Keiner will hier Zensur. Das hat niemand gesagt. Gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen – außer das, was wir Ihnen unter die Nase reiben. Markus Lanz springt in die Bresche für Daniel Günther und macht selbst, was er kritischen Medien vorwirft.
Screenprint: ZDF / Markus Lanz
Seine Sendung am 7. Januar mit dem Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein Daniel Günther sitzt Lanz noch in den Knochen. Eigentlich geht es in der Sendung aber schon wieder um etwas anderes: also nichts Neues, aber etwas anderes. Venezuela, Grönland, Iran – überall guckt Trump ins Schlüsselloch oder knackt das Schloss. Und alles wäre beim Alten an diesem Abend, wenn nicht zwischen dem EVP-Politiker Manfred Weber und der „taz“-Journalistin Ulrike Herrmann die vom amtlichen Mainstream wenig geschätzte AfD-Politikerin Beatrix von Storch sitzen würde. Weber links und Herrmann rechts – nur von der Sitzordnung gesehen – versuchen, Beatrix von Storch geflissentlich zu ignorieren, gewissermaßen von Luft. Doch Lanz, der direkt gegenübersitzt, verliert im Laufe der Sendung zusehends seine Beherrschung gegenüber von Storch.
Zensur per Digital Service Act
Eigentlich müsste der aufsehenerregende Sachverhalt rund um Zensur-Günther nicht erklärt werden – aber Markus Lanz fühlt sich wohl für die Reinwaschung von Günther beauftragt, nachdem diesem keiner dessen eigene Rechtfertigung abgenommen hat. Natürlich neben der gezielten Zerlegung der AfD. So kommt Lanz nämlich erst in Rage. Er konfrontiert von Storch mit der Aussage von AfD-Politiker Maximilian Krah: „Trump bringt den Wandel, den wir immer beschrieben, gefordert und erhofft haben. Großraumordnung statt ‚rules-based‘ Losertum a la Baerbock.“
Lanz ist schockiert, „regelbasiertes Losertum“ sei so gar nicht patriotisch. Auch Weber steigt mit ein – ohne seine Pupillen nur einen Millimeter in Richtung von Storch zu bewegen – „wie naiv“ man sein muss, um einen Billionär wie Elon Musk auf einem Parteitag zuzuschalten: „Musk will Zugriff auf die europäischen Daten und er hasst unsere Gesetze, weil wir so Prinzipien wie Datenschutz umsetzen.“ Genau, weil Europa eben nur das Beste für die Bevölkerung möchte – besonders keine Zensur.
Genau genommen redet Weber von dem Digital Services Act (DSA), ein EU-Gesetz, das seit 2024 Regeln für digitale Dienste, darunter die sozialen Medien, aufstellt. Tatsächlich meinen die USA, dass dieses Gesetz nichts taugt. Und damit sind sie gar nicht auf dem falschen Dampfer. Es zeigt sich, dass die Zensur sich „weitgehend einseitig“ gegen Konservative richtet, besonders in den Debatten zu Massenzuwanderung oder Klimaschutz – von Satire und Humor aus dieser Richtung ganz zu schweigen. Aber die EU weiß eben, was Sie lesen und sehen sollten.
Lanz wird dabei immer aufgewühlter: „Wie groß ist eigentlich Ihre Sorge um Zensuren in Amerika? Wie groß ist Ihre Sorge, wenn es um die Frage geht, wie Fernsehsender unter Druck gesetzt werden? Wie große Zeitungen unter Druck gesetzt werden? Alles unter dem Stichwort Zensur?“ Von Storch antwortet gelassen: „Wissen Sie, was mich echt kümmert, ist der Zustand in Deutschland.“
Das ist Lanz wohl sehr zuwider. Dabei veröffentlichte der Forscher Andrew Lowenthal erst vor kurzem seine Recherchen in Deutschland zu einem „Zensur“-Netzwerk aus 330 Regierungsbehörden, NGO, Stiftungen, universitären Arbeitsgruppen, Faktencheckern und Think-Tanks. Ein kolossales System, welches vom deutschen Staat geschützt wird und das Internet säubern möchte. Gegenüber der Welt sagte Lowenthal: „Deutschland hat einen Zensurkomplex, der größer ist als alles, was wir in den USA gefunden haben.“ Aber Sie wissen ja: Der Staat meint es nur gut mit Ihnen. Wir haben kein Problem mit der Meinungsfreiheit in Deutschland.
