„Die Mannschaft“ kündigt Geste für Black-Lives-Matter an: Für wen kniet ihr eigentlich?

Manuel Neuer erklärt, die Mannschaft werde vor dem heutigen Spiel gegen England auf die Knie gehen. Eine in wohl jedem anderen europäischen Land in so einem Moment übliche Geste des Respekts zu Würzburg wird hingegen weiterhin vermisst. Die Prioritäten sind offenbar klar.

IMAGO / ActionPictures

Die deutsche Mannschaft will im Wembley-Stadion auf die Knie gehen. Das gab Kapitän Manuel Neuer am Montagabend in einer Pressekonferenz bekannt. Die Geste gilt jedoch nicht etwa den Terroropfern in Würzburg – sondern als „Zeichen gegen Rassismus“. Man wolle sich mit den Engländern solidarisieren, die den Kniefall bei bisher jedem Spiel praktizierten. England-Kapitän Harry Kane will im Gegenzug auch eine Regenbogenbinde als Spielführer tragen.

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Der Kniefall ist eine US-Amerikanische Politgeste, die explizit der Solidarisierung mit der „Black Lives Matter“-Bewegung gilt. „Man kennt es auch aus der Premier League. Wir haben einige Spieler aus der Premier League, deshalb werden wir das auch machen“, sagte Neuer und ergänzte: „Für uns war es gar keine Frage“. „Das ist ein starkes Zeichen“, sagt auch Bundestrainer Joachim Löw.

Währenddessen sind die drei Ermordeten und die zahlreichen Verletzten des „islamistischen” Terroranschlags in Würzburg der DFB-Elf kein „starkes Zeichen“ wert: Keine Geste wurde angekündigt, auch Trauerflor scheint nicht geplant. Der tragische und politisch mythifizierte Tod von George Floyd, der inzwischen ein Jahr her ist, scheint „der Mannschaft“ wichtiger als derer drei ihrer Landsleute. Wen will dieses Team eigentlich vertreten – Deutschland? Oder inzwischen eher eine „Weltgesellschaft“? Mit der Umbenennung in „die Mannschaft“ scheinen die Prioritäten ohnehin klar.

In den Tagen nach Würzburg forderten viele Menschen in den sozialen Netzwerken eine Geste der Solidarität mit den Opfern – vergebens, wie es scheint. Die Prioritäten dieser Mannschaft und dieses Verbandes sind klar gesetzt – woke, politisch korrekte Politgesten gehen vor Trauerbekundung über Terror in der Heimat. Die Solidarität mit einer marxistischen und in vielen Fällen gewalttätigen US-Organisation scheint mehr Platz im Bewusstsein des deutschen Teams einzunehmen als die keine Woche alte Terrorattacke im eigenen Land. Es ist ja nur „islamistischer” Terror, Gewalt, die sich gegen die ganz normale, deutsche Bevölkerung richtet. Das ist kein Zeichen wert. Sind wir als Gesellschaft wirklich so abgestumpft, dass wir uns das bieten lassen? So spaltet „die Mannschaft“ das Land – bewusst, vorsätzlich und mit Ansage.

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Dass das Knien eben keine Geste gegen Rassismus, sondern vor allem ein politisches Statement ist, beweisen die Teams, die den Kniefall vor „Black Lives Matter“ verweigern: Zuletzt bewiesen das die Italiener. Nachdem nur rund die Hälfte der „Squadra Azzura“ auf die Knie gingen und das Team dafür einen Shitstorm kassierte, gab der Verband kurzerhand bekannt, vollends auf solche Gesten zu verzichten (TE berichtete). Auch in England ist der Kniefall alles andere als unkontrovers: Immer wieder wurde die englische Mannschaft von den eigenen Fans für das Knien ausgepfiffen.

Das deutsche Team macht sich stattdessen ohne Not selbst zur ersten Garde der politisch korrekten Puritaner – was gegen die Ungarn bereits zur Genüge demonstriert wurde, wird durch das bewusste Ignorieren des Terrortods der eigenen Landsleute auf so unerträgliche Art und Weise fortgesetzt. Dass immer weniger eine solche Polit-Mannschaft unterstützen wollen, trägt wohl auch zum mangelnden Fußballenthusiasmus im Land bei.

