Grünes Feindbild: Auto

Hinter allem gegen Autos, jetzt wg. Diesel, morgen wg. Benzin und übermorgen E-Autos wg. Feinstaub steckt die Feindschaft gegen die Freiheit, hier gegen die Freiheit des einzelnen, sich, wann er will, auf den Weg zu machen, wohin er will.

© Steffi Loos/Getty Images
Aktivisten der Deutschen Umwelthilfe demonstrieren in Berlin gegen die Emissionen von Diesel-Fahrzeugen

Jeder Billard-Spieler weiß, was gemeint ist, wenn über die Bande gespielt wird. Vor einer Karambolage muss der Ball die Bande an den Seiten des Tisches berühren, das Ziel wird nicht direkt, sondern indirekt erreicht. Jeder der nach Brüssel fährt, wird, wenn er die richtigen Gesprächspartner beim EU-Besuch findet, erfahren, was es mit dem „Über-die-Bande-spielen“ in der Politik auf sich hat. Alles, was sich in einem Land nicht direkt durchsetzen lässt, wird an übergeordnete Institutionen mit der Bitte geschickt, die Durchsetzung zu forcieren.

So verhält es sich auch bei Verordnungen und Entscheidungen, bei denen die Bürokratie in Brüssel die Finger im Spiel hat. In Brüssel erfährt wohl jeder, der ein wenig genauer nachfragt, wie dort über die Bande gespielt wird. Wenn etwas in einem Mitgliedsland nicht durchsetzbar ist, werden die demokratisch wenig legitimierten Instanzen in Brüssel bemüht. Beschlüsse werden dann durch die Kommission initiiert und durchgesetzt, wenn nötig wird ein Abnicken des EU-Parlaments eingeholt. Der Ball kommt dann „über die Bande Brüssel“ zurück ins Mitgliedsland, von dem die Durchsetzung gefordert wird. Die Initiatoren des Bandenspiels im Mitgliedsland waschen ihre Hände in Unschuld.

Von der grünen Forderung 5 DM für den Liter Benzin …

Wer die Klagedrohung der EU-Kommission zur Durchsetzung von Abgasgrenzwerten jetzt im Zusammenhang mit den Forderungen von Umweltverbänden und Grünen sieht, kommt ziemlich schnell auf die Idee, auch hier könne ein Bandenspiel, in der doppelten Wortbedeutung, praktiziert werden. Denn die Ziele und Forderungen der grünen Umweltschützer sind alt, nur konnten sie bislang nicht durchgesetzt werden. Erinnern wir uns: 1998 beschlossen die Grünen, dass der Preis pro Liter Benzin auf 5 DM steigen sollte. Die Bürger sollten dazu veranlasst werden, das Auto stehen zu lassen und auf den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen. Das klappte nicht. Es kostete die Grünen heftig Stimmen bei Wahlen, so dass der Beschluss schnell wieder einkassiert wurde. Bei aller Ideologie, Opportunität ging vor.

Doch damit war die Idee längst nicht vom Tisch. Während der Ausbau der Bundesautobahnen, der Straßen und der Brücken von der grün ausgerichteten Anti-Auto-Politik regelrecht verschlampt wurde, entstand ein immenser Schaden für die Infrastruktur des Wirtschaftslandes Deutschland. Jeder, der sich heute mit dem Auto durch das bundesdeutsche Baustellennetz kämpft, erkennt die aufgelaufenen, kaum zu bewältigenden Probleme. Indes wurde das Geld anderweitig ausgegeben und in eine „Verkehrsbehinderungsinfrastruktur“ investiert. Doppelspurige Straßen in Städten wurden zurückgebaut, Verkehrspoller wurden zur Behinderung des fließenden Verkehrs aufgestellt, Straßen partiell verengt, Bremsschwellen wurden eingebaut, innerstädtische Parkplätze abgeschafft, Haltebuchten für Busse wurden mit erheblichem finanziellen Aufwand zurückgebaut, damit sich der Verkehr hinter den Fahrzeugen des öffentlichen Nahverkehrs staut, und Großstädte führten in ihren Ampelschaltungen die „Rote Welle“ ein, um den Autoverkehr aufzuhalten. Das Auto verursacht Staus, Fahrer drehten Runde um Runde, um endlich einen Parkplatz zu finden. Intelligente Verkehrslenkung sieht anders aus. Der grünorientierten Verkehrspolitik war offenbar jedes Mittel recht für ihr Ziel, die Bürger aus dem Auto in die öffentlichen Verkehrsmittel zu drängen. Dass dabei Staus entstanden, die die Luft verpesten: ein Kollateralschaden, der jetzt nicht einmal unwillkommen ist, kann er doch benutzt werden, den Auto-Verkehr für die angeblich so schlechte Luft verantwortlich zu machen. Tatsächlich gibt es in den meisten Städten aber gegenüber 1990 sehr viel bessere Luftwerte, 60 Prozent weniger Stickoxide. Eine Verbesserung, die sicherlich nicht auf die genannten Maßnahmen zur Ausbremsung des Verkehrs zurückzuführen ist.

