TV-Duell Merkel-Schulz – „Eigentlich ist es wurscht, wer es macht.“

Ich freue mich auf Montag Abend, wenn Grüne, Linke, AfD und FDP diskutieren nach diesem diskussionslosen TV-Duell.

Screenprint: ARD/Das TV-Duell

Zu diesem TV-Date Merkel-Schulz hat Thomas Gottschalk alles gesagt, was man dazu sagen kann: „Eigentlich ist es wurscht, wer es macht.“ Traurig für Deutschland.

Hier die wichtigsten Aussagen:

„Wir leben in Zeiten des Umbruchs.“

„Wir leben in einer extrem spannenden, fordernden Zeit.“

„In Nordkorea kommt nur eine friedliche Lösung in Frage.“

„Wir müssen uns mit den Mexikanern gegen Trump verbünden.“

„Wir müssen die USA auf den Kurs der Vernunft bringen.“

„Wir machen Integrationskurse und beziehen Frauen ein.“

„Wir müssen die Fluchtursachen bekämpfen.“

„Es geht bei den Flüchtlingen um Menschen.“

„Wir müssen jeden Einzelfall sorgfältig prüfen“ (etwa 10 X)

„Integration findet nicht auf dem Papier statt.“

Kompliment an Claus Strunz von SAT.1. Er hat die richtigen Fragen zum Thema Flüchtlinge & Zuwanderung gestellt. Und Kompliment generell an die Redaktion, denn immerhin wurde 40 von 95 Minuten über das Thema gesprochen, das SPD und Union komplett aus dem Wahlkampf ausklammern wollen: Immigranten und Integration. Eine Diskussion konnte es darüber natürlich nicht geben, denn es stand die Frau, die uns die Probleme eingebrockt hat gegen einen inkompetenten Dummschwätzer (siehe sein Schluss-Statement), der es auch nicht anders gemacht hätte.

Ich freue mich auf Montag Abend, wenn Grüne, Linke, AfD und FDP diskutieren.

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Kommentare ( 43 )

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Schulz und Merkel waren ein gutes Ehepaar. Das Duell fand, falls überhaupt, zwischen den Journalisten und den Kandidaten statt. Ein Wohnzimmergespräch unter sich, bei dem der Zuschauer nicht kontaktiert wurde. Die Blicke der Kandidaten gingen an der Kamera vorbei zur Seite in Richtung Journalisten. Ein Dahingeplätscher. Kein Punkt, an dem man beim Zuschauen zur Aufmerksamkeit stimuliert wurde, wo man merken konnte, dass es um einen als Wähler geht, der etwas mit der Sache zu tun hat, etwas mit dem er sich identifizieren, das er mitnehmen, mittragen und als seine Sache betrachten könnte. Ob die Grundidee dieses Formats, das Spektakel eines… Mehr

DEUTSCHLAN HAT FERTIG!

Wahlkampf 2017! Es nannte sich „Rededuell und politischer Schlagabtausch „ und geht so:

„Ein Blinder und ein Tauber wollen sich duellieren.
Sagt der Blinde: „Ist der Taube schon da ?“
Sagt der Taube: „Hat der Blinde schon geschossen ?“

Höchste Zeit eine starke Oppositions-Partei im Bundestag zu etablieren!

Aber Herr Zitelmann, finden Sie „inkompetenter Dummschwätzer“ nicht ein bißchen untertrieben?

Der Text des „Duells“ ist das eine.
Ich habe ihn so verstanden:
Wir schwimmen, wir schwimmen, wir schwimmen synchron, Wahlempfehlung: alles, bloß nicht uns.

Der Subtext ist das andere.
Ich habe ihn so gesehen:
Merkel akzentuiert mit der Farbe ihres Blazers ihre texturale Wahlempfehlung, Schulz mit der Farbe seiner Krawatte.

Es geht bei Flüchtlingen um Menschen – trotzdem darf ein Staat nicht moralisch handeln, sondern muss sich an geltende Gesetze halten. Es ist das Vorrecht von Menschen (also uns allen) moralisch zu handeln oder auch nicht. Der Staat hat aber nur eine Rolle, und deswegen muss er sich an die Regeln halten, die er sich selbst gegeben hat. Dem Staat geht es m.E. nicht um die Flüchtlinge, sondern um eine Ausweitung der Staatstätigkeit, z.B. dem Betrieb einer riesieigen Asylindustrie. Das nimmt doch kein Mensch der Merkel ab. „Der Staatsapparat ist ein Zwangs- und Unterdrückungsapparat. Das Wesen der Staatstätigkeit ist, Menschen… Mehr

Man hätte das Schnarchduell parallel zum Fußball legen sollen. Dann hätte man eine Alternative gehabt ^^

Bundeswahlgesetz § 12 Wahlrecht

(1) Wahlberechtigt sind alle Deutschen im Sinne des Artikels 116 Abs. 1 des Grundgesetzes, (…)

Schulz sagte, ganz im Sinne des Özoguz-Papiers, dass am 24.9. „die Menschen“ wählen. Steht aber nicht so im Wahlgesetz. Was gilt denn nun?

Der Sozi kennt kein Vaterland…

Es ist wirklich kaum zu ertragen. Das ist aber eher ein Bild der gesamtdeutschen Verfaßtheit. Zur Verdummung und Ignoranz kommt noch die grenzenlose Überheblichkeit und Selbstgerechtigkeit:
„In Nordkorea kommt nur eine friedliche Lösung in Frage.“
„Wir müssen uns mit den Mexikanern gegen Trump verbünden.“
„Wir müssen die USA auf den Kurs der Vernunft bringen.“

Werdet erst mal selber vernünftig und kommt aus der lala-lulu Verdummtheit des beschützten ökologischen Friedenskindergartens in der Realität an.
Das ist wirklich eine besondere Form der Wohlstandsverblödung, die hierzulande herrscht.

Welcher der Kasper wollte sich denn da mit Mexiko verbünden?
Ich werf mich weg.

Dummschwätzer“ – die treffendste Beschreibung, die ich bisher gelesen habe.