Euro-Opfer Griechenland – grausige Lage und verlorenes Kapital

Bundesregierung und viele Medien bejubeln die wirtschaftliche Lage Griechenlands. Doch das Land ist in einer verheerenden wirtschaftlichen Lage - und das Geld des Steuerzahlers verloren, analysieren Marc Friedrich und Matthias Weik.

ARIS MESSINIS/AFP/Getty Images

Längst scheint vergessen zu sein, dass Griechenland den Eintritt in die Eurozone erschlichen hat. Hierzu dienten manipulierte Daten (sogenannte Zinstausch (Swap)-Geschäfte, die griechische Defizitzahlen verschleiern) und die Hilfe der US-Investmentbank Goldman Sachs, deren Vizepräsident damals in Europa interessanterweise Mario Draghi hieß. Jetzt verkünden EU-Politiker freudig, dass es in dem faktisch bankrotten Staat aufwärts geht und Griechenland nicht mehr auf Hilfe angewiesen ist und den Rettungsschirm verlässt. EU-Finanzkommissar Pierre Moscovici frohlockte sogar: „Die griechische Krise ist heute Abend vorbei“. Ist dies tatsächlich der Fall, oder ist der Sachverhalt doch ein anderer? Steht das Land tatsächlich so positiv da, wie uns von der Politik suggeriert wird? Wird der Steuerzahler von der Politik abermals hinters Licht geführt? Schauen wir uns die Fakten an:

Seit 2010 musste der Mittelmeerstaat mehrfach durch die Euro-Partner und den Internationalen Währungsfonds (IWF) vor dem Staatsbankrott gerettet werden. Insgesamt bekam Griechenland seitdem fast 274 Milliarden Euro. Athen musste im Gegenzug für die Bevölkerung furchtbar schmerzhafte Reformen umsetzen. Wir sagen knallhart: Das Land wurde kaputt gespart. Am 20. August 2018 endet das dritte griechische Hilfsprogramm mit einem Gesamtvolumen von 86 Milliarden Euro. Ausgezahlt wurden davon bisher 46,9 Milliarden Euro.

Ex-Bundesfinanzminister Schäuble täuscht

Mit dem Versprechen, dass der IWF auch bei eben diesem dritten Hilfspaket für Athen mitmacht und eine finanzielle Beteiligung des IWF „unverzichtbar“ sei, hat der ehemalige Finanzminister und aktuelle Präsident des Deutschen Bundestages Wolfgang Schäuble die Griechenland-Hilfen durch den Bundestag gebracht. Jetzt laufen sie bald aus und es stellt sich heraus: Schäuble hat die Öffentlichkeit getäuscht. Der Bundestag hat dem dritten Hilfspaket lediglich in der Erwartung zugestimmt, dass sich der IWF daran beteiligt. Der IWF glaubt jedoch den Euro-Optimisten offensichtlich schon lange nicht mehr. Dieser geht berechtigterweise davon aus, dass Griechenland ohne einen Schuldenschnitt nicht mehr wirtschaftlich wieder auf die Beine kommt. Beim IWF hat sich seit Längerem die Erkenntnis durchgesetzt, dass man schlechtem Geld kein gutes Geld mehr hinterherwerfen sollte. Folglich ist auch kein weiteres Geld mehr vom IWF geflossen. Aber dies ist nicht das erste gebrochene Versprechen von Bundestagspräsident Schäuble in der Causa Griechenland. Schon 2012 verkündete er lautstark: „Es wird kein zweites Rettungspaket für Griechenland geben.“ Griechenland hat im Enddefekt sogar drei davon bekommen und wir sind uns sicher, auch ein viertes Paket wird kommen.