… über die „Verkehrsbehinderungsinfrastruktur“ …

Nun wird die angebliche Luftverpestung als Argument angeführt, um den Auto-Verkehr in den Städten zu stoppen. Ziel ist es wieder, die Menschen in Busse und Bahnen zu zwängen. Nachdem sich Umweltverbände und Grüne bei den bisherigen Maßnahmen nicht gerade Freunde in der Bevölkerung gemacht hatten, hatten sie nun ein leichtes Spiel. Durch den Diesel-Skandal, den dümmlich agierende Manager von Auto-Konzernen verursacht hatten, gelang es den Grünen und der Deutschen Umwelthilfe, ein wirkungsvolles Feindbild aufzubauen: die „fiese, betrügerische Auto-Industrie“ mit ihrem „schmutzigen“ Diesel-Auto, die doch gefälligst zahlen soll. Dadurch gelang es den vermeintlichen Umweltschützern, selbst ein wenig in den Hintergrund zu treten. Geschichten über grüne Politiker in spritfressenden Nobelkarossen und den Chef der „Deutsche Umwelthilfe“, der, nachdem er lt. Munzinger-Archiv 1986 ein Studium der Verwaltungswissenschaften ohne Abschluss beendete, in der Lufthansa-VIP-Lounge verkehrt und mit einer Vielfliegerkarte um die Welt jettet, um diese zu retten, gerieten so nur sporadisch an die Öffentlichkeit. Da wird wohl Wein getrunken und Wasser gepredigt.

Es ist leicht, sich hinter Grenzwerten zu verstecken und sie einzufordern, ohne diese selbst in Frage zu stellen. Es ist aber wenig plausibel, warum Grenzwerte der EU für die Außenluft in der Stadt gelten sollen, die Werte für die maximale Arbeitsplatzkonzentration (MAK) bei Handwerksbetrieben aber um ein Vielfaches höher sind. Selbst für die Luft von Innenräumen, das sind beispielsweise Privathäuser, Büros, aber auch Krankenhäusern und KITAs, sind immerhin noch mehr als doppelt so hohe Stickoxidwerte zulässig. Nachzulesen auf der Seite des Bundesumweltamtes. Warum die Außenluftgrenzwerte in diversen Ländern recht unterschiedlich bewertet werden, ist auch nicht recht plausibel. Vielleicht, weil die Werte durch Epidemiologen festgelegt werden, die vor allem korrekt oder vermeintlich korrelierende statistische Werte miteinander in Beziehung setzen.

