese Menschen nicht bei oder nach einem Reaktorunfall. Sie starben durch das Seebeben und den gigantischen Tsunami. Das war nicht wieder mal eine missglückte Formulierung und nicht wieder mal eine kleine redaktionelle Unsauberkeit. Es war wieder der durchschaubare Versuch, eine politische Umdeutung der Wirklichkeit vorzunehmen.

Aus Opfern einer Naturkatastrophe sollen immer wieder Strahlentote werden, weil es der eigenen Erzählung dient. So arbeitet keine Redaktion, die aufklären will. So arbeitet ein Apparat, der Propaganda verbreitet.

Die Tatsachen sind seit Jahren bekannt, eindeutig und für jeden zugänglich. Weder hat die WHO strahlenbedingte akute Todesfälle infolge des Unfalls festgestellt noch bestätigen internationale Fachgremien jene Horrorbilanz, die im deutschen Medienbetrieb bis heute mit zäher Penetranz weitergetragen wird. Das bedeutet nicht, dass der Reaktorunfall harmlos gewesen wäre. Es bedeutet aber sehr wohl, dass niemand das Recht hat, die Toten eines Tsunamis in Strahlenopfer umzudeuten. Wer das dennoch tut, verlässt den Boden der Information. Er manipuliert. Er frisiert die Wirklichkeit. Er ersetzt Tatsachen durch politisch brauchbare Bilder.

Die Debatte soll ausgetreten werden

Genau das geschieht bei Fukushima in Deutschland seit Jahren. Immer wieder. Mit derselben Dreistigkeit. Mit derselben Richtung. Mit demselben politischen Nutzen. Die Opfer der Naturkatastrophe werden in eine Anti-Atom-Erzählung hineingezogen, bis am Ende beim Zuschauer hoffentlich nur noch die gewünschte Botschaft hängen bleibt: Atomkraft ist gleich Tod, Vernichtung, Massensterben. Diese Gleichung ist sachlich falsch, aber propagandistisch äußerst wertvoll. Und deshalb wird sie immer wieder reproduziert. Nicht trotz der Fakten, sondern gegen sie.

In diesem Jahr kommt der Jahrestag gerade recht. Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat den Atomaussteig, der mit Fukushima begründet worden war, als „strategischen Fehler“ bezeichnet und damit eine breite Debatte auch in Deutschland ausgelöst. Diese Debatte soll ausgetreten werden. Unaufgefordert machen sich die ARD-Sender bereit, um die alte Lüge im neuen Gewand zu reproduzieren mit dem Ziel, nur ja keine Korrektur an der schon damals falschen Entscheidung zuzulassen. Bundeskanzler Friedrich Merz springt wie ein Hündchen über das Stöckchen, das der rot-grüne Lügenbetrieb ihm hinhält: Der Ausstieg sei „irreversibel“, unumkehrbar. Der rot-grüne Propaganda-Apparat hat es noch einmal geschafft.

Das eigentlich Verwerfliche daran ist nicht nur die Unwahrheit, sondern die moralische Kälte und Dreistigkeit dieses Lügenbetriebs. Das reale Leid der Menschen in Japan wird nicht sauber berichtet und dokumentiert, sondern politisch ausgeschlachtet. Der Tsunami, der ganze Küstenstreifen verwüstete, Orte auslöschte und Existenzen vernichtete, wird in der deutschen Darstellung regelmäßig zum bloßen Vorhof einer ideologischen Erzählung. Der Reaktor ist hier wichtiger als die Meereswelle, weil sich mit ihm das deutsche Märchen vom moralisch überlegenen Atomausstieg viel besser bebildern lässt. Die Toten werden dabei nicht betrauert, sondern benutzt, tagesaktuell.

Genau das ist Propaganda in Reinform

Wer darin jedes Mal wieder einen bedauerlichen Einzelfall sehen will, verwechselt Panne mit Methode. Schon fünf Jahre nach Fukushima hatte TE beschrieben, wie dreist und wie umfangreich deutsche Medien und Politiker die Opferzahlen von Erdbeben und Tsunami in die Erzählung vom Atomtod einarbeiteten.

