Ceuta – Gewalt an Europas Außengrenze

600 Migranten überrannten die Grenzsperren der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika und griffen die Polizei mit selbst zusammengesetzten Flammenwerfern und Branntkalk an und gingen "so brutal wie noch nie" vor. Ein Beitrag zu Marokko, Spanien und EU folgt gleich im Anschluss.

 

Mit brutaler Gewalt haben in der vergangenen Woche etwa 600 Migranten die Grenzsperren der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika überrannt. Dabei griffen sie die Polizei mit selbst zusammengesetzten Flammenwerfern und Branntkalk an und seien „so brutal wie noch nie“ vorgegangen, so die Aussage eines Polizeisprechers vor Ort. Das Video zeigt nicht, wie die Migranten die Polizei angriffen, sondern wie sie danach jubelnd durch die Straßen rennen.

Marokkos Tauziehen um Geld und Macht
Wie Marokko die EU mit Drogen und Migranten unter Druck setzt
Der Druck auf die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla und die Kanarischen Inseln steigt zuletzt immer weiter an. Der vergangene Donnerstag mit dem gewaltvollen Sturm auf die Grenzzäune von Ceuta durch 800 Afrikaner, die mit Molotov-Cocktails und anderen Mitteln nach Europa zu kommen versuchen, bildet einen neuen bisherigen Höhepunkt. 600 von ihnen schafften es, spanischen Boden zu betreten.

Welche Rolle Marokko in dem jüngsten Anstieg der Überquerungen nach Spanien spielt, können Sie im anschließenden Beitrag von Stefanie Claudia Müller lesen, die aus Madrid die jüngsten Entwicklungen für TE beschreibt.

Ein Video der Zaunüberquerung von Daily Mail UK:

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Kommentare ( 86 )

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Migrationsbewegungen gab es immer in der Geschichte. Nie hat sich ein Volk aber so aufgegeben wie es die Westeuropäer derzeit tun. Das Resultat ist schon heute absehbar. Es wird ein Migrationsdruck der Westeuropäer nach Osten entstehen. Ob diese dann ähnlich tolerant wird sich zeigen. Bei gleichbleibender Entwicklung ist es nur eine Frage der Zeit.

Sehr wahr. Nur wird dies auch nur eine Übergangslösung sein. Sie sind / werden zu viele sein. Dagegen müssen die Grenzen richtig geschützt werden. Dass kann man erst ab Weissrussland mit Hilfe Russlands realisieren.

Mit Waffengewalt in ein fremdes Land eindringen – dies wird von Merkel meist mit Bleiberecht belohnt.
Dekadente Politik, journalistische Hofberichterstattung … man suhlt sich im Gutmenschentum oder Größenwahn.

Das ist ein Angriff auf eine Staatsgrenze. Wenn diese Bilder signalisieren, das Brutalität die Grenzen öffnet, dann gute Nacht. Wenn sich ein Staat nicht mehr gegen diese Horden nicht verteidigen darf, dann ist Europa verloren.

Verstehe die wenn-dann-Aussage nicht. Ist wäre richtiger.

An solche Bilder wird man sich gewöhnen müssen. Vermutlich werden diese Typen in Europa und in erster Linie in Deutschland unterkommen. Aktion erfolgreich. Und was passiert dann? Die telefonieren nach Afrika mit ihren Freunden und erzählen ihnen, wie sie es geschafft haben und wie man nach Europa kommt. Und dann wiederholt sich das immer schneller und in immer größer werdenden Umfang. Das Ganze hat Sogwirkung.

Wer sich mit Gewalt „Zugang“ auf europäsichen Boden verschafft, müßte sofort zurück geschickt werden. Es ist doch ein Witz, wenn sich jemand mit Gewalt Zugang nach Europa verschafft und sich solche Gewalttäter dann auf „Asyl“ berufen?

Wenn ich mich richtig erinnere, hat Anfang 2018 ein Gericht (ich meine der EuGH) entschieden, das auch Migranten, die sich per Gewalt Zutritt in den Schengenraum verschaffen, einen Asylantrag stellen können, der dann nach rechtstaatlichen Grundsätzen abzuarbeiten ist. Muss allerdings nicht im Ankunftsland sein, darf auch in Deutschland sein.

In Tichys Einblick wurde schon mehrfach zurecht kritisiert, dass Flüchtlinge alleine dadurch eine Bleiberecht erhalten, dass sie die Verfahren lange genug verzögern. Hier würde dann das Recht noch um eine Größenordnung mehr pervertiert werden, wenn Gewalttätigkeit sogar noch belohnt und damit letztendlich auch gefördert werden würde.

Der gesamte, aber politisch gewollte, Umgang mit dem Asyl- und Ausländerrecht ist völlig aus dem Ruder. Und das gilt nicht nur für Deutschland, sondern auch für die EU. Mit dem Chaos wird man niemanden gerecht.