Jetzt soll abermals Geld nach Athen fließen. Deutschland und die übrigen Europartner einigten sich auf eine „letzte“ Milliardentranche an Athen in Höhe von 15 Milliarden Euro aus dem laufenden Rettungsprogramm zum Aufbau eines Finanzpuffers. Obendrein muss Griechenland mit der Schuldenrückzahlung aus dem zweiten Hilfsprogramm zehn Jahre später beginnen. Ursprünglich hätte Griechenland im Jahr 2023 die ersten Raten zurücküberweisen müssen. Dies ist nichts weiter als ein verkappter Schuldenschnitt. Auf Grund der Inflation wird der einst vergebene Kredit wird im Laufe der Jahre immer weniger wertvoll. Beispielsweise entwertet einen relativ niedrige Inflationsrate über 10 Jahre in Höhe von 1,5 Prozent einen Kredit um knapp 14 Prozent. Ein Schuldschein in Höhe von einer Milliarde Euro wäre dann nur noch rund 860 Millionen Euro wert.

Acht Jahre lang benötigte Griechenland Notkredite, um seine Ausgaben finanzieren zu können und jetzt soll alles besser sein?

Politik und Presse überschlagen sich mit Jubelmeldungen 

Griechenland verzeichnet inzwischen wieder ein Wirtschaftswachstum (1,7 Prozent 2017) und einen Haushaltsüberschuss von 0,8 Prozent. Man geht davon aus, dass Griechenland ab sofort wieder Kredite auf dem freien Finanzmarkt aufnehmen kann. Auf die Konditionen und die Anzahl der Interessenten sind wir mehr als gespannt.
Woher kommt das „angesparte“ Geld des griechischen Staates? Ein Teil davon gewiss von Steuereinnahmen sowie vom Veräußern von Volkseigentum. Wichtige Teile der griechischen Infrastruktur wurden privatisiert (Fraport hat z.B. mehrere Flüghäfen übernommen) und somit ein für alle Mal aus den Händen des griechischen Staats. Ein anderer Teil, weil Renten noch nicht oder nur teilweise ausbezahlt wurden und weil der Staat viele Leistungen an seine Bürger nicht erbracht hat. Ferner wurden griechische Renten bereits um 60 Prozent (!) gekürzt. 2019 werden sie erneut gekürzt werden. Was wäre bei uns im Land los, wenn der Staat zu solchen Maßnahmen greifen würde?

Wie steht es tatsächlich um Griechenland?

Die griechische Bankenlandschaft befindet sich immer noch in einem besorgniserregenden Zustand. Die sogenannten „non-performing loans“ (NPLs) (Kredite, welche seit mehr als 90 Tagen nicht mehr bedient werden) liegen im Schnitt bei 48,5 Prozent aller Kredite – hiervon waren im ersten Quartal 2018 knapp 43,9 Prozent der Immobilienkredite, 57,2 Prozent der Konsumentenkredite und 49,6 Prozent der Unternehmenskredite notleidend. In Deutschland sind es gerade einmal 2,5 Prozent. Die NPLs werden von der EU, der Bundesregierung und Finanzminister Scholz als „Ergebnis der Finanz- und Euro-Krise von 2007/10“ und damit als „vorübergehende Altlast“ dargestellt! Jedoch steigt die NPL-Quote noch immer. Die EU, die EZB und Scholz reden das Thema offensichtlich schön, weil der Abbau der NPLs ihre selbsterklärte Voraussetzung für die Einführung von EDIS (Bankeinlagen-Vergemeinschaftungs-System) ist! Die NPL-Altlasten werden darum medial-politisch klein- und weggeredet. Sie gehen aber nicht einfach weg.

Die Einkommen der Griechen sind auf den Stand von 2003 gefallen und 40 Prozent der Griechen sind von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht. Nach wie vor sind 21 Prozent der Griechen ohne Arbeit. Unter den Jugendlichen sieht es noch schlimmer aus. Hier sprechen wir von unfassbaren 45,4 Prozent, obwohl 300.000 junge und zumeist qualifizierte beziehungsweise hochqualifizierte Griechen das Land verlassen haben, welche beim Aufbau des Landes fehlen werden. Man darf nie vergessen: Ein Land ohne Jugend ist ein Land ohne Zukunft!

