Dr. Helmut Schramm (Bayer CropScience): „Zehn Milliarden Menschen ernähren“

Die Weltbevölkerung wächst weiter. Die Landwirtschaft steht vor riesigen Herausforderungen. Doch die Ernährung von immer mehr Menschen kann gelingen. Helmut Schramm, Geschäftsführer von Bayer CropScience, im Interview über Glyphosat, molekularbiologische Werkzeuge und die Digitalisierung.

 

Romantik trifft auf Hunger: In Deutschland herrschen idyllische Vorstellungen, moderne Agrarwirtschaft gilt als Feind. Aber zukünftig sind bei schwindender Ackerfläche immer noch mehr Menschen zu ernähren: Auf 10 Milliarden Menschen wird die Weltbevölkerung anwachsen.

Kann das gehen? Wie soll es gehen? Sind Unkrautvernichter wirklich „des Teufels“? Sterben die Bienen aus? Was sind „Lerchenfenster“?

Ein Gespräch mit dem Geschäftsführer von Bayer CropScience Dr. Helmut Schramm, der für Pflanzenschutz zuständig ist.

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Kommentare ( 73 )

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73 Kommentare auf "Dr. Helmut Schramm (Bayer CropScience): „Zehn Milliarden Menschen ernähren“"

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bzgl. der „grünen“ Agrartechnik fehlt mir das Detailwissen, „gentechnische“ Medizin kenne ich dafür sehr gut…. Natürlich ist die Wissenschaft ein Segen, bzw. kann ein Segen sein…ich war selbst bei Studien dabei, mit sehr überzeigenden Erfolgen, ja sensationellen Heilungen, nur wie im schlechten Film wurde die Methode dann von einem sehr großen Pharmakonzern übernommen und nie wieder gesehen – die Konzerne wollen schließlich Profit machen und nicht „heilen“, Gesunde bringen kein Geld – ein Gerücht? TE würde es so nicht veröffentlichen, aber ich kann es belegen…. Ähnliches scheint mir bei den GMO zu geschehen, theoretisch ein Garten Eden wird künstlicher Mangel… Mehr

Die Begrenzung des Leben ist der Tod…somit ist das Wort „Überbevölkerung“ nur ein politisches…ein Nebelkerzen Wort. Es kann keine Überbevölkerung geben…weil es den Tod als Regulierer gibt. Der Tod reguliert die Geburt…..so ist es auch mit dem Wort „Wasser-VERBRAUCH“…auch dieses Wort ist irreführend…da Wasser im Kreislauf des Wasser auf der Erde gebunden ist…somit kann Wasser immer nur Gebraucht aber nie Verbraucht werden.

Der Einzelne kann nicht bewerten, ob das stimmt, was ein multinationaler Konzern behauptet und von unseren staatlichen Institution müssen wir befürchten, dass sie nicht unabhängig sind. (KBA=Autoindustrie)

So wird auch hier die Vertrauenskriese gegenüber der politischen Klasse deutlich.

Wenn wir Vertrauen in den Staat und seine Institutionen hätten, könnten wir auch davon ausgehen, dass Großkonzerne wie Bayer unter Kontrolle sind. Im Moment gehe ich eher davon aus, dass sie völlig außer Kontrolle geraten sind.

Die Konzerne „behaupten“ nicht, sondern muessen Studien nach wissenschaftlichen Standards durchfuehren, um eine entsprechende Zulassung erhalten zu koennen. Toxikologen, bzw. deren Labore, die die Studien durchfuehren muessen zertifziert sein. Pflanzenschutzmittel gehen durch mehr Pruefungen als Medikamente. Z.B. Zersetzungszeit im Boden, Untersuchuchung der Zersetzungsprodukte, Wirkung auf Wasserorganismen, auf Voegel, auf Bienen und aehnliche Nutztiere, Giftigkeit gegenueber Saeugetieren sowieso.Damit ist die Kontrolle letztlich beim Staat bzw. Instituten, die die Risiken anhand dieser Fakten bewerten. Im Gegensatz dazu sind die publikumswirksamen Veroeffentlichungen von NGOs haeufig unterhalb jeglichen wissenschaftlichen Standards, so musste z.B. in der Seralini Affaire (s. Wikipedia) eine „Studie“, die belegen sollte,… Mehr

Ja, ja, das glaube ich Ihnen ja alles.

Es ist nur so, dass eine x-beliebige NGO eben heutzutage genau so glaubwürdig ist, wie unsere staatlichen Institutionen.

Deren Glaubwürdigkeit müsste erst mal wieder hergestellt werden. (Asse? – Alles in Ordnung.) Man glaubt nichts und niemandem mehr und das ist hauptsächlich auf das Versagen unsere politischen „Eliten“ zurückzuführen.

