(K)Eine Polemik: Die Regierung untergräbt die Integration

Integration ist nur die Überschrift. In der Staatspraxis wird alles getan, um sie zu verunmöglichen.

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Sie haben sich schon daran gewöhnt, die Islam-Experten und Kenner ihrer eigenen Kultur und Religion, dass sie selbst von der Regierung und ihren Ministerialbeamten eher stiefmütterlich behandelt werden. Die Regierung weiß zwar, dass ihre Expertisen Gewicht haben, aber sie werden „eben“ mehr geduldet, denn gehört. Ob wie bei Professor Bassam Tibi (immerhin der Initiator der Leitkulturdebatte, Ende der 90er Jahre), Necla Kelek, Hamad Abdel-Samad, sowie Ali Ertan Toprak oder dem Psychologen und Islamismus-Experten Ahmad Mansour, der durch einen Imam beinahe selbst radikalisiert wurde während seiner Schulzeit, sie alle haben eines gemeinsam: Man weiß, dass es sie gibt, aber sie werden nicht gehört, und der schlimmste Vorwurf vom „linksliberalen“ Mainstream ist, sie würden die Gesellschaft spalten, die Integration torpedieren.

Opferschutz steht vor Täterschutz
Gefährder konsequent abschieben
Der in Izmir geborene hessische Landtagspolitiker Ismail Tipi wird nicht müde, zu erwähnen und überall darauf hinzuweisen, wie gefährlich der konservative Islam generell, speziell aber durch die Massenzuwanderung junger Männer geworden sei. Man kann ohne Übertreibung sagen, es kommen viele rückwärtsgewandte Männer und Familien zu uns, und die wenigen liberalen und modernen Muslime fühlen sich von ihnen sogar unter Druck gesetzt, ja „unterjocht“ und stigmatisiert, weil sie ja anscheinend nicht so „korantreu“ lebten wie die Zugewanderten selbst.

Schuld für die dunkelste Geschichte abtragen

Natürlich verallgemeinert keiner. Aber es kann nicht sein, dass unsere Kenner und Experten des Nahen Ostens und des arabischen Sprachraumes selbst in Deutschland ignoriert oder diffamiert werden. Schließlich geht es ihnen auch um die liberalen und freiheitlichen Errungenschaften, um die Emanzipation und Gleichberechtigung, die momentan von einem nicht geringen Teil der neuen Zugewanderten abgelehnt werden. Und die, die nach unserer Verfassung leben, die gleiche Rechtsauffassung vertreten und sich pro-aktiv integrieren möchten, werden unter Druck gesetzt.

Das darf nicht sein in einem Land wie Deutschland. Ist es etwa dieses Mantra, „Wir schaffen das“? (von dem die Kanzlerin fast kleinlaut doch abgewichen ist), oder diese Nummer, nach der Deutschland „bunt“ zu sein habe, und wir als „internationales EU-Bürgertum“ haben sich eher den Asylsuchenden anzupassen, als umgekehrt? Denn nichts anderes versucht die Regierung Merkel zu kommunizieren, eifrig attestiert von der SPD. Im Grunde genommen, so möchten es auch der Bundespräsident und der Außenminister, müsse Deutschland seine Schuld für die dunkelste Geschichte abtragen, indem auch stillschweigend Missstände und Todesopfer von Gewalttaten durch zugezogene Muslime hingenommen werden. Es kann und darf nicht sein, dass ein aufgeklärtes Deutschland Korrekturen auch bei der Zuwanderung vornimmt. Eine strikte Grenzsicherung und -kontrolle sowie schnelle Abschiebungen, soweit berechtigt: Das alles darf keinesfalls in die Tat umgesetzt werden.

