Peter Hahne: Schluss mit Kirchensteuer und Rundfunkbeitrag

Peter Hahne war viele Jahre Moderator im ZDF und im Rat der Evangelischen Kirche aktiv. Er sagt, Kirchensteuern würden den Glauben ersticken und im Rundfunk die Kreativität durch Zwangsbeiträge abgewürgt. Wer gute Argumente hat, sollte diese nutzen, anstatt andere auszugrenzen.

 

Gendersternchen, Empörung über harte Fragen an Politiker, dazu Kirchen, die eigentlich Parteien sein wollen: Peter Hahne betitelt sein neues Buch: „Seid ihr noch ganz bei Trost!“. Er fordert ein Ende von selbstauferlegter Sprachpolizei und Behördenterror. Einen Teil der Lösung sieht er in einem Ende von Kirchensteuer und Rundfunkbeitrag, welche die eigentliche Mission dieser Institutionen beschädigen.

„Solange ich im Rat der Evangelischen Kirche Deutschlands tätig war, war ich immer bei einem Thema dafür, wenn die Katholiken auch dafür waren.“, so Hahne. „Da wusste ich, wenn die Katholiken ein politisches Thema hatten, das war immer vernünftig. Das können Sie heute auch nicht mehr so sagen.“


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Kommentare ( 84 )

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84 Kommentare auf "Peter Hahne: Schluss mit Kirchensteuer und Rundfunkbeitrag"

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Solange der ÖRR beim von der Politik gewünschten Kampf gegen Konservative, Patrioten und andere Regierungskritiker mitmacht, also den vermeintlichen Kampf gegen „Rechts“,
solange wird die Politik alles machen, dem ÖRR ein ewiges Leben eben zu garantieren.

Hier wäscht eine Hand die andere.

Es regt sich Widerstand. http://Www.rundfunk-frei.de unterschreiben und http://www.Hallo-Meinung.de Gebührenaktion mitmachen!

Zum Glück gibt es eine Partei auf Bundesebene, die den ÖRR abschaffen will. Leider wissen es zu wenige Gegner des ÖRR. Offensichtlich ist der ÖRR nur abzuschaffen, wenn alle Gegner an einem Strang ziehen und entsprechend wählen.
https://www.kildal.de/GEZ/p-vs-r.htm

Herr Hahne hat vollkommen Recht, wenn er den ÖRR abschaffen will. Der ÖRR ist nicht neutral, er ist politisch bestimmt. Wir brauchen auch keine 30 Sender und schon gar nicht so viele Reporter, geschweige denn ein HR Sinfonieorchester. Bei großen Ereignissen sieht man manchmal Reporter von mehreren ÖRR-Sendern. Das kostet unnötig Geld, weil man das Bildmaterial auch kaufen kann, ohne eigene Reporter in der Welt herumreisen zu lassen. Ein Reporter des ÖRR würde ausreichen. Aber wer gut informiert sein will, schaltet sowie N24 oder Welt ein. Bei Abschaffung des ÖRR wird eine Kaufkraft von 8 Milliarden Euro frei, von denen… Mehr

Würde Herr Hahne auf seine Pension vom ZDF sowie Betriebsrente verzichten?

Peter Hahne ist genau einer der „real moraloische Instanzen“, bei denen ich merke, das ich real weder meinen Verstand verloren noch wirklich durchgedreht bin. Vielen Dank!!!

In Dänemark, Schweiz, GB und Österreich gibt oder gab es eine Diskussion über den ör Rundfunk. Bei uns statt dessen über Gebührenerhöhungen. Höchste Zeit, dass in den zuständigen Länderparlamenten Kräfte einziehen, die den Treiben ein Ende bereiten. Hauptverhinderer ist aber das Bundesverfassungsgericht, das den öffentlich-rechtlichen Medien quasi eine Art Bestandsgarantie gegeben hat.

