Anne Will: Markus Söder schaltet ab, bevor die verstimmte Jazz-Trompete laut wird

„Es gibt auf der ganzen Welt kein anders Konzept, als Kontakte zu reduzieren,“ lobt Söder sich und die Kanzlerin. Mitlaufen war früher keine bayerische Politik-Disziplin. Statt sich kritische Tönen anzuhören schaltet sich Söder lieber aus der Sendung raus.

Screenprint ARD/Anne Will

Das ist doch mal was: Markus Söder, der jetzt neben Bundesinnenminister Seehofer als zweiter bayerischer Ministerpräsidentenlöwe auf Angela Merkels Bettvorleger als Schnurrekätzchen gelandet ist, der unlängst in Gegenwart ihrer Durchlaucht auf einer Pressekonferenz mit fast schon kokettem Wimpernaufschlag Richtung Merkel ungefähr sagte, dieses Land sei in guten Händen, dieser Markus Söder braucht keine echten Gegner mehr. Da reicht bei Anne Will der  leibhaftige Jazztrompeter Till Brönner um dem bayerischem Corona-Maßnahmen-Hilfssheriff der Bundesregierung den Marsch blasen.

Warum Brönner? Der hatte bemerkt, dass die zweite Welle zunächst nicht so fett in sein Wohnzimmer schwappt, zumindest was die Entschädigung der Regierung für Corona-Wirtschaftsopfer angeht. Zunächst sind die Gastronomen dran. Und das regt Brönner wahnsinnig auf. Konzerte fallen aus, die Kultur geht vor die Hunde.

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Also melden sich nun auch mal die Vertreter der Deutschen Kultur zu Wort, fast so, als hätte es vor ihrer aufwallenden Armut keine Probleme in Deutschland gegeben, die diese Klientel betrifft. Und nett hat es der Till Bröner ja auch gemacht in seinem Klagevideo, netter jedenfalls, als die rüderen Xavier-Naidoo-Hildmann-Wendler-Versionen. Brönner kritisiert, aber dreht nicht zu sehr auf. Zimmerlautstärke eines einzelnen Kritikers, das verträgt die Einigkeit der Politik gerade noch.

Wer nur in Zimmerlautstärke trompetet, der darf dann auch ins öffentlich-rechtliche Fernsehen als vermeintlicher Gegenpart zu Markus Söder. Gut dass er da ist, dann muss man diese Störer von der AfD nicht einladen, diese Rabauken, die es gewagt hatten, eine Regierungserklärung der geliebten Bundeskanzlerin im Plenum durch Zwischenrufe zu unterbrechen. Nein, das darf nicht sein, an diesem heiligsten Verkündungsort der Kanzlerinnenbotschaft. Also Brönner nicht nur als Naidoo-light, sondern auch als AfD-light? Was für eine Last. Wir zeigen, dass wir kritisch auch können.

Till Brönner ist mit dem aus München per Flatscreen ins Studio zugeschalteten bayerischem Ministerpräsidenten bei Anne Will zu Gast. Thema sind die kommenden vier Wochen Stubenarrest-light für die Bundesrepublik, ausgerufen von Merkel, weil Deutschland unter der Maske nicht brav genug war. Anne Will will wissen: „Wie nachhaltig wirken die Anti-Corona-Maßnahmen?“

Und weil ein Kanzlerinnen-Söder nicht genug ist, wurde auch noch mit Helge Braun (CDU), der Chef des Bundeskanzleramts ein Tag nach Halloween eingeladen, die Maßnahmen der Kanzlerin zur besten deutschen Sendezeit am Sonntagabend unter die Leute zu bringen.

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Ja schämen sich die Fernsehoberen des Zwangsgebühren-TV nicht, wo sie auf der einen Seite mit großer Geste mehr Vielfalt geloben, auch kritische Stimmen zulassen wollen, und dann alles so weiter machen? Es wohl so,  weil bald Wahlkampf ist und nachher kann man sich ja immer noch entschuldigen.