Romantischer Multikulturalismus, alternativlos…

Eine Bestandsaufnahme
Ali Ertan Toprak: "Parallelgesellschaft war gestern, heute muss man von einer Gegengesellschaft sprechen."
Es scheint ganz so, dass Kollateralschäden zynisch für ein aufoktroyiertes „Multikultisystem“ hingenommen wurden und werden, ein romantischer „Multikulturalismus“, eine Parallelgesellschaft hingenommen werden wegen unserer Komplexe (und obwohl die breite bürgerliche Mehrheit sich ihrer Verantwortung durchaus bewusst ist) aus der Geschichte, wie auch Professor Dr. Ralph Ghadban auf einer Tagung meinte. Wie könne man überhaupt so viele fremde Zuwanderer hereinlassen, ihnen alles durchgehen lassen, ohne die eigene Geschichte gut aufgearbeitet zu haben? Selbstbewusst und selbstverantwortlich? So aber sieht eine fast devote „Regierung“, mit einem fast noch devoteren SPD-Außenminister die Bringschuld immer bei den eigenen Bürgern, und wer sachlich, rational und nüchtern argumentiert, gilt als Rechtsausleger.

Ich habe bereits in Asien und auch in Kabul unterrichtet, die privilegiertesten Studenten Fakultät-übergreifend in deutscher Sprache und Kultur angeleitet, schließlich ging es auch um Stipendien in Deutschland. Als Lehrkräfte wurden wir damals auch angehalten, Diskussionen zu moderieren, ausgleichend einzuwirken, wenn meistens die Männer, Koransuren zitierend, ihre Kommilitoninnen nicht akzeptieren wollten. Natürlich wiesen wir auch auf kulturelle Unterschiede hin, alles andere wäre auch nicht die Wirklichkeit. Deutschland ist schließlich nicht Afghanistan, und andersherum Afghanistan nicht Deutschland.

Elf Jahre später waren die Afghanen hier

Interview mit Christian F. Majer
„Die Gleichbehandlung der Geschlechter muss respektiert werden“
Dass es in Deutschland spezielle Werte und liberale Weltanschauungen gibt, wussten die meisten Studenten bereits. Auch, dass Religions- und Meinungsfreiheit herrscht(e). Wir als Lehrer vor Ort klärten auch die neugierigen Fragen der Studenten so gut es ging auf, zum Beispiel warum einige Deutsche, speziell nach „dem elften September“ denken würden, in Afghanistan gäbe es nur „Terroristen“. Oder, warum über das „Kopftuchverbot“ bei Lehrerinnen debattiert würde. Kulturelle Unterschiede wurden somit sichtbar, und die gibt es auch. Ein aufdiktiertes „buntes“ Deutschland von heute, ohne den Respekt vor der westlichen und christlichen Kultur, wird immer ein tristes Land sein. Eine ältere schwäbisch-griechische Pensionärin verbat sich auch nur annähernd einen Vergleich der Zuwanderer von heute mit den Gastarbeitern von damals.

Besonders die Religionsfreiheit, und dass es viele Moscheen und islamische Infrastrukturen gab, war ihnen bis nach Kabul auch nicht entgangen. Die meisten waren die Taliban und Al Qaida (2008) wirklich satt; die Studentinnen waren gebildet, und sahen ihr Leben sicher nicht unter einer Burka. Die meisten Männer hingegen das der Frauen schon.

Fast elf Jahre später sind sehr viele Afghanen nach Deutschland gekommen, als dritte große Zuwanderungsgruppe nach den Syrern und Irakern (wobei viele Iraker die Heimreise auch wieder freiwillig antreten), außerdem wandern immer mehr Afrikaner nach Deutschland ein, um Asyl bittend, obwohl sie den Schutz vor Verfolgung, von wem auch immer, zuvor bereits in Griechenland, Italien oder Spanien gefunden haben.

