Wann kommen Inflation und Währungsreform?

Wirtschaftsprofessor Christian Rieck über Warnsignale: Wann schwappt das Tomatenketchup aus der Flasche - wann schlägt die Hyperinflation brutal zu. Dann ist es zu spät. Einer Lehrstunde über die Zukunft unseres Geldes.

 

Lernen Sie spekulieren mit George Soros: Rechtzeitig erkennen, wann das Geld an Wert verliert und eine Währungsreform droht. Soros verdiente damit Milliarden – normale Bürger können sich nur vor Wertverlust schützen, wenn sie nicht zu lange warten.

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Kommentare ( 80 )

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80 Kommentare auf "Wann kommen Inflation und Währungsreform?"

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Seit der Hysterie um Toilettenpapier und Gesichtsmasken, wissen wir wenigstens schon mal alle, wie sich eine Inflation im Alltag anfühlt.

Eine Inflation ist wie Corona der Auslöser, was dann kommt, wenn Geld oder die Wirtschaft vernichtet ist wird weit schlimmer werden und wer es von den Alten noch selbst gehört hat, was das damals bedeutete, zusammen mit den Kriegswirren, die vorausgingen, der weiß was da kommen kann. Der Unterschied zu damals ist nur derjenige, daß die Leute mehrheitlich wesentlich ärmer und bescheidener leben mußten und dann der Absturz nicht so gewaltig war wie er heute sein wird und außerdem waren viele auch noch Selbstversorger, was die Not etwas gemildert hat und das alles entfällt und dann noch die Disziplin von… Mehr
Das ist ja alles hoch interessant, aber was kann der „Arbeits-Michel“ jetzt tun? Ich meine die sogen. kleinen Leute, die Tag für Tag arbeiten, es reicht aber nur für eine Mietwohnung, nebst einem geringen Notgroschen auf dem Sparbuch. Oder die Anderen, die durch eine gute Ausbildung und Erfolg im Job vielleicht ein Eigenheim erarbeiten konnten und für die Aufbesserung der Rente auch Ersparnisse erwirtschaftet haben? Im Grunde können doch alle „Normalos“ nur zuschauen, wie ihr sauer Erschaffenes zu Grunde geht. Wählen nützt nix, da unerwünschte Ergebnisse seit neuestem rückgängig gemacht werden. Und der Otto-Normalo kann auch nicht so mir nix… Mehr
Warum kann Otto Normalo nicht ins Ausland abwandern, wie Sie meinen? Meine Frau und ich wandern demnächst aus – nie im Leben hätte ich mir das bis vor ein paar Jahren vorstellen können, obwohl ich jahrelang als Expat im Ausland lebte und arbeitete. Aber „die Burg“ war immer daheim… Das galt bis 2015. Dann zwei Jahre – naiverweise – in der Hoffnung/Erwartung gelebt, dass sich vieles korrigieren ließe, wenn die BTW die richtigen Resultate brächte. Hat sie, wie wir wissen, nicht. Also haben wir 2017 im Herbst eine Immobilie erworben und gerade sind wir beim Renovieren. (Man kann übrigens je… Mehr

Inflation ist heilbar. Mehr Sorgen mache ich mir um die Beschlagnahmung (Einzug von Edelmetallen, Zwangshypotheken/Beschlagnahmung von Immobilien, …) oder simple Zerstörung (Zerschlagung der Infrastruktur, Vernichtung von Märkten) von Realwerten.

Am leichtesten sind Immobilien zu besteuern und in Richtung Schmuck und Kunst wird es schwieriger. Wer wirklich Angst hat, der sollte sein Vermögen und seinen Wohnsitz verlagern. Österreich bietet sich ja fast an oder gar Ungarn.

Was glauben Sie, wieviel Deutsche in den letzten Jahren Immobilien in Orbans bösem Reich gekauft haben und sich dabei sicher etwas überlegt haben?
Ich kenne seit vielen Jahren einen Makler am Plattensee – der kommt die letzten zwei, drei Jahre vor Lachen nicht in den Schlaf. Ebenso in Budapest.
Siebenbürgen oder Schlesien sind auch nachgefragt.
Im Osten Europas sind die Menschen noch meist normal und schütteln über uns Deutsche den Kopf. Es werden Zeiten kommen, zu denen viele Deutsche – die es heute noch nicht wissen – froh und dankbar sein werden, wenn uns kulturell nahestehende Länder deutsche „Flüchtlinge“ aufnehmen.

Besser raus dem Euro oder ganz aus der EU. Und so, dass der deutsche Staat (Fiskus) keinen Zugriff mehr auf das Vermögen hat. Noch gibt es dafür legale Wege.

„Noch gibt es dafür legale Wege“
Wenn das so ist, dann könnten Sie ja freundlicherweise welche zumindest in den Grundzügen andeuten, oder?