Die Staatsverschuldung des Landes ist mit ungefähr 330 Milliarden – das sind knapp 180 Prozent der Wirtschaftsleistung – exorbitant und trotz drakonischer Sparmaßnahmen, eines Schuldenschnitts im Jahr 2012 und zahlreichen Privatisierungen wieder fast so hoch wie vor dem Schuldenschnitt 2012. Der folgende Chart zeigt deutlich, dass sich die Schuldenlast seitdem wieder erhöht hat.

Anfang 2018 gab es bereits Jubelmeldungen der Presse zu Griechenland über den erzielten Überschuss von 7 Milliarden Euro. Doch bei genauer Betrachtung ist zu erkennen, dass manipuliert wurde. Zwar gab es im Haushalt der Athener Regierung im Jahr 2017 tatsächlich einen Überschuss von 1,94 Mrd. Euro, aus dem jedoch nach Zinszahlungen ein Minus von 4,2 Mrd. Euro wurde. Auch dieses Defizit ist geschönt. Addiert man die Steuerrückzahlungen und Rückstellungen für schwebende Rentenanträge hinzu, dann ergibt sich sogar ein Defizit von 6,3 Mrd. Euro!

Die Industrieproduktion ist seit dem Hoch im Jahr 2017 um 24 Prozent eingebrochen und befindet sich heute auf dem Niveau von 1994! Damit ist es für die griechische Volkswirtschaft nicht möglich, die Schulden zu begleichen.

Kein Land zahlt seine Schulden zurück – auch nicht Deutschland

Wir sollten uns von der Illusion verabschieden, dass wir das an Griechenland geflossene Geld – wir sprechen nicht von Zinsen – jemals wieder sehen werden. Kein einziges Land bezahlt seine Schulden zurück, auch nicht der Exportweltmeister Deutschland. Der einzige Grund, warum sich die Schulden unseres Landes gegenwärtig verringern, liegt daran, dass einerseits Deutschland sich auf Grund der Niedrigzinsphase historisch billig neu verschulden kann und andererseits wir Sparer keine Zinsen mehr erhalten. Der Staat entschuldet sich folglich auf Kosten von uns Bürgern.

Die Krise in Griechenland ist nicht vorbei  – sie kommt wieder

Griechenland ist immer noch hoffnungslos pleite Die Mär, dass die Rettung für Deutschland ein gutes Geschäft ist, weil 2,9 Milliarden Euro Zinsen eingenommen wurden, ist ebenfalls ein Trugschluss und pure Augenwischerei, denn diese Zinsüberschüsse wurden bereits an Athen zurücküberwiesen!

Der Euro ist nach wie vor und wird auch in Zukunft viel zu stark für das Land sein. So lange der Euro in Griechenland besteht, wird das Land niemals aus der Krise kommen, sondern weiter am Tropf und folglich dem guten Willen der zahlungskräftigen Euroländer hängen. Sobald die Konjunktur abkühlt – wovon wir ausgehen und wonach es momentan aussieht, von den Konsequenzen eines globalen Handelskriegs möchten wir überhaupt nicht sprechen – wird Griechenland wieder frisches Geld benötigen.

Wie lange werden wir noch gutes Geld schlechtem hinterherwerfen? Die Insolvenzverschleppung geht weiter auf Kosten der Bürger! Griechenland wird seine Schulden zu keiner Zeit zurückbezahlen können. Das Land benötigt einen kompletten Schuldenerlass und muss aus der Eurozone austreten. Wenn wir tatsächlich die europäische Idee im Kern am Leben erhalten wollen, braucht das Land dann einen Marshallplan wie Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg.