Die nützliche Rassismus-Karte

Die Arbeit und die deutsche Art zu leben, aber die ganzen Sozial- und Sicherungssysteme bei uns, haben sich weltweit herumgesprochen. Deutschland, das „Naziland“ der Rassisten? Nicht bei unseren Zuwanderern, und das ist auch gut so. Denn diese Bundesrepublik ist nicht der (in der Tat, peinliche und tumbe) braune Bodensatz, den uns Frau Merkel und Heiko Maas gern einreden wollen – allein, die Flüchtlinge belächeln uns, was wir uns untereinander vorwerfen. Die „Karte“ Rassismus ziehen auffällige „Flüchtlinge” stets dann, wenn die Staatsgewalt sie stellt. Selbst der Autor dieser Zeilen wurde schön öfter des Rassismus bezichtigt, obwohl er sogar für „Flüchtlinge” vermitteln wollte, bei Sprachschwierigkeiten, und in brenzligen Situationen, wenn einige auf frischer Tat ertappt wurden.

Hinter den Kulissen
Ein bisschen Klartext, viel Traurigkeit und Angst
Ist es rassistisch oder islamophob, wenn Angestellte und Sprachlehrer im Integrationsbereich Klartext reden und auf Missstände hinweisen? Ist es rassistisch festzustellen, dass sechs von zehn arabisch sprechenden Zuwanderern ihre Frauen, die oft intelligenter zu sein scheinen, nicht in den Sprachkurs gehen lassen möchten oder auf andere Fortbildungen?

Oder dass von 100 Flüchtlingsmännern kaum adäquate Zeugnisse und Arbeitsreferenzen oder Qualifikationen vorgewiesen werden können? Wir wundern uns wirklich, wie die Wirtschaft oder das Handwerk anscheinend über 300.000 zugewanderte Männer, die es unter der eigenen Bevölkerung anscheinend besser ausgebildet nicht gab, in Lohn und Brot bringen konnte? (Ich weiß aus der täglichen Arbeit, wie schwer es ist, die „richtigen“ Männer für die gesuchten Tätigkeiten zu finden.) Außerdem, jedes Unternehmen wird mit Förderprogrammen und sonstigen finanziellen Spritzen unterstützt.

Schlaraffenland, auch ohne Lesekompetenz

Ist es unfair zu behaupten, dass viele arabische Zuwanderer Analphabeten sind, oder einen B1-Kurs nie bestehen werden, weil das Talent und der Intellekt gar nicht vorhanden sind? Deutsche Sprachkurse entpuppen sich zum Leidwesen vieler Lehrer und auch engagierter „Flüchtlinge”, zum „Treffpunkt“ der Männer, die eben zum Kurs gehen, bevor ihnen die Jobcenter-Leistungen gekürzt werden. Es ist, so sagen viele, das Schlaraffenland für sie – gemeint ist damit: Deutschland. Wir berichteten schon, die gleichen Ansprüche und Forderungen wie an die hiesigen Bürger können die Jobcenter-Mitarbeiter an die anerkannten Flüchtlinge gar nicht stellen. Mitwirkungspflicht? Diese lassen viele arabischsprechende und afghanische Männer, aber auch Afrikaner eher vermissen.

(Tatsächlich wird man allmählich müde, es immer und immer wieder zu schreiben: ja, solche Fälle gibt es auch in der Bevölkerung im allgemeinen, aber die Sanktionen wurden auch viel schneller gezogen; und ja, natürlich kennen wir auch die pro-aktiven und integrierbaren Flüchtlinge, diese sind jedoch in der Minderheit.)

Die Linke hat die Seite gewechselt
Warum werden Bassam Tibi und andere Experten ignoriert?
Was soll ihnen auch passieren, so denken sie sich? Dass den professionellen wie ehrenamtlichen Helfern oft die Haare zu Berge stehen, wenn muslimische Männer aus den Krisenländern(?) bei Rechtsseminaren oder auch in Integrationskursen harsche Diskussionen anfangen, wenn es um Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau, oder gleichgeschlechtliche Ehen geht (Aussagen wie: „das ist nicht normal, das ist krank“ etc. fallen immer wieder), sollte man auch nicht groß erwähnen, um nicht gleich als Rechtsradikaler eingestuft zu werden. Klar, geistige Tiefflieger gibt es auch in unserer Gesellschaft, doch, so wiederholen auch die Seminarleiter immer wieder, der deutsche Bürger akzeptiert das Gesetz, auch wenn es ihm „nicht immer gefällt“. Die GroKo, so scheint es, befindet sich fast in einer Art Manie in einem „Kampf gegen rechts“ – wo sie in einem mit Steuermitteln (und irrsinnigen Summen) vollgepackten Füllhorn zahllose und hochlukrative Projekte fördert, ein System etabliert und am laufen hält, in dem sich Tausende an Parteifunktionären gemütlich eingerichtet haben und in dem alle das gleiche Lied singen, das ihre Einkommen sichert. Ein Blick über den Tellerrand hinaus scheint in diesem Modell nicht vorgesehen.

