Peter Hahne: „Populär wird mit Populist verwechselt“

Peter Hahne ist ein ZDF-Urgestein: langjähriger Moderator der „heute“-Nachrichten, bis 2011 Leiter des Hauptstadtstudios des ZDF, ist mit verschiedenen Gesprächssendungen auf dem Bildschirm präsent. Ein Gespräch über Medien, Streitkultur und Kirche.

 

„Wie manche Kollegen sich bekreuzigen, wenn sie der Kanzlerin begegnen: Lächerlich“. Peter Hahne über Journalismus, „Lügen-„ und „Lückenpresse“ und Kollegen, die ihre kritische Rolle aufgegeben haben.

Dieses Interview ist in ‚Tichys Einblick‘ Ausgabe 07/2017 erschienen >> 

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Kommentare ( 61 )

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Intelligent, sehr locker, witzig und LEIDER wird einem wieder einmal klar: ein Verhaltenskodex (um das Wort Massenbeeinflussung zu vermeiden) hat sich wie ein Flächenbrand ausgebreitet – Menschen in Paralleluniversen bestimmen das Meinungsbild – es ist beängstigend – um so mehr als ich befürchte, daß die Anfänge des Hitlerdeutschland (gerade auch bezüglich der Meinungsdeutungshoheit) `technisch` ähnlich begonnen haben könnte

Ein klasse ehrliches Interview. Danke Herr Hahn.
Leider gibt es eben viel zu viel Kaufmäuler in den Medien, aus der Politik ist man es ja gewohnt. Okay, mittlerweile von den Qualitätsmedien auch

Staatsbürgerliche Vernunft muss nicht immer von der Mehrheit getragen werden. Gerade wenn sich ein Kartell aus etablierten Politikern und etablierten Medienmachern dazu verabredet, dass bestimmte Problemfelder tabu zu sein haben, dann schwimmt die Gesellschaft eine ganze Weile auf einer unglaublichen Welle der Verdrängung und Selbsttäuschung, und jeder harmoniebedürftige Bürger ist zunächst einmal sehr zufrieden. Diese Illusion hat aber mit Sicherheit ein Verfallsdatum. Die Dinge laufen heute schon recht gut sichtbar aus dem Ruder, aber eben noch nicht so drastisch, dass eine träge Mehrheit erwachen würde. Der Tag wird zwangsläufig kommen. Eine spannende Frage: Liegt dieser Tag vor oder nach dem… Mehr
„Populisten sind jene Menschen, die einen Spaten Spaten und eine Katze Katze nennen“ (Shakespeare) Populismus ist zum Schlagwort missbraucht, ausschließlich gegen die vernachlässigten Interessen der gesellschaftlichen Mitte gerichtet, bis zur Umwertung verkommen. Als eine Ursache für populistische Tendenzen gilt u. a. eine fehlende Bürgernähe und eine große Distanz zwischen den Interessen und der Sprache einer Gemeinschaft und denen der Regierenden bzw. des Establishments. Heute gilt jedenfalls: Was Populismus ist und was nicht, bestimmen stets die gerade herrschenden Mächte. Stirbt der Euro, stirbt Europa? Wir schaffen das? Niemandem wird etwas weggenommen? Kein Populismus, obwohl grob vereinfachend und/oder unwahr. Mit den sog.… Mehr

Weiß jemand um welchen SPD Politiker es sich handelt, der seine Kinder auf die Privatschule nach Schottland geschickt hat?
Typisch SPD und Grüne. Wasser predigen und Wein saufen. Bigotterie in der Schulpolitik. Bei CDU und FDP weiß man es. Aber die vertreten ja auch nicht dieses Schulpolitik.
Habe im Bekanntenkreis genau das Beschriebene schon erlebt. Alle schreien nach Achmed Mehmet Moped, aber keiner will mehr als einen in der Klasse der eigenen Kinder haben und wenn doch, dann nur wenn der Papa Arzt ist. Verlogenes P…

Was für ein wohltuend langweiliges Interview! Ein sympathischer, entspannter Herr Winter. Ein sympathischer, entspannter Herr Hahne. Vernünftige Fragen, vernünftige Antworten, vernünftige Ansichten auf beiden Seiten. In dem ganzen Interview kam nichts, aber auch wirklich gar nichts vor, worüber ich mich hätte aufregen können. Skandal! Ich will mein Geld zurück! Unter anderem wird mir in Erinnerung bleiben: „ZDF = Krimisender mit angeschlossenen Nachrichten“, „Missionarsjournalismus“, „Loriot im Endstadium“, (Maas:) „Der Konsument ist nicht mündig“, (Schäuble:) „Wieviel Toleranz verträgt ein Volk?“, „Echte Flüchtlinge“ usw. Jetzt habe ich mich ungefähr 34 Minuten nicht aufregen müssen. Das ist einfach zuviel für mich. Als Therapie verbringe… Mehr

Bei mir hinterlässt das Interview ein ganz dumpfes Bauchgefühl! Der Mann war ja an leitender Position. Mann stelle sich mal honni an der stelle vor: Haut dir den Ellenbogen in die Rippen, höhö damals das mit der Mauer fand ich auch schon immer irgendwie pervers. Ist zwar nicht vergleichbar, aber so in der Art.

Echt schön. Vielen Dank. Der Mann ist wirklich sehr sympathisch und schon jetzt sehr weise.

Gesunde Einstellung. Warum wird die im ÖR nicht mehr gehört?

Muss dort erst jeder intellektuel vernünftige Journalist seinen Hut nehmen damit es wieder besser wird?

Ein Klasse Interview…
man könnte fast meinen. hier sei alles wieder beim Alten – könnte !