Was man nicht sagen darf, aber gesagt werden muss

Der Evolutionsbiologe Ulrich Kutschera hat mit seinem neuen Buch „Klimawandel im Notstandsland. Biologische Realitäten widerlegen politische Utopien“ eine analytisch-kritische Enzyklopädie zahlreicher Notstände vorgelegt.

Wehe, man zweifelt in Deutschland an der Theorie, die Erderwärmung habe mit CO2 zu tun und eine Absenkung des CO2-Anteils an der Atmosphäre rette das Klima! Wehe, jemand stellt die Fridays-for-Future-Freitagshüpfer in Frage! Wehe, man zweifelt an der Sinnhaftigkeit und Rechtmäßigkeit der Grenzöffnung ab Herbst 2015 oder am UN-Migrationspakt „Remigration-Migration“! Wehe, man entlarvt den Genderismus als Paradoxon. Wehe, man sagt den Deutschen voraus, dass sie spätestens 2050 eine Minderheit in ihrem Land sein werden! Wehe, man hält am Begriff „Rasse“ fest!

Wer all dies tut, der gilt in harmloser Form als „umstritten“, in verschärfter Form wird er als Rechtspopulist, Klimaleugner, Rassist oder noch Schlimmeres etikettiert. Ein solcher Mensch findet dann trotz aller Untermauerung seiner Erkenntnisse und Thesen mit 350 wissenschaftlichen Quellen aus aller Welt für ein Buch keinen Verlag mehr in Deutschland.

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Der Evolutionsbiologe und Pflanzenphysiologe Professor Dr. Ulrich Kutschera ist so ein „schlimmer“ Mann. Er hat nun – weil sich kein deutscher Verlag fand – über Amazon Media Luxemburg sein Buch herausgebracht. Kutschera ist nicht irgendwer, er ist Professor an der Universität Kassel, er ist Gastwissenschaftler an der US-Universität Stanford/Kalifornien (aktueller Forschungsschwerpunkt: „Global Greening“) und er pflegt weltweit den wissenschaftlichen Austausch. Das Buch, das er jetzt mit 480 Seiten vorgelegt hat, ist keine Unterhaltungsliteratur, sondern schier eine analytisch-kritische Enzyklopädie zahlreicher Notstände, die Deutschlands Zukunft jetzt schon belasten und mehr und mehr gefährden. Exakt 24 Notstände nimmt er ins Visier – zum Beispiel: Geburtennotstand, Betreuungsnotstand, Pflegenotstand, Bildungsnotstand, Sicherheitsnotstand, Innovationsnotstand, Verkehrsnotstand, Lehrernotstand, Ärztenotstand, Fachkräftenotstand, Wohnungsnotstand usw.

Kutschera bürstet gegen den Mainstream der politisch korrekten Wissenschaften: Er will die Biologie samt Evolutionstheorie eines Charles Darwin (1809 – 1882) und des „deutschen Darwin“ Ernst Haeckel (1834 – 1919, Erfinder des Begriffs „Ökologie“) rehabilitieren, weil sie 1933 bis 1945 verfälscht und missbraucht wurde. Er sagt, dass CO2 (Anteil an der Atmosphäre 0,04 Prozent) ein „Grundnahrungsmittel“ der Pflanzen ist (siehe auch die Begasung von Gewächshäusern mit CO2) und dass die Erde in Kürze nicht mehr grün wäre, wenn die Null-CO2-Ideologie der jugendlichen „Klimaschützer“ aufgehe. Er belegt anhand von NASA-Satellitenaufnahmen, dass trotz der von ihm verurteilten Abholzung von Regenwald eine „Begrünung“ der Erde, vor allem Europas und Russlands, stattgefunden hat.

