Keine Gemeinsamkeit der Demokraten

Die politische Geschichte der Bundesrepublik ist geprägt durch das Pathos von der Gemeinsamkeit der Demokraten - gewachsen im Bewusstsein der Verfolgung durch die Nationalsozialisten. Doch nun ist an Stelle der Gemeinsamkeit die „Alternativlosigkeit“ getreten und die moralische Überhöhung des Regierungs-Standpunktes. Mit #NazisRaus kriegt die Spaltung zusätzliche Schärfung.

 

Die politische Auseinandersetzung in Deutschland wird zunehmend gewalttätig. Parteibüros werden attackiert, Autos von Politikern ramponiert oder zerstört, immer häufiger Personen angepöbelt und angegriffen. Am Anfang steht bekanntlich das Wort. Wer den politischen Gegner ständig als „Nazi“ beschimpft, darf sich nicht wundern, wenn darüber die Hemmschwelle für Gewalt immer weiter abnimmt – und kann sich dann aber auch nicht hinter der Formel verstecken: „Das habe ich nicht so gewollt“.

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Kommentare ( 75 )

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das von der Polizei online gestellte Überwachungsvideo zeigt vielleicht den Tathergang, oder vielleicht einen nachgestellten Tathergang, zu erkennen ist rein gar nichts. Ob hier tatsächlich Herr Magnitz durchs Bild läuft oder eine ganz andere Person – man weiß es nicht. Erstaunlich, dass es in Bremen noch so schlechte Videokameras gibt.

Und dennoch ist wieder etwas weder pro noch kontra. Allerdings wird ÖR-medial die Debatte schon einmal fürsorglich in Richtung ‚fake news‘ oder besser noch dahin gerückt, dass der Betroffene einfach nur Opfer eines ‚Überfalls Vermummter‘ war. So wie Hunderte inzwischen jedenn Tag. Vom wem? – Keiner weiß es. Das macht es nicht besser. Egal. Täter müssen benannt werden. Seien sie islamistisch, links oder rechts. Nur habe ich inzwischen den Kanal voll von angeblich ‚Rechtsaußen‘, das angeblich so bekämpft werden muss. Wenn ‚Rechtsaußen‘ diejenigen bezeichnen soll, die eben nicht zwanghaft ‚links‘ ( nach derzeitigem Verständnis) sind, dann befinden wir uns in… Mehr

Die Bezeichnung Nazi für Oppositionelle/Regimekritiker / Aufmüpfige gab es meiner Erinnerung nach in der DDR definitiv nicht, üblich war: „Feinde der DDR / Staatsfeind / Klassenfeind“, negativ-feindliches Element, „wer nicht für uns ist, ist gegen uns“…

Weil eine solche Beleidigung selbst den SEDlern noch zu blöde gewesen wäre.

es auf die DDR (einem nationalen strukturkonservativem Staatswesen) zu schieben ist in der Tat, viel zu eng gefaßt, die Vorgehensweise steht doch eher in der Tradition des Kulturbolschewismus (die auch das Wort Antifaschismus (ohne die Italiener zu meinen) geprägt hatten) und reicht von der Gruppe 47 über Habermas bis zum heutigen Bundespräsidenten, der wie fast jeder aus der SPD/Grüne seiner Generation als Maoist sozialisiert wurde (trotz Kulturrevolution und Pol Pot, oder wg.?).
Die Antifa ist ein BRD Gewächs, Frau Kahane macht es eben nur etwas professioneller….

Ich warte eigentlich nur noch auf die parlamentarische Anfrage der Grünen, welche Maßnahmen zur Endlösung der Nazifrage die Bundesregierung zu ergreifen gedenkt.