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Kommentare ( 440 )

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Fsc
1 Monat her

„Manuel Neuer erklärt, die Mannschaft werde vor dem heutigen Spiel gegen England auf die Knie gehen“

Tja, nun sind sie nicht nur AUF die Knie gegangen sondern auch noch IN die Knie gegangen…

Mir völlig egal, es ist ja nur irgendeine dahergelaufene „Mannschaft“, politisch „woke“, billig gratismutig, ansonsten nicht der Rede wert.

Zum Glück war das keine deutsche Nationalmannschaft, das hätte mich schon arg betrübt…

Rainer
1 Monat her

Ich bin über mich ,im nachhinein, selbst erschrocken. Denn ich habe zum 1. Mal dieser Regenbogen – Ramatruppe das Versagen von Herzen gegönnt. Wer sich mehr mit Randgruppen und sonstigen Unfug beschäftigt , der kann nicht richtig bei der Sache sein. Wenn sie ihre angebliche „Gesinnung“ ernst meinen , dann dürften sie niemals nach Katar fahren. Aber dieser heuchlerische DFB kennt keinen Anstand.

Hesta
1 Monat her

Von Neuer stand heute noch mit Bild im Münchner Merkur, dass er gegen Rassismus ist. Kein Wort zu Würzburg, als hätte es nichts gegeben. Ist der so abgestumpft, uninformiert oder mit seiner Regenbogenbinde nur auf Publicity aus? Erbaermlich !

DELO
1 Monat her

Endlich wurden diese Rasenkomiker, „die Mannschaft“ nach Hause geschickt. Dieser politische Unfug gehörte in kein Sportturnier. Vom eigentlichem Können und vor allem Wollen mal ganz abgesehen. Aber wenn der Trainer schon wie ein Trauerkloß daherkommt, braucht man sich über den Rest auch nicht zu wundern. Und wenn man sich am Namen „Nationalmannschaft“ stört, der eigentlich der Stolz einer Nation sein sollte, was soll da noch rauskommen? Deutschland verkommt zum Nietentum.

Durchblick
1 Monat her

Gott sei Dank ist die Jogi-Elf Geschichte!!!

Noch nie habe ich so sehr über eine deutsche Niederlage gefreut.

K.Behrens
1 Monat her

dumm gelaufen, deutsche Sportler versagen, ob die nun ein Beinchen im Kniefalfall zeigen oder für Deutschland spielen? Eine weitere niedliche“ deutsche politische Abteilung“ auf dem Weg, dabei ist Fussball doch die Krönung sportlicher Bestätigung für die „Masse“?

Gerd Sommer
1 Monat her

Soeben hat sich Jogi knieend unter dem Regenbogen von uns verabschiedet.

Ich kann nur sagen: Winke, winke und tschüs, Merkels Abgang wird wohl ähnlich…

the ministry of silly walks
1 Monat her

Ein starkes Zeichen zu WÜ würde den Rechten in die Karten spielen – also dorthin wo bekanntlich der Feind steht.

the ministry of silly walks
1 Monat her

Die Brexiteers haben die pomadige, selbstgerechte, Sport-ist-politisch-woke Jogischaft dahin geschickt, wo sie hingehört – nach Hause in das pomadige, selbstgerechte, Alles-ist-politisch-woke Schland. Die englische Leistung war zwar nicht überragend, aber gegen „La Mannschaft“ reicht es – nicht gegen Italien – Calcio va a Casa, per Italia.

R.Baehr
1 Monat her

nun, sie sind in die Knie gegangen, aber so haben sich die Herren das nicht vorgestellt. Es wurde Zeit das diese sogenannte Mannschaft Abschied nimmt, verdient hätten sie es bereits im Ungarnspiel. Hauptsache bei Löw und Konsorten ist, das die Gesinnung die richtige ist, die Armbinden die richtigen Farben haben und wir aus lauter Solidarität, weltoffenheit, toleranzbesoffenheit ganz vergessen, um was es bei einer EM eigentlich geht, um das Tore schießen. In diesem Sinne war die EM ja ganz erfolgreich für die Deutschen und die dafür Verantwortlichen. Dieser Versager Löw hätte bereits bei dem historischen Debakel bei der letzten WM… Mehr