Peter Hahne: „Nicht der Islam ist stark, sondern das Christentum schwach“

Peter Hahnes Klartext-Kolumnen sind inzwischen Kult. Millionen Leser warten stets gespannt auf einen neuen Band. Und sie werden auch in diesem Februar nicht enttäuscht.

In wenigen Wochen erscheinen 30 neue Texte von Peter Hahne zu Kapriolen und Kuriositäten der aktuellen Politik und des Zeitgeschehens, voller Sarkasmus und Humor: Kahlrückige Waldameisen blockieren 2500 Wohnungen, die Krankheit namens Kontaktverbot, das Sitzenbleib-Verbot der linken Leistungsverweigerer und der Mißbrauch unserer Kinder für Krieg und Schulden.

Der alltägliche Wahnsinn deutscher Bürokratie wird von Hahne genauso gnadenlos aufgespießt wie das nicht enden wollende nervige Gender-Gaga. Und er beschreibt, wie wichtig es ist, lesetüchtige Kinder zu erziehen, die Buchhandlungen statt Internetchats als Lebensraum entdecken.

Aber Peter Hahne geht es nicht nur um die üblichen Kleinigkeiten und Spinnereien, auch wenn diese sich zu kollektiven Untergangsszenarien zusammenrotten. Peter Hahne hat einen Blick für die langen Linien der Geschichte – und aktuelle Notwendigkeiten. Nicht nur für Politik, auch für seinen unerschütterlichen christlichen Glauben wird er geschätzt, auch von denen, die kein Kirchen-Abo mehr führen. So erklärt Hahne im jüngsten Interview mit Holger Douglas im TE-Morgenwecker:

DER PODCAST AM MORGEN
Hoffnung für Deutschland? – TE-Wecker am 25. Dezember 2025
Ich habe nicht Angst vor der Stärke des Islam, sondern vor der Schwäche des Christentums. Wir geben uns selber auf. In CDU und CSU, da ist das C doch pure Makulatur. Da ist nichts mehr vorhanden. Wir, die Kirchen, lösen sich selbst auf. Das merkt man schon an der Idiotie, die an Weihnachten von den Kanzeln verkündet worden ist. Wenn das die Bischofsworte sind, die besagen, also AfD-Mitglieder dürfen bei uns nichts mehr werden, weder im Kirchenvorstand noch sonst wo, dann wird ein Bischof natürlich gefragt, ja seid ihr denn wahnsinnig geworden? Gerade ihr als Kirche müsst doch alle Menschen zusammenführen …! Naja, also, in den Gottesdienst können sie natürlich kommen (…).

Man nimmt aber das Geld. Also ich schlage jetzt vor, dass der Staat sich weigert, von Nazis Steuern zu nehmen und, dass auch die Kirche sich weigert, von Nazis Kirchensteuern zu nehmen. Ein Drittel der Bevölkerung wird künftig keine Steuern mehr bezahlen, weil das ist ja alles dreckiges Nazi-Geld. Das ist es auf den Punkt gebracht.

Was haben wir 1989 gelernt? Das waren die runden Tische. Da haben gerade die Kirchen jetzt zu Weihnachten gesagt, egal ob einer bei der SED war oder bei der Blockpartei CDU, ob er bei der Stasi war oder auf der Widerstandsseite: Wir machen keinen Schlussstrich – nach dem Motto von Spahn „Wir haben einander viel zu vergeben“ – nein, nein: aufgeklärt werden muss; aber wir setzen uns alle zusammen ohne Vorurteile an den runden Tisch. Und was wäre jetzt am ersten Weihnachtstag 2025 angemessen gewesen?“ (…)

Stimme der schweigenden Mehrheit
Der große Meister der kleinen Form: Peter Hahne
Wir lassen einmal Hass und Hetze und all diese Vorurteile und wir versuchen wenigstens, miteinander auszukommen. Und dazu waren ja diese runden Tische da, dass man sich wenigstens in die Augen schaut bei allen Unterschiedlichkeiten und wenigstens Argumente austauscht und guckt: haben wir vielleicht doch einen gemeinsamen Nenner? Was kann das sein? So geht es doch nur. Brücken bauen statt Brandbauern. Das ist die einzige Lösung am Ende dieses Jahres und am Beginn des Neuen. Aber ich befürchte, dass wir das nicht hinkriegen und dass wir weitermachen wie bisher. Dann ist uns aber der Untergang besiegelt.“

