Grüne Klimakiller oder Von der Mär klimaneutraler Energiegewinnung

Die Ökolobby und die Politik haben zwei Narrative erfolgreich ins öffentliche Bewusstsein gepflanzt: Erstens sei mehr Klimaschutz nur durch extremen Ausbau an Wind- und Solarstromanlagen zu erreichen, und zweitens seien diese „klimaneutral“ und umweltunschädlich. Beides ist falsch

Wir leben heute in dem am dichtesten verspiegelten und verspargelten Land der Welt. Die Energiestrategie fußt auf dem Versuch, durch immer mehr Anlagen der Natur Unmengen von Energie geringer Dichte zu entziehen und darauf unsere Energieversorgung aufzubauen.

Die Windenergie wird seit mehreren Tausend Jahren von Menschen genutzt. Sie half, Getreide zu mahlen, Sägewerke oder Entwässerungspumpen anzutreiben und beeinflusste die Umgebung wenig, Wetter und Klima gar nicht. Von der Größe der Anlagen her waren sie, verglichen mit heute, Spielzeuge. Die Industrialisierung drängte die Anlagen schließlich ins Aus.

Modernes Wirtschaften verlangt zuverlässige Logistik, das heißt, jeder Stoff muss zum richtigen Zeitpunkt in der richtigen Menge am richtigen Ort sein. Das konnten die Windmühlen im ausgehenden 19. Jahrhundert nicht leisten, so wie Windkraftanlagen heute Strom nicht bedarfsgerecht bereitstellen.

Die These des menschengemachten Klimawandels rief die Nutzung der abgasfreien Windkraft wieder in Erinnerung und führte zu deren Auferstehung. Technisch sind die Anlagen inzwischen ausgereizt, Optimierungen bleiben möglich, der Wirkungsgrad jedoch wird physikalisch durch die sogenannte Betz-Grenze auf theoretische 59 Prozent gedeckelt.

ENERGIEPOLITIK
Der Klimawohlstand
Auch die ständig wiederholte Behauptung, es handle sich um eine „neue“ Technologie, ist Euphemismus höherer Art. Windkraft wurde lange vor der Kohle als Antriebsenergie genutzt, schon von den alten Persern. Die Emissionsfreiheit der Anlagen gilt nur bezüglich der Abgase und nur während des Betriebs, aber nicht bei ihrer Herstellung und Entsorgung. Die Emissionen von hörbarem und nichthörbarem Schall (Infraschall) sind messbar und in ihren Auswirkungen umstritten. Er wirkt auf die Fauna wie auch auf Menschen. Die wachsende Zahl an Betroffenen führt zu immer mehr Beschwerden und Widerstand.

Nicht nur der Luftschall, auch der aus den Fundamentschwingungen entstehende Körperschall hat Folgen. Die Schwingungen des Rotors werden in den Boden abgeleitet und breiten sich aus, besonders gut bei hohem Grundwasserstand, Felsgestein oder gefrorenem Boden. So registriert die Erdbebenstation auf dem Kleinen Feldberg in Hessen den Betrieb des elf Kilometer entfernten Windindustrieparks Weilrod.

Die Fundamente von Wohngebäuden werden in Schwingungen versetzt, auch manche ältere Gebäude zeigen frische Rissbildungen. Bodenorganismen zeigen Reaktion. Eine neue niederländische Studie zeigt, dass zum Beispiel Regenwürmer tendenziell von den Fundamenten der Windkraftanlagen wegstreben, und vermutet als Ursache die tieffrequenten Bodenschwingungen.

Der Wind, das launische Kind

Wie bei jeder Strömungsmaschine wird auch bei Windkraftanlagen ein laminar anströmendes Medium verwirbelt und in Turbulenzen versetzt. Da es im Gegensatz zu Turbinen oder Verdichtern keine Leitschaufeln gibt, bilden sich hinter den Anlagen weitreichende und im Umfang zunehmende Wirbelschleppen, die 30 bis 40 Kilometer, in einigen Fällen bis zu 100 Kilometer weit reichen können. Auch kann die Lärm- und Schwingungsbelastung an weiter entfernt stehenden Gebäuden stärker wirken als an näher stehenden. Zudem gibt es Interferenzen, das heißt die verstärkende Überlagerung mehrerer Strömungen und Schallwellen, wenn Anlagen gruppenweise aufgestellt sind.