Die beiden Ökonomen, Querdenker, Redner und Honorarberater Matthias Weik und Marc Friedrich schrieben gemeinsam die vier Bestseller “Der größte Raubzug der Geschichte – warum die Fleißigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden“, „Der Crash ist die Lösung – Warum der finale Kollaps kommt und wie Sie Ihr Vermögen retten“, „Kapitalfehler – Wie unser Wohlstand vernichtet wird und warum wir ein neues Wirtschaftsdenken brauchen“ und „Sonst knallt´s!: Warum wir Wirtschaft und Politik radikal neu denken müssen“. Weitere Informationen über die Autoren finden Sie unter: www.friedrich-weik.de, bei Facebook und bei Twitter.

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Kommentare ( 89 )

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Was uns da wieder zum Thema “ Griechenlandrettung “ verkauft wird ist schon atem-
beraubend. Nicht nur auf polititischem Sektor sondern auch auf wirtschaflichen
Gebiet wird der deutsche Michel von den MSM am Nasenring durch die Manege
geführt. Wer zu 30 % Raute wählt der glaubt auch diesen Schwachsinn.

Hier ein SPIEGEL-Beitrag von einem, der bei der Einführung des Euros für Griechenland dabei war…. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/wolfgang-glomb-half-bei-der-euro-einfuehrung-nun-kaempft-er-fuer-die-afd-a-925893.html Zu Dr. Wolfgang Glomb: Bis zur Pensionierung verbrachte er fast sein gesamtes Berufsleben im Dienst des Bundesfinanzministeriums. Dort war Glomb nicht irgendein Beamter, sondern leitete jahrelang das Referat Europäische Währungsunion. Dr. Glomb: „Er habe keine Wahl gehabt, sagt Glomb. Der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) habe den Beitritt (Griechenlands zum EURO) unbedingt gewollt – auch weil er im Gegenzug auf eine Zustimmung von Griechenland zu einem EU-Beitritt der Türkei hoffte. „Das war strikte Ansage von Schröder: Griechenland macht jetzt mit.“ Allerdings habe er selbst… Mehr

Nichts, was nicht schon in ihren vorigen Büchern zu lesen war. Die Frage ist, weshalb sie weiterhin Bücher auf den Markt bringen, wo doch alles Geld keinen Wert hat. Unlogisch in meinen Augen.

Mit dem „unausweichlichen Kollaps“, der „bald“ kommt, lassen sich untergangsbeseelte Zeitgenossen schon seit Jahrzehnten das Geld aus der Tasche ziehen. Gehen Sie davon aus, dass auch die Autoren dieser Bücher ihr Geld in Aktien und Immobilien anlegen und einen weiteren Haufen Moneten auf dem Bankkonto haben. Wo sollten sie die leicht verdienten Millionen auch sonst aufbewahren? Mit Goldbarren kann man bekanntlich auch nach dem „Crash“ nicht einkaufen gehen… Natürlich gibt es irgendwann wieder einen Konjunktureinbruch oder eine Finanzkrise (die wir bislang alle recht gut überlebt haben), irgendwann wird es auch wieder eine Währungsreform geben, aber selbst das lässt sich geordnet… Mehr
Sie wissen aber schon, dass die tolle Bundesregierung seit mehreren Jahren vorausschauende Planungen betrieb und Gesetze installiert hat, die Ihre Meinung von einer „geordneten Währungsreform“ stark in’s Schlingern bringt?! DAS wird Sie aber ganz gewaltig (negativ) erwischen, und so 98% der Restbevölkerung auch. Schon mit Blei, Mistgabeln, Schnaps und Beruhigungspillen vorgesorgt? Woraus schöpfen Sie Ihren Optimismus, aus Unver***nd? Leute wie Sie werden durch Schmerz lernen müssen, da Vernunftargumenten nicht zugängig. Der Reichtum einer Volkswirtschaft wird übrigens im Falle D’s garantiert nicht zum Wohle der Bevölkerung genutzt, lesen (und verstehen) Sie Weik & Friedrich! Und da wundre ich mich immer noch,… Mehr

Stimmt. In der Konklusion, daß die Griechenland-„ Hilfen“ verloren sind und auch in der Analyse, daß die Maßnahmen von vornherein sinnlos waren, liegen die Autoren ja richtig. Aber das haben in der Tat schon andere Ökonomen vorher so gesagt und auch glasklar begründet. Z.B. Hans-Werner Sinn. Und die Buchtitel der Autoren erst: Die Banker um Goldman Sachs angreifen, aber selbst Tipps geben, wie man sein Geld vermehrt, ist mir irgendwie suspekt.

