(K)ein Volk von Untertanen, Flüsterern und Denunzianten

Das Prinzip Untertan hat schon der Dichter Heinrich Mann beschrieben. In Lockdown-Zeiten feiert es fröhliche Urständ. Höchste Zeit, das Verhältnis zwischen Bürger und Staat wieder geradezurücken. Ein Plädoyer für Mündigkeit, Aufgeklärtheit und Kritikfähigkeit im Kant’schen Sinne

Es mehren sich die Anzeichen, dass die Deutschen drei Jahrzehnte nach der einzigen erfolgreichen Revolution, die sie je zustande gebracht haben, nämlich dem Aufbegehren gegen den SED-Unrechtsstaat von 1989, wieder zu einem Volk von Untertanen werden. Womöglich möchten sie dies gar, weil es so bequem ist.

Dieser Verdacht liegt nahe, denn allzu viele Zeitgenossen scheinen vergessen zu haben, dass die Regierenden Befehlsempfänger des Volkes sind und nicht umgekehrt. Die Menschen dieses Landes sind freie Bürger, denen man nicht nach Lust und Laune qua Exekutive bei entsprechender medialer Begleitmusik Gebote oder Verbote verpassen, sprich Freiheiten entziehen kann. Und noch seltsamer tönt es, wenn diese Freiheiten dann häppchenweise wieder „gewährt“ werden. Nein, damit erodieren das Grundgesetz, die parlamentarische Demokratie, die Gewaltenteilung und der Rechtsstaat.

Eine „von Feigheit paralysierte Kleptokratie“ nannte der Philosoph Peter Sloterdijk Deutschland bereits 2009. Damit meinte er eine „Staats-Kleptokratie“, die den Bürgern qua Steuersystem das Geld aus der Tasche zieht und damit ein paralysierendes System der Unterwürfigkeit fördert. Ja, kleptoman ist dieses System tatsächlich. Allerdings klaut es den Bürgern in Lockdown-Zeiten nicht nur das Geld aus der Tasche, sondern mittlerweile auch das eine oder andere Grundrecht.

Diktatur beginnt mit Gewöhnung
Demokratie benötigt die frische Luft der Freiheit
Gegen all dies als Staatsbürger anzugehen ist eine Frage der Selbstachtung. Und es ist eine Frage der Selbstreflexion eines ganzen Volkes. Man ist geneigt zu rufen: Wach auf, deutscher Michel! Schluss damit, dass du auch noch den Kakao austrinkst, durch den man dich zuvor politisch und volkspädagogisch gezogen hat und den du medial als Steuer- und Zwangsgebührenzahler auch immer wieder aufkochen hilfst.

 

Das Prinzip Untertan

Diese Verwerfungen haben mich gedrängt, ein – so meine Absicht – aufklärendes und aufrüttelndes Buch zu schreiben. Bei der Reflexion über Obrigkeitsgläubigkeit und Mündigkeit bin ich natürlich nicht an Heinrich Manns Diederich Heßling und an Immanuel Kant vorbeigekommen. Um beider Gedanken geht es in meinem Buch. Heinrich Mann trug den Namen, ja das Prinzip „Untertan“ bei, Immanuel Kant die Aufforderung zum skeptisch-kritischen Denken. Aber das vorliegende Buch soll weder eine literaturanalytische Betrachtung des Mann’schen Romans noch eine Interpretation des aufklärerischen Werkes von Kant sein.

Ich habe meinem Buch drei wunderbar zutreffende, aphoristische Diagnosen vorangestellt:

„Untertanentreue ist ein so schönes Gefühl!
Und es ist ein so wahrhaft deutsches Gefühl!“
(Heinrich Heine)

 

„Tief wurzelt der Knecht im Deutschen.“
(Kurt Tucholsky)

 

 „Faulheit und Feigheit sind die Ursachen,
warum ein so großer Teil der Menschen unmündig bleibt.
Es ist so bequem, unmündig zu sein.“
(Immanuel Kant)

In diesem Sinn will ich zum Widerspruch ermutigen. Denn der deutsche Michel hat sich schafsgeduldig und politisch hyperkorrekt akklimatisiert. Er merkt nicht, dass die Umstände immer seltsamer werden. Es geht ihm wie dem Frosch, der nicht registriert, dass das Wasser, in dem er hockt, allmählich bis zum Siedepunkt erhitzt wird. Den „Boiled-Frog-Effekt“ nennt man das.