Nun sitzen Helge Braun, der Trompeter und die Moderatorin nicht alleine in den creme-farbenen Ledersesseln vor dem wuchtigen Fernsehbild aus Bayern, ebenfalls mit dabei ist dann auch noch Bundesjustizministerin a.D., Richterin am bayerischen Verfassungsgerichtshof Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP), also ebenfalls eine unionskompatible regierungsnahe Person. Wird sie trotzdem stänkern?

Michael Ballweg, Chef der Querdenker ist ebenfalls … nein, natürlich nicht. Entschuldigen Sie die Verwechslung. Nein, nicht Ballweg darf, neben den drei Etablierten und der verstimmten Jazztrompete darf noch Viola Priesemann vom Max-Planck-Institut und Stefan Willich, Epidemiologe von der Charité sowie Gründer und Dirigent des World Doctors Orchestra (WDO). Mehr Wissenschaft hatte jüngst die subventionierte Studie eines staatsnahen linken Instituts gefordert. Erfüllt.

Los geht’s. Aber halt: Till Brönner darf erst später dazu stoßen. Selbst das gedämpfte Blechgebläse könnte zu früh zu schiefe Töne machen. Unfassbar.
Die Freunde der Regierung Merkel jetzt unter sich. Mal reinhören, wer heute verabredet mal ausscheren darf, damit es nicht ganz so langweilig wird.

„Das Vollaufen der Krankenhäuser und am Ende hohe Todeszahlen“, fürchtet Markus Söder, so es keine Eindämmung der Kontakte gäbe, wie am Montag dann vorgeschrieben für fast alle Deutschen. Der Kanzleramtsminister verteidigt die neuerlichen Maßnahmen „um wieder in einen Kontrollzustand zurückzugelangen.“

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Nun ist Institutsdirektor Stefan Willich allerdings gar nicht so begeistert von den beschlossenen Maßnahmen. Und er weiß um „zwei wichtige“ neue Studien der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Einmal dazu, wie gefährlich die Krankheit überhaupt sei, dabei wäre man auf eine Sterblichkeit von gerade einmal 0,2 – 0,3 Prozent gekommen, „was deutlich niedriger ist, als in der Öffentlichkeit immer angenommen wird“, so der Epidemiologe.

Und weiter hätte sich die WHO zur Frage nationaler Lockdowns und ihren Nebenwirkungen schlau gemacht und festgestellt, da gäbe es „gravierende Schäden, die Lockdowns haben können.“ Dennoch hält er die Maßnahmen zu diesem Zeitpunkt für richtig, schränkt aber ein, was für Berlin gelte, könne nicht gleichermaßen für Mecklenburg-Vorpommern gelten.

Weil nun aber außerdem – selbst nach Robert Koch Institut – bei 75 Prozent der Ansteckungen nicht einmal klar wäre, woher diese denn kämen, will Anne Will von Söder wissen, was die Maßnahmen gegen Gastronomen und Kultur dann eigentlich für eine Logik hätten. „Es gibt aber auch keinen Gegenbeweis, man weiß es schlichtweg nicht.“, antwortet Söder auf die unbekannten Infektionsorte der überwiegenden Mehrheit der Infizierten. Und da sind beide noch nicht einmal dort angekommen, wo die Frage nach der Genauigkeit einer Infektionsfeststellung ebenfalls längst im Raum steht, wie ein Elefant, den keiner sehen mag.

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Aber laut Söder müssten eben dreiviertel aller Kontakte runter um – ja, um was zu erreichen? Einen Rückgang der Infektionen. Also unabhängig davon, ob man davon krank wird oder nicht? Nein, schützt die Alten und Anfälligen und lasst die anderen endlich normal leben, ist für Markus Söder demnach keine Alternative. Der Kollateralschaden der Maßnahmen selbst interessiert die politischen Entscheider ebenfalls kaum bis nicht.