… zum Geschäftsmodell Dieseljagd

Besser wäre es sicherlich, auch einmal ausgewiesene Mediziner und Toxikologen zu fragen. Diese kämen, wie der Toxikologe Prof. Dr. Helmut Greim von der TU München, wahrscheinlich zu anderen Schlüssen. Doch da wird per Bandenspiel gleich ein Riegel vorgeschoben, beispielsweise indem die Sendung „Panorama“ dem renommierten Wissenschaftler Industrienähe, damit Befangenheit unterstellte und dessen Ruf in unvorteilhaftem Licht erscheinen ließ. Ganz nebenbei: Umweltministerin Hendricks überreichte Prof. Greim 2015 das große Bundesverdienstkreuz mit Stern, die höchste deutsche Ehrung. Auch Versuche der RWTH Aachen, eine der renommiertesten deutschen Forschungsstätten, wurden in ein schiefes Licht gestellt. Dort hatten sich bezahlte freiwillige studentische Probanden für einen begrenzten Zeitraum in einen Raum begeben, in dem 400 µg/m³ Stickoxid vorhanden war – also nicht einmal die Hälfte von zugelassenen Arbeitsplatzgrenzwerten. Das Medienecho war verheerend, sogar völlig unangebrachte Assoziationen zu Gaskammern wurden hergestellt, von „Menschenversuchen“ wurde gesprochen.

Wie Berlin seine Verantwortung verschleiert
Fahrverbote: Dieselgrenzwert vor dem Bundesverwaltungsgericht
Fast zur gleichen Zeit hatten Forscher des renommierten schwedischen „Danderyd University Hospitals“ auch Versuche mit Probanden durchgeführt – und niemand aus der Gesundheits- und Umweltlobby regte sich auf. Fünfzehn Personen nahmen an dem Test teil, allesamt Nichtraucher. Sie inhalierten den Dampf von E-Zigaretten, eine Gruppe dampfte Liquid mit, eine ohne Nikotin. Bei den Probanden, die nikotinfrei dampften, waren danach Puls und Blutwerte normal, bei den anderen gab es erhebliche Körperreaktionen, die mehrere Stunden andauerten: erhöhter Pulsschlag und Blutdruck. Nun ist das Ergebnis wenig verwunderlich. Hätte man passionierten Nichtrauchern Nikotin in Tablettenform oder in Flüssigkeit zugeführt, wäre wahrscheinlich ein ähnliches Ergebnis herausgekommen. Verwunderlich war aber die Reaktion der Presse. Es wurde über diesen „Menschenversuch“, bei dem einem Teil der Gruppe offenbar körperlicher Schaden zugefügt wurde, eher positiv berichtet, denn er bestätigte, was man bestätigt haben wollte. Das war beim Aachener Versuch eben nicht der Fall, obwohl bei den Probanden dort keinerlei Schädigungen oder Beeinträchtigungen nachgewiesen werden konnten. Aber offenbar wollten interessierte Umweltschützer nicht, dass Grenzwerte aufgrund wissenschaftlicher Kriterien in Frage gestellt werden.

Es scheint also, als ginge es den selbsternannten Umwelthelfern nicht um wissenschaftliche Erkenntnisse, sondern um politische Ziele im öffentlichen Nahverkehr. Dafür spricht auch, dass kurz nach der Anti-Diesel-Kampagne bereits erste Forderungen von Umweltschützern in der Presse verbreitet wurden, dass auch moderne Benziner mit Fahrverboten belegt werden sollten, weil sie angeblich zu viel Feinstaub erzeugten. Ich hatte eine solche Kampagne bereits Wochen zuvor in meiner Bekanntschaft vorhergesagt, hatte aber vermutet, es werde nicht um Feinstaub gehen, sondern um aromatische Kohlenwasserstoffe. Merkwürdigerweise traten diese Forderungen an die Benzinautos aber vor dem Leipziger Urteil zurück. Vielleicht hatte man erkannt, dass dann das politische Ziel der gesamten Kampagne zu offensichtlich wurde.

So stand die heftige Drohung der Brüsseler EU-Kommission im Raum, Länder wegen der nicht eingehaltenen Grenzwerte zu verklagen, und auch das Umweltministerium kam kurz vor dem Urteilsspruch assistierend mit einer Studie heraus – natürlich waren da wieder die Epidemiologen am Werke. Sie besagt, dass die jetzigen Grenzwerte für die Außenluft noch viel zu hoch seien. Der Druck, der auf den Leipziger Richtern durch das Bandenspiel lag, war hoch, das Urteil lässt aber bei näherem Hinsehen trotz des Drucks der Lobbyorganisationen und EU-Kommission noch Spielräume. Fahrverbote für Dieselfahrzeuge können zwar von Städten eingeführt werden, die Städte müssen aber ihre Luftreinhaltepläne auf Verhältnismäßigkeit prüfen und gestalten.