Peter Hahne muss unglaubliche Handschuhe haben, denn er fasst jedes heisse Eisen an. Sein Motiv: „Wir dürfen unsere Zukunft nicht verspielen. Das ist die Zukunft unserer Kinder.“

Und um die geht es Peter Hahne. Er reist viel, kennt die Welt. Das Interview entstand in den USA, und dazu sagt er:

„Niemand käme dort auf die Idee, sich den Weihnachtsmarkt nehmen zu lassen oder umzubenennen. Niemand käme auf die Idee, auf dem Dollar-Schein, den Satz zu streichen „in God we trust“, also wir setzen unser Vertrauen, unsere Hoffnung auf Gott und damit meinen die den Gott der zehn Gebote und der Bergpredigt. Keiner käme auf die Idee, egal ob Muslim, ob Hindu. Und da gibt es ja alle Religionen. Aber nein, man sammelt sich unter der amerikanischen Fahne, der amerikanischen Hymne und der amerikanischen Nation. Wir gehören zusammen. In Deutschland ist man aber, wenn man die Fahne hisst, schon rechtsradikal und der Staatsschutz kommt. Auch wer die Nationalhymne singt – das ist ja schon rechtsradikal. Das heißt, wir sind ja verrückt geworden. Das, was uns eigentlich einigen sollte über Rassen, Religionen und sexuelle Orientierung hinweg, das wofür wir gemeinsam einstehen, das verschwindet.“

Sein neues Buch wird topaktuell, denn der Redaktionsschluss ist erst kurz vor dem Erscheinungstermin.


Peter Hahne, Warum macht ihr uns kaputt? Wie wir unsere Zukunft verspielen. LMV, Hardcover, 144 Seiten, 15,00 €.
Erscheinungstermin: 16. Februar 2026 – Jetzt im TE-Shop vorbestellen!


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Kommentare ( 39 )

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39 Comments
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Sammy
1 Monat her

Die WAHRHEIT wer anno 2000 Europa verschenkte und 420 Mio EU BUERGER damit zu Opfern machte: https://de.gatestoneinstitute.org/6988/europa-muslimischen-bereicherung

Deutscher
1 Monat her

„Nicht der Islam ist stark, sondern das Christentum schwach“

Den Gegner zu unterschätzen war noch nie hilfreich. Der Islam ist so stark und übt derart hohen zivilisatorischen Druck auf Europa aus, dass es eine Kraftanstrengung aller brauchen wird, um ihn unter Kontrolle zu halten.

Last edited 1 Monat her by Deutscher
Marcel Seiler
1 Monat her

Das Christentum stärken? – Ich bin nicht gegen Religion, im Gegenteil, aber das christliche Dogma ist schlichtweg unglaubwürdig, wenn nicht gar albern. Ein „Sohn Gottes“, der als Opfer „für unsere Sünden gestorben ist“? Das ist magisches Denken einer Zeit, in der man den Göttern opferte, um ihr Wohlwollen zu bekommen. Eine Kinderreligion.

Die Kirche weiß das und flüchtet in billigen Humanismus, Drücken auf Tränendrüsen und Politik. Das macht es noch schlimmer. Eine spirituelle Erneuerung des Christentums hin zu einer Religion für Erwachsene ist nötig. Das kann ich nirgendwo erkennen.

Last edited 1 Monat her by Marcel Seiler
Deutscher
1 Monat her

Wer das Christentum als Gegengewicht zur Islamisierung sieht, hat nicht verstanden, was vor sich geht. Das Christentum kann sich ohnehin nicht veteidigen, da es heißt „Liebe Deine Feinde!“ und „Halte die andere Wange hin!“. Das Christentum macht Menschen schwach und unterwürfig. Es geht um Deutschland und Europa, um die Nationalstaaten, die Völker, die Kultur und die Zivilisation. Diese sind bedroht und das Mittel dagegen sind nicht die richtigen Gebete, sondern es ist die richtige Politik. Die Amerikaner machen vor, wie es geht! Und da wir de facto nur noch die Wahl zwischen links oder rechts der Brandmauer haben, erfordert es… Mehr

Last edited 1 Monat her by Deutscher
Danton
1 Monat her

Herr Hahne, 500 Jahre nach Luther ist die Kirche wieder mal reif für eine Reformation. Ihre Manifeste sind ja schon erschienen, es fehlt also nur noch das Tintenfass das sie gegen den Teufel werfen. Nur halten sie sich von Wittenberg fern, dort wählen 80% die Gegen-Reformation.