Der deutsche Michel verhält sich genauso, macht zu großen Teilen alles mit und scheint es über sich ergehen zu lassen: die Preisgabe nationaler Souveränität; die schleichende Umwandlung der Demokratie in eine Demokratur; der (Selbst-)Hass gegen alles Deutsche, gepaart mit deutschem Sündenstolz; den Weg in eine EU-Schulden- und -Transferunion; den Ökoscheinheiligenschein der „Grünen“; die schleichende Umwandlung des Bundestages und der Landtage in Akklamationsvolkskammern; die Abwertung aller Lebenserfahrung als eine Gesinnung „alter weißer Männer“; die Pathologisierung Andersdenkender (als islamo-/xeno/-afro-/ homo-/transphob); die Diskreditierung aller Positionen einen Millimeter rechts von Merkel als „rrrächts“; das Anbiedern der Politik an pubertäres Gehabe;

Teile der Sozial- und Geisteswissenschaften wurden zu
„Treibhäusern der Weltfremdheit“
– bewohnt von Claqueuren des Zeitgeists

den fortschreitenden Verlust des antitotalitären Grundkonsenses; die staatliche Alimentierung von Antifa-Kräften; Toleranz gegenüber Intoleranz; Parallelgesellschaften; die Duldung massenhaften Asylmissbrauchs; die fortschreitende Islamisierung der Republik durch deren geduldete Schariaisierung; die Schändung christlicher Symbole; das Beschweigen von Straftaten und die Bagatellisierung von Gewalttaten von „Flüchtlingen“ als Einzelfälle psychisch Auffälliger; die Laisser-faire-Rechtsprechung; die Sorgen jüdischer Mitbürger um Hab und Gut, Leib und Leben; den Verfall der Bundeswehr; die 100000-fache Tötung ungeborenen Lebens; das Hofieren von 0,1-Prozent-Minderheiten; den Verfall des Bildungswesens; die permanente Herrschaft des Unrechts (Grenzöffnung, Schulschwänzerei); den Öko-/CO2 -/ Klima-Populismus; die Zerstörung von Kulturlandschaften durch Windräder; den Verzicht auf die weltweit sichersten Atomkraftwerke; die Zerstörung wichtiger Industriezweige (zum Beispiel Automobilindustrie); die explodierenden Energiepreise; die Enteignung des Ersparten durch Nullzinspolitik; die Besetzung politischer und medialer Spitzenämter mit Nieten; die zwangsgebührenfinanzierte Indoktrination; die klammheimliche Zensur in den neuen Medien und, und, und.

Dringend gesucht: Maß und Mitte
Deutschland heute: „Nur ein schlechtes Gewissen ist ein gutes Gewissen“
Darum geht es mir in diesem Buch: um kritisches Wahrnehmen versus Eingelulltsein, um Mündigkeit versus Unmündigkeit. Und um drängende Fragen: Ist der Deutsche dabei, mit neuen (oder alten) Ismen und Ideologien, mit neuen Zivil- und Ersatzreligionen in eine subaltern präaufklärerische Epoche zurückzufallen? Hin zu neuen Autoritarismen, zu neuen totalitären Fantasiereichen? Befinden wir uns inmitten eines neuen illiberalen Zeitalters, in dem Debatten mit flachen Plattitüden (etymologisch: Wortfladen) wie „Zivilgesellschaft“, mit naiven Vorstellungen von Humanitarismus und Moralismus, mit unreflektiert praktizierten Ritualen wie „Zeichen setzen“, „Gesicht zeigen“, „Aufstand der Anständigen“ eine vermeintliche, sehr selektive Wachsamkeit prägen?

Haltung wichtiger als Denken

Man will und soll „woke“, empathisch, sensibel, engagiert, authentisch sein und schreitet doch nur dahin auf vorgegebenen Wegen des Denkens sowie gewisser „Haltungen“ und Gesinnungen, die „in“ sind. Aber man hält sich in dieser Zeit des um sich greifenden postheroischen Konformismus für einen Helden, wenn man das „Nie wieder!“ oder das „Wehret den Anfängen“ fehlerfrei buchstabieren kann.

Selbst Teile der Sozial- und Geisteswissenschaften wandeln auf diesen Pfaden; sie wurden – in den Worten des Kommunikationstheoretikers Norbert Bolz – zu „Treibhäusern der Weltfremdheit“, bewohnt von Akklamationswissenschaftlern, die sich als Claqueure des „Angesagten“ gefallen. Ja, wenn sie das doch nur wären. Oft sind sie zu Apportierwissenschaftlern geworden, die, um im Bild zu bleiben, jedes Stöckchen artig herbeischleppen, das ihnen der Mainstream hinwirft.