Die Wirbelschleppen bewirken einen vertikalen Lufttransport bodennaher feuchter Luft in größere Höhen, was bei bestimmten Wetterlagen an den entstehenden Kondensstreifen nach den Anlagen sichtbar wird. Dann können ganze Wolkenformationen entstehen, Wasserdampf in der Atmosphäre gilt als Treibhausgas Nummer 1. Der Entzug der Bodenfeuchte führt zu mehr Trockenheit, und die Verteilung der Windkraftanlagen in Deutschland korreliert mit der Bodentrockenheit. Diese Tatsache ruft geradezu nach Messungen und Forschung, zu deren Finanzierung aber niemand bereit ist.

KLIMASCHUTZURTEIL
Im Reich der Erfindungen oder Vom Erreichen der Null-Emission von CO2
Ein weiterer Effekt des Betriebs von Windkraftanlagen besteht in der Abbremsung des Windes, es entstehen Windschatten für Landschaften und dahinter aufgestellte Anlagen. Die Hauptwindrichtung in Deutschland liegt bei West bis Nordwest. Bevor der Wind die östlichen Landesteile erreicht, wird er durch Tausende von Windkraftanlagen gebremst. Geringere Kühlung, damit höhere Temperaturen sind die Folge. Dadurch wird auch der Druckausgleich zwischen Hoch- und Tiefdruckgebieten verhindert. So erhöhte sich der durchschnittliche Luftdruck in Potsdam seit 1990 um etwa zwei Hektopascal. Mehr Hochdruckwetter jedoch bedeutet weniger Niederschlag.

Der Effekt der Windverschattung wurde zuerst von der Branche selbst bekannt gemacht, denn er führt zur Ertragsminderung von Anlagen bei Gruppenaufstellung. Bei ungünstiger Windrichtung erhalten die Anlagen bereits in zweiter Reihe verwirbelte und gebremste Luftströmung, ab der dritten Reihe wird die Stromproduktion dann dürftig. Die Betreiber forschen an Optimierungen, indem zum Beispiel die erste Anlagenreihe leicht aus dem Wind gedreht wird, um die Strömung abzulenken und den Ertrag der folgenden Anlagen zu steigern.

Greenpeace, BUND und Artverwandte wie auch Handelsketten und Wirtschaft kämpfen gegen die Einträge von Mikroplastik. Doch während jeder, der noch einen Plastiktrinkhalm benutzt, Schuldzuweisungen erfährt, bleibt mit der Windkraft ein großer Emittent außerhalb der Aufmerksamkeit. Die Spitzen der Rotorblätter erreichen Geschwindigkeiten von über 300 Stundenkilometern, sodass auch kleine Teilchen wie Staubkörner, Regentropfen oder Hagelkörner beim Auftreffen geschossähnliche Wirkung haben und aus den Oberflächen Materialpartikel herausschlagen. Zudem bewirken Temperaturschwankungen, Frost und UV-Strahlung eine Alterung und Versprödung des Materials. Je rauer dann die Flächen, umso größer der Abtrag.

Diese Emission ist nicht vermeidbar, auch wenn die Beschichtungen weiterentwickelt werden. Diese aus der Blattkantenerosion stammenden Emissionen finden medial aus politischem Grund keine Erwähnung, ablenkend werden Diskussionen über Kosmetika und Zahnpasta geführt. Das in großer Menge in den Rotorblättern verbaute Balsaholz, leichtes und sehr stabiles Tropenholz aus Neuguinea und Ecuador, dient der inneren Stabilisierung und sollte vom äußeren Abrieb nicht betroffen sein. Es steigert aber den CO2 – „Fußabdruck“ bei der Herstellung und Entsorgung.

