Neue Toiletten und Pflichten für Handwerksbetriebe

Nicht nur Schulen, sondern auch Schreiner, Metzger, Bäcker usw. müssen ihre Toilettenplanung ändern: Arbeitgeber müssen allen Mitarbeitern geschlechtergetrennte Wasch- und Toilettenräume zur Verfügung stellen.

Getty Images

Nicht nur Schulen, sondern auch Schreiner, Metzger, Bäcker usw. müssen ihre Toilettenplanung ändern: Arbeitgeber müssen allen Mitarbeitern geschlechtergetrennte Wasch- und Toiletten-Räume zur Verfügung stellen. Dabei dürfen diejenigen nicht diskriminiert werden, die dem dritten Geschlecht zugeneigt sind. Sie bekommen eigene Toiletten.

»Sie sollten daher so bald wie möglich die entsprechenden Einrichtungen schaffen«, empfiehlt das Handwerksblatt in einer Information seinen Mitgliedern. »Dem Diskriminierungsrecht würde es schon genügen«, so das Blatt weiter, »gäbe es in Betrieben für jeden Mitarbeiter eine gut zugängliche Möglichkeit, sich vor der Toilettentür weder für das männliche noch weibliche Geschlecht entscheiden zu müssen, sondern eine „offene” also geschlechtsneutrale Toilette wählen zu können.«

Auch in Sachen Anrede der Mitarbeiter ändert sich einiges. »In der schriftlichen Kommunikation sollten Arbeitgeber ihre intersexuellen Mitarbeiter fragen, wie sie genau angesprochen werden wollen und das dann berücksichtigen. Vermutlich wird sich in der persönlichen Ansprache Folgendes durchsetzen: »Guten Tag Eugen Schmidt« – also ohne Herr und Frau.«

Vielfältige Fallstricke bieten Stellenausschreibungen. Das Handwerksblatt warnt: »Wer einen Bauleiter (m/w) sucht, der sucht einfach künftig einen Bauleiter (m/w/d) – das kleine »d« steht dann für divers. Ein kleines »i« für intersexuell wäre ebenfalls denkbar, aber es zeichnet sich jetzt schon ab, dass sich das kleine »d« durchsetzen wird.«

Verstöße können teuer für den Arbeitgeber werden. Fehler beispielsweise in Stellenausschreibungen werden mit einer Entschädigung nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz sanktioniert und können den Arbeitgeber bis zu drei Monatsgehälter kosten. Die falsche Anrede eines Mitarbeiters im laufenden Arbeitsverhältnis kann ebenfalls eine Entschädigungspflicht auslösen. Abmahnanwälte stehen rosigen Zeiten gegenüber. Das sind die teuren praktischen Auswirkungen jenes Gender-Gagas rund um das dritte Geschlecht, die vor einem Jahr in einem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes (BVerfG) mündete.

»Wenn das Personenstandsrecht dazu zwingt, das Geschlecht zu registrieren, aber keinen anderen positiven Geschlechtseintrag als weiblich oder männlich zulässt, verletzt das intersexuelle Menschen in ihren Grundrechten«, meinten am 10. Oktober 2017 die Richter in Karlsruhe (Az. 1 BvR2019/16). Darunter saß auch Richterin Susanne Baer. Susanne Baer hat lange in Berlin an der Humboldt Universität als Professorin für „Gender-Forschung” verbracht und die Biologie verbogen, bis sie nur so knirschte. Bündnis90/Die Grünen hievten sie dann als Richterin ins nicht mehr so ehrwürdige Bundesverfassungsgericht.

Dieses Gericht also hatte festgestellt, dass das Personenstandsrecht intersexuelle Bürger in ihren Grundrechten verletzte, würden diese gezwungen, ein Geschlecht registrieren zu lassen, das nur »weiblich« oder »männlich« kenne. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes lobte seinerzeit das Urteil als »historisch« und mahnte eine umfassende Reform des Personenstandsrechts an. Durch die Entscheidung werde überdies klargestellt, dass die Ehe für alle auch für intersexuelle Menschen gelte. Das Deutsche Institut für Menschenrechte wollte gleich mit einem umfassenden Geschlechtervielfaltsgesetz den rechtlichen Schutz und die Anerkennung der Vielfalt von körperlichen Geschlechtsentwicklungen, Geschlechtsidentitäten und des Geschlechtsausdrucks verbessern.