Die Trennung der Ereignisse war damals längst offenkundig. Die Toten und Vermissten gingen auf Naturgewalt zurück. Die Reaktorkatastrophe war eine Folge dieser Gewalt, nicht die Ursache jener Opferbilanz. Trotzdem wurde genau diese Grenze politisch und medial immer wieder verwischt. Schon damals war das keine Nachlässigkeit. Schon damals war es eine gezielte Umdeutung. Schon damals war es Propaganda.

Denn Fukushima war für dieses Milieu nie nur ein Ereignis, über das berichtet werden sollte. Fukushima war Rohstoff. Rohstoff für Dramatisierung, für politische Selbstbestätigung, für die Bebilderung einer Energiewende, die nicht auf Nüchternheit, sondern auf Angst, Schock und moralische Erpressung setzte. Wo die Wirklichkeit nicht spektakulär genug war, wurde sie nachgeschärft. Wo die Fakten sperrig blieben, wurden sie passend gemacht. Wo Zahlen nicht in die Erzählung passten, wurden sie suggestiv verschoben. Wer aus Tsunami-Toten Atom-Tote macht, begeht keinen Flüchtigkeitsfehler. Er arbeitet an einer Erzählung, die politisch gewollt ist. Das ist keine journalistische Schwäche. Das ist propagandistische Absicht.

Auch zehn Jahre nach Fukushima war davon nichts verschwunden. Im Gegenteil. Die Methode verfeinerte sich. Nicht immer als platte, frontal ausgesprochene Lüge, sondern oft in jener weicheren Form, die im modernen Haltungsjournalismus besonders wirksam ist. Man setzt Begriffe suggestiv. Man montiert Bilder falsch. Man verknüpft Zusammenhänge so, dass der Zuschauer die gewünschte Schlussfolgerung fast von selbst zieht. Die Unwahrheit muss gar nicht jedes Mal offen ausgesprochen werden. Es reicht, wenn sie zuverlässig im Kopf ankommt. Genau das ist die Technik moderner Propaganda. Sie arbeitet nicht nur mit dem Falschen. Sie arbeitet mit dem geschickt Frisierten.

Besonders aufschlussreich ist dabei der Umgang mit den eigenen Fälschungen. Denn fast noch entlarvender als die Verdrehung selbst ist die Korrekturpraxis danach. Es wird nicht offen berichtigt, nicht sauber eingeräumt, nicht transparent erklärt. Es wird still korrigiert, leise geglättet, geräuschlos ausgebessert. Warum? Weil die erste Version ihre Wirkung längst entfaltet hat. Weil die Propaganda bereits im Kopf sitzt. Weil man genau darauf setzt, dass die Lüge groß rausgeht und die Korrektur klein verschwindet. Das ist kein Nebenaspekt. Das ist Teil der Methode.

Moralische Anstalt mit Sendebetrieb

Deshalb geht es hier nicht bloß um BR, ARD, WDR, SR oder einzelne Redakteure. Das Problem sitzt tiefer. Es ist strukturell, geistig und institutionell. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk versteht sich längst nicht mehr als Instanz nüchterner Prüfung, sondern als moralische Anstalt mit Sendebetrieb. Er will nicht mehr zuerst wissen, was ist. Er will zuerst wissen, welche Haltung dazu erwünscht ist. Von dort aus beginnt dann die Auswahl der Bilder, die Gewichtung der Begriffe und die Konstruktion des Tons. Das Ergebnis heißt dann Nachricht, ist aber oft nichts anderes als bearbeitete Wirklichkeit im Dienst einer ideologischen Linie. Anders gesagt: gebührenfinanzierte Propaganda.