Wo der neue Antisemitismus wächst

Dass aber ein Großteil der zugewanderten Männer ganz offen, meist bei politischen Erklärungen, gegen die Juden und den Staat Israel hetzen (sie würden es natürlich nie als Hetze titulieren), scheint dieser Regierung egal zu sein, zumindest lassen sich keine wirklichen Konsequenzen daraus erkennen. Zur berechtigten Erinnerungskultur wäre es moderner Weise auch geboten, an solchen Tagen die Redebeiträge und Texte zur Erinnerungskultur der Kanzlerin, des Bundespräsidenten, aber auch des aktiven Außenministers auf Arabisch, Farsi oder Paschtu zu übersetzen. Die neuen muslimischen Mitbürger aus dem arabischen Raum müssen noch besser aufgeklärt werden. Meist reicht die deutsche Sprache dazu noch nicht aus.

Die Rolle von DITIB
Die Islamverbände und die deutsche Politik
Viele Männer, viele Probleme? Seit 2015 trifft das wohl zu. Und auch ich verbrachte viel Zeit im Ausland, es gab auch deutsche oder europäische Communities in der Größe bis zu 8.000 „Expatriates“ unter sieben Millionen Einwohnern einer asiatischen Metropole, aber so große Probleme oder Gewalttaten gab es im Ausland nie unter, ja, den Deutschen.

Es heißt doch immer aus der „Multikulturalisten“-Ecke, würde man viele junge deutsche Männer irgendwo „zusammenpferchen“, würden sie sicherlich auch kriminell und gewalttätig. Das sei einmal dahin gestellt.

Deutschland hat sich seit 2015 speziell verändert. Heinz Buschkowsky wies in seinem Amt als Bürgermeister schon Jahre zuvor auf Parallelgesellschaften hin, jetzt wurde jedoch alles nochmals verstärkt.

Männliche Zuwanderer aus Afrika, Italien sah die Problematik heraufziehen, kommen im besten Falle freundlich, aber in den meisten Fällen phlegmatisch und ohne echte Ziele hier an und fallen dann in eben nicht wenigen Fällen (organisierter) Kriminalität anheim. Sie sind aber auf die Dinge fokussiert, die schon damals via Satellitenschüssel auf die heimischen Bildschirme transportiert wurden: die neusten Mobiletelefone, extravagante Jeansmarken, teure Kleidung und Markenartikel generell, eine deutsche Frau sowieso – um hier bleiben zu können, wenn es in einer Heirat mündet (hat nicht neulich sogar diese NGO damit geworben? „Bleibt offen“, gerichtet an die Bürger und Bürgerinnen hier). Die, die es wirklich in einen Helferjob hinein geschafft haben, werden von den anderen belächelt und madig gemacht, wieso arbeiten? Das Geld fließe auch so. (Die afrikanischen wie syrischen Ärzte oder Ingenieure sind sehr schnell und zielgerichtet untergekommen; die meisten von ihnen kamen auch nicht auf dem Schlauchboot oder der Balkanroute hier an.)

