Milliarden-Subventionen sind nötig, um die grüne Kunstwirtschaft am Leben zu halten. Und noch immer verklärt der Mediensektor diese Subventionswirtschaft zur Zukunftsstory. Was viele nicht bemerken: Die Klima-Story wird gerade in Berlin zur Enteignungsgeschichte umerzählt.
picture alliance/dpa | Marcus Brandt
Der Green Deal ist seinem Wesen nach ein Umverteilungsmechanismus. Steuerzahler finanzieren die große Fördermitteljagd über Abgaben sowie über Inflation, die auf die Staatsverschuldung folgt. Alle anderen, die keine Abgaben zu entrichten haben, partizipieren zumindest durch die Inflationssteuer – das ist ihr moralischer Beitrag zur Weltenrettung.
Eine der tragenden Erzählungen dieser Transformationslüge lautete stets: Im Sog der grünen Wirtschaft entstehen technologische Innovationen, die die Prosperität der Gesellschaft heben – Innovationen mit erheblichen Wohlstandsversprechen. Hier enthüllt sich der Kern des Klima-Märchens, das von den Parteien des Brandmauer-Kartells zum Gründungsmythos einer grünen Republik verklärt wurde.
In der Spätphase dieses Konstrukts ist es Zeit, Bilanz zu ziehen: Eine halbe Million Industriejobs wurden dem grünen Gott bislang geopfert. Etwa 18 Prozent der Industrieproduktion gingen verloren – Deutschland steuert mit seiner Dauerrezession in eine Armutsspirale hinein. Auch Friedrich Merz’ Schuldenhammer wird daran nichts ändern.
Dass ausgerechnet an diesem Punkt des unverkennbaren Scheiterns die FAZ am vergangenen Wochenende eine naive Hymne auf die Wunderwaffe Clean Tech anstimmt, wirkt einerseits urkomisch, ist andererseits aber bezeichnend für den Zustand deutscher Wirtschaftsberichterstattung. Sie ist tief ideologisch durchtränkt, ein weitgreifender Propaganda-Arm des herrschenden Zeitgeistes.
Unter dem Titel „Die große Clean-Tech-Rally: Wachstum dank Umwelt- und Klimaschutz“ macht die FAZ-Redaktion unmissverständlich klar, dass aus ihrer Sicht kein Widerspruch zwischen subventionierter Kunstökonomie und der Marktwirtschaft generell existiert. Tatsächliche Prosperität, das zeigt die Lektüre des Artikels, muss sich also nicht an den Kundenbedürfnissen, den Bedingungen des Kapitalmarktes und der Ressourcenverfügbarkeit messen lassen, sondern kann ganz simpel per Staatsdekret mit dem Schuldendrucker aus dem Boden gestampft werden. Das Einmaleins der postmodernen Ökonomie.
Seit dieser Zeit, so die FAZ, wuchsen grüne Technologien um etwa 4,7 Prozent im Jahr – deutlich schneller als klassische Industriezweige, wie sie bei der Zeitung zu berichten wissen. Es sei noch einmal betont: Es handelt sich um subventionierte Kunstökonomie und nicht um organisches, reales Wirtschaftswachstum. Es wäre lehrreich, den Fördermitteljägern den Stecker zu ziehen, um der FAZ-Redaktion eine Lehrstunde in Sachen Marktwirtschaft zu erteilen. Aber sei es drum.
Treiber dieses Wachstums seien die erneuerbaren Energien, die mit einer Rate von 8,3 Prozent wachsen. Also ausgerechnet jene Sparte, deren Wachstum durch Gesetze, Quoten und Förderung garantiert wird. Doch auch der Fördermittelboom kennt eine Grenze: Zuletzt brachte die Kunstbranche nur noch 312 Start-ups hervor. 2021 jubelte man noch über 554 erfolgreich gestartete Subventionsunternehmer im Bereich Clean Tech. Selbst die Milliardenpumpe scheint langsam, aber sicher ins Stocken zu geraten.
Später im Beitrag folgt dann der ironische Höhepunkt zur Rechtfertigung des abflauenden Booms: Ausgerechnet die hohen Energiekosten seien schuld daran, dass zahlreiche Clean-Tech-Projekte scheiterten. Ein unfreiwilliger Lacher dieser Bewerbungsschrift um einen Job in der grünen Pressestelle. Erstaunlich, dass man die Pointe in der Redaktion nicht bemerkt hat.
Man kann den von der FAZ gefeierten Erfolg von Green Tech auch so lesen: Je erfolgreicher diese Kunstwirtschaft wächst, desto schneller geht der Rest in die Knie. Zentralplanung und Sozialismus, Umverteilung und Kommandowirtschaft führen stets in eine ökonomische Degeneration. Diese Lehre wird ihnen allen in den kommenden Jahren nicht erspart bleiben.
Was die Clean-Tech-Jubelarie der FAZ übersieht, ist der bevorstehende inhaltliche Wetterumschwung im Brandmauerkartell. Jetzt geben die Linken den Ton an – die große Umverteilungsshow beginnt. Eine rot-rot-grüne Berliner Koalition, die die Unterwerfung von Grünen und SPD unter die sozialistische Doktrin von Enteignung und gesellschaftlicher Verwahrlosung impliziert, wird auch die FAZ-Redaktion zwingen, ihre Erzählung langsam anzupassen. Aus „Wachstum durch Klimapolitik“ wird schon bald „Wohlstand durch Umverteilung“ – das Motto der Sozialisten und Zivilisationsverächter.
Greta Thunberg in Paris unter dem wild gewordenen Mob – das war ein unmissverständlicher Hinweis auf die inhaltliche Verschiebung der Linken, die nun medial verarbeitet werden muss.





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was Industrie ruiniert….das ist der finanwelt (dem kapital) egal. Mit dem grünen wahnsinn haben viele „kapitalisten“ sich dumm und dammlich verdient – aber auch viele andere haben profiert – viele bauern sind dank windrädern zu millionären geworden. Hier haben aber auch die konservativ liberalen mitgemacht siehe CDU CSU vor Merkel unter Kohl wo man (die CDU CSU lobbyisten kapitalisten) mit auf den grünen zug aufgesprungen sind.