Bei Illner: Das Anti-Polizei-Tribunal

Statt racial profiling sorgt Wolfgang Bosbach eher, dass die Polizei bestimmte Gruppen nicht mehr kontrolliert, aus Angst vor einem solchen Vorwurf. Das war die einzig abweichende Stimme im Tribunal.

Screenprint: ZDF/Maybrit Illner

Nun wollen die meisten sicher wissen, wie Wolfgang Bosbach bei Illner war, nach dem er so lange kürzer treten musste, und so viel wollen wir gleich verraten: Gut sah er aus, braun gebrannt, eine rheinische Wohltat der Mann, aber leider kann er auch nichts mehr retten.

Denn längst geben Leute wie Idil Baydar den öffentlich-rechtlichen Ton im Bevölkerungsempfänger an. Die deutsche Kabarettistin (Pressetext) und „engagierte Kämpferin nicht nur für Frauenrechte“ (Illner) ordnete die Geschehnisse der etwas aus dem Ruder gelaufenen Stuttgarter „Partyszene“ (Schwäbische Dorfpolizei) gleich mal deutlich ein.

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Zunächst würde bei den ganzen Diskussionen zum Thema „Black Lives Matter“ und die Polizeigewalt völlig vergessen. Diese Polizeigewalt kommt nämlich aus der „Kolonialkultur“, mit „der weiße Menschen ihren Besitz schützen“. Zwar „verurteilen wir alle am Tisch ‚unnötige’ Gewalt“, aber sie, Idil, habe ‚noch nie erlebt, dass die Polizei ohne Provokation angegriffen wird’“. Und in der Tat: Hat die Polizei nicht tatsächlich die Party durch eine Drogenkontrolle gestört?

„Wir Migranten werden ständig kriminalisiert und sind seit Hanau auch traumatisiert. Diese Polizei schützt uns nicht. Wir haben doch alle den Polizeifunk gehört: Das ist Krieg hier. Nur Kanacken. Dann das Racial Profiling, das nennt sogar der Europarat rassistisch, ist der etwa ‘ne Muppetshow? (Computer sagt: Ja) Wir haben mehr Migranten an der Uni als Kriminelle. Selbst Polizisten sagen: Hier läuft was schief. Und die NSU-Ermittlungen zeigten den strukturellen Rassismus. Nach Hanau und Halle habe ich Angst vor der Polizei.“ Nun sieht Idil Baydar nicht aus wie ein ängstliches Polizeiopfer, das bei jeder Kontrolle zusammenzuckt, sie hat ihre Ansichten auch kaum aus eigener Erfahrung, sondern aus dem Hamburger Sturmblatt Zeit, „da steht alles drin“. Da wir den Schund nicht lesen, sind wir umso dankbarer, dass das mal jemand für uns zusammengefasst hat.

Wolfgang Bosbach kennt offenbar das Hass-und Machtmissbrauch-Organ aus Hamburg auch, denn er zitierte entrüstet, da habe jemand geschrieben, „in Minneapolis wird die Polizei abgeschafft. Inschallah, hoffentlich auch bei uns.“

Der Präsident vom Bundes- und Landesverband (Homeland NRW) der Kriminalbeamten, Sebastian Fiedler weiß genau, wie man im Neuen Deutschland reden und wohl auch denken muss, deswegen wird er regelmäßig in die Talkshows eingeladen.

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Zu Stuttgart rufen Grüne und Rote haltet den Dieb
So erkennt der Beamte bei den Krawallen von den USA bis Dijon und Stuttgart dieselben „Destabilisierung betreibenden Leute“, außerdem hat er „grundsätzliche Gruppierungen, die Probleme bereiten“ identifiziert, so lange er die aber nicht benennt (nicht mal die Sturmhaubenträger der Stuttgarter Krawalle), handelt es sich um klassischen Bull-Schitt, wie Einmann, Kleingruppe oder Partyszene.

Auch hat sich die Gesellschaft nicht „polarisiert“, Herr Kommissar, sondern Sie weigern sich, die Radaubrüder zu benennen und damit zu bekämpfen. Punkt. Besonders gelungen war die Fiedlersche Formulierung, „alle demokratischen Parteien“ (sein demokratisches Spektrum hört bei der CDU auf) sollten „nicht nur Worthülsen – das ist auch wichtig und richtig – absondern. Wichtig ist Fiedler der Kampf gegen rechts, gern zusammen mit der Uni Bochum (da gilt schon Laschet als Faschist), und er ist froh, dass „diese Subjekte“ aus den Reihen der Polizei und Bundeswehr, die sich „für den Tag X“ bewaffnet haben sollen, dingfest gemacht wurde (mehr dazu bestimmt in der Zeit).