Die mediale Lüge als Prinzip
Und auch als von Storch das Compact-Verbot erwähnt, beschwichtigt Lanz à la „wurde ja gerichtlich hinterher wieder korrigiert“. Und dann geht es erst richtig los. Man könnte sagen eine Kampagne gegen die „Kampagne“. Beatrix von Storch wettert: „Hier saß bei Ihnen gerade Herr Günther, der frank und frei gesagt hat, so ein Magazin wie Nius, das muss man dann im Zweifelsfall auch verbieten.“ Lanz rutscht bis zum Anschlag seines Sessels vor. „Nein, nein, nein, nein, nein. Ich habe das Gespräch geführt, hat er alles nicht gesagt.“
Lanz muss wohl für Günther einspringen. Denn außer dem Wunsch von Grünen und Linken, „rechten Medien auf die Tasten zu treten“, kommt wenig Beistand für Günther. Weder von den Medien (sogar der Deutsche Journalistenverband kritisiert seine Aussagen) noch von seiner eigenen Partei. Zudem hat der bekannte Medienrechtler Joachim Steinhöfel das Land Schleswig-Holstein abgemahnt. Lanz schaltet sich also beherzt für Günther ein.
Dabei belässt er es nicht bei der persönlichen Zeugenaussage. Er führt einen ZDF-Ausschnitt aus seiner Sendung mit Daniel Günther vor. Welcher als Beweis dient, dass Günther nur die sozialen Medien regulieren, zensieren und verbieten möchte. Interessant dabei ist, wie Lanz nachfolgend den Ausschnitt aus Nius’ Berichterstattung bewertet: „Ich zeige Ihnen jetzt einmal, warum Sie das glauben und warum sich diese Debatte entzündet hat. Weil man sie nämlich auf eine Art und Weise zusammengeschnitten hat, die etwas völlig anderes unterstellt. Ein wichtiger Teil vorne, ein Gespräch viel weiter vorne, wird ganz ran gezogen und danach seine Erklärung komplett weggeschnitten.“ Ironisch wirft von Storch ein: „So wie bei Trumps Anstachelung zum Kapitolsturm, so wie das BBC das gemacht hat.“ Lanz verteidigt sich: „Ich habe damit nichts zu tun.“ Nicht mit der BBC, aber doch vielleicht mit der Art und Weise?
Fakt ist: Als sich Günther in der Sendung in einem langen Monolog über die gescheiterte Wahl (nicht zu vergessen: aus guten Gründen) von Frauke Brosius-Gersdorf aufregt, kritisiert er besonders die Berichterstattung von alternativen Medien und nennt Nius explizit beim Namen.
Lanz’ Frage zu Zensur und Verbot bezog sich unmissverständlich auf diesen Zusammenhang. Das haben nicht nur alternative Medien so verstanden. Durch das Weglassen dieses Monologs versucht Lanz, den Eindruck zu erwecken, Günther hätte lediglich von den sozialen Medien gesprochen. Auch dies wäre bereits problematisch. Schaut man sich etwa die Berichterstattung aus dem Iran an, so wäre diese ohne die Inhalte, die über X – also über die sozialen Medien – verbreitet werden, so gut wie nicht existent.
Doch ganz abgesehen davon ist dieser Versuch, die Wahrnehmung der Zuschauer zu manipulieren, leicht zu durchschauen. Aber Lanz ist selbstsicher: Konsequenzen kennt der ÖRR nicht.
Es geht dabei um das Asch-Experiment:
Durch ständige Wiederholung und autoritäres Auftreten wird versucht, die Lüge als Wahrheit darzustellen, und Menschen dazu zu bewegen, ihren eigenen Augen und Ohren nicht mehr zu trauen. Wer nicht glauben kann, wie ungeheuerlich und frech das ist, was das ZDF hier abliefert, dem empfiehlt sich, die 15 Minuten des Gespräches von Günther und Lanz anzusehen und sich ein eigenes Bild zu machen.
So erkennt man, wie es um den ÖRR steht, aber auch, wie es um „UnsereDemokratie“ stehen würde, wenn Herr Günther von der CDU unwidersprochen behaupten könnte, was er will – und bei Widerspruch das Gegenteil. Gut, dass es noch einige Medien außerhalb der regierungsnahen „Daniel-Günther-Medien“ gibt.





Sie müssenangemeldet sein um einen Kommentar oder eine Antwort schreiben zu können
Bitte loggen Sie sich ein
Lanz ist nichts weiter als ein politischer Agitator der neuen SED – Volksfront von ganz links bis in die angebliche Mitte zur CDU, die schon länger nur noch zum Handlanger der Linken Brut taugt; und kein eigenes Profil bzw. Rückgrat mehr hat. Allen voran der Lügenkanzler.
Es steht schlecht um Deutschland; der Ruin steht bevor.
Manchmal erinnert mich dieser Lanz an gewisse Leute aus Deutschlands dunkelster Zeit.