Nibelung
1 Monat her

Wer seine eigene Kultur nicht hegt und pflegt, wird zwangsläufig Opfer des eingewanderten „Wildwuchses“ und deshalb gibt es ja nur noch zwei Optionen, sich gleich zu ergeben oder den Rechen nehmen um artfremde Individuen zu entfernen, die sich nicht nur als teils lästig, sondern auch als extrem bedrohlich für uns erweisen können. Solche Entwicklungen sind in der Regel Selbstläufer und wer das nicht erkennen will, ist der Totengräber des Abendlandes und Beispiele gibt es genug, die davon berichten, wie es in früheren Tagen bereits gehandhabt wurde und sich wiederholen kann, auf die perfide Art der leisen Infiltration, die sich unbemerkt… Mehr

Haba Orwell
1 Monat her

> Keiner käme auf die Idee, egal ob Muslim, ob Hindu. Und da gibt es ja alle Religionen. Aber nein, man sammelt sich unter der amerikanischen Fahne, der amerikanischen Hymne und der amerikanischen Nation.

Und ein gewählter Politiker wird auf die Verfassung oder auf die Heilige Schrift seiner Religion eingeschworen. In den USA. In Buntschland sammelt sich (virtuell) ein Stammtisch und hetzt gegen eine der verbreiteten Religionen.

Woanders wird nicht die Religion eines Politikers kritisiert, sondern einzig seine Politik.

Deutscher
1 Monat her
Antworten an  Haba Orwell

Der Islam ist mehr als nur eine Religion. Er ist eine Ideologie, fordert die Einheit von Religion, Staat und Politik. Folglich muß ein islamischer Politiker an seiner Religion gemessen werden.

Last edited 1 Monat her by Deutscher
Dr. Thomas Schimpff
1 Monat her

„Ich habe nicht Angst vor der Stärke des Islam, sondern vor der Schwäche des Christentums.“ Ich bin Atheist, würde mich sogar als HardCoreAtheist bezeichnen, weil zumindestens die praktizierten abrahamitischen Religionen dem Glaubenden nachweislich eher Leid denn Bescherung brachten. Und das bin ich seit langem, seit der ernsthaften Beschäftigung mit der Shoah (DAS kann ein höheres Wesen, ein Gott, nicht zugelassen haben, Punkt). Nur: Je mehr die unselige Wüsten-Religion aus dem 7.Jahrhundert auch im D.-schland Präsenz zeigt, ein besonders peinlicher Ex-Bundespräsi (das überflüssigste Amt des Jahres 2026) betonte jüngst ungefragt, die Wüsten-Religion gehöre partout zum D.-Schland. Desto mehr schätze ich (wieder)… Mehr

Paprikakartoffel
1 Monat her
Antworten an  Dr. Thomas Schimpff

Guter Kommentar. Der wesentliche Unterschied ist halt: Christen bauen auch 💩 und immer wieder in ungeheurem Ausmaß. Nur können sie sich dabei nicht auf den Wanderprediger berufen, der niemanden umbrachte, niemanden beraubte und nicht zu dergleichen aufrief (vom Umgang mit Frauen und Andersdenkenden und Andersgläubigen mal ganz abgesehen).

Achilles
1 Monat her

Ich freue mich sehr auf weitere Fachliteratur von Herrn Hahne, den ich seit Jahren als einen der intelligentesten und tiefgründigsten Kommentatoren des deutschen Niedergangs ansehe. Herr Hahne gibt mir Zuversicht und das Gefühl, dass ich mit meiner Meinung nicht alleine stehe.

Felix Dingo
1 Monat her

Als Multimillionär wie Herr Hahne, der zwischen den USA und Doofland hin und her jetted, würde ich auch fette Sprüche raushauen. Wenn morgens die Hilfsbeamten der Staatsanwaltschaft vor der Tür stehen, lacht der die doch aus. Frei nach dem Motto: „Was wollt ihr Clowns denn hier?“. Otto Normalo kann das nicht. Falls es beispielsweise zu einem Gerichtsverfahren wegen der Deligimentierung des Staates gegen ihn kommen sollte, kann er sich locker Anwälte leisten, die 500+ Euro pro Stunde kosten. Wer von uns kann das schon? Erst wenn er öffentlich sei Vermögen zu einem großen Teil an die AfD überträgt, werde ich… Mehr

Last edited 1 Monat her by Felix Dingo