Mit den Stichworten „Goldman Sachs“, „Heuschrecken“ und „Kapitalisten“ lassen sich hierzulande von jeher zuverlässig Leute ködern. Kombiniert mit „Crash“-Prognosen – natürlich immer in ungewisser Zukunft – eine Garantie für einen Bestseller. Anschließend gehen die Leute dann beim Goldhändler einkaufen, legen das Zeug bei der Bank ins Schließfach und handeln sich Wertschwankungen wie bei Aktien ein, die sie aber für Teufelzeug halten. Sich überhaupt ständig mit der Apokalypse auseinanderzusetzen, ist eigentlich ein Merkmal einer Zivilisation im voraufgeklärten Stadium…

Die Geschichte mit dem Goldhändler ist ein sehr treffender Vergleich. Ich erlebe täglich ähnliches: Ein befreundeter Arzt schimpft permanent auf die „ Profite der Kapitalisten“. Dreht aber regelmäßig durch, wenn sein „Ärzte- und Apothekerfonds“ (vorwiegend Aktien) mal wieder ins Minus dreht. Den Zusammenhang hat er – ein ansonsten kluger Mann – bis heute nicht verstanden. Wird er auch nie; wie die Mehrheit der Deutschen.

Die ganze sogenannte Griechenlandrettung war und ist eine einzige Lüge, weil es bei der ganzen Angelegeneheit um nichts anderes ging, als ein ganzes Volk zu knechten. Die Oberlehrer waren mal wieder die Deutschen Vertreter bei dieser Angelegenheit, zuvörderst Schäuble, der als Jurist noch nicht mal Rendite und Zins auseinanderhalten kann. Der IWF war schon 2015 bereit, dem griechischen Staat tatsächlich zu helfen und mit der griechischen Regierung zusammen zu arbeiten. Hintertrieben wurde dies .. siehe oben! Griechenland ist pleite und dieser Zustand hat sich noch verschärft, durch die von machtgeilheit getriebene Konkursverschleppung der Gläubiger und in deren Folge die Reduzierung… Mehr

Die Bankenverbrecher in Aktion.

Immer mehr Schulden für mehr Wachstum (wir leben im Zeitalter des Wachstumsabhängigen Fiat-Geldsystems) und für die Zinsgewinne der Finanzparasiten.

Kein Land zahlt seine Schulden zurück?
Oh doch, beim finalen Währungscrash werden alle Schulden getilgt, durch die produktiven uns sparsamen Bürger die alles verlieren.

Klar: Banken=Verbrecher, Zins=parasitär, Wachstum=Fetisch, Crash=unausweichlich und total.

Meine Güte, ohne Banken, Kredit und (innovationsgetriebenes) Wachstum würden Sie hier nicht in die Tasten hauen, sondern Ackerbau und Viehzucht treiben wie vor 1.000 Jahren.

Die Fehlleistungen jeder Wirtschaftsbranche sind zuverlässig mit entweder zu geringem staatlichen Ordnungsrahmen (Monopol- und Kartellrecht) oder zu starker Intervention zu erklären (z.B. vorgeschriebene Kreditvergabe an praktisch Mittellose in den USA zum Immobilienerwerb).