In dem „aber“ des Gerichtes könnte die Chance liegen, die ideologisch geführte Diskussion auf eine rationale Ebene zu bringen. Denn als nächstes wird wohl gerichtlich darüber gestritten, was unter der geforderten Verhältnismäßigkeit zu verstehen sei. Da sollten seriöse Wissenschaftler und eben auch Toxikologen zu Rate gezogen werden.

Warum dürfen Kreuzfahrt- und Containerschiffe fahren?

Zum Beispiel im Fall der Stadt Kiel. Auch dort klagen die professionellen Umwelthelfer auf Fahrverbote. Dies, obwohl nicht allzu weit von der Messstation die Kieler Förde im Hafen der Stadt endet. Dort liegen im Sommer oft bis zu fünf große Kreuzfahrtschiffe. In der Nähe sind auch eine Müllverbrennungsanlage und eine Steinkohlekraftwerk, quasi der Auspuff der E-Autos, der tagein, tagaus vor sich hin qualmt. Und nicht zu vergessen: der Nordostsee-Kanal, die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt, die in der Förde endet. Wer ein wenig im Internet recherchiert wird gerade bei Umweltorganisationen die Behauptung finden, dass die Abgase der Schiffs-Dieselmotoren um ein Vielfaches höher und schädlicher sind als die von Autos. Da werden Werte um das Hundert- oder gar Tausendfache genannt. Diese Zahlen erscheinen vielleicht überhöht, wenn auch eine Vielfachbelastung belegt erscheint. Laut Naturschutzbund Deutschland (NABU) entweichen beispielsweise in der Nordsee bis zu 90 Prozent der Schiffsemissionen innerhalb von nur 90 Kilometern Entfernung zur Küste, so dessen Hintergrundpapier zu Luftschadstoffemissionen von Containerschiffen.

Wie sieht es dann wohl bei der meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße aus? Dort wird es nicht anders sein. Deren Mündung in die Förde liegt gerade einmal etwa 7 km Luftlinie von der Messstelle. Der Abstand der Liegestellen für die Kreuzfahrtschiffe ist nicht einmal 3 km entfernt, das qualmende Steinkohlekraftwerk ca. 5 km, die Müllverbrennungsanlage liegt knapp 2 km weit weg und wie die Messstation am Theodor-Heuss-Ring. Dass sich dort auch in den Stoßzeiten Autos stauen, steht außer Frage, liegt aber wohl auch an einer verfehlten grünorientierten Verkehrspolitik der Stadt Kiel. Wenn denn die Schiffsemissionen tatsächlich so viel höher und gefährlicher sind als die von Autos, warum wird dann nicht die Förde und der Nordostsee-Kanal für Schiffe mit Dieselmotoren gesperrt? Zumal an deren Stränden doch Ortschaften als anerkannte Seebäder liegen. Doch auch hier gilt für die Klagenden: es ist nicht opportun. In Städten wie Hamburg wird es sich ähnlich verhalten.

Eine Sperrung der Innenstädte für diverse Fahrzeuge wird sicherlich den Verkehr vermindern, ob es aber zur intendierten Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs führt, ist fraglich. Ob dadurch tatsächlich die von Epidemiologen drohend behauptete, aber wohl kaum kausal nachweisbare Krankheits- und Sterblichkeitsquote zurückgeht, ist ebenso ungewiss; schon allein, weil die Prämissen dieser Horrorszenarien nicht stimmen. Gewiss ist aber, dass die ausgesperrten Autofahrer mehr und mehr außerhalb gelegene Einkaufszentren und Outlets sowie Ausweichstrecken durch Wohngebiete nutzen werden. Gewiss ist auch, dass sich Amazon und Internetanbieter über viele neue Bestellungen freuen werden. Ob der Einzelhandel in den Innenstädten die Verbote überlebt, ist allerdings fraglich. Vielleicht erstickt er ja an der „sauberen“ Luft.