Solarboom im ökologischen Schatten

Steigender Beliebtheit unter den regenerativen Stromerzeugungstechnologien erfreut sich die Photovoltaik. Sie emittiert während des Betriebs weder Schall noch Schwingungen, braucht keine Flugwarnbefeuerung und glänzt einfach nur vor sich hin. Die Paneelpreise sind drastisch gefallen, sodass eine vermeintliche Marktfähigkeit gefeiert wird. Dass nach wie vor der Einspeisevorrang gilt und dadurch eine Abnahmegarantie den Marktmechanismus aushebelt, wird dezent verschwiegen.

Auch Solaranlagen haben im Übrigen Einfluss auf Wetter und Klima. Das einfallende Sonnenlicht wird nur zu weniger als 20 Prozent in Strom umgewandelt. Die anderen über 80 Prozent der Energie werden zum Teil im infraroten Bereich reflektiert oder heizen die Anlagen und damit die Umgebung auf. Mit der Rückstrahlung wird der Treibhausgaseffekt verstärkt.

Die sozialen Verwerfungen der Energiewende
10 Jahre nach Fukushima: Strom-Mangelwirtschaft in Deutschland
Generell kann dieser durch die Erhöhung des Treibhausgasanteils in der Atmosphäre verstärkt werden – was wir heute mit aller Kraft bekämpfen – oder eben durch vermehrte Rückstrahlung wie durch Photovoltaik. Insbesondere Freiflächenanlagen verstärken den Trend, denn vorher naturbelassener Boden streut das einfallende Licht diffus und reflektiert nur gering. Natürlich gibt es auch viele andere Reflektoren wie Dächer, Straßen sowie generell versiegelte Flächen.

Der andere Teil der eingestrahlten Energie erwärmt die Paneele, was mit einer Wärmebildkamera aufgenommene Fotos sichtbar machen. Die Flächen wirken als Hotspots. Die Temperatur der Zellen liegt um mindestens 20 Grad über der Umgebungstemperatur (bei klarem Himmel) und heizt konvektiv die Umgebungsluft auf. Die erwärmte, leichtere Luft steigt nach oben und bewirkt eine Zirkulation, die kühlere und feuchtere Luft aus der Umgebung ansaugt.

Großflächenanlagen werden heute nicht nur über mehrere Hektar, sondern über mehrere Quadratkilometer installiert, sodass sich große Wärmeinseln bilden. Im Hochsommer erreichen die Paneeltemperaturen bis zu 60 Grad, sodass große Mengen warmer Luft aufsteigen und die umgebende Landschaft austrocknen lassen. Insbesondere angrenzende Waldgebiete wie die in Brandenburg häufig anzutreffenden knastertrockenen Kiefernwälder trocknen weiter aus.

Selbst Biogas ist nicht „klimaneutral“. Wie bei jeder Gasinfrastruktur gibt es Leckageverluste, den sogenannten Schlupf. Er beträgt etwa vier bis acht Prozent des produzierten Methans, das in die Atmosphäre entweicht und mit der gegenüber CO2 etwa 20-fachen Treibhausgaswirkung die Atmosphäre beeinflusst. Viele Tausend Kubikmeter Methan verschlechtern die Treibhausgasbilanz, erfasst werden sie nicht.

„Erneuerbare“ sind nicht unendlich

Jegliche Energietechnologie beeinflusst die Umwelt. Man kann nicht folgenlos große Mengen Naturenergie entnehmen, denn alle natürliche Energie wurde bisher in natürlichen Kreisläufen gebraucht – für Kühlung, Regen und die natürlichen Bodenfunktionen wie Wärme- und Wasserspeicherung, Verdunstung und Photosynthese. Greift man hier umfänglich ein, sind die Folgen für Wetter, Klima, Flora, Fauna und Menschen erheblich. Nur wenige Studien sind verfügbar, so von der University of Delaware oder vom österreichischen Ingenieurbüro „Energiedetektive“, das in Eigeninitiative Messungen und Berechnungen durchführt.