Genau dies ist eine meiner größten Bedenken. Dem Bürger dieses Landes gehört nichts. Eigentum und Besitz sind juristisch zwei Paar Stiefel. Corona-,CO²- Grundsteuer -Änderung usw. wird vermutlich diverse Menschen derart überfordern, das Verkäufe von Grund-und Boden,sowie Immobilien zwingend sein werden. bei fehlender Nachfrage mit Überangebot sinken massiv die Preise. Pech gehabt. Das EU-Ziel ist erreicht.Alle gleich Arm bis auf die Nomenklatura.

Könnte durchaus so kommen.

Ich finde das kurze Format sehr angenehm.

Ich compiliere nebenher , dabei kann ich der wohltemperierten Stimme sehr gut zuhören.

Hmm – interessant: die Theorie erklärt zwanglos einige Beobachtungen aus der Realität, die bisher FRagezeichen hinterlassen hatten.

Compile error – also habe ich gleich Zeit, das lange Format zu hören:
Super.

Mit welcher Programmiersprache geben sie die Codes ein?

Früher oder später wird die neu erzeugte Geldmenge bei den Spekulaten landen.Und dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die ein oder andere Währung mittels Spekulation in die Knie gezwungen wird. Die Spekulation gegen das Pfund war da nur ein laues Lüftchen. Man schaufelt sich also das eigene Grab. Insgesamt wird das System also immer instabiler und unberechenbarer – je mehr Geld im Umlauf ist. Vor allem Geld, dem realwirtschaftlich nichts gegenübersteht.

Wer sind eigentlich diese Spekulanten? Naturphänomene, die akzeptiert werden müssen? Haben die eigene Armeen?

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In Wahrheit ist das Finanzsystem ein Kriegsschauplatz, mit Vernichtungswaffen, die auch tatsächlich eingesetzt werden, und die USA sind da absolut dominant.

Die Argumentation ist richtig und schlüssig, aber ich sehe andere Kernprobleme. Eine Währung bricht meist in einem spekulativen Crash zusammen, wenn externe Probleme noch dazukommen. Auch fehlt der Bezug zu anderen Vermögensgegenstände wie Gold oder Immobilien, deren Preisanstieg schon Signal ist. Und der Yen ist das schlechteste Beispiel, da der Yen praktisch binnenverschuldet bei den eigenen Bürgern ist. Und es fehlt China.

Das kurze Format finde ich besser, mein Tipp: nochmal anhören und überlegen ob es noch besser geht.

Inflation, das ist doch ein Begriff deren Wirkung nach den Erfahrungen zweier geldvernichtungen in D vergessen war.
Unsere Bundesbank hatte Werkzeuge entwickelt mit denen wir Geldentwertungstendenzen bekämpfen konnten.
Alles vergessen und die Bundesbank-Instrumente geschliffen.
Das was wir jetzt haben ist einer „träumenden“ Politik und ihrer Verantwortlichen zu verdanken.
Die Mahnungen von Sachverständigen wurden und werden von „Falschen Pharisaern“ als Verscgwörungstheorien verketzert.
Jetzt sind wir auf einen „Way of no return“, die Verschulder dieser Katastrophe retten sich mit Corona und die meisten Deutschen glauben es, was auch kein Wunder bei der „Aufklärung“ ist.

Die linke Propagandazeitung verbreitet neue virologische Erkenntnisse: Würden die Metzger ca. 60% Gehaltserhöhung bekommen, würde es vor Covid-19 schützen:

https://www.welt.de/wirtschaft/article210534305/Verbraucher-Der-Preis-des-Fleisches-was-bessere-Arbeitsbedingungen-die-Kunden-kosten.html

Gilt das für die restlichen Branchen genauso? Wieso nicht einfach Geld drucken und jedem 60% mehr geben?

Die Hyperinflation in Polen Ende der 1980er Jahre – jeder wollte weit mehr als den Durchschnittslohn verdienen, was natürlich rechnerisch nicht geht. Solange aber die Betriebe staatlich waren, haben die Geld verteilt – bis Balcerowicz (A) Betriebe privatisierte und (B) vier Nullen streichen musste – den neuen Zloty hat Polen bis heute.

Schöner und plausibler Beitrag. Nur muss man sich fragen, ob die Geldmenge in Relation zu den Realgütern derart ansteigen kann, ohne dass die Qualität der dafür erhaltenen Vermögenswerte bei der Zentralbank darunter leidet. Theoretisch mit Sicherheit. Praktisch habe ich da aber meine Zweifel. Und dann ist der Anstieg der Geldmenge in Relation zur Realgütermenge vielleicht nicht der Grund für Inflation, aber doch zumindest ein wichtiger Indikator.