Marcus Hernig: Wer hat Vorfahrt auf der Seidenstraße

Eines der größten Infrastrukturprojekte - und gleichzeitig ein politisches Super-Projekt: "Die neue Seidenstraße" soll China mit Europa verbinden, die Anrainerstaaten in die Globalisierung führen und die USA wie Russland in ihre Schranken weisen. Ist es das Instrument, um China zur globalen Supermacht zu befördern?

 

Marcus Hernig analysiert seit über 20 Jahren in Peking und Shanghai die chinesische Politik. Jetzt hat er seine Erfahrungen über die chinesische Politik, ihre Triebkräfte und geheimen Absichten als Buch vorgelegt.

Muss Deutschland Angst vor der chinesischen Dominanz haben? Wer bestimmt die Regeln? Welche Absichten verfolgt China wirklich damit? Wie verändert es die Weltordnung?

Der westliche Schluss-Stein der Seidenstraße ist das Logistik-Zentrum in Duisburg. Von der verzweigt sie sich in die westlichen Länder – – und wer profitiert davon?

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Kommentare ( 13 )

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Die Russen waren nicht schnell genug. Sie hatten die Bahnverbindung bis Vladivistok und schienen schon vor 23 Jahren prädisponiert, den Bahntransport von Asien nach Westeuropa zu organisieren. An der Unfähigkeit es zügig genug zu organisieren ist die Idee vielleicht nicht restlos gestorben, aber ins Hintertreffen geraten. Mittlerweile haben die Chinesen die Nase weit vorn.

Hernig ist die typische vielschwätzende Ruhrgebietsflachzange. Die haben im Gymnasium mehr das Schwätzen und Selbstvermarkten gelernt, weniger das Denken. Manchmal huscht ein Schatten von diesem Verdacht auch über das Gesicht von Herrn Tichy. H. hat keine Ahnung von den Innereien zentral gesteuerten Staaten. Deshalb einige Fehleinschätzungen. Geopolitisch denkt Hernig nicht.
Die Zusammenarbeit mit China bietet durchaus Chancen, z.B. für unseren Freund Victor Orbán. Es sind jedoch mehr politische als wirtschaftliche Vorteile, die es zu ergreifen gilt. China kann Katalysator sein, endlich die EUdSSR zu schrotten. Muß aber nicht funktionieren.

China und Hongkong sind die größten Gläubiger Amerikas, halten US-Staatsanleihen in Höhe von 1,4 Billionen US-Dollar. Geld was ausgegeben werden kann, und damit besser investiert ist, als es sinnlos auf Bankkonten zu parken. Damit löst man sich nicht nur vom Dollar, und wird längs der Seidenstraße den Yuan als Zahlungsmittel etablieren. Strategisch auch ein Vorteil, wenn man seine Exporte auf dem Landwege an den Mann bringt, und dazu nicht mehr an der Seemacht USA vorbei muss. Die Seidenstraße dient chinesischen Interessen, und ist kein Sozialprojekt. Mit China hat man sich eine neue Großmacht herangezogen. Aus meiner Sicht ein Fehler. Man… Mehr

Die Eingangsfrage wurde nicht beantwortet.
Für den interessierten Beobachter sollte die „Heartland Theorie von Halford Mackinder“ Ausgangspunkt für die Beurteilung der Geopolitischen Dimension der neuen Seidenstraße dienen. Alles weitere ergibt sich dann von selbst.
Bitte nicht nur die Beurteilung sogenannter Experten konsumieren, sich selber informieren ist der Weg zur Erkenntnis.

Es gibt Wirtschaftsanalysten, die sehen das Seidenstraßenprojekt sehr unkritisch allein mit Blick darauf, dass China ein gigantisches Infrastrukturprojekt finanziere, das über viele Länder hinweg wirtschaftlichen Austausch ermögliche. Das China dabei in erster Linie seinen eigenen Vorteil im Auge hat, wird dabei gerne übersehen. Dazu zwei aktuelle, interessante Artikel.

https://www.godmode-trader.de/artikel/seidenstrassen-projekt-china-profiliert-sich-auf-kosten-anderer-laender,5801361

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/der-handelsstreit/einige-betroffene-laender-durchkreuzen-chinas-plan-von-der-seidenstrasse-15816697.html

Irgendwann werden sich die Chinesen überlegen, ob es sinnvoll ist, die Strecke bis in die türkische Kolonie nach Düsbürg zu bauen oder bis es bis Ankara reicht.

Die werden sich hüten. Der Türkenchef (Erdogan) fährt den Chinesen mit seinem Uiguren Islamkurs immer wieder an den Wagen.
Die werden, genau so wenig wie die Russen, nie Freunde.
https://www.n-tv.de/politik/Erdogan-muss-sich-in-China-erklaeren-article15612026.html

„Einer muß sagen wo´s langgeht. Ok. das muß nicht unbedingt „einer“ sein. Das kann auch in einem kompetenten Gremium passieren mit kurzen Entscheidungsinstanzen.
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Insgesamt, wenn man den Ingnieursausbildungsaustoß China/Deutschland in den Focus nimmt, ist das Verhältnis grotesk. .

Die neue Seidenstrasse mit den Anrainern ,zentralasiatische Staaten, Iran, Russland ist die Zukunft, die um ihre hegimoniale Stellung kämpfende USA mit ihrer innenpolitischen Spaltung Demokraten/Republikaner, die groteske Ausmaße annimmt, muß enorme Anstrengungen unternehmen, um ihre Dominanz zu bewahren.

Europa und Deutschland kann durch kluge Politik im Windschatten der Antagonismen USA/China durchaus eine vorteilhafte Stellung erreichen.

@Babylon: Deutschland kann eine vorteilhafte Stellung erreichen? Wie? Durch die Energiewende, die nur bei Sonnenschein und Wind klappt? Durch die Zuwanderung von Migranten aus Afrika? Durch die aktuelle Europolitik?

Das erscheint mir mittelfristig sehr unwahrscheinlich.

Ich habe geschrieben „kann“ , besser und zutreffender wäre gewesen Konjunktiv „könnte“. Mit den Politikversagern, die heute die deutsche und europäische Politik bestimmen, ist allerdings Hopfen und Malz verloren.

„Muss Deutschland Angst vor der chinesischen Dominanz haben?“:
Dieses Land und dieses Volk ist es doch gewohnt, Befehle von oben zu bekommen. Gesagt zu bekommen, was es zu tun und zu lassen hat, was es zu reden und zu denken hat.
Sie können nur noch als brave Untertanen existieren. Das ist das einzige, das ihnen Sicherheit bietet.
Ob das jetzt die aktuelle PC-Diktatur ist, oder irgendwann die Scharia oder die Chinesen, spielt doch gar keine Rolle.
Und jetzt mal politisch sehr inkorrekt: Deutschland ist wie eine Frau, die sich dem Meistbietenden an den Hals wirft. Wer soll davor noch Respekt haben.

Lieber die Chinesen als die Araber oder gar Merkel.

Sie sagen es.