Hongkong greift den Dollar an | Tichys Börsenwecker

Ab sofort jeden Tag ab 6 Uhr morgens: Tichys Börsenwecker mit Weltreporter Philipp Mattheis. Heute schaut er nach Hongkong: Dort werden viele Transaktionen ab dieser Woche nicht mehr in Dollar, sondern Gold verrechnet. Das hat weitreichende Konsequenzen für Anleger und Goldkäufer.

 

Aktien, Rohstoffe, Gold, Crypto – alles, was die Kurse und Anleger in Deutschland und Frankfurt bewegt – darüber berichtet mit sechs Stunden Vorsprung Philipp Mattheis aus Bangkok. An diesem Dienstag meldet er eine Sensation aus Hongkong: Die Clearingstellen der Handelsstadt arbeiten mit Shanghai zusammen und werden bestimmte Transaktionen nun in Gold statt Dollar abwickeln. Das ist mehr als nur Symbolpolitik: Es bedroht die Rolle des Dollar als Leitwährung. Wer international investieren will, muss das im Auge behalten.

„Bangkok ist der ideale Standort, um sowohl die schnell wachsenden Märkte Asiens wie auch die Wall Street in New York im Blick zu haben“, so Mattheis. „Und ich muss nicht mal früher aufstehen wie Weckerkollege Holger Douglas: Die Zeitzone macht den Unterschied“, lacht Mattheis. Der renommierte Journalist und Buchautor berichtete viele Jahre über die wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen in Asien, nicht nur für die Wirtschaftswoche, sondern auch für den Stern und das Wirtschaftsmagazin Capital.

Mattheis ist Mitglied des Weltreporter-Netzwerks. Ab sofort arbeitet er für das Online-Portal und die Printausgabe von Tichys Einblick. Börsentäglich informiert er im Wirtschafts-Podcast „Tichys Börsenwecker“ über die aktuellen Entwicklungen an den wichtigsten Börsen Asiens und leitet aus den Kursen der Wall Street die Vorschau für Deutschland ab. Tichys Börsenwecker verschafft Einblicke in die wichtigsten Anlageklassen Aktien, Anleihen, Gold und Bitcoin.

Mattheis und der Wirtschaftsjournalist Roland Tichy kennen sich gut. Tichy, damals Chefredakteur der Wirtschaftswoche schickte Mattheis 2012 nach Shanghai, wo er bis 2015 als Asien-Korrespondent arbeitete. Anschließend wechselte Mattheis für drei Jahre als Nahost-Korrespondent nach Istanbul. Von 2019 bis 2021 Jahre folgten drei Jahre als Asien-Korrespondent für Stern und Capital. 2024 kehrte Mattheis nach Deutschland zurück und arbeitete erneut für die Wirtschaftswoche als Korrespondent in München.

„Der Asien-Korrespondent Philipp Mattheis kehrt zu seinen Wurzeln zurück“, freut sich Roland Tichy, Herausgeber von Tichys Einblick, über die erneute Zusammenarbeit. „Es gibt nur wenige, die die politischen Zusammenhänge und wirtschaftlichen Entwicklungen Chinas und Asiens so gut kennen“, so Tichy. Mattheis’ Buch „Die dreckige Seidenstraße“ war ein Wirtschaftsbuch-Bestseller.

Tichys Börsenwecker ergänzt den erfolgreichen Morgenwecker, der Nachrichten und Kommentare zum Tagesbeginn liefert. Mit rund 200.000 Hörern am Tag ist er einer der erfolgreichsten täglichen News-Podcasts. „Diesen Erfolg wollen wir jetzt auf das Themenfeld Wirtschaft übertragen“, erläutert Roland Tichy. „Das ist heute umso wichtiger, weil der Niedergang der deutschen Wirtschaft mit dem Aufstieg der asiatischen Länder einhergeht. Mattheis wird aktuelle News und Hintergründe aus Asien noch vor Börsenöffnung in Europa liefern.“


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Kommentare ( 14 )

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14 Comments
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Felix3
10 Stunden her

An die TE-Redaktion:

„Dort werden viele Transaktionen ab dieser Woche nicht mehr in Dollar, sondern Gold verrechnet.“

Gibt es eigentlich externe Belege dafür? Habe im Netz bisher noch nichts konkretes gefunden…

M. B.
10 Stunden her

Wird Hongkong jetzt venezuelarisiert? Oder gegaddafit?

Fralarovi
13 Stunden her

Super-Börsenbericht für den Normalbürger! Dank an Tichys Einblick!!

ralf12
13 Stunden her

Es ist allerhöchste Zeit, dass der Dollar die Rolle der Leitwährung verliert. Nur diese Rolle ermöglicht es den USA diese gigantische Militärmaschine zu unterhalten, mit der sie die Welt bedroht. Nur durch diese Rolle kann die USA ihre abnormal hohe Staatsverschuldung auf andere Länder abwälzen, sich quasi durchs Leben schmarotzen. Wollen wir hoffen, dass eine neuer „Währungskorb“ für den Welthandel entsteht, der fairen Handel auf Augenhöhe ohne Erpressung ermöglicht.

joly
9 Stunden her
Antworten an  ralf12

Gnade uns Gott vor einem fairen Handel mit der Welt.