Viele der Migranten hätten zuhause eine Aufgabe

Männer, die in ihren Ländern vielleicht alle Hände voll zu tun hätten, nach dem Krieg beim Wiederaufbau des Landes helfen oder auch in Italien und Spanien (in der Landwirtschaft), von wo aus viele extra nach Deutschland weiterziehen, wissen, dass es in Deutschland Geld ohne Gegenleistung gibt. Und zwar so viel, im ALG-II-Bezug, wie sie davor nie durch Arbeit verdient haben. Klingt das polemisch? Aber man muss sich von der Illusion verabschieden, dass der Großteil der Menschen in den letzten Jahren wegen unserer Demokratie und liberalen Politik zu uns gekommen sind – und kommen. Außerdem die These: gebt ihnen Arbeit, und sie werden nicht radikalisiert und liberaler. Trifft leider auch kaum zu. Konservativ und rückwärtsgewandt, dem Koran und der Sicht und Interpretation treu folgend, die Frau zu Hause unterdrückend und züchtigend und keineswegs zur Eigenständigkeit fördernd, bleibt der afghanische oder syrische Mann auch mit einem Job sehr oft leider stets der Gleiche.

Dass Deutschland Kindergeld bezahlt, als soziale Errungenschaft und als Fundament in der Solidargemeinschaft, wird eher belächelt denn anerkennend oder dankbar honoriert. Es klingt hart, aber viele Flüchtlinge begreifen den Sinn gar nicht, dass dieses „moderne Land“ (unsere Bundesrepublik) Geld fürs „Kinderkriegen“ bezahlt. Viele zugewanderte Familien erwarten seit 2015 bereits das dritte Kind. Die Ehefrauen fügen sich, jedes Kind bringt der Familie zusätzliche Leistungen. Ein „Flüchtling”, der immer noch auf seine eigene Frau wartet, meinte, „sie legen viel Geld“ zur Seite, und transferieren es oft ins Ausland. Es ist wohl mit viel „Recherche und Nachforschungen“ für die Jobcenter und Finanzämter verbunden, Fakten und Daten aus dem ausländischen Bankensystem zu erhalten.

Ist wirklich jeder so bedürftig?

Die Rolle von DITIB
Die Islamverbände und die deutsche Politik
Der Wohnungsmarkt ist wie leergefegt oder viel zu teuer. Die anerkannten Flüchtlinge dürfen und sollen auch gern allein nach Wohnungen suchen. Oftmals klagen sie zwar es sei alles viel zu beengt, ziehen es dann aber doch vor, in den „betreuten“ Kommunen mit den Anschlussunterbringungen zu bleiben. Die Miete wird dann nämlich übernommen, die Nebenkosten auch, sofern keiner in der Familie, also Bedarfsgemeinschaft, ein Zusatzeinkommen hat. Gibt es Daten oder Fakten, veröffentlichte, wenn Nebenkosten für Wasser, Strom und Heizung aus dem Ruder laufen? Trotz Integrationsmanagern und Beratern? Die Ehrenamtlichen werden müde, die Wünsche und Bedürfnisse der Singlemänner und Familien sind kaum zu stillen.

Wir müssen festhalten, diese Regierung, aber auch die EU ist blauäugig. Ungarn, Italien oder Polen und die Slowakei sanktionieren? Weil sie darauf verzichten, vorwiegend junge muslimische Männer (aus dem Irak, Somalia, Gambia oder Afghanistan und Syrien) Obhut zu gewähren? Noch einmal, selbst wenn diese Länder (und Italien nimmt weiterhin Flüchtlinge auf, und integriert die, die asylberechtigt sind) Zuwanderer aufnehmen: binnen 72 Stunden machen sich diese Richtung Norden auf den Weg. Deutschland ist nach wie vor das gelobte Zielland.

Selbst wenn nur für kurze Zeit, bis zum abgeschlossenen Asylverfahren, mit negativem Bescheid. Die Europäische Union ist planlos. Und Frau Merkel war es von Beginn an. Darf man humanitäre Hilfe in Kosten aufrechnen? Eigentlich nein. Den Armen muss man geben können. Wie steht es aber um diejenigen, die aus Abenteuerlust kommen, für die unsere Werte einfach viel zu abstrakt sind? Wenn ein zuverlässiges „Ja“ für uns, bei ihnen eher ein „vielleicht“ oder, „nicht jetzt“ heißt?

