Medien zwischen Schönreden und Verschweigen

Den heute vom IS aufgestachelten Attentätern reicht ein Führerschein oder eine Axt - schreibt der SPIEGEL, Redaktionsschluss vor den jüngsten Angriffen. Ist das jetzt schon "rechte Hetze" oder naheliegende Analyse? Berichterstattung: Aussitzen, Anschreiben.

© Alexander Scheuber/Getty Images
Police and emergency workers stand outside the main railway station following what police described as an axe attack on March 9, 2017 in Dusseldorf

Die letzten zwei Tage waren aus Nachrichtensicht turbulent. Erst vermeldet die Polizei die erfolgreiche Festnahme des erst 19-jährigen mutmaßlichen Kindermörders Marcel H. aus Herne, kurze Zeit später treffen die ersten Nachrichtenmeldungen über einen Angriff in Düsseldorf ein und noch bevor die genaueren Umstände der Tat in Gänze geklärt sind, kommt es nicht einmal 24 Stunden danach zu einer weiteren Attacke auf eine Person in Düsseldorf – dieses Mal augenscheinlich mit einer Machete. Und auch in Magdeburg ist die Rede von einem Axtangriff auf einen Mann und sein Auto.

Turbulente Tage

Mittlerweile ist ein weiterer Tag vergangen und während ebenfalls gestern fünf norddeutsche Atomkraftwerke kurzzeitig geräumt wurden, weil man für 22 Minuten den Funkkontakt zu einem Flugzeug verloren hatte, das sich im norddeutschen Luftraum befand und auf dem Weg nach London war, melden heute am frühen Samstag morgen die ersten Nachrichtenseiten, dass in Essen ein Einkaufszentrum aufgrund „konkreter Hinweise auf einen Terroranschlag“ geschlossen wurde. Zumindest die erste Meldung stellte sich als Fehlalarm heraus.

Die letzte Meldung über den Machetenangriff indes stammt von der FAZ und liegt acht Stunden zurück. Das 80-jährige Opfer sei schwer verletzt, eine großangelegte Suche nach dem Täter eingeleitet. Im Magdeburg ist einer der zwei Verdächtigen bereits ermittelt. Es soll sich bei ihm um einen 34 jährigen Mann aus Magdeburg handeln, der nach Aussagen des Opfers gegen 22.50 Uhr zusammen mit einer zweiten maskierten Person auf den Audi des Geschädigten, der selbst zum Tatzeitpunkt in dem Wagen saß, zukam, die Scheiben des Autos mit Axt und Baseballschläger zerstörte sowie Löcher in die Karosserie schlug, wobei auch der 29-jährige Geschädigte verletzt wurde. Auch hier also Entwarnung. Kein religiöser Fanatiker.

Vieles von dem, was wir lesen und uns auf den ersten Blick das Schlimmste vermuten lässt, stellt sich kurze Zeit später als nicht ganz so schlimm heraus. Das, was uns eben noch als möglicher Terroranschlag in Angst und Schrecken versetzte, wird wie so viele andere Nachrichten schon am nächsten Tag in der Flut von neuen Meldungen untergehen. Was aber, wenn das ungute Gefühl nicht mehr gänzlich verschwindet? Wenn die Meldungen einfach zu viele in zu kurzer Zeit sind, um sie unter „Alltag“ zu verbuchen? War früher nicht weniger Axt, Machete und Messer, oder hat man Angriffe dieser Art vor „Flüchtlingskrise“ und akuter Terrorbedrohung auch hierzulande einfach anders wahrgenommen?

Psychologisierende Erklärungsversuche

Antworten der Medien auf diese Fragen? Bis jetzt Fehlanzeige. Nach Außen sehen sich die deutschen Medien in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden weiter eher in der Aufgabe des Beschwichtigers und Relativierers. Wichtig ist es, „diffusen Ängsten“ Einhalt zu gebieten. Information zweitrangig. Deshalb muss man auch zwischen den Zeilen zu lesen lernen, um aus Polizeiberichten, wie Sofia Taxidis gestern ausführte, Information herauszufiltern. Alles wird unter dem Label „psychischer Ausnahmezustand“ subsumiert, weil das so allgemein und nichtssagend ist, dass man eigentlich niemanden Unrecht damit tun kann, außer jenen, die wirklich unter einer psychischen Erkrankung leiden und trotzdem nicht mit Hieb- und Stichwaffen durch die Gegend laufen.