Er beweist, dass bestimmte Migrantenethnien in Deutschland eine bis zu 50fach höhere Kriminalitätsrate haben als autochthon Deutsche und eine 100fach höhere als Ost-Asiaten. Er betont, dass Afrika (die Wiege der Menschheit) – soweit es landwirtschaftlich etwas auf die Beine bringt – ein Kontinent der Frauen ist, weil diese 70 bis 80 Prozent dieser Arbeit leisten, während ihre Männer herumsitzen. Er erinnert daran, dass nur rund ein Prozent der „Zugewanderten“ einen Asylgrund hat. Er diagnostiziert Hitlers pathologische Entwicklungen. Er beschreibt den Hitler-Kult in China. Er rechnet vor, dass ein kinderloses Paar das Sozialsystem ein Drittel mehr kostet als ein Paar mit zwei bis drei Kindern. Er möchte angesichts des Geburtenmangels (jährlicher „Unterschuss“ in Deutschland inkl. Abtreibungen von ca. 460.000) den Begriff einer „Überalterung“ Deutschlands ersetzt wissen durch den Begriff „Unterjüngung“. Er setzt sich kritisch mit der Bildungspolitik auseinander, die auf eine Pseudo-Akademisierung ausgerichtet sei, auf die Vermittlung solider naturwissenschaftlicher Kenntnisse verzichte und zugleich angesichts von 80-prozentigen Migrantenanteilen in zahlreichen Grundschulen das Niveau herunterfuhr.

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Kutschera ist bei aller wissenschaftlichen Akribie kein Mann der leisen Töne. Er warnt vor den Folgen einer „Afrikanisierung“ Europas. Er betont die Unvereinbarkeit von Sozialstaat und Masseneinwanderung. Er sieht Europa auf dem Weg zu einer Evolution im Rückwärtsgang. Migration bezeichnet er im evolutionsbiologischen Verständnis als „Invasion“ – gefördert vom Verlust an Schutz- und Fluchtreflexen der einheimischen Populationen. Er nennt die streng-muslimisch gebotene Verschleierung zumal in einem Hitzesommer ein „Hitzeexperiment“ mit „Stoffkäfig-Haltung“. Er problematisiert den „Gen-Tod“ der Deutschen und sieht als eine der Ursachen die gewollte, genderideologisch idealisierte Kinderlosigkeit formal höher gebildeter Frauen. Er nennt den deutschen Plan einer Halbierung des deutschen CO2-Ausstosses (von 2 auf 1 Prozent des weltweiten Ausstoßes) einen „Klimawandel-Nationalismus“, der keinerlei Wirkung habe. Er nennt frühere Panikmeldungen (Spiegel vom 12. August 1974: „Kommt eine neue Eiszeit?“) und (Spiegel vom 11. August 1986 mit dem Titelbild des Kölner Doms wegen der angeblich bevorstehenden Polschmelze unter Wasser) eine „chaotische Wahrsagerei“. Steigende Kriminalitätszahlen sind für ihn ein „Tsunami importierter Verbrechen.“ Das sind natürlich Reizvokabeln – zumal aus dem Munde eines Wissenschaftlers.

Kutschera eckt an. Das Problem dabei ist, dass man Kutschera vielleicht wegen seiner manchmal markanten Sprache kritisieren, ihn aber kaum wissenschaftlich aushebeln kann. Deshalb sollte, wer auch immer sich mit Kutschera befasst, nicht nur Wikipedia und Co. zu Rate ziehen, sondern sein neuestes Buch lesen – auch wenn der Titel zunächst etwas gewöhnungsbedürftig ist und auf die CO2- und Klimadebatte eingeengt scheint: „Klimawandel im Notstandswandel“. Nein, mit „Klima“ meint er auch das politische und gesellschaftliche Klima!

Ulrich Kutschera, Klimawandel im Notstandsland. Biologische Realitäten widerlegen politische Utopien. Amazon Media, 480 Seiten, 24,90 €.


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Kommentare ( 1 )

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1 Kommentar auf "Was man nicht sagen darf, aber gesagt werden muss"

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Danke für den Buchtip , wird Teil meiner Filterblase.