Wenn und wann man um eine Frau werben kann, und ein „Nein“ akzeptieren muss, weil das die echte „Freiheit“ ist, und die Liebe nie besitzergreifend sein kann? Das alles wird von taffen Dozenten und Dozentinnen und Beratern auch vermittelt, nur, es kommt im anders sozialisierten (männlichen) Kopf meist nicht an.

Ein Protokoll des Scheiterns
Hamed Abdel-Samad: Das Märchen von der gelungenen Integration
Auf die arabische bzw. Kultur des Nahen Osten, des Antanzens, Provozierens und Anmachens, streckenweise auch die der „kurzen Lunte“ bedeutet: eine schnelle aggressive Handlung, die sich nicht vorher durch Streit aufgebaut hat, sondern von jetzt auf gleich förmlich explodiert, wurde die aufnehmende Bevölkerung hier schlicht nicht vorbereitet. Unsere Kultur des Westens und des „christlichen Abendlandes“, libertär und liberal, war den Zuwanderern sehr wohl bewusst. Nur denken immer noch zu viele, sie können nach ihrer Fasson hier leben und entscheiden – „bei uns war das normal“, zum Beispiel die Ehefrau oder Freundin zu „züchtigen“, also zu schlagen.

Momentan überfordern sogar etliche Fälle gar die Justiz, wenn es heißt „das habe der Flüchtling“ aus seiner Kultur eben nicht anders gekannt. Ein großer Teil der Gesellschaft zeigte in der Vergangenheit oft Unverständnis, dann auch Frust, für oft mildernde Umstände beim Strafmaß, für Ottonormalverbraucher kaum nachzuvollziehen. Fremde Kulturen und das Ausländerrecht werden im Verfahren schon auch „hinzugezogen“, wie ein Anwalt im Gespräch bestätigte. Das aber will im Regierungsviertel keiner wissen oder näher erklären. Die Probleme sind schließlich ganz weit da draußen, und nicht unsere – auch nicht die der sogenannten Integration…


Giovanni Deriu, Dipl. Sozialpädagoge, Freier Journalist. Seit 20 Jahren in der (interkulturellen) Erwachsenenbildung tätig.

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Kommentare ( 59 )

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59 Kommentare auf "(K)Eine Polemik: Die Regierung untergräbt die Integration"

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Die Situation wurde wieder einmal präzise beschrieben, das hat der Autor gut gemeint und gut gemacht. Aber die Lage und das zu erwartende Chaos sind den meisten bekannt, sogar den Ideologen, die leider im Bundestag die Mehrheit bilden. Daß Ideologen lieber das Elend von Millionen in Kauf nehmen, als ihre Fehler einzugestehen, sieht man zur Zeit in Venezuela. Nur werde ich langsam müde, täglich immer noch genauere Beschreibungen der Symptome der sich verschlechternden Migrationkrankheit zu lesen, ohne daß eine Therapie begonnen wird.

Alles richtig, nur am Punkt, dass viele Migranten zu Hause gebraucht werden, habe ich meine Zweifel. Die waren in ihrer Heimat „zu viel“ und chancenlos und jetzt sind sie es hier. Wir entlasten kurzfristig die Herkunftsländer von massiven Geburtenüberschüssen und laden uns ohne Not deren Probleme auf, ohne sinnvoll zu helfen oder sie gar zu zwingen, sich endlich mit dem Kern des selbsterzeugten Elends zu befassen, das damit weiter perpetuiert wird.
Am Ende ein klassisches Lose-Lose-Ergebnis für alle Beteiligten. Frau Merkels Spezialität.

@Maria KH: Meinten Sie eventuell „selbstgezeugtes Elend“?

Perfekt herausgearbeitet. Erwähnenswert wäre noch die von Frau Merkel ebenso perpetuierte Massenvergewaltigung entrechteter und zwangs-verdummter Frauen in der Dritten Welt sowie die dadurch nicht mehr aufzuhaltende Zerstörung unseres Planeten durch Überbevölkerung.