  1. Wer definiert fair
  2. Auf wessen Kosten, Vor-und Nachteile wird dann gehandelt
  3. Wie werden Sozialabgaben, Sozialsysteme, Gewerkschaftsschutz, Steuersysteme, usw. gewichtet
  4. Wie wird Kinderarbeit und Mindestlohn gewichtet oder Sklavenarbeit ganzer Völker (China)
peter keller
14 Stunden her

Jaja, der Dollar wird seit 60 Jahren mindestens 10 mal pro Jahr als tot bezeichnet. Tatsache ist, dass der Dollar mindestens noch 20 Jahre lang Leitwährung sein wirs, wohl noch länger. Was auch hier von diesem angeblichen Experten unterschlagen wird ist, dass es schlicht nicht genig Gold gibt, um den globalen Zahlungsverkehr in USD abzulösen, nicht mal annährend. Im Gegenteil, Goldfutures laufen zu 99% in USD….

Angela Honecker
8 Stunden her
Antworten an  peter keller

Sehe ich genauso. Ich habe noch ein paar Bücher von Andre Kostolany, wo der das Thema aus Sicht der 70er und 80er Jahre abhandelt. In seiner Zeit wurde der Dollar auch permanent totzureden versucht. Und der saudische Öl-Minister Scheich Jamani wollte einst Uncle Sam mit dem Ölembargo „eine Lektion erteilen“. Hat auch nicht geklappt. Ich halte es da mit Warren Buffett: Never bet against America! Man kan ndas moralisierend schlecht finden, aber als Anleger würde ich nie darauf wetten wie solche Crash-Propheten wie Krall oder jetzt plötzlich Mark Möbius (den ich schon tot wähnte). Die sage nalle seit jahrzehnten den… Mehr

Wilhelm Roepke
14 Stunden her

Gott sei Dank bleibt Tichys Einblick nicht stehen, sondern entwickelt sich fort und zwar in die richtige Richtung. Bitte weiter so, irgendjemand muss ja unabhängig von der Regierung schreiben.

BerndSandmann
15 Stunden her

Das gefällt mit gut. Klar formuliert und so wiedergegeben das auch der Laie versteht was womit zusammenhängt und welche Auswirkungen das hat. Weiter so.

bkkopp
16 Stunden her

China und die BRICS-Länder haben den USD schon länger als Handels- und Reservewährung zurückgedrängt, und wollen dies auch weiterführen. China hat seine Bestände an US-Staatsanleihen – Dollarbestände aus dem Handelsüberschuß – schon seit Jahren von ca.$ 1.300 Mrd. auf ca. $ 800 Mrd. zurückgefahren. Ausländische Gläubiger halten insgesamt ca. 30 % der US-Bundesschulden. In 2026 werden ca. 1/3 dieser Schulden, ca. $ 10,000 Mrd zur Verlängerung, rollo-over, fällig – die ausstehenden Papiere werden üblicherweise durch Neuausgaben ersetzt. Wenn dies nicht mehr so wie gehabt laufen sollte, wofür China, Japan, Europa u.a. die größten Pakete haben, dann müßte die Fed Geld… Mehr

Fralarovi
13 Stunden her
Antworten an  bkkopp

Vielleicht werden durch diese Entwicklungen Illusionen zerbrochen. Des-Illusionen sind Ent-Täuschungen. Die Täuschung endet, die Realität taucht wieder auf. Könnte das aktuelle Geschehen in der Finanzwelt global bei einigen zu einer Hinwendung zur Realität führen? Zu einer goldgedeckten, demokratisccheren Währung? Könnte es auch dadurch zu Gegenbewegungen GEGEN KI-Kontrolle, Digitalem Zentralbankgeld einschließlich Stablecoins, digitaler ID, WHO-Kontrolle usw. führen? Bargeld vor dem Aus? Benjamin Mudlack warnt vor dem digitalen Albtraum! – YouTube Benjamin Mudlack – Neues Geld für eine freie Welt – Der Sandwirt 🚨BRICS stellt TRUMP ein Ultimatum – Das ENDE der US-Dominanz beginnt jetzt! – YouTubel Wahrheitssuche im Ukraine-Krieg: Gespräch mit… Mehr

alter weisser Mann
12 Stunden her
Antworten an  bkkopp

„dann müßte die Fed Geld drucken, damit die US-Banken die Staatspapiere kaufen könnten.“

Müssen die US-Banken die Staatspapiere bar zahlen?

joly
8 Stunden her
Antworten an  alter weisser Mann

Nun – es gibt da eine alte Erkenntnis: Too Big to Fail. Wie wollen denn die Inhaber Schuldverschreibungen einfordern? Der Dollar wird implodieren und kaum mehr was wert sein. Die USA werden lachen, ihre Schulden mit wertlosem Papier bezahlen ( das haben wir im 20. Jahrhundert mehrmals erlebt) und anschließend wird der Dollar neu geschaffen. Alt-Dollar zu Neu-Dollar wie 1000 zu eins. Dumm gelaufen für die Inhaber dieser us-amerikanischen Schuldverschreibungen. Das haben Währungen wie der franz. Franc, die Lira und die DDR-Mark zeitnäher ebenfalls gezeigt. Gegenwärtig ist die türkische Währung ja kaum noch das Papier wert, die iranische ebenfalls. Solch… Mehr