Mit Mündigkeit, Aufgeklärtheit und Kritikfähigkeit im Kant’schen Sinne hat so etwas wenig zu tun, eher mit „Heerdenmoral“ (Nietzsche) und ideologischer „Knechtschaft“ (von Hayek). Beziehungsweise mit Orwell’schem „MiniWahr“ (zweideutige Abkürzung für „Ministerium für Wahrheit“).

Gleichwohl wird ständig vom „mündigen“ Bürger schwadroniert. Aber die Verwendung des Begriffs „Mündigkeit“ ist missbräuchlich, ja eine „Lügenvokabel, die immer gebraucht wird, wenn es darum geht, die Bevormundung der Wähler zu bemänteln“, so der Publizist Johannes Gross. Die Regierenden seien der Überzeugung, der Bundesbürger sei „ein zu Unvernunft und Lasterhaftigkeit neigendes Wesen, das vor sich selbst von einer väterlichen Obrigkeit beschützt werden muss“, spottete Gross noch vor dem Mauerfall. Wie recht er hatte: Nicht einmal einen Bundespräsidenten dürfen wir selber wählen.

„Who controls the past, controls the future.“
Eine Vision, die immer realer wird: »1984« von George Orwell
Hat das Volk einfach nur die Regierung und die Meinungsbildner, die es verdient? Nein, es darf nicht sein, was Kurt Tucholsky meinte: „Eine Regierung ist nicht der Ausdruck des Volkswillens, sondern der Ausdruck dessen, was ein Volk erträgt.“ Und es ist gottlob nicht möglich, was Bertolt Brecht den Regierenden empfahl: „Das Volk hat das Vertrauen der Regierung verscherzt. Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes?“

Horizontale und vertikale Spaltung

Auf dass sich nicht am Ende die Spaltungen, die dieses Land ohnehin horizontal bis hinein in Familien, Kollegien und Freundeskreis prägen, noch mehr auch als vertikale Spaltungen zwischen „denen da oben“ und „denen da unten“ darstellen. Es geht um eine Abkehr des Souveräns von herrschenden politischen und medialen Autoritäten mithilfe eigenen Nachdenkens – des Nach-Denkens, nicht des vielfach geadelten visionären Vordenkens!

Mein Buch möchte einen Beitrag dazu leisten. Es möchte den Blick auf die Entstehungsgeschichte von Ideologien (Antifaschismus, Antirassismus, Genderismus, Multikulturalismus, Globalismus) richten und auf diese Weise Ideologiekritik und Skeptizismus vermitteln. Und es möchte Mut zum mündigen Widerspruch machen im Sinne Kurt Tucholskys: „Nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“

Ja, ich mache mir Sorgen um die Zukunft unseres Landes. Erstens ökonomisch-technologisch, weil wir in eine schwere Deindustrialisierung hineinschlittern, die auch den Sozialstaat zu belasten beginnt und erhebliche soziale Spannung heraufbeschwören wird.

Zweitens um ein zunehmend stickiges Klima öffentlicher Diskurse, bei denen jedes Wort erst gesinnungsethisch „geröntgt“ wird.

„Eine Regierung ist nicht der Ausdruck des Volkswillens,
sondern der Ausdruck dessen, was ein Volk erträgt“
(Kurt Tucholsky)

Vor allem drittens mache ich mir Sorgen um den Fortbestand der Demokratie, die unter Preisgabe der horizontalen Gewaltenteilung (Exekutive, Legislative, Judikative) und der vertikalen Gewaltenteilung (Bund versus Länder) immer weniger eine Herrschaft durch den Souverän ist, sondern zu einer Beherrschung des Souveräns durch einen „Überbau“ aus Politik, Medien, Stiftungen, NGOs, Kirchen et cetera wurde.

Den geistigen Lockdown überwinden
Eine Frage des gesunden Menschenverstands
Das Volk verschleudert dabei seine Macht. Der „Überbau“ lässt sich vom Volk alimentieren, als „Gegenleistung“ lässt sich das Volk bis hin zu seinen Essgewohnheiten herumdirigieren. Den Wunsch nach „komfortabler Stallfütterung“ hat Wilhelm Röpke das einmal genannt. Ich denke in diesem Zusammenhang auch an eine These des britischen Politologen Colin Crouch. Er sah schon 2004 eine „Postdemokratie“ heraufziehen, die (noch) keine Nichtdemokratie ist, sich aber im Stadium des Verfalls der Demokratie befindet. Crouch sieht die Demokratie in einem Zustand, in dem sie institutionell zwar noch funktioniere, aber ihre Vitalität eingebüßt habe, weil die Mehrheit der Bürger eine apathische Rolle spiele.

