Die SPD will die Ernährungsindustrie dazu zwingen, weniger Zucker, Salz und Fett in Lebensmitteln zu verarbeiten. Das geht aus dem Positionspapier „Gesunde Ernährung erleichtern“ der SPD-Bundestagsfraktion hervor.
© Sebastien Bozon/AFP/Getty Images
Nachdem Politiker die Planwirtschaft in der Energiewirtschaft eingeführt haben und auch den Autoherstellern besserwisserisch vorschreiben wollen, was die produzieren sollen, ist als nächstes die Nahrungsmittelindustrie dran: Experten, Ärzte, Krankenkassen, Gesundheits- und Verbraucher-Organisationen sollen, so die Forderung der SPD-Bundestagsfraktion, den Herstellern Zielmarken für verarbeitete Nahrungsmittel vorgeben, also beispielsweise für Pizza und Pudding oder Cola und Limonade. Falls sich die Unternehmen anschließend nicht an die freiwilligen Vorgaben halten, soll es nach dem Willen der Sozialdemokraten eine gesetzliche Regelung geben, wonach den Unternehmen die Rezepte für die Lebensmittel vorgeschrieben werden.
Vorbilder sind besser als Vorschriften
Warum soll der Staat die Bürger zu einem gesunden Leben zwingen? Gibt es eine Staatsbürgerpflicht zum gesunden Leben? Sollte nicht jeder Mensch selbst entscheiden, was er für gesund hält und was nicht, solange er anderen damit keinen Schaden zufügt? Als Argument wird oft angeführt, dass z.B. Raucher oder Übergewichtige die Gemeinschaft der Versicherten zu viel kosten. Das Gegenteil ist richtig: Die durchschnittlichen Gesundheitskosten eines schlanken Nichtrauchers liegen zwischen dem 20. Lebensjahr und dem Lebensende bei 281.000 Euro, die eines Übergewichtigen bei 250.000 Euro und die eines Rauchers bei 220.000 Euro. Grund: Raucher und Dicke sterben früher.



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