Nachgerechnet: Was können wir von Sonnenenergie erwarten?

„Lassen Sie uns gemeinsam aktuelle Themen untersuchen, die von den Medien häufig erwähnt, aber selten erklärt werden“, so Dr. Hofmann-Reinecke in der Einleitung zur Video-Reihe „Tichys Einblick in die Welt der Zahlen“. Dort wird Physik anhand von Beispielen aus dem Alltag, anschaulichen Grafiken sowie Zahlen und Formeln erklärt.

 

Solarmodule verwandeln Sonnenstrahlen in Elektrizität. Bei einem jährlichen Strombedarf von 700 Watt pro Kopf wären in Deutschland für eine ausreichende Versorgung 400 Quadratkilometer Solarfläche nötig. Kein Problem! Oder doch?

Wir haben beim Physiker Dr. Hofmann-Reinecke nachgefragt: Wie viel können die Solarmodule wirklich leisten? Ist die von Politik und Werbeprospekten vorgegebene installierte Leistung in Wahrheit nur ein Etikettenschwindel?


Dr. Hans Hofmann-Reinecke studierte Physik in München und arbeitete danach 15 Jahre in kernphysikalischer Forschung. In den 1980er Jahren war er für die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien als Safeguards Inspektor tätig. Er lebt heute in Kapstadt.

Mehr zu dem Thema im Blog des Autors Think-Again 

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Kommentare ( 31 )

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Endlich Frei
5 Monate her

Die Kosten für Wind- und Sonnenenergie ist das eine.
Die Kosten für das Wegbleiben von Touristen und Naherholungssuchenden das andere. Dazu kommt: Wieviel Erholungssuchende nun wohl jedesmal ins Auto steigen, um ein unverspargeltes/unverspiegeltes Stück Natur aufzusuchen?

Endlich Frei
5 Monate her

Sonnenenergie dient vor allem als künftiger Vorwand, Milliarden und Abermilliarden von Nord- nach Südeuropa zu transferieren: Erst als Investition, dann als Abnehmer des Stroms. Ein perfektes Alibi für die Tansferunion.

Endlich Frei
5 Monate her

Betrachtet man sich die großen Flächen in Deutschland, die schon jetzt verspiegelt sind und dann den geringen Anteil am Strommix, die diese Energieform beisteuert, dann sehe ich in der Sonnenenergie wenig Potential für ein Industrie und demnächst e-Auto Land wie Deutschland. Möchte man auch noch den energetisch völlig verqueren Weg über Wasserstoff Energie zur Verfügung zu stellen, dann wird daraus mehr als nur eine Farce. Von der aufwendigen Produktioin der Spiegel einmal ganz abgesehen. Es rechnet sich nur durch hohe Subventionen.

Wolfgang Brauns
6 Monate her

Kann denn mal jemand in der Redaktion die unsinnige Angabe von 700 W pro Kopf richtigstellen?
Macht sich nicht gut, in einem technischen Artikel mit solchen „Klöpsen“ aufzumachen.

Last edited 6 Monate her by Wolfgang Brauns
Mausi
6 Monate her

https://www.stromdaten.info/woher-kommt-der-strom/
Hier nochmal interessante Informationen, um vielleicht besser zu verstehen, wo die Realität aufhört und das Traumland anfängt.

Aparatschik G.Thomsen
6 Monate her

Ihre 11% Stimmen nicht.
Bei Ihrer Rechnung fehlt das Gefühl, Schönrechnerei und ein Schuß Kempfert.
Meine PVA liefert seit 15Jahren zwar die +- 11% aber dank EEG bekomme ich mit 63 C/kWh inkl. MWSt ca. das 12 fache des Börsenstrompreises. 12 x 11% = 1,32 – sprich der reale Nutzen meiner PV Fläche ist für mich nachher sogar größer wie der theoretisch mögliche.
Also, mit den oben genannten drei Zutaten ist alles im Grünen Bereich.

Hairbert
6 Monate her

Naja, die Solaranlagen sind ja immerhin eingebunden in den Energiemix mit Windmühlen und Biogasanlagen. Erstere dienen zwar nicht dem Naturschutz und sind auch nicht biologisch abbaubar, und bei den Zweiten kenne ich nicht die Energiebilanz (Diesel, Dünger), sondern nur die Monokulturen gegen Artenvielfalt. Wir dürfen also mit Zuversicht nach vorne schauen, wenn wir nach dem Abschalten von Kohle,- und Kernkraftwerken uns wieder mal im Dunklen und Kalten zusammenkauern und über die Überreste einer zerstörten Wirtschaft wehklagen. Was sind schon Dunkelflaute und Kältepein gegen das erhabene Gefühl sich als die überlegene Klasse der Weltenretter zu wissen. Haltet durch und vertraut unseren… Mehr

Raimond
6 Monate her
Antworten an  Hairbert

Auch wenn die PVA „eingebunden in den Energiemix mit Windmühlen und Biogasanlagen“ sind, verbessert sich die Situation nicht merklich. So wie PVA um die 900 Vollaststunden im Jahr bringen, jene 11% von 8.760 Stunden des Jahres, so schneiden die WKA mit ca. 2.000 Vollaststunden (entspricht 23%) der installierten Leistung nur etwas besser ab. Dafür sind die Flauten in der Regel deutlich länger als Nächte. Nicht selten dauern sie länger als 5 Tage. Hinzu kommt, dass sich PVA und WKA keineswegs ergänzen. Jeder Bewohner einer tagsüber erwärmten Dachwohnung, der in lauen Sommernächten jeden noch so kleinen Windhauch herbeisehnt, wird ihnen das… Mehr

Peter Schulze
6 Monate her

Think Again aufrufen, dann Blog, dann encore-willkommen-bei-den-milchmadchen.

Konrad Georg
6 Monate her

Nur Thermische Sonnenenergienutzung bringt Vorteile. Wärme speichern! Das ist kostengünstig und absolut umweltfreundlich in kleinen Anlagen pro Haus möglich. Ohne Speicherung ist PV bloß ein Schaden.

Konrad Georg
6 Monate her
Antworten an  Konrad Georg

Das ist kein Argument, sondern ein eher böswilliger Einwurf.
Elektrische Nachtspeicherheizung für die Brauchwassererwärmung, entlud sich über Tag, wenn die Umwälzpumpe durchlief. Weiß ich seit 1970.

Christa Born
6 Monate her

Sehr schönes Unterrichtsmaterial! Gibt es diese hilfreiche Betrachtung auch für Wind, Nuklear und Kohle?