Fahrlässige Kategorisierung
Einheits-Tätermerkmal: psychisch gestört
Ihre Diffamierung wird in Kauf genommen; ihre Erkrankung unterliegt neuerdings nicht mehr irgendwelchen Untersagungen, sondern wird sofort heuausposaunt im Tone der Erleichterung. Psychisch erkrankt kann, muss aber nichts mit Gewalt oder Religion zu tun haben; der Zusammenhang ergibt sich meist aus der Lebenssituation. Eine Bezeichnung wie „Ex-Jugoslawien“ als Herkunft des Täters kann, muss aber nicht auf einen Muslim verweisen. Man setzt die beruhigenden, die noch sehr allgemeingehaltenen Informationen wie „psychisch labil“ und „Ex-Jugoslawien“ vorne an und streut erst im Laufe der Zeit fast beiläufig ein paar konkretere Informationen ein. „Psychisch labiler Ex-Jugoslawe“ klingt halt „besser“ als „geduldeter Kosovare“, der seit 2009 auf Anerkennung als Asylbewerber wartet und bei dem man nicht sicher sein kann, ob er Opfer oder Begünstigter des deutschen Asylrechts ist. Bis die triggernden Informationen in Gänze offen gelegt sind, ist die erste Anspannung und Wut der meisten schon verflogen. Was jetzt noch kommt, wird meist unter Randnotiz im Hirn verbucht und zu den Akten gelegt.

Dennoch kommt es vor, dass die Methode der Berichterstattung in homöopathischen Dosen nicht mehr bei jedem Bürger die erwünschte Wirkung zeigt. An dieser Stelle greift dann wieder das Mittel der Verunglimpfung, des Ins-Lächerliche-Ziehens jener, die ob all dieser Meldungen nicht mehr so ungerührt in den eigenen Alltag zurückkehren können. Schnell sind sie wieder da, Begriffe wie „diffuse Ängste“ und „besorgter Bürger“. Aber wie diffus können Ängste sein, die sich durch solche sich häufenden Taten in immer kürzeren Zeitabständen bestätigen und wie „lächerlich“ kann Besorgnis sein, wenn man Blutlachen und Personen auf dem Boden eines Bahnhofes mitten in Deutschland sieht? Ist es angesichts all dieser Vorkommnisse nicht eher diffus, gegebenenfalls postfaktisch, anderen ihre Ängste und Sorgen abzusprechen? Sie für unbegründet und sogar schlichtweg falsch zu halten? Wie lange kann man vor der Realität weglaufen und trotzdem noch mit dem Finger auf die vermeintlich „Blöden“, die „Rechten“, die „Hetzer“ zeigen, bevor man sich selbst der Lächerlichkeit preis gibt?

Auszug aus WeLT.de:

Einer dieser mit-dem-Finger-Zeiger ist Tim Sohr vom Stern. Als „gewohnten“ „traurigen Reflex“ beschreibt Sohr hier die mittlerweile typischen Reaktionen im Netz auf Geschehnisse wie in Düsseldorf. Menschen, die zunächst einen terroristischen Akt vermuteten, was angesichts eines axtschwingenden Mannes auch nicht völlig abwegig ist, subsummiert Sohr kurzerhand alle als „Fremdenfeinde“ und „Verschwörungstheoretiker“. Denn merke: Bereits die Vermutung, es könne sich um einen islamistischen Hintergrund handeln, ist fremdenfeindlich, verschwörungstheoretisch und deshalb gar nicht erst aufzustellen.

Wenn „Verschwörungstheoretiker“ richtig liegen

Schade ist, dass Sohrs eigene „Faktenlage“, die er uns in seinem Text präsentiert, nur wenig später in der Pressekonferenz der Polizei durch das ersetzt werden wird, was Sohr „Verschwörungstheorien“ nennt. Wog sich Sohr noch kurz zuvor in seinem Text in der Sicherheit, dass mit der Bezeichnung „Ex-Jugoslawe“ alles geklärt sei, es sich demnach nicht, wie von „rechten Hetzern“ unterstellt, um einen muslimischen Kosovaren handeln könne, weil der Kosovo in Tim Sohrs Welt offenbar außerhalb von Ex-Jugoslawien liegt, sollte sich nur wenig später bestätigen, was die „Verschwörungstheoretiker“ vermutet hatten. Auch sonst sind Sohrs Ausschlusskriterien nicht ganz nachvollziehbar.