Auch ich habe schon einige Zeit in Ländern des Nahen Ostens gearbeitet und möchte daher darauf hinweisen, dass es in den Ländern durchaus viele gebildete, kosmopolitiche und auch gut-situierte Menschen gibt. Eine ausgesprochene Religiösität ist in solchen Kreisen unüblich, was man alleine daran sieht, dass die Frauen in solchen Kreisen normalerweise keine religös motivierte Kleidungsstücke tragen und am Pool im Bikini liegen. Nur kommen solche Menschen nur nach Deutschland, wenn sie wirklich verfolgt werden und gar keine andere Möglichkeit sehen. So bekamen wir ja recht viele gut gebildete Perser, als im Iran der reaktionäre Islam die Macht übernahme. In Kairo… Mehr

Vielen Dank für Ihren Kommentar. Das ist doch alles gar nicht so schwer zu begreifen – weil zutiefst menschlich: Das Fressen kommt nun mal vor der Moral (B.B). So dumm, begriffsstutzig, weltfremd und abgehoben kann doch eigentlich auch ein Politiker gar nicht sein, um nicht zu dieser Einsicht zu gelangen. Dies unterstellt, bleibt nur noch die volle Absicht unserer selbsternannten „Eliten“ erkennbar, auf wirtschaftlichem, finanziellen Gebiet und grundsätzlich in allen Bereichen des Gemeinwesens ein derartiges Chaos anzurichten. Über dessen Zweck möchte ich im Moment gar nicht ernsthaft nachdenken.

Und was werden die, die hierher geschickt/gelotst wurden und jetzt der Familie/dem Clan nicht gerecht werden können, tun, um die Bereicherungswünsche der Angehörigen in Fremdland zu erfüllen?

Durch die Verwerfungen bei der Völkerwanderung müssen ärmere Migranten ihre geliebte Heimat aufgeben und ihre Kultur verändert dann das Einwanderungsland nachteilig.Anstatt Hilfe vor Ort zu leisten.Davon hätten die wirklich Schwachen und Bedürftigen dann auch einen Nutzen und das Wort“Ausländerkriminalität“ gäbe es nicht.Die Unfähigkeit des Raute Regimes ist aber zur Methode geworden und wir bleiben auf der Strecke. Das Ergebnis der Verrücktheit ist leider das die Völker die gegenseitige Achtung voreinander verlieren,Integration in solch großer Menge nicht Möglich ist und hierin ,lieber Herr Deriu,erkenne ich ebenfalls das wirkliche Integration nicht gewollt sein kann.

Heute beim jährlichen Frauenarztbesuch in meiner Gemeinde war das Wartezimmer voll. 2 ältere Damen wie ich, dazu 5 kleine Kinder, die zu 2 Schwangeren (schätze auf jährlich 1 Neugeborenes), afrikanisch aussehend, gehörten. Der deutsche Steuerzahler zahlt medizinische Leistungen, Schwangerenvorsorge, Kindergeld. Wir älteren Damen schauten uns nur betroffen an, wissen wir wie schwer Berufstätigkeit plus Elterndasein unserer Kinder Kraft kosten. Sich vom „Staat“ aushalten lassen käme keinem unserer Kinder in den Sinn. Und ja, ich komme mir ausgenommen vor und ich möchte, dass das aufhört.

Das ist eines der sichtbaren Dinge, die mich auch sprachlos machen: Es werden sorglos Kinder in die Welt gesetzt und man geht selbstverständlich davon aus, dass der deutsche Steuerzahler dafür aufkommt. Auf der anderen Seite rechnen schon länger hier Lebende mit spitzem Stift, ob es für das 2. oder 3. Kind noch reicht (und in der Regel gehts ohne Berufstätigkeit der Frau schon gar nicht). Der Artikel führt alles auf, wovon ich sofort schlechte Laune bekomme. Denn ich werden von den dort beschriebenen Neubürgern ja ebenfalls für einen deutschen Volltrottel gehalten. Auch ich will, dass das aufhört.

Zur Wahrheit gehört allerdings leider auch, daß überdurchschnittlich viele Frauen die Dame aus der Uckermark mal wieder ins Kanzleramt gewählt haben….