Dann kommen wie immer die wohlfeilen Rufe nach Reform, Kontrolle, besseren Standards und schärferer Aufsicht. Doch genau an Fällen wie Fukushima zeigt sich, wie leer dieses Gerede geworden ist. Ein System, das über Jahre hinweg immer wieder denselben politischen Dreh reproduziert, lügt und täuscht, leidet nicht an Ausrutschern. Es folgt seiner inneren Logik. Es will nicht korrigieren, sondern einwirken. Es will nicht aufklären, sondern erziehen. Es will nicht informieren, sondern lenken. Reform setzt voraus, dass der Wille zur Wahrheit noch stärker ist als der Wille zur Wirkung. Genau daran fehlt es.

Der jüngste Fall ist deshalb kein erneuter Ausrutscher, sondern ein weiteres Beweisstück, wie die Öffentlich-Rechtlichen Propaganda durchdrücken wollen. Wenn ein gebührenfinanzierter Rundfunk aus Opfern von Erdbeben und Tsunami immer und immer wieder Strahlentote machen will, dann versagt nicht nur eine Redaktion. Dann entlarvt sich ein ganzer Betrieb. Ein Betrieb, der Tatsachen nicht mehr respektiert, sondern politisch umschreibt. Ein Betrieb, der jedes Mal wieder versucht, Fukushima nach eigenem Sinn umzudeuten. Ein Betrieb, der nicht informiert, sondern bewusst manipuliert.

Und damit ist auch der Befund fällig. Dieser Rundfunk ist nicht reformierbar. Nicht, weil er gelegentlich Fehler macht. Sondern weil die Fälschung selbst Methode, weil aus Berichterstattung Meinungspflege geworden ist. Weil aus Information politische Bewirtschaftung wurde. Weil man selbst vor den Toten einer Naturkatastrophe nicht Halt macht, wenn sie sich noch in den Dienst der richtigen Botschaft stellen lassen.

Ein Apparat, der so sendet, hat seinen Auftrag nicht verfehlt. Er hat ihn verraten. Und ein Rundfunk, der Propaganda betreibt, verdient kein Vertrauen, keine Schonfrist und keine Zwangsgebühr mehr.


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Kommentare ( 18 )

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Menkfiedle
43 Minuten her

Der Tsunami wurde durch die Atomkatastrophe ausgelöst. Die 30.000 Tote sind daher Atomtote. So verstehe ich die Berichterstattung.

Bernd Simonis
17 Minuten her

Die eine Seite hat den Meinungskampf verloren, warum auch immer. Die andere Seite hat gewonnen. Ich kann mich an den plötzlichen Atomausstieg 2011 erinnern. Es gab niemand, der massiv energisch protestierte, es war alles sehr still. Es gab wohl auch noch keine „Tichy“ Seite. Wir haben den Kampf verloren. 2015, gegen die offenen Grenzen, gab es schon deutlich mehr Kritik. Letztlich auch zu wenig. Und immer noch, heute im Jahr 2026, sind wie den links grünen Truppen unter dem Strich unterlegen. Grosse Teile der Bevölkerung sind gegen uns.

A.G.
21 Minuten her

wir kommen IMMER wieder zum GLEICHEN Thema: Die Staatsmedien lügen, manipulieren, verfälschen…..und dann wundern wir uns ob den Wahlergebnissen? Und wie ists denn beim Iran? Hier plappern Tichy, Kontrafunk, ein Großteil der AfD´ler das übliche Mainstream Geschwätz nach…..und Israel wird immer die Stange gehalten!! Ständig NUR und ausschliesslich POSITIV von UND ÜBER Israel berichten. Keine Unterscheidung machen zwischen dem jüd. Volk und der zionistischen Regierung. Hamas, IS, Hisbollah…..wo man dem Iran unterstellt dass er diese finanziert….ja wer hat denn diese Terrorgruppen gegründet und finanziert: CIA, Mi6 und Mossad!!! Und das ist kein Geschwurbel, das sind FAKTEN!!! und das aber „diese Mullahs“ eben eine… Mehr