Tatsächlich hat sich Söder das Vokabular eines – sagen wir mal – angesehenen Mediziners einer kleineren bayerischen Gemeinde in Rekordtempo angeeignet, zwar nicht so flink, wie ein Chamäleon seine Farbe wechseln kann, aber es klingt schon wie die Diagnose am Montag morgen kurz vor dem gelben Schein.

Und der Onkel Doktor hat ja vorher gemahnt, erinnert er mit Dudu-Finger in der Stimme, die Hygienekonzepte einzuhalten. Aber die Leute da draußen wollten das nicht. Also muss der Zwang der bei Nichteinhaltung zu sanktionierenden Maßnahme her. Das hat schon etwas arg Lutheranisches beim evangelisch erzogenen Söder. „Es tut uns auch sehr leid, dass wir diese Maßnahmen treffen müssen.“, sagt Söder und klingt dabei wie der Vater der seine ungezogenen Kinder schlägt, aber betont ungern.

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Sabine Leutheusser-Schnarrenberger soll Anne Will beantworten, ob die Maßnahmen wirklich „geeignet, erforderlich und verhältnismäßig“ sind. Geeignet irgendwie ja, meint die Verfassungsrichterin. „Aber in vielerlei Ausgestaltung eben nicht erforderlich“. Da es aber dann auch keinen Beweis gegeben hätte, für eine Ansteckungsgefahr, hätten Gerichte festgestellt, dass die Maßnahmen nicht verhältnismäßig sind.

Das bayrische Oberverwaltungsgericht, so Leutheuser-Schnarrenberger mit Wink hin zum Monitor, auf dem Söder schon unruhig wird, hätte zwar einem Antrag zur Aufhebung des Beherbergungsverbotes nicht stattgegeben, aber die Begründung sei interessant: Das Gericht hätte quasi gesagt, man würde das jetzt mal so durchgehen lassen. Aber was sind das eigentlich für Gerichte, was ist das für eine Gutsherrenart, möchte man dazwischen fragen.

Söder findet es an der Stelle wichtig zu erwähnen, dass Gerichte in unserem Rechtsstaat das letzte Wort sprechen. Er wundert sich in dem Moment offensichtlich nur darüber, dass auf diese Selbstverständlichkeit hin kein Applaus losbrandet. Was für ein Basta-Politiker, der allerdings gegenüber der Bundeskanzlerin dann doch kein adäquates Basta zustande bekommt. Diese erfrischende bayerische Eigenart im Umgang mit Bonn und später Berlin ist lange passé.

Aber Söder hat eine Idee, wie man die ganze blöde hochrichterliche Diskutiererei umgehen kann: indem man das Bundesinfektionsgesetz noch einmal stärkt.

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Das ist stark: Die Politik biegt sich also die Gesetze, die ihren Maßnahmen im Wege stehen. Was für eine Selbstermächtigung. „Endlose Rechtsstreitigkeiten bringen ja niemandem etwas.“ Die können also weg? Die Frage bleibt in der Luft hängen, ob diese endlosen „Rechtsstreitigkeiten“ denn auch dann weg könnten, wo abgelehnte Asylbewerber dank einer Asylindustrie in Deutschland Verfahren so lange ausdehnen können, bis das damit aufgezogene Zeitfenster eine Rückführung sowieso rechtens ausschließt. Auch hier Zurechtbiegungsbedarf? Auf jeden Fall ein anderes Thema.

Die ehemalige Justizministerin schüttelt mit dem Kopf und hält es für notwendig zu erwähnen, dass man das schon noch diskutieren dürfe, „Pandemie hin oder her.“ Helge Braun erinnert an die im Bundestag festgestellte „pandemische Lage von nationaler Tragweite.“ (Interessant was in Deutschlnad 2020 „national” ist: das Katastrophige?)

Viola Priesemanns (Max-Planck-Institut) Spezialdisziplin ist es, Ausbreitungsszenarien von Viren zu berechnen. Bringen die Maßnahmen etwas? Kann Weihnachten kommen? Für Priesemann ist der Lockdown eine Chance, die die Leute ergreifen sollten. Und die Sterblichkeit von 0,2 – 0,3 Prozent, so sagt sie Richtung Willich, wären ja Ergebnis der Maßnahmen des ersten Lockdowns. Wären die nicht gewesen, läge diese Sterblichkeit eher bei 1,5 Prozent. „Wollen wir zurück zu diesem stabilen Zustand?“ fragt sie rhetorisch.

