Medien: Haltung statt Wahrheitssuche

Die Fake News beim SPIEGEL sind kein Einzelfall: Statt zu versuchen, der Wahrheit auf die Spur zu kommen, ersetzen Journalisten Recherche durch Haltung. Diese Einstellung droht den Journalismus in Verruf zu bringen - und Fake News als Instrument der Denunziation fällt auf die Erfinder zurück.

 

Was ist Wahrheit? Weil wir sie nicht einfach erkennen können, gibt es Systeme der Wahrheitsfindung: Recherche, Überprüfung, Revision, Faktencheck. Immer mehr Journalisten verzichten darauf und nehmen für die Wahrheit, was ihrer Meinung entspricht. Und andere Blätter drucken ungeprüft nach, was die von Hamburg verbreiten. Blinder Glaube statt Fakten-Checken:

Nicht nur beim SPIEGEL sind die Folgen verheerend. Insbesondere weil andere Meinungen als Fake News denunziert werden. so entsteht der Medien-Einheitsbrei.

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Kommentare ( 54 )

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ThomasKa
5 Jahre her

Danke für diesen Beitrag! Auf den Punkt.

Rivarol
5 Jahre her

30 Jahre lang habe ich den SPIEGEL fast regelmäßig gelesen, obwohl ich meist nie mit seinen politischen Ansichten übereinstimmte. Er war aber ein wichtiges Regulativ zur jeweils herrschenden Regierungspolitik und es wurden oftmals echte Korruptionsfälle in der Republik aufgedeckt. Auch wurde unter dem alten Augstein noch das Postulat der Wiedervereinigung aufrecht erhalten. Das Beste am SPIEGEL waren damals seine beigefügten DVDs, die fast alle sehenswert waren. Seit einigen Jahren ist das leider anders. Ausschlaggebend war ein Artikel im Nachrichtenmagazin über eine Satire in der konservativen Wochenzeitschrift „Junge Freiheit“. Dort mokierte sich ein Autor, zu recht, über den Antisemitismus der echten… Mehr

Luisa Nemeth
5 Jahre her

Danke für Ihren Report zum Relotius-Spieglein, Spieglein-Weihnachtsmärchen. Seit Jahren überfällig, dass diese „Augstein-Offenbarung“ aus dem Hause der „von und zu Münchhausens“ den Glanz der Weihnachtszeit noch mal so richtig zu überstrahlen versucht. Und aller Welt die rückgradlose Haltung der MSM kundgetan wird. Frohe Weihnachten!

Thorsten
5 Jahre her

Tragisch ist das solche Vertrauensbrüche nicht bei den Wahlen abgestraft werden. Deswegen trauen sich das unser „Politdarsteller“ immer wieder…

bfwied
5 Jahre her

Nachdem ich seit mehr als 3 Jahren so viele Ammenmärchen, ungeheure Beschönigungen bis zu glatten Lügen in Zeitungen, wie z. B. der Süddeutschen, der Spiegel etc., gelesen habe, bei denen man sehr schnell, oft sofort den Finger auf offenkundige Unwahrheiten legen konnte, kommt das Ideologie- und Gesinnungsgebäude nun auch u. a. durch diesen unsäglichem Journalisten, dessen Geschichten meist sofort als „Geschichten“ klassifiziert werden konnten, heraus: Es macht die Lüge an sich zur gedankenlos angenommenen Pflicht! Die Wirklichkeit interessierte ihn überhaupt nicht! Und er ist nicht allein! Es gibt nur die Schlüsse: Es liegt erstens nahe, dass kaum ein offizielles etabliertes… Mehr

JN
5 Jahre her

In der N.Z.Z. hat das „Bübchen“ auch mitleidserregende Geschichtchen geschrieben.

Berny
5 Jahre her

Gerade eben in den Nachrichten: BP Steinmeier beklagt die Verbreitung von Märchen in den sozialen Netzwerken.
Volltreffer in Relotius-Zeiten.
Der Typ ist eine einzige Peinlichkeit.

Karl R.
5 Jahre her

Sahne Filet Walter nicht zu vergessen:-)

Karl R.
5 Jahre her

Sehr schön beschrieben Herr Tichy. Einzig die Kameraposition ‚von unten‘ ist irritierend. Ansonsten weiter so, Frohe Weihnachten und ein Gutes Neues Jahr.

Marie le Maus
5 Jahre her

Seitens Spiegel aufgrund aufkommenden Mediensturms in USA offensichtlich nur die Flucht nach vorne, ihre „Edelfeder“ zu opfern und das Bestreben, sich selbst so reinzuwaschen.

Die Öffentlich Rechtlichen und „relevanten“ Printmedien springen ihnen in ihrem Ansinnen bei – Ausnahmefall! Ganz schlimmer Betrüger! Mit enormer krimineller Energie und erheblichem Aufwand sind hier der Spiegel und die Juroren hinters Licht geführt worden!

Pharisäer !!!

Ganz ohne Aufwand lügen Sie in Sachen Chemnitz erwiesenermaßen dreist der Regierung nach! Auf der nach oben offenen Relotius-Skala nicht zu toppen.