Peter Hahne: Schluss mit Kirchensteuer und Rundfunkbeitrag

Peter Hahne war viele Jahre Moderator im ZDF und im Rat der Evangelischen Kirche aktiv. Er sagt, Kirchensteuern würden den Glauben ersticken und im Rundfunk die Kreativität durch Zwangsbeiträge abgewürgt. Wer gute Argumente hat, sollte diese nutzen, anstatt andere auszugrenzen.

 

Gendersternchen, Empörung über harte Fragen an Politiker, dazu Kirchen, die eigentlich Parteien sein wollen: Peter Hahne betitelt sein neues Buch: „Seid ihr noch ganz bei Trost!“. Er fordert ein Ende von selbstauferlegter Sprachpolizei und Behördenterror. Einen Teil der Lösung sieht er in einem Ende von Kirchensteuer und Rundfunkbeitrag, welche die eigentliche Mission dieser Institutionen beschädigen.

„Solange ich im Rat der Evangelischen Kirche Deutschlands tätig war, war ich immer bei einem Thema dafür, wenn die Katholiken auch dafür waren.“, so Hahne. „Da wusste ich, wenn die Katholiken ein politisches Thema hatten, das war immer vernünftig. Das können Sie heute auch nicht mehr so sagen.“


Unterstützung
oder

Kommentare ( 88 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

----

88 Kommentare auf "Peter Hahne: Schluss mit Kirchensteuer und Rundfunkbeitrag"

Sortiert nach:   neuste | älteste | beste Bewertung
Ich erweitere die Forderungen dahingehend, dass der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk und die Kirchen als Institutionen abgeschafft werden müssen. Sie dienen zu NICHTS als der Bereicherung einiger weniger und dem Transport verwerflicher, ideologischer Inhalte. Glaube kann ohne Kirche existieren, und Fernsehen ohne zwangsfinanzierte Propagandatröte. Die Sprachpolizei fußt in beiden Institutionen auf noch erbärmlichere Weise als in den „demokratischen“ Parteien, denen man zumindest des ursprünglichen Konzeptes wegen eine Existenzberechtigung zubilligen möchte. Öffis und Kirchen sind zu behandeln wie die DUH und andere zutiefst verachtenswerte NGOs, sämtliche Privilegien gestrichen und dem freien Markt zur Prüfung ihres echten Wertes unterworfen. Da er sich erwartungsgemäß im… Mehr
Ich würde das mal differenzieren. Gegen die Kirchensteuer habe ich nichts, ich kann aus der Kirche austreten und dann zahle ich die auch nicht mehr. Allerdings wäre meine Erwartungshaltung dann, dass zumindest von meinen Steuern die ich zahle, keine weiteren Gelder an die Kirche abgeführt werden. Und das ist ja leider trotz Austritt in großem Umfang der Fall. Gegen den Rundfunkbeitrag hätte ich auch nichts, wenn ich ihn das Paket wie bei Sky etc. einfach buchen oder abbestellen könnte. Bei den heutigen technischen Möglichkeiten überhaupt kein Problem mehr. Ich würde aber noch weiter gehen. Man stelle sich vor, es gäbe… Mehr

Wo Peter Hahne recht hat ,hat er recht. Die Frage ist ,warum er erst
hinter dem Ofen hervorkommt ,wenn er seine Schäfchen im Trockenen
und eigentlich nichts mehr zu melden hat. Das hätte zur Zeit kommen sollen , als er seine Gage
noch aus den Zwangsgebühren
vom ZDF bezogen hat. Gegen Zwangsgebühren hat man so gut wie keine Chance,gegen Kirchensteuer allerdings schon,
einfach austreten aus dem Heuchlerverein.

Im Jahr 2015 erhielt die Römisch-katholische Kirche in Deutschland etwa 6,09 Milliarden Euro Kirchensteuer und die Evangelische Kirche in Deutschland nahm 5,36 Milliarden Euro ein. Die Steuereinnahmen der Kirchen sind in den letzten Jahren trotz sinkender Mitgliederzahlen gestiegen. Die Kirche zahlt keine Einkommensteuer bzw. keine Körperschaftssteuer, keine Vermögenssteuer, keine Erbschaftssteuer, keine Schenkungssteuer, keine Gewerbesteuer, keine Grundsteuer, keine Grunderwerbssteuer, keine Umsatzsteuer, keine Zinsabschlagssteuer bzw. keine Kapitalertragssteuer, keinen Solidaritätszuschlag, keine Gebühren für Grundbucheinträge, und sie ist von Justizkosten bzw. Gerichtsgebühren sowie von Beurkundungs- und Beglaubigungsgebühren befreit, z. B. den Gebühren für Grundbucheinträge, was vor allem durch die immensen Immobiliengeschäfte in die Millionengeschenke… Mehr

Solange der ÖRR beim von der Politik gewünschten Kampf gegen Konservative, Patrioten und andere Regierungskritiker mitmacht, also den vermeintlichen Kampf gegen „Rechts“,
solange wird die Politik alles machen, dem ÖRR ein ewiges Leben eben zu garantieren.

Hier wäscht eine Hand die andere.

Es regt sich Widerstand. http://Www.rundfunk-frei.de unterschreiben und http://www.Hallo-Meinung.de Gebührenaktion mitmachen!

Zum Glück gibt es eine Partei auf Bundesebene, die den ÖRR abschaffen will. Leider wissen es zu wenige Gegner des ÖRR. Offensichtlich ist der ÖRR nur abzuschaffen, wenn alle Gegner an einem Strang ziehen und entsprechend wählen.
https://www.kildal.de/GEZ/p-vs-r.htm

Herr Hahne hat vollkommen Recht, wenn er den ÖRR abschaffen will. Der ÖRR ist nicht neutral, er ist politisch bestimmt. Wir brauchen auch keine 30 Sender und schon gar nicht so viele Reporter, geschweige denn ein HR Sinfonieorchester. Bei großen Ereignissen sieht man manchmal Reporter von mehreren ÖRR-Sendern. Das kostet unnötig Geld, weil man das Bildmaterial auch kaufen kann, ohne eigene Reporter in der Welt herumreisen zu lassen. Ein Reporter des ÖRR würde ausreichen. Aber wer gut informiert sein will, schaltet sowie N24 oder Welt ein. Bei Abschaffung des ÖRR wird eine Kaufkraft von 8 Milliarden Euro frei, von denen… Mehr

Würde Herr Hahne auf seine Pension vom ZDF sowie Betriebsrente verzichten?

Peter Hahne ist genau einer der „real moraloische Instanzen“, bei denen ich merke, das ich real weder meinen Verstand verloren noch wirklich durchgedreht bin. Vielen Dank!!!

In Dänemark, Schweiz, GB und Österreich gibt oder gab es eine Diskussion über den ör Rundfunk. Bei uns statt dessen über Gebührenerhöhungen. Höchste Zeit, dass in den zuständigen Länderparlamenten Kräfte einziehen, die den Treiben ein Ende bereiten. Hauptverhinderer ist aber das Bundesverfassungsgericht, das den öffentlich-rechtlichen Medien quasi eine Art Bestandsgarantie gegeben hat.