Wie hier sind zu allermeist weder zu rechts, gar radikal und schon gar nicht „nazi“. Wir haben es mit Gläubigen einer Ideologie zu tun, die ihre überlieferten Inhalte über alles andere gestellt wissen will – und nicht bereit ist, auch nur ein Jota davon abzuweichen – und deren Anhaftenden dies zudem streng verboten ist, sich mit „Ungläubigen“ gemein zu machen. „Ihr, die ihr glaubt! Nehmt euch die Juden und Christen nicht zu Freunden! Sie sind einander Freunde. Wer von euch sich ihnen anschließt, der gehört zu ihnen. Siehe, Gott leitet die Frevler nicht recht.“ So steht es in Sure 5,… Mehr

Vor meiner Schwester wurde ausgespuckt, weil sie einer Afrikanerin nicht den Vortritt beim Betreten eines Geschäftes gelassen hat.

Danke, Herr Deriu, eine klare Analyse. Umso mehr bleibt man ratlos zurück, denn der Zug ist doch abgefahren. Die Fehlentwicklungen aller Art, von der Wahnhaftigkeit der Energiepolitik über den Massenimport Ungebildeter in eine Industriegesellschaft, von der Willkommenskultur für Antisemiten bis zur Hinnahme des Suprematismus moslemischer Feinde der westlichen Kultur, von der Zerstörung des Bildungssystems durch paradebilen Gesinnungsmüll bis zu derjenigen des Rechtsstaats durch effektive Privilegien für Archaiker, alle diese Fehlentwicklungen haben einzeln bereits eine Dynamik der Autonomie und Selbstverstärkung gewonnen und sind in ihrer Gesamtheit schwerlich anders denn als deletär zu werten. Intelligente, ehrgeizige, fleißige junge Leute sollten auswandern, und… Mehr
Ich hab schlicht und ergreifend keinen Bock mehr auf diese orientalisch-afrikanische Zuwanderung, schon gar nicht, wenn es sich um Mohammedaner handelt. Jeder Euro für Integrationsmaßnahmen ist Verschwendung und Kindergeld für Nachwuchs dieser Leute verantwortungsloser Irrsinn, regelrecht ein Verbrechen. Der Islam steht in seinem ganzen Selbstverständnis unserer freien, gleichberechtigten Lebensweise ablehnend, besser gesagt feindlich gegenüber, und man muss schon reichlich dämlich sein, seinen Feind noch aufzurüsten. Jegliches Zugeständnis ist fehl am Platze, es dürfte in den Aufnahmeeinrichtungen darum weder „halal“ geben noch Rücksicht auf Ramadan. Wir sind hier in Deutschland und wer wirklich Schutz sucht, wird das in Kauf nehmen. Zumal… Mehr

“…die Redebeiträge und Texte zur Erinnerungskultur der Kanzlerin…“,

verstehen schon die des Deutschen Mächtigen nicht. Wie sollen es jene je verstehen?

Wir hatten seit 1945 keine Deutsche Regierung, die in derartig monströser Weise gegen das Wohl des eigenen Volkes gearbeitet hat, wie die Merkel-Regierung. Aber die Lösung für Merkel et al. liegt wie immer auf der Hand: Man definiert einfach „Volk“ um in „alle Menschen“ und „Wohl“ in „Europäische Werte“. Aldous Huxleys „Schöne neue Welt“ lässt grüssen.

Kann mich nicht erinnern, dass Huxley Straßenkämpfe, gar täglichen blutigen Mord und Totschlag beschrieben hätte.
Zudem nicht daran, dass ein bisher funktionierendes System im „hauruck-Verfahren“ grob fahrlässig zum Furchtbaren verändert wurde.

Stimmt, hat er nicht, aber die fatale Wirkung von Gehirnwäsche durch Sprach-Tuning und Political Correctness sowie das damit einhergehende Absterben kritischen Denkens. Darum ging es mir oben. Link für Nichtleser: https://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%B6ne_neue_Welt