So sieht jedenfalls der Polizist der Zukunft aus: Mit „eher positivem Staatsverständnis“ und „Gerechtigkeitsgefühl“ (idealer Standard wäre dann jemand wie Martin Schulz). Und im Dienstalltag betritt der dann die „Schattenseiten der Gesellschaft“ (die er aber besser nicht benennen sollte).

5 vor 12
Die "Partyszene" von Stuttgart
Der Pflicht halber müssen wir auch Cem (Dschem, nicht Tschemm!) Özdemir erwähnen, der am Wochenende extra seinen Wahlkreis Stuttgart besuchen will, damit sich so was nicht wiederholt. Er brachte noch „die sozialpädagogische Komponente“ mit ein und meinte ansonsten, was Baydar meinte, nur etwas staatstragender.

Auch der Seehofer Horst wurde gebasht, wegen der Strafanzeige gegen das Mülldingens von der taz (Komikerin Baydar: „großartige Autorin, fantastische Arbeit), die er angekündigt, aber nicht abgeschickt hatte.

Ja, Wolfgang Bosbach war der in der medialen Wahrnehmung weitgehend verschwundene, gesunde Menschenverstand, der Baydar erklärte, die arabischen Clans seien nicht mit einer schwedische Volkstanzgruppe vergleichbar. Statt racial profiling sorgt ihn eher, dass die Polizei bestimmte Gruppen nicht mehr kontrolliert, aus Angst vor einem solchen Vorwurf. Wie Bosbach allerdings darauf kommt, man dürfe „heute Fehlentwicklungen bei der Migration ganz offen ansprechen“, und dieses beim Thema Stuttgart mit keinem einzigen Wort erwähnt wurde, wird wohl sein Geheimnis bleiben.

Von den Ermittlungen im grünschwarzen Ländle erwartet Bosbach offensichtlich nicht allzu viel. „Ich ahne, wie die Ermittlungsergebnisse ausgehen werden.“ Wir auch. Gute Nacht.


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Kommentare ( 175 )

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175 Kommentare auf "Bei Illner: Das Anti-Polizei-Tribunal"

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Sehr lustig ist ja, das gerade Frau Baydar das „rassistische“Klischee der prolligen und dummen Migrantin in ihrer Bühnenschau bedient, was ihr – zum Glück für sie – nicht schwer fallen dürfte. Also genau damit Geld verdient, indem sie Vorurteile bedient.

Dieses ganze Geseier und das ewige Herumreden um den heißen Brei geht mir allmählich ganz gewaltig auf den Zünder. Es ist unerträglich, mit welch einer Selbstverständlichkeit Menschen aus absolut unvereinbaren Kulturen in unserem Land aufgenommen werden um dann volle Pulle über dieses Land herzuziehen. Es wird allerhöchste Zeit, das in diesem Land aufgehört wird mit zweierlei Maßen zu messen. Jeder Mensch, egal wo er herkommt, hat die freiheitlich demokratische Grundordnung in diesem Land anzuerkennen. Und wenn das nicht funktioniert, gibt es nur eine Konsequenz, und die heißt auf Wiedersehn. Das ist weder rassistisch noch Ausländerfeindlich, sondern ein Fakt, welcher auch… Mehr
Sehr viele (außerhalb der MSM) sprechen davon, dass Deutschland endlich selbstbewußter werden und seine Werte verteidigen muss. Schön wäre es, wenn dies bei der Polizei begänne. Soll die Polizei doch aufgrund der Anfeindungen durch den linksgrünen Terror bei Krawallen und Übergriffen einfach mit Transparenten daneben stehen, ohne tätig zu werden: „Ein Eingreifen von uns wäre Rassismus“, „Die dürfen das“, „Was sollen wir hier eigentlich?“, „Liebe Mitbürger, uns wird verboten einzuschreiten“ **. Liebe Polizisten, Ihr seid viel zu duldsam und macht Euch zum Handlanger. Aber wenigstens seid Ihr bei Übertretungen der Geschwindigkeitsbegrenzung durch Biodeutsche noch mal ganz, ganz groß. Da kommt… Mehr
Es ist beschämend, wie Politik und Medien dem Wohlfühlbürgertum immer mehr Rechnung tragen. So wird nun in Stuttgart ein Polizist bestraft. Er hat in besagter Nacht Dienst getan. Angesichts der unsäglichen Video Dokumentationen und den dortigen Beleidigungen und Körperverletzungen gegen unsere Schutzleute erwarten diese Wohlfühlbürger nebst ihren politischen Vertretern sogenannte „polical correctness“ und billigen es mit Freude, wenn im Interesse dieser staatszersetzenden Elemente der Beamte als Bauernopfer herhalten muss. Eine Frau Baydar, deren proletenhaftes „Kabarett“ jubelnd just von obengenannten Bürgern besucht und beklatscht wird, wäre in früheren Zeiten von Mitdiskutanten derart einem rhetorischen Wind ausgesetzt worden, dass es ihr die… Mehr