Es gibt keinen Klimanotstand
Ist CO2 wirklich ein Klimakiller?
In Deutschland werden diese Begleiterscheinungen weitgehend verschwiegen. Weder Politik noch Lobby haben Interesse, Erkenntnisse zu gewinnen. Man sieht hier offensichtlich „keinen Handlungsbedarf“, wie es Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) auf eine Anfrage zum Insektensterben an Windkraftanlagen formulierte. Die Energiewender fordern nicht nur eine Erhöhung der Anlagenzahl, sondern ihre Vervielfachung, die angeblich eine energetische Vollversorgung möglich machen würde. Eine wirkmächtige Lobby setzt rücksichtslos ihre Interessen durch, indem sie die Politik beeinflusst. Die Grenzen der Zumutbarkeit insbesondere für die Landbevölkerung sind häufig schon überschritten.

Selbst wenn Deutschland auf diesem Weg irgendwann dekarbonisiert wäre, würde es drastische klimatische Änderungen durch den Betrieb der Erneuerbaren im Land geben, die vor allem zu Temperaturerhöhung und seiner Austrocknung führen würden, völlig unabhängig vom CO2-Gehalt der Atmosphäre. Dieser wird natürlich aufgrund einer zunehmenden Weltbevölkerung weiter steigen. Die deutsche Anmaßung, durch extremen Ausbau der Wind- und Solarkapazitäten die Welt zu retten, ist deshalb abenteuerlich.

Entwaldung dank Holzpellets

In hypermoralischer Ignoranz werden selbst Empfehlungen des Weltklimarats (IPCC) in den Wind geschlagen. Wir hätten die Möglichkeit gehabt, durch Technologieexport tatsächlich einen Beitrag zur globalen Emissionssenkung zu leisten, aber weder modernes Kohle-Know-how, Technologien zur Abscheidung von CO2 (negative Emissionen sind ab 2050 laut IPCC zur Erreichung der „Klimaziele“ zwingend erforderlich) noch Kernenergie noch substanzielle Beiträge zur Aufforstung finden in deutscher Energiepolitik ihren Niederschlag. Stattdessen trägt die gepushte deutsche Nachfrage nach Holzpellets zur Entwaldung in Rumänien und im Baltikum bei.

Die Frage, warum die Politik und große Teile der Medien so willfährig den Wünschen der prächtig verdienenden Ökolobby folgen, bleibt einstweilen offen. Die heute vorherrschenden Narrative tragen nicht mehr lange, die zunehmend harten Realitäten werden Licht in die Dämmerung bringen.


Frank Hennig, Klimadämmerung. Vom Ausstieg zum Abstieg – ein Plädoyer für mehr Vernunft in der Energiepolitik. Edition Tichys Einblick im FBV, Hardcover, 320 Seiten, 22,00 €


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Kommentare ( 49 )

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49 Comments
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Wolfgang M
20 Tage her

Eine sehr angenehme Art der Nutzung der Windenergie ist die Seefahrt. Bei Flaute kommt man nicht weit, es sei denn, es gibt noch einen Motor an Bord. Bei Aufkommen eines Orkans muss man die Segel reffen. Aber immerhin hat Kolumbus trotz Flauten Amerika mit einem Segelschiff entdeckt.
Der oben beschriebene Windschatten hat auch Bedeutung bei Regatten. Dort muss man versuchen, dass man nicht in den Windschatten einer anderen Segelyacht kommt. Die Yacht auf der Windseite nimmt der anderen Yacht viel Energie.

bfwied
22 Tage her

Ich kämpfe schon seit vielen Jahren gegen die Unvernunft, die sich „ökologisch verantwortliches Handeln“ nennt, man kommt nicht durch. Wer als Professor auftritt und wie Lesch so gekonnt abwertend so nebenbei, als gäbe es überhaupt keine Fakten, die beste Lobbyarbeit leistet, wird hofiert, die tausende anderen, ebenfalls Wissenschaftler, werden heruntergeputzt. Im Zweifel wird immer der Lobbyist hochgeschrieben. Es ist ein riesiges Schlachtschiff, das nicht vom Kurs abzubringen ist, allein schon deshalb, weil die Masse zu groß ist. Also werden auch die Schwachwindgebiete verspargelt, auch wenn statt über 90.000 MWh/J. nur rund 10 MWh (zehn!) herauskommen (Oberschwaben). Es ist so, als… Mehr

