Was bringt Biden für uns?

Eine Analyse der US-Wahl ohne blinde Freude über Joe Biden. Politik ist eine Frage von Interessen, nicht von Sympathien. Und da hat sich bislang wenig geändert im deutsch-amerikanischen Verhältnis. Unter Biden werden sogar alte Konflikte wieder aufflammen, die Trump ausgetreten hatte.

 

Der Jubel ist groß unter deutschen Politikern und Medien über den Wahlsieg von Joe Biden über Donald Trump. Aber noch ist das Ergebnis nicht endgültig. Zu früh gefreut? Biden wird netter und freundlicher sein zu Angela Merkel, jener Person, der Donald Trump hin und wieder nicht einmal die Hand geben wollte. Aber Politik ist eine Frage von Interessen, nicht von Sympathien. Und da hat sich bislang wenig geändert im deutsch-amerikanischen Verhältnis. Unter Biden werden sogar alte Konflikte wieder aufflammen, die Trump ausgetreten hatte. Also – die Freude ist gut für Stimmung. Aber tatsächlich hat die EU gerade Strafzölle für US-Produkte eingefüht. Aha. Glaubt Ursula von der Leyen wirklich, dass Biden das auf sich sitzen lassen kann? Das wird krachen. Willkommen in der Wirklichkeit.

Wann wird er Präsident und vor allem: Wie lange? Joe Biden ist gesundheitlich angeschlagen, verwechselt Personen und Fakten. Kann er ein guter Präsident sein, wie will er beispielsweise einem Kraftpaket wie Wladimir Putin entgegentreten? Und was passiert, wenn Kamala Harris ihn beerbt? Darin liegt das eigentlich neue der Wahl: Die marxistisch geschulte Linke innerhalb der Democrats will mit aller Macht die „Identitätspolitik“ durchsetzen. Die ruft anstelle des früheren Klassenhasses zum Hass vor allem gegen Weiße und Männer auf und hetzt unterschiedliche Bevölkerungsgruppen aufeinander. Was kommt da auf uns zu?

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Kommentare ( 91 )

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Kraken17
4 Tage her

Biden wird nichts bringen. Er wird kein Präsident. Trump bleibt Präsident und dann stirbt Corona plötzlich ganz plötzlich ziemlich zügig.

Karl Napf
10 Tage her

Was erbringt?
Das Ende von Trump als Praesident. Das reicht.

Eugen Karl
16 Tage her

Biden wird uns gar nichts „bringen“. Der Möglichkeiten gibt es zwei: Entweder Biden wird nach spätestens 6 Monaten wegen „Verwirrtheit“ (d.i. beginnender Demenz) durch Harris ersetzt. Oder er wird am 20. Januar erst gar nicht als Präsident vereidigt, weil das oberste Gericht das Wahlergebnis wegen massiven Betrugs kassiert und damit Trump Präsident bleibt. Trump oder Harris – das ist die reale Alternative, tertium non datur.

Return
19 Tage her

Ein anderes Wort für „Identitätspolitik“, die im Video besprochen wird, ist Kulturmarxismus oder kultureller Marxismus.

Der Unterschied ist, dass Kulturmarxismus eine rechte Fremdbezeichnung ist, die ursprünglich von amerikanischen Konservativen entwickelt wurde, während Idenitätspolitik eine linke Eigenbezeichnung ist.

Die Basis dieser kulturmarxistischen Ideologie ist ein ausgesprägter antiweißer Rassismus. Der weiße, europäischstämmige Mensch ist das große Feindbild.

Wolfgang Schuckmann
16 Tage her
Antworten an  Return

Zu Return… Die Feststellung antiweißer Rassismus dürfte, unter anderen Gründen, das sein, was ab jetzt verstärkt zu befürchten ist, ist durchaus nachvollziehbar. Die Rassenprobleme, die die USA schon seit ihrer unseligen Sklavenhaltung immer wieder vor neue, alte Probleme stellt dreht sich jetzt gegen die KU-KLUX- KLAN – Leute und ihre abgeschwächten Formen in der amerikanischen Gesellschaft. Trump hat bei der Wahl sichtbar gemacht wie die Legionen verteilt sind. Es wird der weißen Bevölkerung trotz ihrer teils besseren sozialen Position, die sie in den letzten Jahrzehnten noch hatte zunehmend schwerer fallen den Status quo in den USA zu halten, bzw. den… Mehr

Andreas aus E.
19 Tage her

Zu spekulieren was wäre wenn ist ja oft eine vergnügliche Sache, darum mag man gern im Zukunftsnebel stochern, was von einer Administration Biden/Harris zu erwarten sein könnte.

Viel spaßiger finde ich aber die Überlegung was los wäre, sollte Trump doch noch als Sieger aus der Wahl hervorgehen. 🙂

gdg
19 Tage her

Kurze Frage: Zählen die immer noch? In Amerika?
Hört die Zählung auf, wenn der Neue im Amt ist?
Was passiert, wenn man pro Staat einen zweiten Auszähler genehmigt?

Riffelblech
19 Tage her

Was wäre so schlecht daran ,Trump lässt dieses Ding ( die Wahl ) den Bach runtergehen ,übersteht die vier Jahre Biden/ Harris und tritt dann nochmal ,kräftiger und besser als zuvor an . Dann aber wieder für 2 Wahlperioden.
Das könnte doch längerfristig eine bessere Strategie sein . Dann hätte er deutlich mehr Zeit seine Ziele durchzusetzen und den Linksdemokraten die Schranken zu zeigen .

ludwig67
19 Tage her
Antworten an  Riffelblech

Er wäre dann 78 Jahre alt.

Konradin
19 Tage her

Bis jetzt ist Biden vielmehr ein President-select (by the media) als ein President-elect (by the people). Wenn – ja wenn die derzeitigen staatsanwaltschaftlichen Untersuchungen durch sind und Falschauszählungen in größerem Umfang – und/oder gar organisierter Wahlbetrug – nachgewiesen sind, wird Biden als der „President-select“ in die Geschichte eingehen – es würde bedauerlicherweise (wirklich ohne Häme) zu seiner politischen Vita mit Bezug auf seine mehrfachen Anläufe auf das US-Präsidentenamt passen. Für das einseitig systemisch-manipulative Medienregime in Deutschland wäre dies ein totales Desaster, eine abermalige und vollständige Entlarvung ihrer unterirdischen, billigen Politagitation, die mit klugem, objektivem und investigativem Journalismus rein gar nichts… Mehr

Schiffskoch
20 Tage her

Biden bringt gar nichts für uns, denn er hat nichts zu sagen. Wie soll er mit seiner beginnenden Demenz irgendwelche eigenen Entscheidungen treffen können?

Thomas
20 Tage her

Trump hält den america dream am Leben. In Europa durften nur Adlige Land besitzen, das gemeine Volk nur pachten. Auch das war ein Grund für 1776. Wenn der Milliardär Klaus Schwab (Gründer des WEF in Davos) uns heute erzählt das wir (ausgenommen Schwab und seine Milliardärsfreunde natürlich) in Zukunft keinen Besitz mehr haben werden und trotzdem glücklich sein werden, weil sie uns alles geben was wir brauchen (aber nur bei Wohlverhalten!) ist das eine Rückkehr in den Feudalismus den die Revolutionäre von 1775 bekämpft haben. Oft verdichtet sich Geschichte auf einen Mann, der weiterkämpft, der sich weigert aufzugeben (wie Churchill… Mehr