Der Überfall auf Herrn Magnitz war eine vielleicht letzte Chance, an der sich eine Gemeinschaft von Bürgern hätte bewähren können mit dem, was Marc Felix Serrao in der NZZ fordert: uneingeschränkte Solidarität für die Opfer von Übergriffen und sprachliche Abrüstung. Mit echtem Entsetzen habe ich mir heute einige teils menschenverachtenden Kommentare zu dem Video der Gewalttat angesehen. Da sehen viele keinen schwer verletzten Menschen mehr, von Erschrecken, Empathie oder Mitgefühl kein noch so kleiner Rest. Stattdessen eiskalte Häme und politische Agitation gegen seine Partei, die „Lügen verbreitet“, weil ja kein Kantholz zu sehen sei. Da ist kein Mitmensch mehr für… Mehr
Sehr gut erkannt! Viel zu lange haben Liberale, Konservative und letztendlich alle Nicht-Linken den Nazi-Vorwurf nicht wirklich ernst genommen. Wir alle konnten uns nicht vorstellen, es mit mehr als einem schmutzigen politischen Kampfbegriff zu tun zu haben. Doch es ist mehr, denn nicht wenige Linke meinen es tatsächlich ernst damit und somit wird der Nazi-Vorwurf zu einer Kriegserklärung an alle oppositionellen Nicht-Linken, denen damit erst die Bürgerrechte, dann das Recht auf körperliche Unversehrtheit abgesprochen wird. Das muss aufhören und zwar sofort. Es muss Verleumdungsklagen regnen, solange es noch möglich ist. Wenn es jetzt nicht gelingt, rote Linien zu ziehen (und… Mehr
… zu einer Kriegserklärung an alle oppositionellen Nicht-Linken …ANGENOMMEN … trotz nahezu bescheidener Mittel diesen Monat meine Obuli an TE/ achgut/ Lengsfeld gezahlt …. und auch sonst … lange hab´ich gezögert, im Bekannten- und Freundeskreis immer offen zu sagen, was ich denke, welche möglichen Argumentationsketten ausser Kanthölzer es gibt,wo Informationen zu finden sind … vorbei … TimeOver! Allerdings bin ich auch beinah´ beruflich unabhängig! „Wir“ dürfen „uns“ ernst nehmen, ich glaube, der Publikationsgrad alternativer Publikationen läuft den MSM davon und die Ereignisse, Gewalttaten und Entwicklungen in Schulen, Ambulanzen sind kaum mehr zu übersehen. Man sitzt bei Freunden und denkt, na… Mehr

Zeit und Co relativieren doch bereits kräftig! Kein Kantholz und nur ein bisschen geschubst. Alles gut, nichts passiert.
Solche Attentate laufen jetzt unter „angerempelt“. Zumindest wenn das Opfer das falsche Parteibuch hat.

Ja, Zeit Online hat mich auch sehr schockiert, sowohl mit diesem eiskalt gewaltrelativierenden Beitrag („umgestossen und am Kopf getroffen“) als auch bei den menschenverachtenden Kommentaren. Ehrlich gesagt, ich habe beim Lesen geweint vor Erschrecken, wie hasserfüllt man eine Gewalttat an einem Mitmenschen kommentieren kann, und ich weine nicht schnell. Und so etwas hält sich dann vermutlich selbst für liebenswürdige und moralisch hochwertige Menschen. Unfassbar.

Mehr moralische Verkommenheit und Menschenverachtung als in Foren, wo sich der linke ** austobt, werden Sie kaum finden. Gebt den Menschen das Gefühl, auf der vermeintlich „richtigen“ Seite zu stehen und sie werden ihren „gerechten“ Hass völlig enthemmt ausleben. **!

Mal wieder Fake news von der „seriösen“ Zeit.In dem Video auf YT ist deutlich zu sehen wie der AfD Politiker zumindest auch mit der Faust traktiert wird(eine Schlagwaffe halte ich für wahrscheinlich).Die scheinen ja ne tolle Rechercheabteilung zu haben.

#NazisRaus und #IS-TerroristenRein – das ist linksgrün-sozialistische Ideologie.

wieder hat Solschenizyn recht, schon im Gulag haben die Bolschewisten die „sozialnahen“ Verbrecher absolut bevorzugt tlw. sogar Freibriefe als Bürgerschrecken ausgestellt…
Der Bolschewik will alles bürgerliche zerstören, hinterher wird er dann schon aufräumen….

Da hätten Sie gestern bei Phoenix ruhig etwas mehr Pfeffer geben können, Herr Tichy.