Ich möchte nicht, dass wir wieder ein Volk von braven Untertanen, ängstlichen Flüsterern und üblen Denunzianten werden, die sich alten oder neuen Autoritarismen und Gesinnungsschablonen unterwerfen. Ich möchte aufwecken, sensibilisieren, möchte, dass meine Leser Antennen ausfahren, um Missstände zu orten, wo es notwendig ist. Ich möchte meine Leser immunisieren gegen eine bequeme Konformität im Denken, Reden und Handeln.

Emigration ins Private

Und ich möchte Vorbild darin sein, Probleme und Ärgernisse anzusprechen, auch wenn dies nicht „en vogue“ ist und zu unfreundlichen Reaktionen führt. Denn wir sind nicht nur für das verantwortlich, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun. Und wir sind nicht nur dafür verantwortlich, was wir sagen, sondern auch für das, was wir nicht sagen, wiewohl es gesagt werden muss und in einem freiheitlichen Rechtsstaat gesagt werden darf.

Sich anpassen, den Buckel krumm machen, ins Private emigrieren und wählen, was selbst ernannte Vormunde wählen – das ist nicht bürgerlich, das ist nicht erwachsen, das ist nicht aufgeklärt im Sinne Kants. Deshalb dieses Buch, das da und dort einen Schuss Polemik brauchte.

Ich will schließlich ein Zitat von Gustav Heinemann, Bundespräsident von 1969 bis 1974, in Erinnerung rufen: „Nicht der Bürger steht im Gehorsamsverhältnis zur Regierung, sondern die Regierung ist dem Bürger im Rahmen der Gesetze verantwortlich für ihr Handeln. Der Bürger hat das Recht und die Pflicht, die Regierung zur Ordnung zu rufen, wenn er glaubt, dass sie demokratische Rechte missachtet.“

Ich setze darauf, dass sich der Souverän seine Rechte zurückholt. Und ich setze darauf, dass sich der deutsche Michel seines Namenspatrons, des Erzengels Michael, des Drachenbezwingers, besinnt. Auf dass ich mich wieder als deutscher und europäischer Patriot fühlen kann.

Auszug aus: Josef Kraus, Der deutsche Untertan. Vom Denken entwöhnt. LMV, 352 Seiten, 24,00 €.


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Kommentare ( 70 )

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70 Comments
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Dirk Bender
2 Monate her

„Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.“ Gustav von Rochow (1792 – 1847), preußischer Innenminister und Staatsminister Witz beiseite. Man möchte den neuen sozialistischen Mensch. Man will ihn gleichgeschaltet, uniform, quasi in Reihe und Glied und als Untertan. Und die Voraussetzungen sind gut. Wir sind eben eine Nation von Leisetretern und Obrigkeitshörigen. Fest verwurzeltet ist unsere Liebe zu Konformität, Regulierung und Staatshörigkeit. Die Deutschen sind nebenbei Spezial begabt dafür, die falschen Entscheidungen bis zur absolut bittersten Neige zu Ende zu führen. Denn „der Deutsche“ ist der perfekte Untertan, obrigkeitshörig bis in… Mehr

Last edited 2 Monate her by Dirk Bender
Roland Mueller
3 Monate her

Der alles entscheidende Grund dafür, das die Stasi und die Gestapo Angst und Schrecken verbreiten konnten, war das Denunziantentum der Otto-Normalbürger. Daran hat sich offensichtlich so gut wie nichts geändert. Deutschland ist immer noch eine Hochburg der untertänigen Zwangsneurotiker.

Riffelblech
3 Monate her

„ Oh jeh ,die Hoffnung hab ich wohl ,allein mir fehlt der Glaube „ , dies könnte für das Gefühl stehen ,welches sich beim Lesen dieses wirklich guten Artikels breit macht . Deutsche aufmüpfig, zur Rebellion bereit ? Wo doch schon hinterfragen und sich kundig machen den Allermeisten Zuviel abverlangt . Viel eher wird es doch so sein ,das noch eine Steuererhöhung ,noch eine Maskenafferei, noch eine „ allerhöchste Gefährdung „ weg. einer nicht nicht nachgewiesenen Virusmutante dankend angenommen wird. Alleine RTL am Abend ,das Bier nach Feierabend und die Blasmusik in ARD/ ZDF dürfen nicht ausgehen .Dann ist Michel… Mehr

christin
3 Monate her

 „Die Menschen dieses Landes sind freie Bürger,..“

Die Menschen dieses Landes, also die Deutschen, wollen das gar nicht sein, der überwiegende Teil der Bevölkerung gefällt sich darin Untertan zu sein, er/sie meckern gern und beschweren sich wo sie nur können, aber wenn sie zur Wahl gerufen werden, dann kehrt der Untertanengeist zurück.
 

