BBC Arabic: 215 Korrekturen in zwei Jahren, immer wieder Hamas-nahe Reporter

Die britischen Gebührenzahler hatten über Jahre das Privileg, Pro-Hamas-Propaganda zu finanzieren. Nun wäre es Zeit, auch an dieser Stelle aufzuräumen. Aber es entsteht der Eindruck, dass die beiden Rücktritte nur Bauernopfer waren. Die Struktur der BBC soll so bleiben, wie sie ist.

Screenprint via X

Noch einmal BBC, ein letztes Mal BBC. British Broadcasting Corporation, wobei das ja auch gar nicht mehr zu 100 Prozent stimmt. Denn es geht um BBC Arabic, den arabischen Dienst der BBC, der weitgehend mit Muttersprachlern besetzt ist, seine Nachrichten aber dennoch unter dem Signet „BBC“ in die Welt hinaussenden konnte. Hier scheint nicht mehr viel von einer britischen Rundfunkgesellschaft übrig zu sein. Der staatliche Rundfunk-Konzern hat sich dabei auch insgesamt in der Diversity verloren und eine zahlenstarke Minderheit in ihrem Programm walten lassen.

Im Zuge der Enthüllungen des Telegraph stellt sich nun heraus, wie fehlerhaft diese Berichterstattung über und für die arabische Welt oft war. Michael Prescott hatte in seinem 8.000-Wort-Memo unter anderem geschrieben, dass die BBC auch offen antisemitische Journalisten beschäftigte. Insgesamt musste sogar BBC Arabic selbst in den vergangenen zwei Jahren 215 Korrekturen an Meldungen und Berichten machen, vor allem nachdem das unabhängige Committee for Accuracy in Middle East Reporting and Analysis (Camera) sich bei dem Sender über Fehler beschwert hatte. Das wären etwa zwei Korrekturen pro Woche.

So hieß es in einem Bericht, die Al-Qassam-Brigaden der Hamas würden die israelischen Geiseln „bewachen“ oder seien „für ihre Sicherung verantwortlich“, während die Geiseln natürlich vor allem Gefangene waren.

„Wenn es für uns schlecht läuft, erschießt die Juden“

Im selben Videobericht wurden zwei weibliche Geiseln zitiert, die sich für die „gute Behandlung“ durch die Hamas-Brigaden bedankten. Nach einer Beschwerde von Camera sah sich BBC Arabic gezwungen, den Bericht umzuschneiden und immerhin die Folter der Geiseln durch die Hamas zu erwähnen. Die BBC gab sich nun zufrieden und bezeichnete den Film als ausgewogen. Aber noch immer fehlte ein eindeutiger Hinweis darauf, dass es nicht nur eine versehentliche schlechte Behandlung von Geiseln gegeben hatte, sondern auch die absichtliche Tötung von Israelis eben durch die hier gezeigte Al-Qassam-Einheit. Insgesamt blieb der Eindruck, dass der Terrorangriff der Hamas und die Verschleppung der israelischen Geiseln in einem milden Licht dargestellt, wo nicht gerechtfertigt wurde.

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In anderen Fällen wurden Orte in Israel, die nicht in Palästinensergebieten liegen, zu Unrecht als „Siedlungen“ und ihre Bewohner als „Siedler“ bezeichnet. Ungeschlagen ist aber jener BBC-Arabic-Mitarbeiter Samer Elzaenen, der in den letzten beiden Jahren ein Stamm-Reporter auf BBC Arabic war, aber daneben in Social-Media-Posts reihenweise für Gewalt, die Tötung, ja Ausrottung von Juden aufrief. So hatte er 2022 auf Facebook gepostet: „Wenn es für uns schlecht läuft, erschießt die Juden, dann kommt alles wieder in Ordnung.“ Noch weiter zurück hatte er 2011 am nämlichen Ort formuliert: „Meine Botschaft an die zionistischen Juden: Wir werden unser Land zurückerobern. Wir lieben den Tod für Allah genauso, wie ihr das Leben liebt. Wir werden euch verbrennen, wie Hitler es getan hat, aber dieses Mal wird keiner von euch übrig bleiben.“

Kein Wunder, dass die Hamas-Terroristen von Elzaenen als „Widerstandskämpfer“ beschrieben wurden. Ein weiterer BBC-Arabic-Reporter, Ahmed Qannan, sah es als gemeinsame „Ambition“ der Palästinenser, möglichst viele Judenhälse durchzuschneiden. Mit anderen Worten: Die britischen Gebührenzahler hatten über Jahre das Privileg, Pro-Hamas-Propaganda für die arabische Welt finanzieren zu dürfen. Zu Recht wird nun gefordert, dass diese Phase endet.

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Aber noch scheint die Zeit fern, da die BBC „entwokisiert“ wird. So bleibt etwa der zweite Mann hinter der zurückgetretenen Senderchefin Deborah Turness weiter im Sattel. Jonathan Munro ist „global director“ von BBC News, hat die Schnitte im Trump-Video damals gerechtfertigt und tut das bis heute. Dabei hat Munro schon einige Taten auf dem Kerbholz, darunter einiges, das man als journalistische Kühnheit apostrophieren könnte: ein Hubschrauberflug über dem Haus von Cliff Richard etwa, als es von der Polizei durchsucht wurde. Allerdings bekam der Sänger vor Gericht Recht, dass hier seine Privatsphäre verletzt wurde.