Das bedeutet: Es wird teuer für Betriebe. Die braven Handwerker müssen mit ihren Steuern nicht nur solche dubiosen Institute mit ihren Bekenntnissen bezahlen, sondern jetzt auch die Kosten für Umbauten in ihren Betrieben. Ab dem 1. Januar 2019 gilt die neue Regelung. Nicht bekannt ist, dass sich Funktionäre der Verbände ernsthaft gegen diesen Unsinn gewehrt hätten. Dafür sonnen sie sich offenkundig zu gerne in der Nähe der Macht.

Unterstützung
oder

Kommentare ( 104 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Andere bringen wir ungekürzt.
Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

----

Sortiert nach:   neuste | älteste | beste Bewertung

Die Aufwände so ziemlich jedes Softwaresystem mit der 3. Geschlechtsoption nachzuzurüsten dürften gigantisch sein. Hinzu kommen endlose Fehler und Probleme wenn bereits umgerüstete Systeme mit noch nicht umgerüsteten Daten austauschen. Bin fassungslos. Der grassierende Irrsinn lösst bei mir reale Fluchtinstinkte aus, hier ist nichts mehr zu retten .. Lauft !

Besser fände ich es, wir würden die Verursacher dieser Idiotie zm laufen bringen.

Ich fürchte nur, keiner wird sie haben wollen.

da bin ich ganz bei Ihnen, aber das wird wohl nur noch mit draufhauen zu lösen sein…

Diejenigen, deren Tun für die Allgemeinheit eigentlich keinen Nutzen bringt,
die von der Arbeit Anderer auch weiterhin gut leben wollen, müssen eben immer wieder Neues finden um auch weiterhin von der Arbeit Anderer gut leben zu können.
Es gibt von diesen „Experten/ in/d“ ja auch immer mehr, die ebenfalls dauerhaft gut versorgt werden wollen.

Toll!

Endlich mehr Toiletten.

Neulich erst erlebt auf einer Messe. Lange Schlangen tänzelnder Individuen vor den Toilettenanlagen M und W. Drei Meter daneben die „Behindertentoilette“. Keiner geht rein. Die „Vernunftbegabten“ platzen eher als diese Möglichkeit auch nur in Betracht zu ziehen … (wer war das mit dem Bahnsteigkartenkauf der Deutschen vor Beginn der Revolution … Lenin?) .

Also typisch deutsch. Wenn sie demnächst brav anstehen vor M und W und die Behindertentoilette ausnahmsweise mal besetzt ist, habe ich noch die „D“ Toilette zur Auswahl. Auf die Sprüche an der Wand bin ich gespannt … .

Noch viel interessanter ist zu beobachten, wenn nur einer anfängt auch die Behindertentoilette zu nutzen…
Und dieser Effekt trifft nicht nur auf die Nutzung von Toiletten zu. In diesem Sinne hoffe ich, dass alle die sich hier im Kommentarbereich immer aufplustern wie bekloppt dieses Land ist, sicherlich immer den Mund aufmachen, sei es auf der Arbeit, Familie oder Freundeskreis.

Nach dieser Datenschutzgrundverordnung also nun das.
Mehr und mehr denke ich, dass diesem Land und diesen Menschen nur noch ein Börsencrash in Verbindung mit einem mehrwöchigen Stromausfall wieder das Denken in Realitäten und Wichtigkeiten beibringen könnte.
So und so. Es wird auf jeden Fall übel weiter gehen und enden.

Wieso sind unsere Vorfahren mit Hurra in den 1. Weltkrieg gezogen? Wieso hat eine Generation später die Mehrheit Adolf zugejubelt? Wieso pennt heute die Mehrheit? Das muss wohl ein spezielles Deutsches Gen sein, die Lust am Untergang. Ich hoffe auf die Ossis, die haben 1989 vorgemacht, wie man es macht.

Staatliche Unfähigkeit und Skrupellosigkeit, gepaart mit erbärmlicher Feigheit, Gleichgültigkeit und naivem Gutmenschentum der Bürger. Letztendlich machen alle mit, durch aktives Mittun oder durch feiges Nichtstun. Das reicht für den Untergang.