Bernd Steinbrink ist Medienwissenschaftler.

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120 Kommentare auf "Grünes Feindbild: Auto"

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„Das Weib an der Macht pflegt sich zu entweiben und weil es kein Mann sein kann, wird es ein Tyrann.“―Peter Rosegger

Fürwahr,es ist erst so richtig losgegangen mit dem „Grünen Krieg“ für die „Umwelt“ aber gegen die eigenen Bürger,seit eine gewisse Frau Merkel auf den Plan trat!

Diese Frau,in Gemeinschaft mit dem Grünen Pöbel wird es schaffen unser Land und seine Bürger endgültig schachmatt zu setzten!

Oder aber wir sorgen dafür,das diese Art von „Volkesliebe“ voll auf diese Kreaturen zurück schlägt!

Noch ist es nicht zu spät!!

„„Das Weib an der Macht pflegt sich zu entweiben und weil es kein Mann sein kann, wird es ein Tyrann.“―Peter Rosegger“
Gutes und zu 100% der Wahrheit entsprechendes Zitat. Allein – die Konsequenzen aus diesem Zitat ist niemand bereit durchzuführen. Noch nicht.

Willkommen im Anthropozän: unsere Gestaltungsmacht ist so groß, dass wir evolutionäre Regelkreisläufe beeinflussen und u. U. mit irreveriblen Schädigungen rechnen sollten.
Um den „kulturellen Güterkreislauf“ durch marktwirtschaftliche Regeln zu lenken, sollten sie ihn abstrahieren und als Bezugssystem für staatl. Steuern nutzen.
Das wäre zeitnäher, ideologiefreier, wettbewerbs- und leistungsorientierter.

EXAKT so absurd und verlogen ist das.
Nur lesen tut man es sonst nirgendwo. Im Gegenteil, jeden Morgen kann ich mir von WDR5-Moderatoren und zugeschalteten „Experten“ wieder anhören, wie verpestet die Luft ist (sic!) und dass man gefälligst Bus, Bahn und Rad fahren soll, um die Welt zu retten.
der Grad an Festigkeit des WDRschen Weltbildes ist wirklich erstaunlich. Seit einiger Zeti höre ich morgens Klassik-CDs, um mich nicht schon so früh aufzuregen.

Dank an TE!

Ich höre seit ca. 2 Jahren nur noch BFBS. Alle wdr Sender und deren Derivate verursachen binnen kürzester Zeit Brechreiz bei mir.

Ich empfehle auch mal zu recherchieren, wieviel an NOx auf den Flughäfen dieser Welt produziert wird. NOx entsteht generell bei sehr heißer Verbrennung, und die Verbrennung von Jet-Triebwerken ist sehr heiß.

Ich habe nur wenige Airports gefunden, die diese Daten veröffentlichen, unter anderem LA. Die Werte sind so hoch, dass nach deutscher Lesart alle Mitarbeiter auf den Airports auf der Stelle tot umfallen müssten. Oder zumindest mit Sauerstoffmaske arbeiten 🙂

Die Ideologen sind nicht in der Lage, die Zeichen der Natur zu lesen. War in den 50ern,60gern bis ungefähr 90 kein Baum mit Flechten auf der Rinde wegen der Menge an Luftschadstoffen, die ein saures Milieu schufen, ist heute wirklich ausnahmslos jeder Baum mit Flechten und Moosen besiedelt. Dies ist ein Indikator für saubere Luft, die ich als Kind nicht kannte. Wer in den 60ern bei den jetzigen Temperaturen draußen die Rauchfahnen der Kohleöfen einatmen musste, weil diese schlicht auf den Boden fielen, sollte sich nicht zum Umweltapostel erklären, wenn er in den 90ern geboren ist.