Fritz Wunderlich
24 Tage her

Hoffnungslos: Die Klimaschutzmafia ist zu gut organisiert, finanziert und subventurt, Einmal auf „Klimaschutz“ gepolte Nichtdenkerinnen meiden alle Gegenargumente wie der Teufel das Weihwasser.

TschuessDeutschland
24 Tage her

Wäre noch zu ergänzen: Der Wahnsinn Windkraft ist komplett, wenn in der Nordsee Tonnen von Stahlbeton in den Meeresgrund versenkt werden, um Quadratkilometergroße „Windparks“ zu betreiben, die auch nur per Hubschrauber oder Spezialschiff gewartet werden können – wenn überhaupt. Wer das noch „öko“ findet ist balla balla. Von der Lebensdauer eines Windrades (max. 10-15 Jahre) mal abgesehen, Recylcing ungeklärt, die Rotoren sind Sondermüll, die Tonnen Stahlbeton bleiben zumeist in der Erde, weil zu teuer sie wieder rauszuholen, zumal wenn der Betreiber – wie meistens nach Wegfall der markt-verzerrenden staatlichen Subventionen – pleite ist. Zu Solarzellen: Solarzellen werden u.a. aus hoch-reinem… Mehr

HSp
1 Monat her

Offenbar gibt es doch noch Menschen, die in der Lage sind in Zusammenhängen zu denken. Allerdings wohl zu wenige bzw. nicht in den richtigen Stellen im System. Die im Artikel aufgeführten Untersuchungen und Studien passen halt nicht in den Mainstream der nur begrenzt gebildeten sogenannten Experten und den „friday for Future ’s“. Es wäre schön wenn man in den Bildungssystermen wieder mehr Denken in Zusammenhängen lehren würde. Ein ergänzender Aspekt zum Artikel Energiewende. Deutschland hat aktuell einen Bedarf an Elektroenergie von ca. 540 TWh pro Jahr, etwar die Hälfte wird aus bedarfsgerecht steuerbare sog. herkömmlichen Energieträgern (Kohle, Gas, Kernkraft) erzeugt,… Mehr

Kapitaen Notaras
1 Monat her

Wasserstoff aus der Wüste. Die EU dreht wieder am Rad:

https://www.welt.de/wirtschaft/article233134509/Wasserstoff-aus-der-Wueste-Das-ist-Europas-neuer-Energie-Plan.html?source=k325_variationTest_autocurated

Als Referenz: Kraftwerk Noor (I-IV), siehe:
https://en.wikipedia.org/wiki/Ouarzazate_Solar_Power_Station
Ertrag: 2.635 kWh/m2/a, macht eine durchschnittliche Leistungsdichte von etwa 0,3 kW/m2.

Effizient geht anders. Und das ist ein nahezu optimaler Standort, was bedeutet, dass es nahezu überall auf der Welt noch schlechter ist.

Last edited 1 Monat her by Kapitaen Notaras
Westried
1 Monat her
Antworten an  Kapitaen Notaras

Also ich finde 2.635 kWh/m2/a sind extrem effizient.
Aus 1 m2 bekommt man den Strombedarf eines durchschnittlichen 2 Personenhaushalts.
Leider ist es bei uns um einiges weniger und konzentriert sich auf 10 h Stunden am Tag (wenn die Sonne scheint) während des Sommerhalbjahres.

Kapitaen Notaras
1 Monat her
Antworten an  Westried

Nur wächst der ganze Kram nicht auf Bäumen, sondern Aufbau, Betrieb, Speicher usw. usf. kosten auch Energie (und Geld), weswegen man normalerweise den Erntefaktor angeben müsste (an den sich aber keiner rantraut, weil er einfach vernichtend schlecht sein wird).