Wenn wir die Industrie abgeschafft haben, die Landwirtschaft nur noch Biogedöns macht und die Kühe dem Klima geopfert sind, der Strom aus der Steckdose nur bei passendem Wetter kommt, Autos endlich verboten sind, dann sind wir absoluter weltweiter Spitzenreiter in der Genderforschung. Davon können alle prima leben, ob die, die schon länger hier leben, oder ihre Gäste aus aller Welt. Weiter so, deutscher Michel!

Frage: würde es den Betrieben helfen, wenn an allen Toiletten-Türen nur noch Diverse dransteht? Tja, und wenn Mann/Frau sich darüber beschweren, steht später im Zeugnis!

Das geht leider nicht, das muß alles mit Punkt , Komma,, Mondgesicht eins zu eins umgesetzt werden . Sonst wäre es doch nicht EU konform und Deutsch. Warum gerade bei diesem weltfremden Thema in der Umsetzung den Gesunden Menschenverstanf zu lassen. Es befürworte eine Expertenkommission mit der Umsetzung auf Landes und Bundesebene ein zu setzen.

Das erkenne ich auch als Lösung – und Ressourcen sparend ist es auch.

Interessant wird das dann erst, wenn sich d!iverse Neue gerne in den nun für alle gemeinsamen Toiletten aufhalten, um den Damen Gesellschaft über Gebühr hinaus zu leisten.
Das wird dann ein Geschrei geben.

Eine hervorragende Entwicklung! Ich finde ja alles gut, was merkellinksgrüne Politik macht, aber das gehört zum Besten, war längst überfällig! Nun hoffe ich ganz auf den progressiven Einfluss der (inoffiziell) dritten Regierungspartei, den „Grünen“. Dringlich ist nämlich auch, daß ganz im Sinne von „das Private ist politisch“ diese Vorschriften auch auf privat genutzten Wohnraum ausgedehnt werden. Es geht nicht an, daß weiter Wohnungen vermietet werden dürfen, die nicht über die drei getrennten Aborte f/m/d (oder f/d/m? bin mir über korrekte Reihenfolge unschlüssig) verfügen. Auch Altbestände müssen entsprechend nachgerüstet werden müssen, zeitnah! Hier besteht ganz erheblicher Regulierungsbedarf. Zur Erforschung der Folgen… Mehr

Malen Sie’s nicht an die Wand – es könnte jemanden auf die Idee bringen …

Ich hoffe Inbrünstig , das es auch für Alt und Neubauten, schnellstens und rückwirkend eingeführt wird.

Das ist jetzt nicht mehr lustjg.

neuer Slogan:
„Wohnraum zu Toiletten“

Sie erinnern sich:
„Schwerter zu . . . „?

kein Problem, die meisten Buden in den Ballungszentren sind doch heute eh schon ein Wohnklo mit Kochgelegenheit. Also das erschüttert unsere idiotisch gefestigten Genossen nun wahrlich nicht. Mit Zigaretten und Gummiautomaten im Hausflur des neusozialistischen Plattenbaus.

Ich find’s gut. Die meisten der Handwerker, die jetzt jammern, haben nämlich mit ihrem Opportunismus zu genau diesen Verhältnissen beigetragen, ähnlich wie die älteren Damen, die permanent erzählen, wieviel Angst sie haben, abends überhaupt noch rauszugehen.

Diese ganzen Feiglinge, die hinter vorgehaltener Hand jammern, aber wenn es hart auf hart kommt, mindestens den Kopf einziehen oder sogar noch mit der „Wir-sind-mehr“-Fraktion gegen die Kritiker agitieren, weil es gerade opportun erscheint, funktionieren in jedem System. Es muss wohl noch viel schlimmer kommen, um überhaupt noch eine, wenn auch geringe, Chance auf Besserung zu haben.

Zitat: „meinten am 10. Oktober 2017 die Richter in Karlsruhe (Az. 1 BvR2019/16).“
………… „Ab dem 1. Januar 2019 gilt die neue Regelung.“

> Man kann sich immer wieder nur wundern: Bei andere Urteile wo es um wesentlich wichtigere Dinge geht, da braucht es bis zur entgültigen Umsetzung zig von Jahre. DOCH wenn es um die Klo-Schüssel geht, solch „(un)wichtigen“ Schei… schafft man dann in nicht mal 1 1/2 Jahre umzusetzen. Ein bißchen Irrer geht in Deutschland immer….!