Schlechter Rollentausch
"Wie die Medien zu Parteien wurden"
So schloss die Meldung, es handele sich bei dem Täter um einen Ex-Jugoslawen aus Wuppertal für Tim Sohr nicht nur aus, dass es sich um einen Kosovaren sondern auch, dass es sich bei dem Mann um einen „Flüchtling“ handelt. Doch das bestätigte sich wenig später, als feststand, dass er 2009 aus dem Kosovo kam und sich seitdem als Geduldeter aus „humanitären Gründen“ hier aufhält. Auf eine Korrektur von Sohr wird man dennoch vergeblich warten. Rechtfertigen muss sich in Deutschland für vorschnelle Vermutungen nur der „rechte Hetzer“, der Mensch mit „diffusen Ängsten“, der „besorgte Bürger“, dessen Besorgnis, wenn es nach Tim Sohr und Co. geht, sowieso so 1933 ist.

In einem hat Tim Sohr jedoch Recht: Die Menschen sind schnell in ihren Urteilen geworden und die Übertreibung kein seltener Begleiter. Nicht wenige haben sich den „Pegida-Sprech“ zu Eigen gemacht, reden von „Lügen- und Systempresse“ und das macht es nicht immer leicht, nicht gleich innerlich abzuschalten. Als bräuchte es tatsächlich Absprachen und Instruktionen von „denen da oben“, um Journalisten in Deutschland zur weitgehend unkritischen Berichterstattung zu bewegen. Immerhin schreibt der SPIEGEL in seiner aktuellen Printausgabe einen Satz, der anderen gerne als Verschwörungstheorie vorgehalten würde als Ausdruck „rassistischer Hetze“: „Den heute vom IS aufgestachelten Attentätern reicht ein Führerschein oder eine Axt.“

Mord mit Axt und Führerschein?

Der Journalist begegnet dem, der sich nicht so gut ausdrücken kann, der in einer immer komplizierter werdenden Welt mit immer weniger Antworten seitens der Politik, nach eigenen, mitunter auch zu einfachen Antworten sucht, deshalb auch in einer typischen intellektuellen Hybris. Er zieht ihn ins Lächerliche und bemerkt nicht wie er sich mittlerweile mit seiner Verweigerung über das zu sprechen, was tatsächlich schief läuft, selbst der Lächerlichkeit preis gibt. Statt nach den Ursachen für die Ablehnung zu suchen, bekämpft er weiterhin in rechthaberischer Manier die Symptome. Er sieht es nicht, weil sein eigenes Weltbild nicht selten mehr an der Ideologie, denn an der Auseinandersetzung mit der Realität ausgerichtet ist.

Umso wichtiger wäre es, wieder zu einem ausgewogenen Spektrum an politischen Auffassungen unter den Journalisten zurückzufinden. Aber wer anders ist, wer die „andere“ Meinung vertritt, der wird mit den gleichen Mitteln bekämpft wie der „besorgte Bürger“. Um Wahrheitsfindung, um das kritische Auge geht es eben im deutschen Journalismus zu selten, sondern viel zu häufig um Verteidigung und Aufrechterhaltung des eigenen Weltbildes. Journalismus hat sich zu Aktivismus und viele Journalisten zu Aktivisten gewandelt. Auf der einen Seite steht er, der in seinem Anschreiben gegen die „rechten Hetzer“ vergessen hat, was seine eigentliche Aufgabe ist, der mittlerweile versäumt, selbst ein kritisches Auge auf das zu werfen, was ihm an Information von Seiten der Politik und Behörden vorgesetzt wird. Auf der anderen Seite stehen jene, die aufgehört haben, überhaupt noch irgendetwas zu glauben, deren Zahl wächst und die etablierte Politik und etablierten Medien kaum mehr erreichen.

Die verunsicherte Mitte

Dazwischen stehen jene, die immer noch den Mittelweg suchen, die verunsichert, aber nicht verloren sind. Die immer noch darauf warten, dass sich etwas ändert, dass Politik und Medien irgendetwas bemerken und sich anmerken lassen. Die Differenzierung wollen und so gut wie keine mehr bekommen. Will man diese Bürger nicht auch noch verlieren, ist es an der Zeit, sich zu fragen: Was war zuerst da? Die Vorverurteilung, das Ressentiment, gar die Verschwörungstheorie oder doch ein Journalismus und eine Politik, die nicht mehr bereit sind, vollumfänglich zu informieren und Antworten zu geben?