Anne Will spricht tatsächlich konsequent von „Kolleg*innen“. Und man hört das Sternchen mit. Es klingt bei ihr professionell, so, wie ein klitzekleines Zwischenaufstößerchen. Prösterchen auf dieses gelungene verbale Kunstwerk.

Wir sind dann mal draußen!
Erfrieren oder Corona?
Söder weiß nun, dass die Zahlen von heute eigentlich die von vor zwei Wochen sind. Der Söder kann das wirklich: Die aktuellste Lesart der Politik beratenden Wissenschaft so vortragen, als gäbe es keine Zweifel mehr. Die Gene für die politische Karriere sind ihm also auch an der Spitze des Bayernlandes nicht verkümmert. Verkümmert sind aber leider ganz andere Dinge.

„Es gibt auf der ganzen Welt kein anders Konzept, als Kontakte zu reduzieren, kein anderes Konzept.“ Bei niedrigeren Infektionszahlen hätte es mehr Todesfälle gegeben bei den Risikogruppen, das wäre dank Schutzmaßnahmen schon erreicht, so Söder.

Die Runde zitiert sich gegenseitig von Söder rüber zu Braun rüber zu Priesemann. Kontaktbeschränkung als Goldstandard. Wo bleibt der angesichts drohender prekärer Verhältnisse so rebellische Trompeter? Willich erinnert zwischenzeitlich noch einmal daran, dass es in Deutschland bisher noch keine Übersterblichkeit gäbe.

Der Ton von Söder ist unerträglich. Seine Ränkeschmiederei ist auch da unerträglich, wo er um Bundesgenossen wirbt. Priesemann wird auf peinlichste Weise von ihm über den Klee gelobt, Willich geht vorerst leer aus. Möglicherweise hat er in der nächsten Talkshow verstanden, wie es richtig geht.

Söder hatte vorher gesagt, er hätte „nicht endlos viel Zeit“, also bedankt sich Anne Will vor Ende der Sendezeit. Die bayerische Corona-Maßnahmen-Majestät schwebt also von dannen, der Bildschirm verlischt, weg ist er. Redezeit war aber auch in der verkürzten Anwesenheit mehr als genug. Ihro Gnaden schaltet sich weg, danke dass Sie sich überhaupt Zeit für uns genommen haben und dabei fällt auf: Erst jetzt kommt die kritische Trompete. Es war wohl Ihrer Durchlaucht nicht zuzumuten, sich Kritik anzuhören. Darf man jetzt, genau jetzt, Staatsfernsehen sagen?

Merkel im Bundestag
Pandemie-Debatte zwischen Selbstgewissheit und Panik
Nein, besser kann man es nicht deutlich machen: Der klägliche Rest – entschuldigen Sie lieber Herr Brönner – der klägliche Rest an Opposition gegen den versammelten Söder-Corona-Maßnahmen-Fanclub kommt, wenn Söder weg ist. Trompeter und Fotograf Till Brönner spricht seine Kritik quasi in den leeren Raum.

„Ich komm da sicher irgendwie durch“, beruhigt Brönner zunächst. Na gut, das nimmt dem irgendwie egoistischen Anliegen ein bisschen den Bumms. Und Recht hat er natürlich damit, dass seine Branche eben keinen Lockdown light hätte. Aber es bleibt ein G’schmäckle. Er hätte auch schon im Kanzleramt gespielt mit seinem Gitarristen. Um Himmelswillen, aber Bilder eines Wunschkonzertes für Angela Merkel werden dankenswerterweise nicht eingeblendet.