Wie die meisten Europäer, stecke ich in der Mitte einer dreistufigen Hierarchie: Über mir ein ausbeuterischer, rücksichtsloser Adel, von dem ich mehr Teilen und mehr Fair Play fordere. Unter mir die Armen der Welt – denen gegenüber bin ich der Adel. Und die Argumente, die mein Adelspöbel diesem Pöbel des Pöbels entgegenbringt, erinnern stark an die, die der Hochadel seinem Zweistufen-Pöbel entgegen wirft. Klar, kein Prinz mag es, wenn die ungewaschenen Bauern seine Zäune stürmen. Die sollen hübsch auf dem Land bleiben und den Zehnten abliefern – heute sind es die Rohstoffe, von denen unsere Wirtschaft abhängt, eingetrieben mithilfe der… Mehr
Das Problem liegt (unter anderem ) darin, das – Korrupte Eliten (..) in Afrika mit „Entwicklunghilfe“ durch unsere „Führungskräfte“ zugeworfen werden – Die Industrie dafür Rohstoffe bekommt – Großkonzerne den Markt mit Billiglebensmittel(resten) fluten und dadurch eine Eigeninitiative alleine im Nahrungs, Wasser, Industriebereich, gnadenlos unterdrückt wird. Die „Arbeitsmoral“ mag vielleicht den Temperaturen angepaßt sein, aber es gibt durchaus Bestrebungen sich, sein Land, zu entwickeln. Das größte Problem sind aber die fehlenden Altersabsicherungen (ok, die gehen auch in Deutschland gerade rapide baden..) Dadurch entsteht die leidige Familienplanung: soviele Kinder (Männer..) wie möglich, denn die sind die Versorgungssicherheit, sozusagen die afrikanische Riesterrente.… Mehr
@paul z Ich glaube kaum, dass die Mehrheit der Deutschen etwas gegen das Asylrecht hat. Aber es handelt sich eben überwiegend nicht um politisch Verfolgte, sondern um Wirtschaftsflüchtlinge. Ich kann jeden verstehen, der sich ein besseres Leben sucht, aber es darf nicht sein, das nur der Wunsch nach einem besseren Leben das Einfallstor nach Europa ist. Fatal finde ich, dass die Wirtschaftsflüchtlinge nur die materiellen Vorteile sehen, aber oft nicht bereit sind, sich den Werten, Normen, Traditionen im Gastland anzupassen. Viele wollen hier das Leben, vor dem sie geflohen sind, weiterleben, nur mit mehr Geld. Das weiß ich auch aus… Mehr
Ganz schön defätistischer Beitrag 🙂 Also, ich arbeite ca. 50h pro Woche für „meinen Adel“. Wer auch immer das ist – evtl. Frau Klatten? Ich bin aber bislang noch nicht in ihr Grundstück eingedrungen, habe sie nicht mit Branntkalk beworfen und ihr auch noch keinen Feuerwerfer unter die Nase gehalten. Mache ich etwas verkehrt? Weiterhin habe ich meine Leibeigenen/meinen Pöbel noch nicht kennengelernt. Ich putze meine Toilette immer noch selber. Bin ich auch etwas traurig darüber. Aber sicher: Ich kaufe bestimmt irgendwas von einem ganz bösen kapitalistischen Ausbeuter und damit bin ich indirekt schuldig (und in ihrer Sprache auch „Adel“).… Mehr
Wir haben kein Problem mit der Freiheitlichen Grundordnung. Das Problem haben die anderen, die sie nicht haben. Und genau das ist der Schlüssel dazu, dass es überall auf der Welt lebenswert ist: Die umfassende Einführung der Freiheitlichen Grundordnung. Das setzt allerdings voraus, dass 2 Unrechtsideologien massiv zurückgedrängt werden, die Linksideologie(n) und die Clanideologie. Und dass alle weiteren Formen von Diktaturen beendet werden. Zu Ihrer Frage „Und ohne die Flüchtlingskrise, hätten wir die Motivation, überhaupt etwas zu verändern?“: Ja, allerdings. Viele hier auf TE z.B. sind etliche Jahre vorher, ich selbst z.B. seit 2007, dem Jahr des Ausbrechens der von den… Mehr

Es ist ein krasses Beispiel einer asymmetrischen Auseinandersetzung .
Die Angreifer wissen , dass die Gegenseite in ihrem Anfall von falsch verstandener
Humanität wehrlos ist . Hier in Deutschland bedeutet eine angemessene Abwehr eines
solchen Angriffs wenigstens ein Dieststrafverfahren , und ein von schwarz – rot –
links -grün lanziertes gesellschafliches Aus – und das noch unter dem Beifall
der 87 % vom 24. September .

So feiern Eroberer, keine Flüchtlinge.

Zustimmung! Die Bilder erinnerten mich an das im Buch „Das Heerlager der Heiligen“ von Raspail Beschriebene. Wie sich Menschen, die sich auf diese Weise Zugang nach Europa verschaffen, in europäischen Ländern verhalten, konnte jeder am Bsp. Ellwangen bereits nachvollziehen.

Ein europäisches Land wird gewaltsam an der Grenze angegriffen und Europa schaut zu bzw. alimentiert die gewaltsame Einwanderung. – Flammenwerfer vs. Teddybären

Ceuta liegt in NordAfrika

Gut, dass es da liegt.
Irgendwelche, die das so planten, hatten wohl die Mauren nicht vergessen, die auch da übers Meer kamen, um „Land zu nehmen“.
Was denken Sie, was passierte, wenn der Zugang zum Meer dort frei wäre?
Eben!

Man braucht gar keine Schusswaffen am Grenzzaun, wenn man rechtzeitig klarstellt, dass kein einziger illegaler Eindringling jemals ein Aufenthaltsrecht erhalten wird. Solange wir 98% aller illegalen Grenzüberschreiter schlussendlich ein Aufenthaltsrecht mit Versorgung wie von Einheimischen im EU-Land ihrer Wahl zugestehen, kann es mit der Sicherung der EU-Außengrenzen nicht klappen. Von Australien lernen, heißt siegen lernen.