Ist Fräulein Johler, Verfasser des vorliegenden Artikels, verheiratet und Mutter? Nein? Dies ist der Grund, weshalb die alliierte Nichtregierungsorganisation BRD (https://www.youtube.com/watch?v=UPJu7t5E9Mg) dem Kommunismus frönen kann (https://taz.de/Proteste-gegen-Pegida-und-Co/!5020381/ – zeigte unter anderem Günther dahingehend, dass er öffentlich Kontrolle, Überwachung und Zensur forderte), der lediglich mit zerstörten Familien funktionieren kann (deswegen wurde der sogenannte „Feminismus“ erfunden https://www.youtube.com/watch?v=iuvyivgRa1I ab Minute 23:00 – Vernichtung der Familie wird im Kommunistischen Manifest postuliert), das im Umkehrschluss bedeutet, dass unter anderem Johlers Rückbesinnung auf das christliche Frauenbild der alliierten (kommunistischen) Nichtregierungsorganisation BRD ein Ende bereiten würde!
Sind Sie denn Vater? Und wenn, wie sehr verantwortlich und von wie vielen?
Sie haben offensichtlich die Essenz meines Kommentars nicht verstanden, da Sie ansonsten jene Antwort nicht verfasst hätten: Meine Intention war es, zu verdeutlichen, dass mit christlichen Familien als Fundament einer stabilen Gesellschaft die alliierte BRD als kommunistische Konstruktion mitsamt den entsprechenden Auswirkungen auf unser Leben bereits längst vergangen wäre, da Kommunismus lediglich durch Zerstörung der christlichen Familie funktionieren kann, die man dadurch bewerkstelligte, dass man den sogenannten „Feminismus“ erfand, der Fräuleins wie Johler alltäglich die Lüge erzählt, dass das Leben einer Frau darin bestünde, nach sogenannter „Selbstbestimmung“ zu streben, wodurch eine Gesellschaft allerdings deren Fähigkeit zur Verteidigung verliert (erleben wir… Mehr
„Kurz: Ohne Rückbesinnung auf das christliche Frauenbild sind all die Überlegungen zur Befreiung unserer Heimat aus der kommunistischen Hand der alliierten BRD sinnbefreit, das Friedrich Schiller so formulierte „Es steht und fällt ein Volk mit seinen Frauen.““
Warum haben Sie das nicht gleich so geschrieben (in einfacher Sprache sozusagen), sondern mussten so rumschwurbeln, daß man Sie eigentlich nur missverstehen konnte?
Und was hat Ihr Einwurf überhaupt mit dem Artikel von Frau Johler zu tun? Es ging um Lanz und Günther und nicht um Feminismus und Mutterschaft und Familienzerstörung durch den Kommunismus.
Fräulein Johler beschrieb unter anderem das Gebaren des Kommunisten Günther (https://x.com/71_tiller/status/1969791707995611556), das lediglich möglich ist, da die Kommunisten die christliche Familie mittels des sogenannten „Feminismus“ zerstörten, wodurch vor Hintergrund die notwendige Solidarität innerhalb unseres Volkes fehlt, um Kommunisten wie Günther zu neutralisieren!
Was hat das alles mit lanz zu tun? Soll sich eine Frau nicht on politische Diskussionen einmischen?
Politik ist keine Beschäftigungstherapie, sondern dient lediglich dazu, das Fundament zu errichten, worauf ein Volk dessen Haus erbauen kann; wenn jenes Fundament durch Zerstörung der christlichen Familie mithilfe des sogenannten „Feminismus“ seitens Kommunisten wie Günther zerfällt, wird Politik dadurch verunmöglicht!
„Wetten das?“ Lanz kann es nicht! Der Prototyp eines Androiden, ferngesteuert mit einem Knopf im Ohr, als eigenes Betriebssystem. Argumentative Leere hinter moralischem Dauerfeuer. Und um welches zu erhaltende System geht es diesen Herolden eigentlich? Sind die Rechtsstaatlichkeit, das Wohl der Bürger, ein prosperierendes Land, Meinungsfreiheit mit Meinungsvielfalt, eine neutrale ausgleichende Moderation ihr Anliegen oder nur schlicht die weiter bedingungslose sture Zementierung der eigenen Fettaugen, auf der Schmalzkante der selbstgeschmierten Zwangsgebührenstulle?
Wäre der Herr ein wirklicher Journalist, müsste er zwischen seinen Studiostühlen sitzen und nicht auf dem linken am Bildschirm!
Zum Glück..Zum Glück muss man sich diesen -wie er selbst von sich glaubt-Sprachgewaltigen Südtiroler NICHT zwangsweise antun….
Der lebt zwar von den GEZ Gebühren (wie so viele Andere Irrlichter auch),
kann aber sehr leicht komplett ignoriert werden.