1,5 Millionen Menschen in der Veranstaltungsbranche. Die wären alle quasi auf Hartz-4, so Brönner. Braun stellt klar, wo der Bürger auf sein Freizeitverhalten verzichten müsse, da trifft es eben jene, die dieses Freizeitverhalten professionell ausfüllen helfen. Ein Logiker der Gute Mann! Deshalb gäbe es eine Verantwortung für die Kulturschaffenden. Aber was will der Brönner da eigentlich? Die Kohle ist jetzt zugesagt für November und wohl noch darüber hinaus. Mehr geht kaum. Oder man sucht eben die Solidarität mit allen andern Kritikern der Maßnahmen. Wird da aktiv, wo es auch für den Soloselbstständigen unangenehm werden könnte.

Welche Kunst müssen wir vor Corona retten?
Halten wir fest, die Ansteckungen sollen eingegrenzt werden. Nach wie vor wird an einer Nachverfolgbarkeit der Infektionsketten festgehalten, selbst dann noch wird das so ein, sollten auf dem Gesundheitsamt auf enger werdendem Raum immer mehr Leute arbeiten müssen, um am Ende möglicherweise festzustellen, dass es keinen Sinn mehr macht, was man da tut, aber offensichtlich gibt es keinen Plan B.

Brönner befindet, dass die kulturelle DNA seiner Truppe von der eigenen Regierung nicht verstanden wird. Nein Herr Brönner mitunter wird sie auch von vielen Bürgern nicht mehr verstanden. Insbesondere da, wo sich diese Kulturschaffenden immer mehr dem politisch-ideologischen Fach andienen, wo es immer noch mehr darum geht, noch im hinterletzten Kuhdorf eine Open-Air gegen Rechts zu veranstalten weil solche Bekundungen subventioniert werden, und Garantie sind für Aufmerksamkeit in den öffentlich-rechtlichen Medien.

Es ist ein bisschen spaßig, den Steuerzahlern und Bürgern so vehement überzeugen zu wollen, dass wir hier Künstler als geknebelte Unternehmer subventionieren sollen. Kaum eine Branche hängt bereits mehr am Subventionstropf als Brönners. Und die Kultur zeigt sich dafür gerne erkenntlich durch politische Opportunität. Mitleid für Till Brönner ist also eine echte Herausforderung. Also wenn schon über Nacht via Video zum Rebell mutieren, dann doch bitte überzeugender trompeten.

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Kommentare ( 98 )

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Jens Frisch
1 Monat her

„Lockdown“, „Lockerungen“ und „Öffnungen“ sind ausnahmslos Begriffe aus dem Strafvollzug: Wenn „Mutti“ dann noch erklärt, sie wolle „die Zügel fester anziehen“,
Wer stoppt endlich diese Frau!?

Atheist46
1 Monat her
Antworten an  Jens Frisch

Nur der Genauigkeit und Vollständigkeit halber: „Zügel anziehen“ will der Söder. Merkel will „brachial durchgreifen“ – was es um kein Jota besser macht, eher noch deutlicher die Verachtung für den Souverän durch die Regierenden beweist.

Novillo
1 Monat her

Hat die gute Frau Priesemann das tatsächlich so gesagt mit den ohne Lockdown eher 1,5 % Sterblichkeit? Habe mir die Sendung (gottseidank) nicht angetan. Respekt für alle, die Söder & Co. noch ertragen können. Die Spezialsdisziplin der Frau Priesemann sollen diverse Berechnungen sein? Wohl ohne Prozentrechnen..zumindest hat sie das Prozentrechnen dann nicht so ganz verstanden. Pro centus = von hundert. Also die Sterblichkeit auf je hundert Infizierte/Erkrankte. Ein Lockdown vermag vielleicht die absolute Zahl dieser Infizierten senken, aber die Sterblichkeit pro hundert mitnichten. Im Gegenteil, die Jüngeren unter uns sind auch meist die aktiveren Menschen. Und würden eine Infizierung besser… Mehr

Christian
1 Monat her

Habe Servus TV gesehen ebenfalls Corona das Thema.Nur ein wesentlicher Unterschied .Die Diskutanten dürfen ausreden ,es gibt unterschiedliche Meinungen(ist eigentlich selbstverständlich).Es wird niemand in die Ecke gedrängt, es werden für die regierenden unangenehme Wahrheiten ausgesprochen. Hut ab.