Enrico
29 Minuten her

Nun, solange diese vernagelten Witzfiguren (leider bestens gepampert) weiter höchstrichterlich abgesegnet senden, bloggen, podcasten und pixeln dürfen, sollten sie zumindest zu folgendem Disclaimer gezwungen werden: — Wichtige Notiz für den „Genuss“ des ÖRR Das gesamte Material in allen Nachrichtensendungen, Politmagazinen und Online-Auftritten strahlt! die persönliche Meinung der Redakteure und Kabel- und Strippenzieher des ÖRR und seiner vielen politischen Freunde aus und sollte wirklich in keiner Weise mit Nachrichten oder irgendetwas mit Fakten in Verbindung gebracht werden. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Ihr! ÖRR. — Warum der Vorschlag zu so einem rel. moderaten Vorgehen? Nun, ich bin Realist. Die Deutschen schaffen… Mehr

jansobieski
30 Minuten her

Lügen, Verdrehen, den Bürger (um)erziehen wollen, den Herrschenden aus der Hand fressen, sofern sie linksgrün sind. Ja, man muss sich davon trennen. Es würde sich sofort ändern, wenn die Zwangsgebühr weg ist und sie, um zu überleben, gute Berichterstattung machen müssten.

Mike76
33 Minuten her

Ein vortrefflich analysierter Artikel, der das Problem beim Namen nennt. Den sollten sich allerdings auch mal die Schmierfinken im ÖRR zu Gemüte führen. Man darf es ja wenigstens mal hoffen.

Last edited 27 Minuten her by Mike76
MartinL
37 Minuten her

Abschaffen reicht nicht. Die fortdauernde Fehlinformatiomn durch die ÖRR in punkto Migration und Atomkraft hat hunderte Milliarden gekostet und etliche Menschenleben. Die Verantwortlichen für die dauerhaften gewollten Fehlinformationen gehören zur Rechenschaft gezogen.

rainer erich
38 Minuten her

Willkommen im “ Club“, so ist es. Wobei „unser Club“ personell noch ziemlich begrenzt ist. Ohne an Autoren auf TE zu denken. “ Unser beider Problem, verehrte Autorin, besteht darin, dass selbst die liberalkonservativen Nörgler am ÖRR ihn keineswegs abschaffen wollen, so wie sie sichallgemein mit den Konsequenzen etwas schwer tun. Nicht alle, die im System sozialisiert wurden, schaffen den geistigen Ausstieg. Ganz im Gegenteil. Die Partei der CDU lebt davon, von diesem Klammern trotz Nörgelei.

MartinKienzle
38 Minuten her

Bekannt ist, dass der sogenannte „ÖRR“ dazu dient, im Auftrag der sogenannten „Alliierten“ das Deutsche Volke umzuerziehen (https://www.deutschlandfunk.de/deutschland-re-education-alliierte-zweiter-weltkrieg-100.html), sodass vor jenem Hintergrund die in dem vorliegenden Artikel beklagte Manipulation respektive Propaganda mit diesem Hintergrundwissen keinesfalls überrascht, die erst mit Auflösung des Besatzerkonstruktes BRD (www.youtube.com/watch?v=hIu80oSC728 ab Minute 3:25), wozu auch die Stilllegung des sogenannten „ÖRR“ zählt, enden wird!

Last edited 31 Minuten her by MartinKienzle
Alf
40 Minuten her

Der ÖRR muß nicht reformiert werden.
Es genügt, wenn die Zwangsgebühren aufgehoben werden.
Dann regelt sich alles von selbst.

hansgunther
48 Minuten her

Sie, die Medien, die sich selbst im Glanz der eigenen Beweihräucherung sonnen als Gralshüter der Demokratie, wohlgemerkt der sozialistischen, grünen, kommunistischen „Demokratie“, sind die Statthalter des verrotteten, charakterlosen politischen Systems in der Bundesrepublik Deutschland. Parteien haben sich quasi zu Mafiaorganisationen gegen die eigenen Bürger entwickelt und agieren auch so, ungestraft. Dabei neigen sie zur Ausbeutung, Drangsalierung und Kontrolle samt Existenzvernichtung einzelner bzw. der angestammten Bevölkerung insgesamt. Einzelheiten dazu entnehmen sie bitte der Kriminalstatistik und den monetären Ausreichungen von Millionen und Milliarden an Gebietsfremde.