„Bankenverbrecher“, „Finanzparasiten“. Fehlen nur noch die entsprechenden Karikaturen von hakennasigen Widerlingen mit Dollarhut. Ihr selbstgewählter Name „German Michel“ trifft offenbar zu. Zur Sache: Die Autoren liegen vollkommen richtig mit der Analyse der griechischen Misere. Daß sie sich hingegen den Seitenhieb auf Goldman Sachs nicht verkneifen könnten spricht Bände. Die Ursache der Malaise sind nicht die bösen Banken, sondern verantwortungslose unfähige Politiker. Daß Banken, deren Geschäftsmodell es ist, Kredite zu vergeben und daran verdienen, die Dummheit ökonomisch ungebildeter Politiker ausnutzen, kann man unmoralisch finden, liegt aber in der Natur der Sache. Was übrigens nicht heißt, daß auch eine Reihe von Banken,… Mehr

Immerhin einer, der noch differenzieren kann. Wenn vielen Zeitgenossen hierzulande eines abgeht, ist es das Bewusstsein dafür, was eigentlich die ökonomische Basis ihres historisch einzigartigen Wohlstands ist: Privateigentum, (möglichst) freies Unternehmertum, Wettbewerb, Preismechanismus (inkl. Zins als Preis für Kapital, Inflationsausgleich und Risikokompensation), Kreditbereitstellung für rentable Investitionen und natürlich das menschliche Streben, seine materielle Lage zu verbessern. Aber für viele ist jeder einzelne dieser Faktoren bereits verwerflich…

Mein Mitleid mit den Griechen hält sich im Grenzen. Wie hoch sind denn die gekürzten Renten noch?
Wer Zahl denn wieviele Steuern?
Wie sieht es aus mit Wohneigentum?
Was ich unbesehen glaube ist, dass Schäuble gelogen hat, dass die Griechen nie etwas zurück zahle n werden und das sie demnächst wieder Pleite sind. Was ist ich nicht verstehe ist , warum Griechenland in der EU gehalten wird ?

anita [email protected],,,… wer ans deutsche Vermögen will, muss Umwege gehen.
Im Zeitalter der Digitalisierung bedarf es keiner herkömmlichen Feldzüge mehr, globale Raubzüge werden heute ganz bequem vom Schreibtisch aus begangen.
Den Wohlstand Deutschlands in Zahlen zu bemessen wäre zu kurz gedacht, die Ankündigung „BlackRocks“ jährlich einen deutschen DAX Konzern „schlucken“ zu wollen, zeigt auf worauf es eigentlich hinaus läuft. Wenn das „EU-Projekt“ erfolgreich abgeschlossen ist, wird Deutschland wieder dort angekommen sein wo es 45 schon einmal stand.
Oder um es mal im Jargon der LinksGrünen Ikone Joschka Fischer auszudrücken:
„Deutschland verrecke“.

Geht mir auch so. Nach wie vor betrachten Griechen die EU, insbesondere uns deutsche Steuerzahler, als Melkkuh. Wir sind gut genug, ihre Löcher zu stopfen, werden dafür aber nach wie vor als Nazis beschimpft, die erst mal ihre „ Kriegsschulden“ zurückzahlen sollen. Nach wie vor treibt die linksradikale Regierung Tsipras nicht die Steuern ihrer angeblichen „ Feinde“, der reichen Reeder und Landbesitzer, ein. Nach wie vor zahlen Mittelständler keine Steuern, weil sie angeblich nichts verdienen, haben aber teure Yachten in den Häfen liegen. Und nach wie vor legen kommunistische Gewerkschaften, wann immer es ihnen paßt, durch wilde Streiks die Logistik… Mehr
Griechenland wird in der EU gehalten, weil der Grexit die EU endgültig delegitimieren und sprengen würde. Die Märkte würden danach hemmungslos gegen Italien und auf einen weiteren Austritt spekulieren, eine Wette, gegen die weder die EZB noch italienische Regierung etwas ausrichten könnte. Nach Italien wäre Portugal dran, dann Spanien, dann Belgien. Am Ende stünde eine Nordunion, die aber in Brüssel niemand will und Länder wie Niederlande oder Dänemark umgehend verließen. Die Renten in Griechenland wurden seit 2013 um 60 % gekürzt. Das hilft aber kaum, da immer mehr junge Griechen auswandern und damit Beitragszahler fehlen. Die Arbeitslosen und Superreichen tragen… Mehr

Dann sollte man das Ganze rückabwickeln.
Vielleicht EWG mit Währungsschlange von DM, Schilling und Hol. Gulden.
Eine Währung, die ständig gerettet werden muß, ist es nicht wert, gerettet zu werden.
Und dann bitte auch ohne Milchseen, Butterberge und andere toxische Subventionen.