Dr. Rehmstack
1 Monat her

Schon wieder eine Sendung von Anne*Will ohne Grün*innen Assistenz, bemerkenswert, da sie sonst so gar nicht ohne diese will. Insgesamt bemerkenswert, daß man bzgl Corona so wenig von den Grün*innen hört und sie auch so wenig öffentlich angefragt werden, selbst von Schnatterinchen hört man nichts. Aber die sind ja auch in einem Jahrhundertdilemma: alle warten auf die Wunderwaffe und rechtfertigen ihre Grundrechtsverletzungen mit dem Argument, sie solange aufrechterhalten zu müssen, bis ein IMPFSTOFF da ist. Und nun machen sie mal den typischen Grün*innenwähler*innen klar, daß BUNDESWEITE IMPFUNGEN notwendig werden, um zurück zur „Normalität“ zu kommen und das das auch noch… Mehr

Ratloser Waehler
1 Monat her
Antworten an  Dr. Rehmstack

Ich sehe das so: Die Grünen halten sich raus, da ja die CDU/CSU/SPD genau das macht, was sie wollen: LOCKDOWN
Die Grünen wissen, dass jetzt gerade Grundrechte beschnitten werden, was vielen ihrer Wähler nicht gefällt. Verbote im Rahmen vorhandener Regularien OK, aber keine Grundrechtsbeschneidungen, das ist ihnen wichtig (zumindest jetzt noch, sie sind ja noch nicht in Regierungsverantwortung).
Sie können also in aller Ruhe die anderen die unangenehmen, ihnen sehr gut gefallenden Maßnahmen durchsetzen lassen und verlieren durch Corona kaum/keine Wähler.

Last edited 1 Monat her by Ratloser Waehler
RHU
1 Monat her

Tut mir leid, Herr Walasch, ich habe auch Ihren wahrscheinlich interessanten Artikel nur quergelesen. Ich kann mir einfach nicht mehr den konzentrierten Schwachsinn dieser Blockflöten-Idioten antun. Für dieses Medien-und Politprekariat ist jedes weitere Wort verschwendet. Da kann man nur die Spülung betätigen und ab in den Orkus.

reiner
28 Tage her
Antworten an  RHU

geht mir auch so.

kiki667
1 Monat her

Donnerwetter, Herr Wallasch – toller Artikel! Und super geschrieben. Kann ich genau so unterschreiben. Danke schön!

Alexander Wallasch
1 Monat her
Antworten an  kiki667

Ich danke Ihnen, bitte bleiben Sie uns in der komplizierten Zeit besonders gewogen!

Detlev Schmidet
1 Monat her

Ach wie praktisch. Die Maßnahmen sind es jetzt welche die Sterblichkeit auf das Niveau einer herkömmlichen Grippe gebracht haben. Ist der Dame bekannt das in die Studie Daten aus 52 Ländern eingeflossen sind, deren Maßnahmen äußert unterschiedlich waren, von totalem Lock-Down bis gar nix machen?

Aber daß das Niveau im ÖRR nicht mal mehr ungenügend erfüllt wissen wir ja schon länger und der Grund warum wir uns nurmehr über Artikel wie die von Herrn Wallasch über das Schmierentheater informieren. Wer wirklich ein Interesse an Information und Diskurs hat der schaltet sowieso Servus TV und das Corona-Quartett ein.

Ratloser Waehler
1 Monat her

„Es war wohl Ihrer Durchlaucht nicht zuzumuten, sich Kritik anzuhören“
Oder Durchlaucht hätte die Contenance verloren, was seinem Image sehr abträglich gewesen wäre – zum jetzigen Zeitpunkt wenig „hilfreich“ – Frau M. braucht ihn noch eine Weile.