Verglichen mit allen anderen Formen der Energiewandlung ist das extrem schlecht, und zwar um Größenordnungen.

Westried
1 Monat her
Antworten an  Kapitaen Notaras

Wenn ich 2.635 KWh aus Braunkohle erzeuge will, brauche ich 1,4 Tonnen.
Also dagegen 1 Solarpanel im Garten? Für mich klingt das gut.
Der Vergleich hinkt, das ist aber im Eingangspost auch nicht thematisiert.

Kapitaen Notaras
1 Monat her
Antworten an  Westried

Hatte ich nicht geschrieben, dass es hier um Erntefaktoren (Maß für technische Effizienz) geht? Sie finden dazu auch Aussagen in der Quelle, die ich verlinkt habe.
Es geht hier im die technische Realisierung. Die erfordert Aufwand – und der ist erheblich. Und wenn Sie Ihr Solarpanel nehmen und damit tatsächlich eine verlässliche Energieversorgung machen wollten, würden Sie sehen, wie irrsinnig der Aufwand wächst. Reine Durchschnittsrechnungen nützen hier gar nichts.

Last edited 1 Monat her by Kapitaen Notaras
Kapitaen Notaras
1 Monat her
Antworten an  Westried

Ich weiß, dass mein Kommentar möglicherweise schwer zu verstehen ist, deshalb noch ein paar Zahlen für Energiewandlungsprozesse in Kraftwerken (nicht vergessen, das Ding ist ein Kraftwerk und dient nicht nur zur Stromversorgung von Haushalten, sondern für die Stromversorgung insgesamt):

Kohle: 250 kW/m2
Wasser: 100 kW/m2
Kernenergie: 250 kW/m2

(bezieht sich auf die Fläche der Turbinenschaufeln bzw. des Wärmeübertragers). Quelle: https://www.eike-klima-energie.eu/2018/09/01/naturgesetzliche-schranken-der-energiewende/

Das sind technisch reale Dimensionen für Leistungsdichten, bei denen sich ein Betrieb rentiert.

Westried
1 Monat her
Antworten an  Kapitaen Notaras

Der Kommentar ist für mich schon verständlich.
Der Fehler liegt schon im Anfangskommentar: „Ertrag: 2.635 kWh/m2/a“ => das ist Energie der Solarstrahlung.
Der Ertrag liegt bei ca 5% von diesem Wert,
Deshalb hatte ich spontan (am Handy gelesen) geantwortet. Ich habe mir jetzt alles nochmal am Computer angeschaut.
Generell stören mich alle Ungenauigkeiten. Ich hätte zum Artikel von Hr. Hennig auch noch einige Anmerkungen. Aber das lasse ich, da es auch nichts hilft, wenn man bei einer gesamthaften Betrachtung auf Details eingeht.

Kapitaen Notaras
30 Tage her
Antworten an  Westried

Tut mir leid, aber die Angaben stammen vom Wikipedia-Eintrag. Den habe ich verlinkt, aber zum Lesen kann ich Sie natürlich nicht zwingen.

Nicht vergessen, dass das der nahezu optimale Standort ist.

Westried
30 Tage her
Antworten an  Kapitaen Notaras

Also der Ertrag ist laut Wiki ca 1 GWh/hektar/a für die verschiedenen Anlagen (I bis IV)
Das sind dann 100 KWh/m2/a. (geht sogar noch im Kopf)
Die ganze Diskussion um die Energieerzeugung dreht sich sehr um ein Zahlenwerk das eher schwer zu greifen ist. Daher finde ich es gut, wenn man da halbwegs sattelfest ist.
Übrigens der EIKE-link ist relativ gut. Könnte aber besser aufbereitet sein und die Zahlen jährlich aktualisiert werden.