Wird der Steuerzahler von der Politik abermals hinters Licht geführt? Nei – wo kämmen wir dahin. Wir haben sogar 2 Milliarden Plus gemacht, behauptete so das MoMa heute morgen, und irgend so ein CSU Abgeordneter. Die wußen das schon immer, dass deutsche Steuerzahler davon profitieren. Das haben sie so gesagt!!
Kein Wunder das die CSU halt an der 30 Marke verharrt, und was wir von den Qualitätsmedien zu halten haben sollte jeden Mensch klar sein bei dem nicht 1×1= 2 ist..

Mo Ma wird von mir seit boykottiert

Die Opfertheorie Griechenland scheint mir stark übertrieben. Es herrschen dort dieselben Verhältnisse wie in den anderen Südstaaten, nur etwas extremer. Eine große Menge von Superreichen, Steuern werden immer noch kaum gezahlt – es gibt absurde Steuersparmöglichkeiten, der öffentliche Sektor überdimensioniert, die Beamten erhalten ihre Jobs über Beziehnungen und werden üppigst entlohnt. Das Durchschnittsniveau der Renten liegt deutlich über dem der deutschen Rentner. Solange Griechenland im Euro ist, kann es wie die anderen Länder fast unbegrenzt selbst Geld „drucken“, was es auch in großem Stil ausnutzt. Herr Sinn hat diesen Mechanismus des öfteren beschrieben. Das durchschnittliche Eigentum ist in Deutschland am… Mehr

Der Philosoph Peter Sloterdijk hat die griechischen Verhältnisse sehr sachlich und treffend formuliert: „Die Idee des Staates ist in Griechenland noch gar nicht angekommen. Ich ärgere mich jedes Mal, wenn die Leute sagen, Griechenland sei die Wiege der Demokratie. Das reale Griechenland ist eine psychopolitische Ruine, in der eine vierhundertjährige türkische Besatzung einen Bodensatz an Resignation, an Privatismus, an Schlaumeierei, an Staatsferne hinterlassen hat.“

Ich weiss gar nicht was sie haben: Die Statistik zeigt doch deutlich, dass die Umverteilung des deutschen Wohlstandes prima funktioniert, wenn die Griechen doppelt und die Italiener dreimal soviel Privatbesitz haben wie die Deutschen. Unsere Gelder sind nichtige, sie sind nur woanders.

„Die Opfertheorie Griechenland scheint mir stark übertrieben“. Da haben Sie voll und ganz Recht. Ich weiß um die wirtschaftlichen Verhältnisse Griechenland, und wie es da aussah, vor und nach dem Euro.

Tja, Reich wird man wenn die Einnahmen immer höher sind als die Ausgaben. Daran ändert sich auch nix, das die Reichen für persönliche Bedürfnisse einen höheren Kapitalbedarf verwenden, ganz anders als heutige Armutsrenter die man eher als „Dahinvegentierdende“ bezeichnen sollte. Reiche investieren nur in Sachanlagen wenn damit noch mehr Geld reinkommt. Ist dies nicht möglich, versuchen Sie es mit Bilderkauf alter Meister oder sonstigen „Vermögenswerten“, in der Hoffnung auf Wertsteigerungen, ohne laufende (Geld) Einnahmen. Ist selbst das nicht gegeben wird halt nur Geld gehortet. Dann kommt die Frage aller Fragen im jetzigen (Kredit) Schuldsystem: Wie kommen die Schuldner an das… Mehr