Zur offenbar nichtverhandelbaren und deshalb nicht zur Diskussion stehenden Dringlichkeit der Nachverfolgbarkeit:
Ist dieses Virus auf Grund seiner hohen Ansteckungseigenschaft überhaupt für das Ziel „Nachverfolgbarkeit“ geeignet?

Last edited 1 Monat her by Ratloser Waehler
Geezer
1 Monat her

Sehr geehrter Herr Wallasch, sonst schätze ich Ihre Artikel eigentlich, aber hier liegen Sie in Ihren Randbemerkungen falsch. Ich habe durch meine berufliche Tätigkeit Kontakt mit Künstlern und peripheren Dienstleistern. Kulturveranstaltungen und Einrichtungen (wie Theater, Opern, kommunale Hallen etc.) werden teilweise subventioniert, aber nicht Personal oder Künstler, welches nicht fest engagiert ist. Und es gibt Künstler in diesem Land die nicht opportunistisch sind, daher finde ich Ihre Verallgemeinerung hinsichtlich „der Kultur“ unangebracht. Wenn Sie von Kulturschaffenden sprechen, sollten Sie differenzieren zwischen denen, die ihren Beruf ausüben und denen die eine politische Agenda verfolgen bzw. sich als nützliche Handlanger zum eigenen… Mehr

Alexander Wallasch
1 Monat her
Antworten an  Geezer

Hallo, Sie haben wahrscheinlich eher unter recht. Andererseits hat auch der Trompeter nicht dazu beigetragen, dass die Melodie irgendwie flüssiger klingt. Und Künstler bin ich ja nun auch. Sogar offiziell anerkannte über die so genannte Künstlersozialkasse. Da sind nämlich Journalisten auch vertreten. Und zu den 75 % meinetwegen für Gastwirte da sehe ich folgende Problematik: es sind ja im Grunde genommen zunächst mehr als 75 %, da die Unkosten Jahr wegfallen. Personal und so weiter dann diese 75 % beziehen sich ja auf den Umsatz. Andererseits wer weiß wie viel da überhaupt korrekt angegeben wurde vielleicht sind die 75 %… Mehr

Geezer
1 Monat her
Antworten an  Alexander Wallasch

Danke für Ihr Feedback Herr Wallasch,
die Aufnahmekriterien der KSK sind mir bekannt, da ich dort auch Mitglied bin. Künstler kann aber jeder sein und sich auch so nennen. 😉 Es gibt sogar Lebenskünstler, die meistern die aktuelle Situation wahrscheinlich am besten.
Ich wollte eher darauf hinweisen, dass, unabhängig von den angekündigten Hilfsmaßnahmen, der überwiegende Teil der kulturellen Veranstaltungen nicht subventioniert wird. Die Hilfsmaßnahmen sehe ich nicht als Subvention, sondern als Kompensation, da die steuerliche Behandlung noch ungeklärt ist.
FG

Alexander Wallasch
1 Monat her
Antworten an  Geezer

Vielen Dank für ihr Feedback! Danke👌

Fritz Wunderlich
1 Monat her

Den Schwachsinn der Politiker und die gegenredelosen Diskussionsveranstaltungen haben wir den Journalisten zu verdanken, die zu blöd sind, wissenschaftliche Studien zu lesen. Daher sitzen sie dann lammfromm in Pressekonferenzen, haben keine Widerworte bei derHand, sondern nur offene Münder, denen heiße Luft entweicht.Das gilt auch für die Oppositionspolitiker.

egal1966
1 Monat her
Antworten an  Fritz Wunderlich

Welche „Oppositionspolitiker“ meinen sie denn bei ihren Kommentar, die noch in bundesdeutsche Talkshows eingeladen werden?
Wenn sie eine wirkliche Diskussionsrunde mit auch gegenteilige Meinungen mal erleben wollen, dann empfehle ich „servus-tv“, dort den „Talk in Hangar7“.
Bei den deutschen Talkshows verschwenden sie nur kostbare Lebenszeit…