Für den Bayer Konzern sind die katastrophal anwachsenden Menschenmassen natürlich eine glückselige Perspektive auf zukünftige Umsatzzahlen. Für den von Vernunft geprägten Menschen sind sie eine Katastrophe, im Aspekt der zu erwartenden kriegerischen Auseinandersetzungen, die sich jetzt schon in der Dritten Welt abspielen. Die Verteilungskämpfe um Grund und Boden, um Nahrungsressourcen und letztlich um die Frage, woher das Geld kommt, das für die Fütterung der Massen notwendig ist….all das steht unbeantwortet im Raum. Auf die sich aktuell schon abzeichnende Völkerwanderung findet man außer dieser absurden Erklärung der UN, diesem sogenannten Pact Of Migration And Resettlement (to Europe) nichts! Rein gar nichts!… Mehr

Wenn wir alle FdH machen, dann sind auch 20 Milliarden kein Problem.
Das wird zwar auf Widerstand bei der katholischen Kirche und der FIFA, wegen Kardinal Marx und Reiner Calmund stoßen, aber wenn´s der Sache dient.

Wir lernen, fragst du eine Seite, wird mit dem Finger auf die andere Seite gezeigt und umgekehrt. Das wir uns keine Landwirtschaft mehr leisten können, wie vor hundert Jahren, dürfte unstrittig sein.
Was mich stört ist, dass der Staat keine eigenen und unabhängigen Untersuchungen durchführt. Das Bundesinstitut für Risikobewertung greift auf die Untersuchungen der Industrie zurück.
Am Ende, wenn es mal daneben geht zahlt wieder der Bürger drauf— siehe VW. Die haben auch ganz tolle Untersuchungen gemacht.
Hier ist der Staat gefordert dem Bürger eine verlässliche und dem Stand der Wissenschaft entsprechende Einschätzung zu liefern.

Bei diesem Interview wurde wieder einmal das in den Kommentaren zu Recht angesprochene Problem deutlich, nämlich die unglaubliche Eindimensionalttät und Befristetheit menschlichen Denkens. Nun ist der gute Herr auch „ nur“ für das Wohlergehen seiner Firma verantwortlich und aus deren Sicht würde es wohl auch genauso funktionieren. Wenn er die Chancen anspricht, die die Forschung für den Anbau von Nahrungsmitteln in sehr klimaproblematischen Gegenden eröffnet, hat er vermutlich grundsätzlich Recht. Leider geht das Problem – und das sollte er schon wissen, bevor er 10 Mrd. in den Raum stellt -weit über die Ernährung und weit über die 10 Mrd. hinaus,… Mehr
Danke Herr Tichy, dass Sie direkt Bayer angesprochen haben. Das war eine Vorlesung in kritischem Journalismus, so wie er sein sollte. Es sind die Fragen, an denen man den Profi erkennt. Herr Dr. Schramm hat Informationen geliefert, die zumindest zum Nachdenken anregen. Diese molekularbiologischen Untersuchungen sind sehr kostenintensiv, aber der gesundheitliche Aspekt wurde bisher mE generell vernachlässigt, was Bayer jetzt nachholen möchte. Interessant wäre in diesem Zusammenhang zu erfahren, warum es millionen von Lebenmittelunverträglichkeiten gibt, die allgemein unter Allergien fallen. Gluten, Laktose, Histamin, Fructose etc… und keine Hilfe. Kurzfristig nebenwirkungensreich kortison- und sonstige Pharmaka-Hämmer…… mittel- und langfristig Mineralien, Vitamine etc….… Mehr

Aber das ist doch gerade die Wunderformel. Bayer macht mit seinen chemischen Bomben und was sonst alles in der Landwirtschaft benötigt wird, die Menschheit krank und liefert hinterher gleich die Medikamente für die Heilung. Fehlt nur noch, dass sie gleich die adequaten Mediziner zur Verfügung stellen.

Das läuft nun bereits seit Jahrzehnten. Ähnlich wie in der Politik. Erst kaputt bombem …… Un – glaublich, was Menschen alles ertragen können. Und falls „Angst fressen Seele auf“, dann gibt’s Psychopharmaka. Und Mediziner umschwärmen sie wie Motten das Licht – mit Fortbildungsveranstaltungen in SchickiMicki-Atmosphäre. Ä r z t e gibt es scheinbar immer weniger, obwohl ich einige kenne. Unabhängig vom Alter. Es gibt sie noch – Menschen, die sich zu ihrem Eid bekennen. Doch, doch – sogar in Germoney. Danke für Ihre Anmerkungen. Gruß.

Ich finde das Bevölkerungswachstum ähnlich spassig wie einen Kernreaktor, bei dem die Kühlung ausgefallen ist. Denn die Menschen wollen ja nicht nur ernährt werden, sie brauchen Platz und Energie. Und viele von denen werden einiges dafür tun, in Europa, speziell in Deutschland aufgenommen zu werden.
Das wird spannend werden, sehr spannend!

Warum nicht gleich 20 oder 100 Milliarden ernähren? Wachstum ist so grenzenlos wie die menschliche Dummheit, und vor der schützt auch ein akademischer Titel nicht.