FerritKappe
1 Monat her

Sorry, aber die Argumente gegen Solarzellen muten doch etwas seltsam an.
Letztlich muß die eingestrahlte Sonnenenergie irgendwo hin. Ein Teil wird reflektiert und der Rest in Wärme umgewandelt. Das gilt für alle Oberflächen.
Man kann also kaum Argumentieren das Solarzellen besonders viel reflektieren und dann noch besonders viel in Wärme umwandeln. Mehr als 100% geht nicht.
Ein ordinärer Anthrazitfarbener Dachziegel heizt sich wesentlich mehr auf als Solarzellen und liefert dabei keinen Strom.

Babylon
1 Monat her
Antworten an  FerritKappe

In der ehemals grünen Natur liegen auch nicht haufenweise Dachziegeln auf großen Flächen herum, wie jetzt die Solarfelder. Ein Solarfeld ist ein Stück verlorener Natur, seine Microökologie ist vollständig gestört inc. aller vorher vorhanden Bodenlebewesen.

TschuessDeutschland
24 Tage her
Antworten an  FerritKappe

„Letztlich muß die eingestrahlte Sonnenenergie irgendwo hin. Ein Teil wird reflektiert und der Rest in Wärme umgewandelt“

Nö. Wenn da Pflanzen stehen würden anstatt Solarparks würden selbige über Phto-Synthese mit dem Sonnenlicht CO2 in O2 umwandeln. Biologie 5. Klasse.

FranzJosef
1 Monat her

Besonders pervers finde ich, dass eine Organisation, die sich allen Ernstes „Bund Naturchutz“ nennt, ganz vorne dabei ist, wenn es um die Interessen der milliardenschweren Windräder-Industrie geht. Mich würde nicht wundern, wenn da Spenden fließen. Ich bin daher aus diesem BUND ausgetreten, weil ich es nicht mehr mit meinem Gewisen vertreten konnte.

Kapitaen Notaras
1 Monat her

Interessant in dem Zusammenhang: die USA verlieren ihre Rolle als Macht auf den fossilen Energiemärkten, die sie dank Trump errungen hatten: https://www.welt.de/wirtschaft/article233160081/Steigender-Oelpreis-Amerikas-gruenes-Dilemma.html “Und auch bei den globalen Finanzinvestoren ist die Branche in Ungnade gefallen. An der Börse ist nachhaltiges Investieren das Gebot der Stunde. Die großen Anlagegesellschaften legen das Geld ihrer Kunden schon lange nicht mehr in Aktien oder Projekten an, hinter denen fossile Energieträger oder andere CO2-intensive Industrien stecken.“ Auch hier ist wieder überdeutlich, dass die Treiber die Heuschrecken des Finanzkapitals sind. Die linksgrünen Energiewendeideologen und Freitagshüpfer sind nur die „nützlichen Idioten“. Trotzdem schreibt in diesem Forum die Mehrheit von… Mehr

Wolfgang M
1 Monat her

Die erste und wichtigste Frage ist: Wieviel Verantwortung trägt CO2 am Klimawandel? Wenn der Klimawandel im wesentlichen eine zyklische Erscheinung wie seit Jahrhunderten ist, dann kämpfen wir wie Don Quichote gegen Windmühlenflügel. Ich schätze, dass sich in 30 Jahren beim Klimawandel nichts geändert hat, aber Deutschland am Boden liegt. Dann ist es auch zu spät, über die echten Gründe für den Klimawandel nachzudenken. Die zweite Frage ist: Gibt es eine Nutzen/Schaden-Analyse bei Windkraft und Solar? In diesem Artikel werden mal Schäden aufgeführt. So eine Gegenüberstellung müsste bei jeder einschneidenden Entscheidung durchgeführt werden. Das scheint bei den Politikern noch nicht angekommen… Mehr

Last edited 1 Monat her by Wolfgang M
TschuessDeutschland
24 Tage her
Antworten an  Wolfgang M

In meinem Aquarium habe ich immer CO2 zugeführt wenn ich wollte daß die Grünpflanzen wachsen. Hat funktioniert. Dito im Gewächshaus. Aber „Die Grünen“ erzählen us, CO2 ist böse. Warum ? Ganz einfach: Da kann man über eine CO2-Steuer am meisten Kohle abzocken.