Immer weniger Menschen schalten ein und alle Bürger sollen den Gürtel enger schnallen - das gilt nicht für Politiker oder den ÖRR mit seinen feudalen Luxusgehältern und gigantischen Pensionen. Die KEF empfiehlt: Ab 1. Januar 2027 soll der Rundfunkbeitrag auf 18,64 Euro steigen.
picture alliance / epd-bild | Christian Ditsch
Die KEF hat am Freitag in Berlin die nächste Rechnung für das ÖRR-System vorgelegt: Ab dem 1. Januar 2027 soll der Rundfunkbeitrag um 28 Cent auf 18,64 Euro steigen. Weniger als früher kalkuliert, aber nicht, weil plötzlich Demut eingekehrt wäre, sondern weil das System mehr Geld abwarf als veranschlagt.
Die Kommission begründet die niedrigere Empfehlung gegenüber 2024 vor allem mit höher ausgefallenen Einnahmen aus dem Beitrag und höheren Finanzerträgen. Dazu kommt: ARD und ZDF haben Investitionen verschoben, dadurch liegen mehr Eigenmittel auf dem Tisch. Unterm Strich wird also nicht „gespart“, sondern umsortiert, damit die Maschine weiterläuft.
Besonders bezeichnend ist die Empfindlichkeit des Modells: Die Zahl der beitragspflichtigen Wohnungen entwickelte sich günstiger als prognostiziert. Ein Prozent mehr oder weniger Haushalte verschiebt den Monatsbeitrag rechnerisch um rund 20 Cent, sagt die KEF. Die Legitimation bleibt unangetastet, die Stellschraube ist Statistik.
Am Finanzbedarf selbst rüttelt die KEF kaum. Für 2025 bis 2028 erkennt sie einen Gesamtaufwand von 42 Milliarden Euro an, jährlich plus 2,2 Prozent gegenüber der vorherigen Periode. Der KEF-Vorsitzende Martin Detzel betont, der neue 25. Bericht stelle den Bericht von vor zwei Jahren nicht infrage, er aktualisiere nur anhand der Veränderungen der letzten zwei Jahre.
Politisch wird daraus wieder das übliche Ritual: Folgen die Länder der Empfehlung, bleibt es 2026 bei 18,36 Euro und steigt erst ab 2027. Bis Ende 2026 müssten alle Länder das per Staatsvertrag festzurren. Und weil es nach Rechtslage Zustimmung von allen 16 Landesregierungen und Länderparlamenten braucht, wird aus jedem Cent ein Föderaldrama. Abweichen dürfen die Länder nur in engen Ausnahmefällen und nur einvernehmlich, mit überprüfbaren Gründen – das hat das Bundesverfassungsgericht ihnen ohnehin eng gezogen.
Die Neu-Rechnung hängt auch an der Blockade der letzten Runde: Die Länder setzten die KEF-Empfehlung für 2025 (18,94 Euro) nicht um. ARD und ZDF gingen deshalb Ende 2024 mit einer Beschwerde nach Karlsruhe, entschieden ist darüber noch nicht. Dass das Bundesverfassungsgericht schon einmal einen höheren Beitrag durchsetzte, weil Länder eine KEF-Empfehlung ausbremsten, steht als Drohkulisse im Raum.
Parallel läuft die Reform-Show: Seit 1. Dezember gilt ein Reformstaatsvertrag, der den ÖRR langfristig effizienter machen soll. Die KEF sagt allerdings: Für die aktuelle Berechnung praktisch ohne Wirkung, Einsparungen würden frühestens ab 2029 bemerkbar. Mit anderen Worten: Heute steigt der Beitrag, morgen wird über Effizienz geredet.
Während die Nettoreichweite des linearen Fernsehens seit Jahren sinkt und 2024 mit 59 Prozent einen Tiefstwert der Entwicklung seit 2010 markiert, klammert sich der Apparat an seine automatische Geldzufuhr. Und obwohl laut einer t-online/Civey-Umfrage 75 Prozent den Beitrag für zu hoch halten, wird weiter so getan, als sei das Problem nur eine Rechenfrage.
Gleichzeitig frisst sich der ÖRR an seinen Luxuslasten fest: Allein beim SWR standen schon 2019 2,1 Milliarden Euro Rückstellungen für künftige Pensionen als größter Passivposten in der Bilanz.
Weniger Publikum, weniger Akzeptanz, aber der Anspruch bleibt: Der Beitrag soll steigen, damit das System sich selbst weiter finanziert, samt der Altlasten, die kein Mensch kündigen oder abwählen kann.

