„Diese Pandemie wird überall vorbeigehen – wie jede Pandemie in der Geschichte“

"Pandemie für immer?" heißt das "Thema der Woche" der WamS. Die über zwei Seiten verteilten Texte lesen sich wie ein Resümee vieler Beiträge auf Tichys Einblick.

imago Images/MiS

Zu Beginn berichten die WamS-Leute vom „Stringency Index“ der britischen Oxford University, der Deutschland nach den Fidschi Inseln als striktesten Lockdowner ausweist. Am Schluss lassen sich die WamS-Leute vom Epidemiologie-Professor und Mitautor der „Great Barrington Declaration“ vom Oktober 2020 Martin Kulldorf von der Harvard Medical Scool sagen, dass Lockdowns das natürliche Ende der Pandemie verzögern. Krönender Satz: „Diese Pandemie wird überall vorbeigehen – wie jede Pandemie in der Geschichte. Die Frage ist nur wann?“

Kulldorf hatte im Herbst 2020 dafür plädiert, die Verletzlichen zu schützen und auf Lockdowns zu verzichten. In Schweden, das nie auf Lockdowns setzte, referiert die WamS Kulldorf, könnte die Pandemie bereits vorbei sein. Dort gäbe es seit Monaten  im europäischen Vergleich wenige Corona-Tote, die Winter-Welle bliebe bisher aus.

Unter „Wird schon stimmen, irgendwie“ trugen WamS-Redakteure zusammen, dass die Daten, auf die sich Experten und Politik bei ihren Maßnahmen berufen, gelinde gesagt unzuverlässig sind: „Die tatsächliche Krankenlast durch Covid in Deutschland könnte deutlich höher oder deutlich niedriger sein als von der Statistik erfasst. Genau weiß man es – auch zwei Jahre nach Pandemie-Beginn – nicht.“

Hendrik Streeck, nun im neuen Expertenrat der Ampelregierung, zitiert die WamS mit der Meinung, man könne nicht alle sechs Monate erneut zur „Impfung“ rufen, sondern müsse dann eine bessere finden. Nicht so ganz, aber halb doch hofft die WamS dann mit der Entwicklung in Südafrika, wo 80 Prozent durch Impfung oder überstandene Infektion immunisiert seien, und die Ablehnung der britischen Regierung eines weiteren Lockdowns trotz Virus-Ausbreitung darauf, dass der Lauf der Dinge der Pandemie ein Ende setzt. Auf Politik, von ihr zugelassene Experten und mediales Begleitorchester hoffen die WamS-Leute offensichtlich nicht.

Wie gesagt, die über zwei Seiten verteilten Texte lesen sich wie ein Resümee vieler Beiträge auf Tichys Einblick. Und dem Corona-Regime setzt das Virus ein Ende, niemand sonst.

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Kommentare ( 18 )

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Andreas aus E.
23 Tage her

Aus der Sache mit Corona kommt die Obrigkeit so leicht nicht wieder raus, zu groß ist der Schaden, sowohl wirtschaftlich als auch sozial und natürlich was Glaubwürdigkeit betrifft. Das gilt ebenso auch für die (besonders öffentlich-rechtlichen) Medien (und auch übrigens für den Klimakram).
Es muß also irgendwas anderes her, um das Thema schlicht unauffällig verdrängend zu entsorgen.
Entdeckung außerirdischen Lebens bzw.l Alienbesuch wäre so ein grandioser „Gamechanger“, aber das ist eher unwahrscheinlich.
Ich rechne darum mit einem Krieg. Es wird ja munter gezündelt, und provozierter Konflikt mit Rußland dürfte den „Eliten“ geeigneter Problemlöser scheinen.

horrex
23 Tage her
Antworten an  Andreas aus E.

Das ist doch das uralte Rezept: Kriegt man die „innere Unruhe“ nicht „unter den Deckel“ sucht man sich einen äusseren, wahlweise auch INNEREN, Feind, einen Saboteur der eigenen „guten Absicht“. Einen den man Bekämpfen/Verteufeln kann. – Funktioniert auch mit „Klima“ oder oder oder … Ein so altes wie bewährtes Schema/Kochrezept. Eine Sau nach der Anderen durchs Dorf treiben! Muss nur schrill hyperventilierend oft genug und mit Kruegs-Rhetorik martialisch genug vorgetragen werden. Warum – in drei Teufels Namen – fällt mir nur gerade die Göbbels Rede zum „totalen Krieg“ ein ??? Das andere Vorzeichen, aber kein grundsätzlicher Unterschied. „Krieg bis zur… Mehr