Vieles, was Herr Hahne in dem Interview sagt, kann ich unterstreichen. Nachdem die EKD ein Forschungsschiff für „Schlepperoperationen“ ersteigert hatte, war für mich endgültig die rote Linie überschritten und bin Anfang Februar aus der Kirche ausgetreten. Vorher war ich 6 Jahre im Kirchenvorstand ehrenamtlich tätig. Hinzu kam, dass von Bischof Bedford-Strohm folgendes in unser Regionalzeitung (Fürther Nachrichten) zu lesen war: „Die Zukunft der Kirche entscheidet sich nicht nach ihren Mitgliedschaftszahlen, sondern an ihrer Ausstrahlungskraft.“ Ich bin mal gespannt, was da noch ausstrahlen will, wenn die Kirche keine Mitglieder hat außer den Angestellten. Was den Rundfunkbeitrag anbelangt, zahle ich seit Anfang… Mehr

Volle Zustimmung, Peter Hahne! Erst muss der Zwangsbeitrag für die staatlichen Propagandainstrumente abgeschafft werden und auch die Kirchensteuer wird zunehmend zweckentfremdet, kann damit auch weg. Private TV-Sender kommen gut über die Runden und Kirchen, die ohne Kirchensteuer leben (das sind die allermeisten auf der Welt), ebenfalls. Auch die Sektsteuer von Kaiser Wilhelm ist schon lange obsolet. Verschlankt endlich mal die Bürokratie! Leider ist aber aktuell das Gegenteil der Fall und es werden immer neue Abzocksteuern erdacht, um die Millionen Invasoren durchzufüttern (und nicht nur das).

Über die Kirchensteuer zu reden ist müßig. Sie ist freiwillig, ich habe als konfessionsloser in meinem Leben noch nie Kirchensteuer gezahlt. Aus der Kirche austreten, fertig.

@Thomas Kuttich: Ich finde nicht, daß das müßig ist über die Kirchensteuer zu reden. Die Kirche ist der einzige Verein, bei dem der Staat automatisch als Quellensteuer die „Mitgliedsbeiträge“ einkassiert. Ausgehandelt wurde das übrigens zwischen dem Vatikan und dem deutschen Reich im Jahre – und jetzt anschnallen – 1933.

Sollen die Kirchen doch selbst an ihre Mitgliedsbeiträge kommen, wie jeder Kleintierzuchtverein es auch tun muss.

In Berlin macht das Finanzamt inzwischen das Inkasso für die GEZ. Wie kann so etwas rechtens sein?

Ich vermisse die Sendung mit Peter Hahne heute noch.
Vielen dank für dieses Interview!

@Marie-Jeanne Decourroux: „Was Sie ansprechen, könnte sofort beendet werden, wenn der Staat seinen vertraglichen Verpflichtungen (abschließende Entschädigungen für massive Enteignungen – Stichwort Reichsdeputationshauptschluss) endlich nachkäme.“

Also woher das riesige Vermögen, der Kirche herkommt, für das sie immer noch entschädigt werden soll, will ich hier nicht erörtern. Nur ein kleiner Hinweis: Ora et Labora war es nicht.

Ein großer Teil WAR »ora et labora« (informieren Sie sich zum Beispiel über die Rodungen und Urbarmachungen großer Gebiete Mittel- und Süddeutschlands durch die Zisterzienser).
Ein weiterer Teil waren Stiftungen des Adels, vor allem der Fürsten.

Und NICHTS war geraubt oder gestohlen (worin sich die Kirche von Staaten wie der ehem. DDR mit ihren Enteignungen unterscheidet…🤔).

Daß arme Mönche zum Wohlergehen des höheren Klerus ausgebeutet wurden, will ich gerne glauben. Woher das Geld zusammengerafft wurde, das der Adel so großzügig der Kirche gespendet hat, kann sich jeder selbst überlegen. Ansonsten haben Sie noch Betrug (Stichwort „Konstantinische Schenkung“), Erbschleicherei und Ablasshandel vergessen.

Ja ja, die »Ausbeutung«, die hätte ich fast vergessen (vermutlich, weil ich nicht in der DDR sozialisiert wurde, wo Ausbeutung Hauptfach war … 😵). Sie aber haben vergessen, dass die Klöster, bis auf wenige Ausnahmen, eigenständige (vom höheren Klerus – den Bischöfen – unabhängige) Stifungen waren. Und wenn der Adel »sein zusammengeraftes Geld« Klöstern zukommen ließ, die damit Siechenhäuser, Hospize, Bibliotheken sowie die einzigen allgemeinbildenden Schulen Europas unterhielten, so hat dieses Geld am Ende vielleicht doch noch etwas Gutes bewirkt. Und last but not least: wollen Sie allen Ernstes den seit 500 Jahren geklärten Betrug eines Papstes (Stichwort »Konstantinische Schenkung«)… Mehr