Was soll mann denn zu solchen Äußerungen (z.B. man bräuchte mehr Sozialarbeiter im Netz) überhaupt sagen? Die anderen waren deutlich in der Überzahl und sie sind absolut von der Richtigkeit ihrer Ansichten überzeugt. Da wäre ich auch sprachlos geblieben.
Letztlich betrügen sich die ÖR allerdings selbst, in dem sie solche Talkrunden stets so ungleich besetzen, um der Bevölkerung zu suggerieren, die Verhältnisse seien so auch in der Bevölkerung. Das mag lange funktioniert haben, aber jeden Monat durchschauen das wieder ein paar Menschen mehr.

@M. Petridis
Wer an diesen Runden teilnimmt, sollte rhetorisch auf viele Überraschungen vorbereitet sein. So gelingt es leicht, diese Leute inhaltlich zu stellen und ihre dümmlichen Äußerungen zu entlarven.
Ja, ich würde die Gelegenheit sehr wohl nutzen, und auf die ungleiche Zusammensetzung der Runde hinweisen. Hatten nicht die Chefredakteure in Dresden versprochen, mehr Fairness walten zu lassen? Damit hätte ich die Moderatorin konfrontiert.
Immer mehr Menschen durchschauen das miese „Spiel“ der ÖR? Da bin ich mir nicht so sicher. Die Propagandamaschine läuft nach wie vor wie geschmiert, und die Zustimmung zur CDU steigt sogar wieder.

@Protestwähler
Oh ja, was für eine schaurige Veranstaltung. Von H. Tichy war ich schwer enttäuscht.
Sein Gesichtsausdruck sagte mir, dass er sich sehr unwohl gefühlt haben musste.
Kein Vergleich zu diesem Video oder zu seinen teilweise grandiosen Artikeln in seinem Magazin.
In ihrer ersten Einlassung sprach die Moderatorin von Personenangriffen und Sachbe-
schädigungen und meinte damit doch ernsthaft alle Parteien. Ich dachte, nicht richtig zu hören. Herr Tichy, wo blieb da ihr entschiedener Protest? Den vermisste ich auch an zahlreichen anderen Stellen.

Manchmal sagt man durch Schweigen viel mehr als mit Geschrei.
In diesem Fall war das so. Diese Koryphähen von Mitdiskutanten konnte man nur durch beredes Schweigen entlarven. Im übrigen hat Herr Tichy, wenn er einbezogen war, die richtigen Worte gefunden, denn er ist ja der Journalist gewesen, neben einer Dame, die sich schon durch ihren Gesichtsausdruck beim Sprechen, bei dem sie mit der Moderatorin korrespondierte, selber geoutet hat. Nämlich als Steigbügelhalterin eines verhängnisvollen Weges der deutschen Journaille.
Von dieser Dame würde ich mir noch nicht mal das Datum des aktuellen Tagesverraten lassen.

@W. Schuckmann
Ja, hin und wieder sollte besser geschwiegen werden. „Schreien“ ist grundsätzlich schlecht.
Was spricht aber dagegen, eine gegensätzliche Meinung sachlich und ruhig vorzutragen? Gerade vor dem Hintergrund der einseitigen „Berieselung“ durch die ÖR ist es m.E. zwingend geboten, diese Runde zu nutzen, um den Zuschauern eine andere Sicht auf bestimmte Sachverhalte zu ermöglichen oder pointierter, sie mit der Wahrheit zu konfrontieren.
Ich gehe jetzt von mir aus. Wenn ich dazu aus taktischen oder was auch immer für Gründen dazu nicht bereit wäre, würde ich dierse Formate meiden. Aber das muss jeder selbst entscheiden.

@plietschinderbirne Ich denke das Herr Tichy zu klug ist um in einer solchen In­sze­nie­rung die ihm zu gedachte Rolle, des Verantwortlich Betreibers eines“ rechten“ Blog und Monatsmagazin und damit stellvertretend für alle vermeintlichen „Nazis“, zu spielen. Es wäre ein gefundenes Fressen für die Macher dieser Sendungen, wenn das Konzept 4 gegen 1 damit geendet hätte, dass Tichy die Realität nüchtern schildert und die vier Knallchargen ihre Sprüchlein unwidersprochen absondern ließe, nicht mit Argumenten sondern der Übermacht der Redezeit , Herr Tichy zu unbedachten Äußerungen provoziert hätten. Wenn Sie nicht nur auf die Rede sondern auch bewusst auf die Mimik achten,… Mehr

@H. Druckschnitt
Welche Gelegenheit für H. Tichy, den „Nazi – Spuk“ auseinander zu nehmen!! Sh. seinen tollen Artikel im Magazin.
Ein guter Redner lässt sich nicht provozieren, sondern er nutzt die Attacken, um den Kontrahenten auflaufen und „nackt“ darstehen zu lassen.
Ja, Zudeik hat nur auf DIE Gelegenheit gewartet. Aber das weiß ich doch, wenn ich mich auf eine Runde mit ihm einlasse.