Ich habe 2 Jahre in Galway, Irland verbracht. In den 90ern wurde dort massiv mit „peat“ = Torfbriketts geheizt bzw. der im Wohnzimmer befindliche Zierkamin bestückt.
Die Teile brannten ziemlich mäßig, rauchten aber ganz gut. Sie hatten halt den Vorteil, dass sie im nahen Connemara einfach aus der Erde gestochen werden konnten. Konsequenterweise war die Luft an kalten, trockenen Tagen über der Stadt so, dass die DUH vermutlich sofort auf ein Verbot der Republik Irland geklagt hätte.
War trotzdem schön, und ich lebe noch 🙂

Das ist eine Neid-Debatte. Viele können sich gar kein Auto mehr leisten. Die gibt es nämlich nicht beim Discounter. Da wird den Bürgern erzählt, wie toll es ist, mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln dichtgedrängt zur Arbeit zu fahren. Interessanterweise zahlen davon Einige gar nichts. Der hohe Fahrpreis gilt nur für die “schon länger hier Lebenden“.

Dass das viel mit Neid zu tun hat, lässt sich in einigen Universitätsstädten beobachten. Akademisches Prekariat auf dem Fahrrad bei minus zehn Grad – da sieht man glückliche Menschen. Viele von ihnen überhöhen ihre schiere materielle Armut (die teils erklärbar, teils im deutschen akad. Mittelbau – Stichworte Zeitverträge und Wissenschaftszeitvertragsgesetz – grob fahrlässig angelegt ist) mit moralinsaurer Hybris. Kann man es allen von Ihnen verdenken, besonders angesichts der Gehirnwäsche, der sie seit Ihren Kita-Tagen* ausgesetzt waren?

*“Windel-Bomber Harris“ (weil er für seine Partei die strategische „Lufthoheit über den Kinderbetten“ als politisches Ziel proklamierte) soll ja jetzt unter Merkel ins Finanzministerium vorrücken.

Zitat: „Viele können sich gar kein Auto mehr leisten.“

Welch treffende Aussage. Die Werbeindustrie bemüht sich, windet sich, diesen Umstand zu verschleiern. Vergeblich.

Am Schlimmsten ist die geistige Armut und der Todeskult dieser „armen“ Geschöpfe, die immer nur Party wollten, nie sparen wollten und über den Fleißigen, der es ihnen nicht nachtat, gelacht haben.

Hat doch was spannendes, wie die Hipster, die die durch sie selbst herbeigeführte Whole Foods Gentrifizierung in Städten die wirtschaftlich schwachen aufs Land drückt, wo der Mangel an Möglichkeiten sie ins Auto nötigt, weil der Mangel an Beschäftigung sie jeden Tag in die Städte treibt.
Darüber bloggt sich in der wohlfeilen Blase bestens.

Und die Verteufelung des Diesel-PKWs entwertet diese enorm, sodass ein gebrauchter wohl kaum noch verkäuflich ist. Ein weiterer Effekt dessen wird sein, dass die Benziner teurer wreden. MARKTWIRTSCHAFT.

Deutschland ist unwiderruflich und endgültig vom Ökovirus der grünreligiösen Protagonisten befallen. Das totale Durchgrünen ist allgegenwärtig, dank der meinungsbestimmenden Massenmedien, voran aller Fernsehsender. Es sind gar nicht mehr die grünen Ökosozialisten selbst, welche die Demontage Deutschland eingeläutet haben, sondern z.Teil ebenfalls die einst vorzeige Unternehmen in Punkto stabiler Energieversorgung. Deutschland 2018 hat sich endgültig zur Lachnummer eins, in der ganzen Welt entwickelt und muss aufpassen, das es sich nicht selbst veralbert total verfehlte (Asyl-/Integrationspolitik) Es ist kein Land der Dichter, Denker und Erfinder mehr. Ob Ingenieur- Medizin-Studium, oder Stammzellforschung, ob Filmproduktionen – überall nur noch Durchschnitt oder Unterdurchschnitt, überall lebt… Mehr

Sehr treffend ihr Kommentar,Ich schließe mich gerne an!!