Ist ja alles schön beschrieben, nur 1. hat das alles nichts mit der griechischen Misere zu tun und 2. schreiben Sie zwar sehr schön, daß man „ reich“ wird, wenn die „Einnahmen höher sind als die Ausgaben“. Aber nicht, warum das so ist. Hohe Einnahmen fallen, außer wenn man geerbt hat, nicht vom Himmel. Es hat schon seinen Grund, daß die einen mehr verdienen als die anderen. Und ( da Sie „ Armutsrentner“ erwähnen) die einen mehr und die anderen weniger im Alter zur Verfügung haben.

Ob Griechenland oder sonstwo auf der Welt, alles hängt heutzutage mit allem zusammen. Im folgenden Link, nach der Mackenroth-These die Geschichte von Albert lesen:

http://georgtsapereaude.blogspot.com/2015/04/griechenland-co-und-andere-probleme.html

Dann sollten Sie das Hauptproblem erkannt haben. Ob einer Alles besitzt oder wenige viel von dem Alles, läuft aufs selbe raus. Am Ende steht immer der Zusammenbruch von Staaten, und da heute alles mit allem Vernetzt, sogar der ganzen Welt!

Sie können gerne weiter mit mir Diskutieren, wie jeder ander auch.

@Herrn Peda: Ihnen geht es doch erkennbar nicht um Griechenland, sondern um eine Arm-Reich-Diskussion. Okay, kann man ja führen. Doch dann vergessen Sie bitte nicht, daß es die vorwiegend deutschen „ Reichen“ (zu denen ich nach Ihrer Definiton auch gehöre) sind, welche die Griechen mit durchpäppeln. Und daß es g r i e c h i s c h e schwerreiche Reeder und Günstlinge des alten Papandreou-Clans sind, welche uns für die Steuern, die sie selbst mit Hilfe einer kommunistischen Regierung hinterziehen, blechen lassen.

Schäuble ist immer dabei, wenn es um Betrug am Bürger, Verschleierung der Wirklichkeit und krumme Machenschaften geht. Ein Mann ohne jedes Gewissen- eine Merkel-Natur. Warum wird dieser Erfinder der schwarzen Null, mit der jahrelang den Bürgern eine solide Finanzpolitik vorgegaukelt wurde, um die unermessliche Verschuldung Deutschlands und die Enteignung der Bürger durch die Zinspolitik zu bemänteln, noch zum Bundestagspräsidenten gekürt? Weil es passt und die Mentalität des Schäubles mit der des ganzen Politik-Sumpfes übereinstimmt- gleichsam ein Mafiaboss. Seine Rechtfertigung der islamischen Mord-, Messerstecherei- ,Totschlag- , Vergewaltigung-und Antisemitismus- Invasion als Vermeidungsstrategie deutscher Inzucht und Debilität zeigt, wes Geistes Kind dieser Mann… Mehr
Schäuble – die schwarze Null – ist als Initiator der ‘Deutschen Islamkonferenz’ offenbar vom Islam schon zu stark infiziert, als dass er noch im Sinne Europas – oder ganz und gar Deutschlands – denken und handeln könnte. Da er aber zusätzlich auch noch behauptet, die Deutschen könnten vom Islam Toleranz lernen, ist er entweder schon zum Islam konvertiert, wird von diesem finanziell ‚gefördert‘ oder leidet schlicht und ergreifend an jener Art von Degeneration, die er den Europäern als Folge von Inzucht aufgrund der Abschottung gegenüber – muslimischer – Zuwanderung aus Asien und Afrika attestierte. Denn nichts könnten wir weniger vom… Mehr

Sie sind aber ganz schön mutig …….
Das Meiste davon könnte stimmen ……
Schäuble ist ein ganz mieser Zeitgenosse ……
Ein Jurist halt , und ganz schlechter noch dazu !