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Warum für so ein Gesocks in Nadelstreifen noch mehr zahlen? Was genau leisten die denn genau (ausser, dass sie sich Tag für Tag einen leisten)? Morgens ein paar sinnbefreite Sätze in die KI brabbeln, in der Hoffnung, dass ausser Lügen und Märchenerzählungen annäherend was Sinnvolles bei herauskommt, kann ich auch. Und das für verdammt sehr viel weniger Geld.
Nehmen wir mal die Coronazeit, Aufklärung im ÖRR = 0, Propaganda = 100%. Dafür hat man einen Bedarf von über 40 Milliarden berechnet. 40 Milliarden für Staatspropaganda die zum Ziel hatte zu lügen bis sich die Balken bogen. 40 Milliarden erpresstes Geld um Menschen dazu zu zwingen die Kassen von Sahin und seine PCR und Maskendealer reicher zu machen. 40 Milliarden um Baerbock und Habeck als intelligente Wesen darzustellen, und 84 Millionen Bundesbürger als dumm und blöde. 40 Milliarden für dummschwätz Runden, Kochshows, grüne und linke Parteitage, Quizshows, Krankenhausserien und AfD Bashing. 40 Milliarden für einen Böhmermann, Restle, Reschke, Theves,… Mehr
Ich bin für eine komplette Streichung des Rundfunkbeitrage, zumindest aber um eine Kürzung von 25%
Die Kommission meines Stammtisches empfiehlt ab 1.1.2027 eine Absenkung auf 5 Cent für den Erhalt historisch hochwertiger Sendungen von Dinner for One bis Heinz Sielmann, also eigentlich eine Reduzierung auf die Finanzierung des Archivs, und die Umbennenung in „MDSF“: „Museum des deutschen Staatsfernsehens“.
Wie über Leni Riefenstahl und Sudel-Ede sollten alle Schüler im Rahmen der Medienerziehung bei Museumsbesuchen lernen, wie Propaganda in den vergangenen Jahrzehnten funktioniert hat und warum man Staatssendern misstrauen sollte.
Ein schöne Erinnerung daran, wen man wählen sollte.
Wofür mehr Geld?
Für noch mehr Lügen, noch mehr fake news, noch mehr vorsätzliche Fälschungen, noch mehr dreckige Propaganda?
Die horrenden Gehälter dieses Selbstbedienungsladens KEF trägt der Gebührenzahler. Sie könne sich vorstellen, was allein diese 16 „Experten“ der Länder nebst Verwaltung, nebst Geschäftsstellenleitung jährlich verschlingt. Dann kommen noch die horrenden Gelder für die Rundfunkräte dazu. Ein extrem aufgeblasenen Selbstbedienungskonzept, das finanziert sein will, bei wegbrechenden Werbeeinnahmen. Die AfD will damit endlich Schuss machen, wie mit vielen Dingen, die nur Parteigenossen und die Verwandtschaft versorgen. Der AfD aber Vetternwirtschaft andichten wollen. Bei einem Abzockprojekt linksextremer Journalisten in Berlin, wurde gerade eine Rückzahlung des Dreifachen, des angeblichen Betrages bei der AfD, festgestellt. Allerdings ist das bei der AfD nicht rechtswidrig, wie… Mehr
Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten …
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Rolle des Verfassungsgerichts: Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass die Rundfunkgebühr auf der Grundlage des vom KEF berechneten Finanzbedarfs festgelegt werden muss, um die Unabhängigkeit der Medien vor politischer Einflussnahme zu schützen.
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Man nennt das Selbstbedienung unter Wahrung eines Anscheins.
Spätestens jetzt sollte man wirklich Mitforistin Kassandras Langzeit-Aufrufe unterstützen: es reicht! Keinen einzigen Cent mehr für dieses Dreckspack! Sofort GEZ-Zahlung stoppen!
Gute KI-Software ist eben teuer. Im Ernst, wir werden von den Eliten schamlos verschaukelt. Habe gerade mal gegoogelt: Die KEF besteht aus 16 „unabhängigen Sachverständigen“, die von den Ministerpräsidenten der Bundesländer berufen werden. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Unabhängig – von den Ministerpräsidenten der Bundesländer berufen. Ein Oxymoron. Aber bestimmt sitzt Daniel Günther da irgendwie auch als Privatperson.
KI ist teuer. Da muss man Verständnis für die Zwangsgebührenerhöhung aufbringen.