Die Grenzwerte wurden ohne wissenschaftlichen Hintergrund festgelegt….politische Vorgaben der EU..
Fazit, wer für die EU ist wird sich daran gewöhnen müssen, das Beamte, die nichts zu tun haben, sinnlose Vorgaben machen.
Die Anordnung der Messstellen wurde optimiert, um die Schadstoffe vor der Verteilung optimal zu erfassen. Der Deutsche ist dumm…und so hat er sein Schicksal eben verdient…
87 % der Fliegen können sich nicht irren…

Und was muss das für eine Hölle für die übrigen 13% der Fliegen sein, die mit den dummen 87% zusammen leben. Mann, man kann sich deren Leid gar nicht vorstellen……. oh.

Herr Steinbrink, als Innenstadtbewohner habe ich natürlich eine etwas andere Perspektive als die Landbevölkerung, die tatsächlich auf das Auto angewiesen ist. In den Agglomerationen kommt der Individualverkehr nun allerdings wirklich allmählich an eine Grenze. Urbanität haben wir schon lange der autogerechten Innenstadt geopfert. Dass der Verkehrslärm und die Abgase an den Hauptverkehrsstraßen gesundheitsschädlich sind, bezweifelt heute kein Umweltmediziner mehr. Es wird zuviel und unsere Landsleute mögen nun mal keine kleinen, leichten spritsparenden Autos, sondern ordern Kleinlastwagen (SUVs), um ihre Kinder in die Schule zu fahren. Hypermobilität, Hyperindividualismus und Hyperautonomiestreben stoßen an Grenzen. Irgendwie muss man das ein bisschen zurückdrehen. Singapur… Mehr
Nicht nur Landbevölkerung, auch die Stadtbevölkerung ist auf das Auto und motorisierten Individualverkehr angewiesen. Wenn ich schon solche Ausdrücke wie „Autogerechte Stadt“ höre, wird mir schlecht. Wer sich daran stößt, der versteht nicht, das Größe und Kapazität heutiger Städte ohne Individualverkehr einfach unmöglich wären. Und die Abschaffung des Individualverkehrs zum unmittelbaren Tod – ja, dem Tod – von 90% der Bevölkerung in Deutschland zur Folge hätte. Wer das nicht glaubt, kann ja mal durchspielen, wie eine derart große Bevölkerung versorgt werden kann ohne Individualverkehr. Derjenige, der dieses Szenario wirklich durchspielt, wird zu diesem Ergebnis kommen. Kein öpnv dieser Welt kann… Mehr

Ihre Argumente, so nachvollziehbar diese auch sein mögen, verleiten Sie jedoch dazu, ins andere Extrem zu verfallen….Hypermoral, Nanny-Staat, sowie Spaltung der Gesellschaft, in welcher es eine richtige und eine falsche Meinung gibt. Ja, individuelle Freiheit hat gewisse Grenzen, wohin führt aber deren fortgesetzte Begrenzung? Letzlich, wenn Sie es zuende denken, steht dahinter sehr stark die Idee des Menschen als Nur-Gattungswesen. Ich bitte darum, dies mit großem Ernst zu bedenken.

Und wo ist da der Zusammenhang? Ein erheblicher Teil der Dieselfahrzeuge sind Servicefahrzeuge von Handwerkern, Lieferanten, Polizei, Taxis und Nahverkehr.

Außerdem war das in den späten 70ern und frühen 80ern VIEL, VIEL schlimmer! Dieses Narrativ von der aktuellen Negativentwicklung, die jetzt aber wirklich nicht mehr erträglich sei und entschlossenes Handeln erforder, ist hanebüchen.
Heute ist die Luft in Städten viel besser als früher, können Sie auf der Seite von B. Hendricks nachlesen (www.uba.de, bin mal gespannt, wie lange noch).

Was stimmt: der Verkehr hat stark zugenommen, Stau allerorten, gegen diese Entwicklung sollte man ansteuern. Aber die LUFT ist trotzdem viel besser geworden. 60% weniger Nox als 1995, dito Feinstaub. Was wollen DUH?

