Winter und Tichy „5 vor 12“: Es ist wieder so weit – Aufruf zum Petzen

Nein, man mag es nicht glauben, und doch ist es wahr: der Bundesverfassungsschutz hat ein Sondertelefon eingerichtet, damit Bürger ihre Nachbarn verpetzen, anzeigen, verleumden können - selbstverständlich ebenso anonym wie ohne mögliche Gegenwehr der Betroffenen. Es werden also wieder Listen von bösen Bürgern angelegt.

 
Er ist wieder da, wieder staatlich gefördert: Der Denunziant, der Verleumder und Verdächtiger. Im Kampf gegen Rechts sind jene Mittel recht, die in der deutschen Geschichte schon so gute Dienste erwiesen haben, zu Zeiten, in denen der Rechtsstaat eingespart wurde: Wer in der Kantine einen dummen Witz erzählt, kann verpfiffen werden. Werden wir wieder ein Volk von Flüsterern? Wie kann man sich wehren?


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Kommentare ( 166 )

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166 Kommentare auf "Winter und Tichy „5 vor 12“: Es ist wieder so weit – Aufruf zum Petzen"

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Wie hieß es früher doch von den 68ern: „Das größte Schwein im ganzen Land ist und bleibt der Denunziant!“

Und heute: die selben Leute und ihre politischen Nachfahren fördern genau dieses Denunziantentum!

Wie tief kann GrünLinks eigentlich noch sinken? Wer heute SED, SPD oder die GrünInnen wählt, sollte eines doch wissen: so ein Denunziantentum kann und wird sich irgendwann auch gegen einen selbst richten! Aber im blinden Kampf für eine (grün eingefärbte) DDR 2.0 mitsamt Stasi 2.0 ist momentan wohl jedes Mittel recht.

Die Blockwartmentalität liegt vielen Deutschen offenbar immer noch im Blut…

Wie heißt es doch so schön „wenn der faschismus zurück kommt, wird er nicht sagen „ich bin der faschismus“ er wird sagen „ich bin der anti-faschismus““

Ich erinnere mich sehr gut, wie wir Menschen, die die DDR 2.0 bereits in der jüngeren Vergangenheit kommen sahen und davor warnten, belächelt, diffamiert oder beschimpft wurden. Nun sind die Anzeichen eines wieder beginnenden Unrechtsstaates unverkennbar und was tut die Presse bis auf wenige Ausnahmen?
Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich …

Die Presse geriert sich wie der verlängerte Arm der DDR 2.0! Wer Deutschlandfunk oder WDR hört, während man im so gewollten (!) Stau auf der Autobahn steht, der könnte meinen, dass andere Meinungen zum Klimawahn oder der fatalen Flüchtlingspolitik gar nicht existent seien. Oder wenn, dann nur von bösen Räächten kommt.

Karl-Eduard von Schnitzler lebt – in unseren Redaktionen und Funkhäusern!

Hallo Herr Tichy,
war auch schockiert über die Hotline des Verfassungsschutzes und der Möglichkeit, unbescholtene Bürger anonym zu denunzieren. Wie sieht es denn hier rechtlich aus, was sagen Staatsrechtler dazu, ist so etwas verfassungskonform? Würde für ein Gutachten oder eine mögliche Klage, wie sicherlich viele hier im Forum, spenden!

Auch ich bin inzwischen als Hasser*In und Hetzter*In registriert, wie der Monitor-Moderator Restle mich in einer Antwort auf meine Mail an Maischberger [s.u.] wissen ließ: » Sehr geehrte Frau Dr. Decourroux, mit großem Interesse lese ich Ihre Kritik an meinem Auftritt bei „Maischberger“. Sie schreiben darin von „halluzinanten Wortverdrehungen“, „Dummheit“ und „tiefer moralischer Verkommenheit und Niedertracht“. Leider schreiben Sie nicht, worauf Sie sich konkret beziehen. Möglicherweise kommt es Ihnen auch gar nicht darauf an, sondern nur darauf, Ihre Wut zum Ausdruck zu bringen. Dass Menschen dies tun, erleben wir leider immer häufiger. Insoweit erlauben wir uns, Ihre Mail im Ordner… Mehr
Vielen Dank für Ihre Offenheit und Ehrlichkeit. Dass Ihre Mail im Ordner „Hass +Hetze“ archiviert wird, ist bei den Medienanstalten Alltag. In meinen Mails an ARD und ZDF, weise ich vorsorglich immer daraufhin, dass meine Kritiken doch bitte archiviert werden. Man lernt den „Staat, das kälteste aller Ungeheur“ (Fr.Nitsche) erst dann richtig kennen, wenn man mit ihm in den Clinsch geht. Lässt man ihn gewähren, hat man nichts zu befürchten außer, dass man Arm gemacht und der Heimat beraubt wird. Die Medien sind zwar nicht der Staat, aber sie arbeiten für ihn. Mir ist bisher kein Fall bekannt, dass ARD… Mehr

Ruf doch mal an.

Frage an Radio Eriwan:
Ist es wahr, dass man in Deutschland frei seine Meinung äußern und auch Merkels Migrationspolitik kritisieren darf ?
Antwort:
Im Prinzip ja, aber mit eigenem Haus, Auto und sicheren Arbeitsplatz lebt es sich besser als im Obdachlosenheim

Wer jetzt noch Zweifel daran hat, das die Berliner Republik mit den Altparteien hier eine Struktur aufbaut, die man getrost eine sozialistische Diktatur nennen kann, der ist blind. Einen Graben um den Reichstag, Meinungsunterdrückung im Netz, Antifa die als Schlägertruppe die Strassen unsicher macht und Leute verprügelt oder bedroht. Und nun eine Stasi Hotline zum Aufbau von Listen zur Erfassung „falscher Leute“. Ich muss immer mehr an die Künstler und Politiker denken, die alle laut verkündet haben, sie wären im 3. Reich im Widerstand gewesen und hätten Hitler bekämpft. Nun, wo sind sie jetzt die Mutigen aus Kunst und Politik?

Wie schnell man hierzulande als Liberaler als angeblicher Rechtsextremisr dem Verfassungsschutz gemeldet wird, wenn man den falschen SPD- und CSU-Politikern mit lästigen verfassungsrechtlichen Einwänden zu technischen Hintergründen beim Lieblingsprojekt Einführung staatlicher Internetzensur a la China in die Quere kommt, konnte msn schon vor knapp 20 Jahren erleben. Die Meldung dient dabei als Schikane.

Sehr informatives Telefongespräch – alles im Ungefähren und das Konkrete top-geheim. Danke für den unterhaltsamen link.