Es sind die zähen Minuten und Stunden des Schweigens nach einer Axtattacke, einem Machetenangriff oder Ähnlichem, die den Nährboden für die Spekulation bilden. Ein Fernsehprogramm, dass business as usual betreibt, statt aktuelle Informationen zu liefern oder auch einfach nur die Gewissheit einer laufenden Berichterstattung geben, selbst wenn noch nicht allzu viel feststeht. Es sind alles- und nichtssagende Aussagen wie „psychisch labil“ und „Ex-Einwohner“ eines Landes, dass seit einem Vierteljahrhundert nicht mehr existiert, die Verweigerung der Konkretisierung, die spekulativen Gedanken erst Raum geben. Und es ist vor allem die nicht stattfindende, kritische mediale und politische Aufarbeitung all dieser Geschehnisse, die den Bürger allein mit seinen Sorgen und Ängsten, aber auch mit seiner Kritik an den möglichen Ursachen lässt. Statt Ursachenforschung, Ehrlichmachung wird er geächtet, wenn er nicht endlich Ruhe gibt und so tut, als wäre nichts geschehen.

Aber es geschieht etwas. Mittlerweile fast schon jeden Tag. Es ist nicht immer ein Terroranschlag, ein radikalisierter Islamist, aber öfter noch als vor wenigen Jahren. Denn der Alltag in Deutschland und anderen europäischen Ländern hat sich durch den religiösen Fanatismus verändert. Gewalt steckt auch an. Die Vorfälle, die Übergriffe, die Razzien häufen sich.

Spiegel Online vom 11.03.2017:

Es ist unsicherer geworden und Befürchtungen sind nicht automatisch diffus, weil sie sich nicht in jedem Fall bestätigen. Nicht postfaktisch, wenn sie sich an anderer Stelle schon bewahrheitet haben. Wenn Atomkraftwerke geräumt werden, weil für 20 Minuten der Funkkontakt zu einem Flugzeug abbricht, ist eine Bedrohung nicht mehr diffus. Wenn die Zahl der in Deutschland lebenden Gefährder kontinuierlich steigt, ist die Bedrohung nicht mehr diffus. Wenn es einen Anschlag mit 12 Toten am Berliner Breitscheidplatz gab, ist die Bedrohung nicht mehr diffus. Abstrus und postfaktisch ist mittlerweile nur, mit welcher Vehemenz deutscher Journalismus in weiten Teilen immer noch versucht, sich dieser Erkenntnis zu entziehen und all jene zu verunglimpfen, die sie offen ansprechen. Mal übertrieben, mal in „Pegida-Sprech“ – aber immer mehr auch aus der Mitte der Gesellschaft heraus.

Entscheidend ist auch nicht allein, ob berichtet wird, sondern wie. Die Art der Berichterstattung gibt den Ausschlag, welchen Eindruck die Bürger von Meldungen erhalten. Ob sie als Ausnahme- oder Normalzustand verkauft werden.

Unterscheidet sich die Relevanz, welche die Medien der Meldung beimessen in immer stärkerem Maße von der Relevanz für den politisch interessierten Bürger, entsteht zunächst Kritik. Tritt dies wie in der Migrationskrise gehäuft auf, entsteht Wut. Wird dann schlussendlich auch noch beleidigt, ins Lächerliche gezogen, entsteht Ablehnung und daraus ein Vakuum für alles mögliche an Theorien, Vermutungen und Übertreibungen. Und dann spielt es auch irgendwann keine Rolle mehr, wie es tatsächlich war. Ob der Täter „Islamist“ oder „psychisch gestört“ war.

Letztlich sind wir natürlich selbst dafür verantwortlich, zu differenzieren, kritisch zu bleiben und nicht verschwörerisch zu werden – und dennoch ist festzustellen, dass deutsche Journalisten mit der aktuellen Art der Berichterstattung alles dafür tun, dass sich immer mehr von ihnen abwenden.

Das nächste Opfer ist die Politik. Innere Sicherheit ist ein Thema. Aber wie es bearbeiten, wenn es nicht benannt werden darf?

Unterstützung
oder

Kommentare

Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Alle anderen bringen wir ungekürzt. Hinweis

----

Sortiert nach:   neuste | älteste | beste Bewertung

Die Seite wurde nicht nur auf Facebook, sondern ebenfalls auch auf Twitter gelöscht. Das kann kein Zufall sein?

schon wieder ein MIGRANTEN MORD in DUESSELDORF, armer 16jaehriger Taeter,vergewaltigt Maedchen, der arme Kranke ist mal wieder schuldunfaehig, wo soll das in diesem LUEGENSTAAT enden ??? Vielleicht erfahren WIR wieder von der oesterreichischen PRESSE konkretes , die POLITIK ist krank, nicht der Täter !