Die Grünen verfügen über ein Vorstellungsvermögen wie Goldfische. Was glaubt diese Gesinnung was mit den ausgemusterten Diesel PKW passiert? Zu Erde oder Haschisch jedenfalls nicht – auch wenn sie noch so glücklich darüber wären. Nein, eben diese Autos werden im Ausland froh und munter weiter fahren! Ich warte auf den Tag, bis die Forderung nach einer grünen Haube über Deutschland durch den Bundestag weht. Hallo ihr Grünen, ihr und Deutschland seid ein Fliegenschiss auf der Weltkarte! Heuchelt nicht länger die Mär der Weltrettung- ist einfach lächerlich

War letztes Jahr in Ungarn und Serbien.Die Traktoren auf den Feldern stießen Rauchwolken der Kategorie Euro 8-10 aus. Satire.
Faktisch ist dort kein Problem mit Dieselabgasen, zumal ein Großteil der Menschen mit alten Diesel nach D. fährt und dort arbeitet. Deutlich schlimmer ist, das dort, wo in den 60ern Umgehungstrassen geplant waren, Bauland ausgewiesen wurde, auf dem nun der besser situierte Bevölkerungsanteil siedelt, der in den Verwaltungen sitzt, Rot-Gün wählt und jegliche Bauplanung für Umgehungsstrassen torpediert. Die gemeine Bevölkerung soll sich mit ineffizienten ÖPNV herumplagen, um deren behagliches Wohnen zu ermöglichen.

Die Fläche der Meere auf der Erde beträgt 71 %, die Landfläche 29 %. Die Fläche Deutschlands beträgt 0,07 % der gesamten Erdoberfläche.
Sie haben völlig recht! Ein Fliegenschiss!
Aber wer will das wissen? „Emotionen“ stehen aktuell höher im Kurs, als rationales Denken.

Toll, daß Sie mein Heimatland als Fliegenschiss, wenn auch auf der Weltkarte, bezeichnen und woher haben Sie eigentlich die Kenntnis oder gar das Wissen, welches Vorstellungsvermögen Goldfische haben? Das stammt doch eher aus der Grüninnen ‚Bildung‘ und Wort’schatz‘ .

@baucis

Dagegen gibt es das Mittel der bürgerlichen Revolution ….

siehe: Französische Revolution – Kampf für die bürgerliche Freiheit

Nun ja, wie die franz. Revolution dann gewütet hat, in der Form möchte ich keine Revolution.

Ja, … da werden wohl diesmal Köpfe „rollen“.

Deutsche Revolution? Um Wladimir Illjitsch Ulljanow – alias Lenin – zu bemühen, so viele Bahnsteigkarten gibt’s gar nicht zu kaufen, damit die dafür notwendige Anzahl Deutsche wenigstens einen Bahnhof betreten um ihn dann revolutionär zu befreien.

Peachum:
Darum bleibet alle stehen, wo ihr stehet,
Und singt den Choral der Ärmsten der Armen,
Deren schwieriges Leben ihr heute dargestellt habt.
Denn in Wirklichkeit ist gerade ihr Ende schlimm.
Die reitenden Boten des Königs kommen sehr selten,
Und die getreten werden, treten wieder.

Die Dreigroschenoper von Bertolt Brecht

Macheath:
Gerette gerette!
Ja, ich wusste es ja, ich wusste es,
Wenn die Not am höchsten, ist die Rettung am nächsten.

Das ist der Plan, so ist er niedergeschrieben, bejubelt bei der Verkündung und mit bemerkenswerter Verkniffenheit umgesetzt. Stück für Stück, Tag für Tag. Was, wenn das Werk vollendet ist? Und es dürften nicht wenige sein, denen die Umsetzung zuwider ist. (West-) Europa den Rücken kehren scheint die einzige Alternative zu sein, denn auf gesittetem, parlamentarisch-demokratischem Weg ist dem grünen Ungeist nicht beizukommen. Oder Sezession. Aber ich denke, und die Geschichte des Marxismus bestärkt mich in dieser Annahme, das würden „im eigenen Lande“ nicht geduldet werden, dann werden wir bekämpft werden. Und was bekämpft werden heißt, kann man nicht an den… Mehr