Einfach IG NO RIE REN. Basta
Jeder Personaler hat sofort erkannt daß dies ein Spiel Eltern+Kind war. Das Kind „Storch“ konnte sich nicht aus der Umklammerung des Elternparts „Lanz“ befreien. Die einzigste Strategie wäre gewesen Lanz die Falschaussage/Lüge vorzuwerfen auch wenn Lanz Sie vielleicht aufgefordert hätte das Studio zu verlassen, was ich dann persönlich getan hätte.
Es fehlt den ganzen afd- leuten an geistesgegenwart und Schlagfertigkeit. Jedenfalls deben, die eingeladen werden.
Ich schaue mir grds. die Erstquelle an, ganz wie Günther das sich als Quellenprüfung vorstellt. Und ich kann bezeugen, dass der Dialog zw. Lanz und Günther sich anfänglich um Social Media drehte, dann aber schnell zum Lieblingshassobjekt Günthers, NIUS, drehte, dann wieder in Richtung Social Media, dann zurück zu alternativen Medien als Gegnern und Feinden „unserer Demokratie“ und von Lanz vorgeschlagenen Gegenmaßnahmen wie Regulieren bis hin zu Verbieten sowie das „Ja“ Günthers dazu, dann zu „Qualitätsstandards“ und Zusammenschluss von „Zivilgesellschaft“ und „Unsere Demokratie“ gegen die medialen Gegner „unserer Demokratie“. Alles in einem Gesamtkomplex, den man durchaus so verkürzen kann wie… Mehr
Ja , die mächtigen haben schon recht. Es geht alles im Richtung faschismus, wenn wir und nicht dagegen wehren.
Damit konnte Lanz natürlich auch nicht rechnen, gewöhnt an die Antworten der UnsereDemokratie Labertaschen, dass da auf einmal ein etwas schlichteres Gemüt nun vor laufender Kamera auf seine Fragen hin auch noch die Wahrheit sagt. Lanz mußte jetzt versuchen, das zu drehen und wenden, aber wenn man sich noch mal die Reaktion von Lanz auf Günthers (Aus-) Plauderei anhört, dann weiß man sofort, dass Lanz in dem Moment begriffen hat, was er dort angerichtet hat. Und da gab’s nun eine Anweisung, dieses aus der Welt zu schaffen, wie auch immer.
Frau von Storch war leider nicht informiert genug , um sich bei dem Thema adaequat durchsetzen zu koennen . Ansonsten habe ich eine solche Falschheit und Hintertriebenheit seit Kerner/E.Herman nicht mehr erlebt . Ich meine nicht das uebliche drei gegen eine(n) , was bei Lanz laengst zum guten Ton gehoert , sondern , dass er seine Zuschauer , die er noch die Woche zuvor durch den Kakao gezogen hatte bzw. hatte ziehen lassen , durch das Weglassen entscheidender Passagen des Guenthergesabbels , dazu bringen wollte , diesen auch noch von Boden aufzulecken . Auf Kosten , versteht sich , von… Mehr
Jedes Wort unterstütze ich voller Inbrunst! Unter was für Leute sind wir in D geraten, seit die Hexe aus der Uckermark ihr Zersetzungswerk in Gang setzen konnte.
Es ist unfassbar wie perfide Lanz lügt . Habe mir eben bei NIUS nochmal den Teil des Videos angesehen ,selbstverst hat Günther das Verbot der Nius gefordert und diese als Feind dargestellt . Vor Allem weil Politiker seines Clientels sich sogar diese Sendungen und die Veröffentlichung ansehen und das muss verboten werden . Und nun zu Storch : „ Nein,nein,nei ,ich habe das Gespräch geführt“ . Der Mann ist ein höchstbezahlter staatlicher Lügner im ÖRR ,beim ZDF ,deswegen muss hier der eiserne Besen ran . Storch hatte völlig recht mit ihren Ausführungen und diese arroganten Typen wie ein Weber von… Mehr
Ach, auch Asch.
Denn alle, die dort im örr weiter auftreten und Geld verdienen wollen, müssen sich doch als Gesamtklüngel gegen die Realität auf den engen Meinungskorridor, aus dem noch gesendet werden kann, einlassen – und so tun, als hätten wir die beste Regierung der Welt und flössen Milch und Honig – die auch heute „einfließen“ niemals zu erwähnen!
Nur, dass ich dafür zahlen soll, das leuchtet mir nicht ein!
Wie waere es wohl gewesen, wenn Herr Lanz einen Vertreter von Nius eingeladen haette? Doch dazu fehlt dem Herrn aus Suedtirol wohl der Mut. Und den Rundfunkraeten haette das auch nicht gefallen. Soviel zur Meinungsdiversitaet