Nun rufen einige seiner Kollegen danach, dass Teflon-Munro endlich geht. Er steht übrigens auch zu 100 Prozent hinter dem Faktenchecker-Programm „BBC Verify“, das – ähnlich bei der deutschen ARD auch – angeblich mit letzter Sicherheit über die Wahr- oder Falschheit von Berichten entscheiden soll. Munro ist, das erkennt man an diesen zwei, drei Charakteristika ein gültiger Repräsentant der BBC, wie sie jetzt ist und wie sie viele nicht mehr haben wollen. Er ist für die Verdrehung von Fakten und ihre autoritäre „Richtigstellung“ in der Art einer modernen Inquisition. Daneben respektiert er die Privatsphäre nicht, wenn ein Sänger zu viel Geld angehäuft hat. So verrät Munro auch seine lumpensozialistische Gesinnung.

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Kommentare ( 9 )

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9 Comments
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Haba Orwell
3 Monate her

> vor allem nachdem das unabhängige Committee for Accuracy in Middle East Reporting and Analysis (Camera) sich bei dem Sender über Fehler beschwert hatte. Unabhängig wie Correktiv in Buntschland: https://de.wikipedia.org/wiki/Committee_for_Accuracy_in_Middle_East_Reporting_in_America > „… Der republikanische Kasino-Mogul und Milliardär Sheldon Adelson habe im Jahr 2007 250.000 US-Dollar und 2008 71.000 US-Dollar an CAMERA gespendet und 2012 habe der Hedgefonds-Manager und Milliardär Seth Klarman 1,5 Millionen US-Dollar gespendet. …“ Mittlerweile wurde der erste Milliardär in Jerusalem begraben – derzeit sorgt seine Witwe mit Spenden an die Reps für Israels Einfluss in den USA. Zum zweiten Milliardär lese ich in der Wikipedia: > „…… Mehr

Last edited 3 Monate her by Haba Orwell
Thomas
3 Monate her

BBC. British brainwashing company.

heinrich hein
3 Monate her

Ich habe mittlerweile den Eindruck (ist aber nur meine persönliche Empfindung) dass bei den ÖRR in sämtlichen europäischen Ländern nur Schwerstverbrecher und korrupte Demokratiezerstörer „arbeiten“.

luxlimbus
3 Monate her

Jede Festung hat ihre Schwachstelle, und wer wie der Islam, nichts weniger als die Weltherrschaft anstrebt, hat die Sollbruchstelle bereits seit Jahrzehnten erkannt: auf der Moralduseleischiene lassen die West-Europäer mit sich Schlitten fahren. Aggressivität, ein zur Kooperation unfähiger Dominanztrieb und eine strukturelle Zivilisationsferne werden da geflissentlich übersehen, wenn nur ein vermeintliches Unrecht Dritter (Israel & der Westen) gegeißelt werden darf, so dass das Mantra, einer gleichartig- wie gleichwertigen imaginären Menschenfamilie (One World), durch ein paar Unwahrheiten mehr, als nur blinde Fürsprache, wieder ins Lot gebracht ist. Beförderung einer unfreundlichen Massenmigration (ein in der Menschheitsgeschichte einmaliges Gesellschaftsexperiment!) inklusive. Menschen wie BBC-Davie… Mehr

Waehler 21
3 Monate her

Ist es bei uns anders? Also beim WDR? Es wird doch heute schon die Kampagne für das nächste Jahr vorbereitet. Akademiker/in , die sich im freien Berufsleben nicht haben etablieren können, sitzen da und erfinden Berufsbilder für die der Steuerzahler aufkommen soll (etwa ein NGO Verein, der kontrolliert ob sich eine Kommune an die co2 Vorgaben hält) . Klappt das auch nicht gehen sie zum ÖRR. Da kommt es auf Genauigkeit nicht so an, eben mehr auf Haltung. Meine Vermutung ist, dass wir nächstes Jahr jeden Tag das Wort „Rassismus“ lesen oder hören werden. Rassismus eignet sich prima um Leistungsträgern… Mehr

Last edited 3 Monate her by Waehler 21
Haba Orwell
3 Monate her
Antworten an  Waehler 21

> Da kommt es auf Genauigkeit nicht so an, eben mehr auf Haltung.

Zum Beispiel: Die Camera-Vorwürfe 1:1 übernehmen, ohne erst mal kritisch nachzuschauen, wer eigentlich hinter dem Verein steht?

Schwabenwilli
3 Monate her

„….immer wieder Hamas-nahe Reporter“

Im deutschen ÖRR sieht bestimmt nicht besser aus.

DDRforever
3 Monate her
Antworten an  Schwabenwilli

Oh doch, der Islam ist da schon sehr viel weiter vorgerungen.

Steuernzahlende Kartoffel
3 Monate her

Man sieht: In ganz Europa fehlt ein Aufräumer ohne spinnerte Visionen wie es z.B. Trump in den USA ist!