Natürlich ist zu ahnen, wie die Ermittlungsergebnisse aussehen werden. Die Grünen, Sozen und auch Schwarzen haben sich die Ausländer zum Klientel gemacht, ihren Zuzug gegen den Willen der meisten im Lande mit allerlei List und Tücke durchgesetzt. Und natürlich kann es da nicht sein, daß diese Leute Straftaten begehen, auch wenn sie sie tatsächlich begehen. Folglich driften wir immer mehr in eine Justiz mit zwei Klassen ab. Eine Justiz für deutsche Bürger und eine für die Schützlinge unserer Politik.

Mir reicht bei diesen Polit-Shows schon die Gästeliste, um nicht einzuschalten.

Mir schon eine Moderatorin mit SED-Vergangenheit! Ein Unding, dass sich so jemand in den Öffentlich-Rechtlichen Medien als angebliche Verteidigerin der freiheitlich-demokratischen Grundordnung inszenieren darf.

Solange die Imame in den Moscheen ihren Gläubigen predigen, dass Integration die größte Gefahr für den Islam ist und sie sich deshalb – nicht – in Deutschland integrieren dürfen, solange wird es auch keine Integration von solchen Leuten geben.
Der Merkelsche und der Grüne Multikulturalismus ist somit krachend gescheitert.
Ausbaden dürfen die ganze Sache nun wir Deutschen, allen voran unsere Polizei.

Schwäbische Dorfpolizei?
Was ist dann von der Kölner Polizei zu halten? Die haben ja seinerzeit am Morgen nach der Silvesternacht einfach nur „keine besonderen Vorkommnisse“ in ihren Bericht geschrieben. Da ist das mit der Partyszene doch deutlich kreativer.

Man hätte mal bemerken können, dass die Deeskalations-Politik der Polizei gescheitert ist. Wenn Partygänger mit Steinen und Flaschen werfen, Polizisten verletzen, Polizeiautos zerstören, Geschäfte plündern, dann ist die höchste Eskalationsstufe erreicht. Da gibt es nichts mehr zu deeskalieren. Die Polizei sprach in der Pressekonferenz von angemessener Reaktion. Die angemessene Reaktion wären Wasserwerfer, Scheinwerfer und Kameras gewesen und Festnahmen gewesen. 24 Festgenommene von 500 Partygängern ist geradezu lächerlich. Wer nimmt diese Polizei denn noch ernst? Fr. Baylar war nicht auszuhalten. Als die Extremste von allen musste sie auch ständig dazwischen quatschen. Ob Fr. Baylar die Akzeptanz der Migranten bei den Zuschauern… Mehr

Ich erinnere mich aus Demonstrationen der mittleren 60er Jahre an den gefürchteten Polizeibefehl: „Knüppel raus!“ Da rannte man gern davon, ohne sich als Feigling zu fühlen. Und die Süddeutsche – damals noch eine intellektuelle Größe – fand das nicht „menschenverachtend“ und „integrationsfeindlich“. Wasserwerfer waren selten, meist genügte der Knüppel. Und die Polizisten waren nicht besonders aufgerüstet, brauchten keine Schutzwesten oder Helme, sondern trugen ihre Alltagsuniform. (Daß daraus binnen kurzem die RAF aufwachsen würde, habe ich nicht geahnt.)

Das sollche Hetzer und Aufwiegler wie diese Dame das Fernsehen missbrauchen dürfen, um ihr Klientel in Stellung bringen zu können, ist unglaublich. Das geht wirklich nur in einer Merkelkratie.