@plietschinderbirne
Unter fairen Bedingungen hätten Sie Recht. Aber doch nicht im ÖRR.
Eine parteiische Moderatorin die jederzeit unterbrechen und abwürgen kann, ein gutmütiger weiser älterer Herr, ’ne Frau zur Flankensicherung des Herrn und der bereit gestellt, lauernde Gedankenmeichelmörder.
Ein guter Redner ist meist auch ein kluger Mann, der Situationen erfasst und nicht in die vorbereitete Falle tappt.

@H. Druckschnitt
Entscheidend ist doch, dass H. Tichy mit seiner Performance zufrieden ist. Das wissen wir aber nicht. Ich habe versucht dazulegen, warum ich es nicht wäre.

@plietschinderbirne
Ich kenne Sie nicht, Tichy nur über seine Arbeit.
Bei Tichy bin ich mir sicher, das er ein kluger Mann ist;-)

Besser machen, ich bin sicher, „er“ weiss, was er tut,; das sehen hier alle hier auf TE, Möglicherweise ausserordentlich viel wirksamer, geschickter. Ich habe die gestrige Sendung nicht gesehen. Hatte aber des öfteren ähnliche Eindrücke wie Sie bei anderen Runden. Trotzdem meint Empfinden: Siehe „Abraham“ und nur so geht’s.

Mit der Folge, dann erst gar nicht mehr eingeladen zu werden.

Zustimmung.
War ja gruselig, die Runde. Inkl. Moderatorin.
Unterirdische Argumentationen.

Es handelte sich wieder einmal um die typische Runde 3 gegen 1, wobei sich der Professor aus Bremen wenigstens dann und wann einigermaßen um Sachlichkeit bemühte, ohne jedoch zu verhehlen, welcher Richtung er angehört. Phönix ist eben auch öffentlich-rechtlich und hat seine Anweisungen, wobei man diese Runde m. E. bis vor ca. einem Jahr ab und zu noch einmal anschauen konnte, weil eben auch“ unbequeme Teilnehmer“ dabei waren und sogar relativ selten unterbrochen wurden. Mit der Zuspitzung der Lage und der Spaltung der Gesellschaft hat sich auch diese Diskussionsrunde stark verändert und unterscheidet sich kaum noch von Maischberger, Illner und… Mehr
Das Johannesevangelium beginnt mit einem tiefgründigen Prolog. „Im Anfang war das Word und das Wort war Gott. Im Anfang war es bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden und OHNE DAS WORT WURDE NICHTS, WAS GEWORDEN IST“. Als Atheist sehe ich den im Text erwähnten 1.Satz des Prologs als wichtigen Auslöser für dass was im letzten Satz des Prologs ausgesagt wird. Alle die meinen mit der Beschimpfung anderer als Nazis auf der richtigen Seite zu stehen, sollten sich bewußt werden, dass sie damit eine Art Hexenbulle zur zumindest verbalen Verfolgung Andersdenkender erteilen. Die Kirchen sollten mäßigend auftreten und nicht… Mehr

Ich glaube nicht, dass die Verantwortlichen sich noch ernsthaft hinter der Formel: „Das habe ich nicht so gewollt“ verstecken. Die wird zwar halbherzig dahergemurmelt, aber dann gleich durch eine „Nazi raus“-Kakophonie überdeckt. Gleichzeitig werden zur Belobigung kostenlose Konzerte veranstaltet, die sich offen an die gewalttätige Klientel wenden, und deren Mitglieder ebenso offen vor und hinter öffentlich-rechtlichen Kameras gezeigt. Die Brandstifter sitzen in den höchsten Staatsämtern.