ISC
3 Monate her

Normalerweise lese ich ihre Beiträge gern. Mich drückt ein ähnliches Ohnmachtsgefühl wie Sie. Aber Reden und Bücher schreiben wird nicht mehr weiterhelfen, ich habe auch kein Publikum dafür, außer ein paar Freunden.
Es steht doch nur noch die Alternative:
Mit wehenden Fahnen in den Untergang oder der Sturm auf das Regierungsviertel in Berlin. Mal seh’n wofür sich der Deutsche Michel entscheidet.

Felicitas21
3 Monate her

“ Typisch für ein gegen das eigene Volk gerichtetes System ist es, Kriminelle zu schonen, aber politische Gegner als Kriminelle zu behandeln“
( Alexander Solschenizy)

Private Constructor
3 Monate her

Als „Untertan“ hat sich selbst Bismarck gesehen und der war weder unmündig, noch passiver Mitläufer. Wohl eher das Gegenteil. „Wehret den Anfängen“ kann niemand fehlerfrei buchstabieren, denn es müsste korrekt „wehret die Anfänge“ heißen. Welcher Türke formulierte das einst? Wenn man sich alles von Hebräern, wie den Manns, erklären lässt, ist so eine „Aufgeklärtheit“ wohl eher Illusion, als Erkenntnis, und nur ein anderer Pfad der Indoktrinierung. Wer die Wiedervereinigung als einzige erfolgreiche Revolution Deutschlands betrachtet, ignoriert 2 Dinge: 1. Die Früchte des Baumes, den €uro, Angela Merkel und die praktische Eingliederung der BRD in die DDR, hin zu einer mehr… Mehr

Genco Steins
3 Monate her

Man sieht aber auch, wie machtlos man (als Michel) unter diesem Regime ist. Kommunismus, Sozialismus, Demokratie… Versprechungen auf eine bessere Welt mit striktem gesellschaftlichen Verhaltenskodex für das Volk, drakonischen Strafen bei Nichtbeachtung und ohne jede Verbindlichkeit/Gültigkeit für die Herrschafts-Elite. Reine austauschbare System-Namen zur Kontrolle und Ausplünderung der Massen. Man sieht es, wenn man zum Schutz der „Demokratie“ unveräußerliche Grundrechte ignoriert (dabei noch vorgaukelt das durch ein popliges Unter-Gesetz legitimieren zu können), Zensur u. Überwachung einführt, Reise- u. Bewegungsfreiheit einschränkt, Konformitätsdruck erzeugt und die Bevölkerung zwangsmedikamentieren will. Die „Beste Demokratie aller Zeiten“ – fragt sich nur für wen. (PS: „Daumen hoch“… Mehr

daldner
3 Monate her

Solange das Bier bezahlbar bleibt und die Fussballergebnisse in der Tagesschau präsentiert werden, damit man sich den Mist davor auch noch anschaut… wird´s wohl nichts mit der Revolution.

moorwald
3 Monate her

Historisch kann man zwei Phasen der „Vergangenheitsbewältigung“ ( = Tilgung aus dem Gedächtnis bzw. Leugnung) unterscheiden. Bald nach dem Zusammenbruch entwickelten die Verlierer eine unheure Tatkraft. Das Verlorene wiederaufbauen zu wollen, war so logisch wie unwiderstehlich. So überflügelten die Deutschen wirtschaftlich bald die Sieger, wurden „Exportweltmeister“ (ein recht zweifelhafter Titel). Sie wurden dadurch zwar nicht beliebt, aber doch geachtet bis bewundert und – nicht zuletzt – waren sie als Zahlmeister hochwillkommen. Aber die Schatten der Vergangenheit blieben bestehen. So verfielen die Deutschen auf den scheinbaren Ausweg vom Tüchtigsein zum Gutsein. Dazu mußte aber erst das unbezweifelbar Gute entdeckt bzw. erfunden… Mehr