Journalisten haben allzu oft gar keine Ausbildung. Das kann ich aus Erfahrung sagen, wenn ich auf Pressekonferenzen Tageszeitungs-Schreiber treffe. Die haben 100% Ahnung – von NICHTS.

Das hat System: vor den Wahlen DARF es keine islamisch-terroristischen Angriffe geben. Man hat aus den Vorfällen in 2016 gelernt und lässt die Polizei nur noch links/grün-konforme Verlautbarungen herausgeben. Alles andere würde doch evtl. Stimmen kosten.
Zur Inneren Sicherheit hören Sie kein einziges Statement aus der Groko oder von Links und Grün. Missstände werden einfach negiert. Ich würde mir wünschen, dass die Wähler genau und nur die Innere Sicherheit zur Maßgabe nehmen, wenn sie abstimmen. Das Land wird sonst nämlich sehr bald aufhören zu funktionieren. Spätestens dann, wenn keiner mehr ohne Übergriff von und zur Arbeit fahren kann.

Na, die linken Medien haben doch überhaupt nichts gegen „diffuse Ängste“ und „besorgte Bürger“! Hauptsache für sie ist aber, die Bürger sorgen und ängstigen sich um die „richtigen“ Dinge: um Faschismus, Rassismus und Hatespeech.
Dann sind Ängste und Sorgen völlig in Ordnung, sogar erste Bürgerpflicht.

Als Rheinländer darf ich Ihnen sagen, das die RP einmal ein eher liberal konservatives Blatt war. Offensichtlich auch vorbei!

Ich möchte noch ein paar Aspekte anfügen: Man hat ja förmlich ‚Hurra!‘ geschrien, nachdem man in der Wohnung des Attentäters ein Attest gefunden hat, das ihm eine paranoid-halluzinatorische Schizophrenie bescheinigt. ‚Hurra!‘ – ein ‚Durchgeknallter‘! Wirklich? Nur das? Echt jetzt…? Gleichzeitig wurde geschrieben, dass der Mann immer noch nicht vernehmungsfähig sei, aber dennoch ein politischer/religiöser Hintergrund auszuschließen ist. Man hat also blitzartig eine zugrundeliegende psychische Erkrankung als Begründung für diese Tat an die Öffentlichkeit gebracht – dass es keine zwingende Verknüpfung zwischen A und B geben muss (wie man es jetzt gerne suggerieren möchte), sollen folgende Argumente zeigen: 1. zeigt die… Mehr

„Journalismus hat sich zu Aktivismus und viele Journalisten zu Aktivisten gewandelt.“

Besonders putzig wird es, wenn ZEIT Journalisten zugeben, nicht mehr zwischen ihrem Beruf und Aktivismus zu unterscheiden:

http://www.zeit.de/hamburg/politik-wirtschaft/2017-03/mevluet-cavusoglu-tuerkei-wahlkampf-recep-tayyip-erdogan-deutschtuerken-hamburg

Zweifelhafte (oder besser: verzweifelte) Versuche von Schadensbegrenzung durch Deeskalation. Funktioniert bloß nicht, denn der Gegner wertet dies als Schwäche und prescht deswegen weiter vor, anstatt sich zu beruhigen.
Es ist Zeit für klare Kante.
Lieber ein Ende mit Schrecken, als Schrecken ohne Ende.

So wahr wie Frau Schunkes Artikel oftmals sind – mir fehlt, genau wie bei Herrn Wendt, die logische Schlussfolgerung und Konsequenz und kann ihr nur erneut raten doch einmal eine Versammlung der AfD zu besuchen. Sie wird erstaunt sein, wie viele ehemalige Mitglieder der Altparteien und Gleichgesinnte dort anzutreffen sind. Und sie wird rechte Schreier vergeblich dort suchen.Immer nur zu fordern, sich mit der gleichen Leier im Kreis zu drehen, hilft nichts. Man sollte aktiv werden. Ich für meinen Teil habe das Programm der AfD mitgestaltet und die Vertreter für Berlin ausgewählt. Ich will nicht mehr, dass die Regierung Politik… Mehr
wpDiscuz