Berlindiesel
24 Tage her

Leider bin ich nicht der Meinung von Fritz Goergen. Diese Pandemie wird nicht „wie jede“ vorbeigehen – denn wann gab es denn eine echte, weltweite Pandemie dieser Art in der Lebenszeit der heute lebenden Kohorten? Die letzten Zeitgenossen der Spanische Grippe sind schon vor 20, eher 30 Jahren gestorben.   Was Corona von anderen Pandemien vor allem unterscheidet, ist, dass sie – weltweit – zu einer politischen Krise geworden ist. Als Seuche ist sie längst im Übergang zur Endemie. Sie hat jedoch vor allem „den Westen“ zivilisatorisch um mindestens 150 Jahre zurückgeworfen, und jedermann spürt und begreift, dass es kein… Mehr

horrex
23 Tage her
Antworten an  Berlindiesel

@ Berlindiesel, das deckt sich ganz gut mit dem was ich schon mehrfach hier schrieb, was eine alte Freundin (aus einer Politiker-Familie stammend) schon im März 20 ganz sarkastisch anmerkte: „Ein Politiker der nicht blitzschnell und intuitiv begreift welche Chancen solch eine Epidemie/Pandemie ihm eröffnet seine Macht über Menschen zu vergrößern, der hat die Berufswahl gründlich verfehlt.“ –

Politkaetzchen
24 Tage her

Wir haben keine Pandemie, sondern eine hysterische Massenpsychose, die sich (wenig überraschend) wieder mal in Deutschland konzentriert, worin schon wieder der baldige Endsieg beschworen wird, weswegen der Michel tapfer in den Abgrund marschiert.

StefanB
24 Tage her

Wie ich gerade im Einheitsvideotext lese, verkündet der oberste Impfplanwirtschaftler Karl L., dass das Mitte November für das Jahresende gesetzte Planziel von 30 Millionen Impfungen am Sonntag überschritten wurde. Na, wer sagt’s denn?! Bis Jahresende sind ja noch ein paar Impfaktionstage Zeit, sodass der Plan sogar übererfüllt werden kann. DDR 2.0

Nix fuer ungut
24 Tage her

Habe mit dreifach Geimpften gesprochen, die immer noch ernsthaft glauben, das verhindert eine Infektion.

Nacktflitzer
24 Tage her

„Corona“ wird erst aufhören, wenn die 40% Geimpften, die aus Bequemlichkeit mitgemacht haben, mit auf die Straße gehen. Es fühlt sich einfach unfassbar gut an, bei den Spaziergängen mitzulaufen und den Fußgängern zuzurufen: „Schließt Euch an!“ Und wenn nächstes Jahr die 3-Monatige Spritze ausgerufen wird, ist Feierabend. Dann wachen auch einige Fügsamen auf.

bkkopp
24 Tage her

Als die GBD im Oktober 2020 herauskam war der Zug für eine andere Methodik zur Bewältigung der 2. Welle vom Herbst 2020 längst abgefahren. Sie war deshalb zu ihrer Zeit nur eine Besserwisserei, weil die schweren Verläufe usw. schon Ende Oktober 2020 explodiert sind, in den USA und in Europa. Im Juni 2020 als noch Zeit gewesen wäre, mit Test- und Abschirmregimen, und einem ganzen Katalog von alternativen Maßnahmen, den Ablauf zu beeinflussen, ist den Schlaumeiern, natürlich, nichts Vernehmbares eingefallen. Hinterher ist man immer schlauer. Zum Beispiel Schweden ist mir in Erinnerung, dass der König, gegen Ende 2020, mit der… Mehr

AnSi
24 Tage her
Antworten an  bkkopp

„…weil die schweren Verläufe usw. schon Ende Oktober 2020 explodiert sind, in den USA und in Europa…“ nix ist explodiert! Rein GAR NIX! Sogar eine UNTERsterblichkeit hatten wir! Nur die Medien hatten plötzlich steigende Zahlen zu verkünden. Basierend auf einem Fake-Test. Dazu Fake-Bilder aus Italien und USA um Menschen einzuschüchtern. Die Maßnahmen haben auch genau NICHTS gebracht, außer Spaltung, Hass und Einsamkeit uvm! Jetzt gibt es eine passende Fake-„Impfung“ für genau diese Klientel. Dazu jede Menge ECHTE Nebenwirkungen und Tote. Und weil es noch nicht reicht, darf jeder mehrfach die unwirksame Fake-Suppe bekommen. Russisch Roulette für geistige Tiefflieger. Denken Sie… Mehr

Renegade
24 Tage her

Es sieht so,aus, als würde Omikron die Pandemie beenden. Aber für unsere Regenten darf es natürlich kein Ende geben, das nicht auf ihre Maßnahmen zurückzuführen ist…

Urbanus
24 Tage her

Und sie werden weiterhin ihre sinnlose Modelle bauen. Modelle für den Papierkorb, bezahlt von uns. Alles für die Katz.

Edmund
24 Tage her

Hinterher will es niemand gewesen sein, wie immer.

cernunnos
24 Tage her
Antworten an  Edmund

Es wird kein „hinterher“ geben. Hinterher kommt etwas ganz anderes, etwas größeres. Das alles hier folgt dem alten Muster: Angst aufbauen, etwas ruhen lassen, eskalieren, etwas ruhen lassen, eskalieren, etwas ruhen lassen, etc. Da gibt es kein Ende zum „normal“ (wie vorher) hin. Es gibt keinerlei Möglichkeit für die jetzt Verantwortlichen in der Politik das irgendwie so zu lösen, dass alles zum „normal“ übergeht, wie vorher, ohne den eigenen Kopf zu riskieren. Mal von den milliardenschweren Interessen im Hintergrund abgesehen.