Internet-Star Keno Veith

Keno Veith sieht nicht wie der typische Ostfriese aus. Eher wie Mr. T. aus der 80er-Jahre Kultserie „Das A-Team“. Getoppt wird das nur noch von der Tatsache, dass Keno in seinem Video Plattdütsch spricht. Wie er es gelernt hat.

Screenprint: Facebook "De schwatten Ostfrees Jong"

Keno Veith ist so etwas wie ein kleiner Internetstar. 500.000 sahen bis jetzt sein Video auf Facebook, in dem er erklärt, dass er sich mit seinem Traktor im Schlamm festgefahren hat. Was als kleiner Zeitvertreib gedacht war, wurde binnen kürzester Zeit zum viralen Hit. Der Grund? Keno Veith sieht nicht wie der typische Ostfriese aus. Eher wie Mr. T. aus der 80er-Jahre Kultserie „Das A-Team“. Getoppt wird das nur noch von der Tatsache, dass Keno in seinem Video Plattdütsch spricht.

Etwas, was ihm die meisten aufgrund seines Erscheinungsbildes wohl nicht zugetraut hätten. „Ich bin halt so, das ist nicht gespielt. Ich bin ein echter Ostfriese, hier geboren und Platt hab‘ ich da halt so gelernt…“, sagt Keno lapidar. Dass ihm die Arbeit Spaß macht, sieht man ihm an und auch diese Tatsache macht wohl den Erfolg des Videos aus. Die Reaktionen im Netz fallen jedenfalls nahezu durchweg positiv aus. Von grassierender Hetze in den Kommentaren keine Spur.

Warum ich Ihnen diese kurze Geschichte über Kenos Video und seinen Erfolg erzähle? Nun, weil sie einmal mehr belegt, dass eine wiedererstarkende Fremdenfeindlichkeit in Deutschland vor allem eines ist: Ein Hirngespinst einer politischen und medialen Kaste, die sich gänzlich unfähig darin zeigt, zu erkennen, dass es eben kein stumpfer, sich epidemisch ausbreitender Rassismus ist, der einen immer größeren Teil der Bevölkerung Islam- und Einwanderungspolitik dieses Landes kritisch sehen lässt, sondern die kulturellen, sicherheits- und sozialpolitischen Probleme, die speziell diese Einwanderung mit sich bringt.

Die Wahrheit ist: Es geht, bis auf für ein paar Vollblutnazis in diesem Land, die es immer gab und immer geben wird, nicht um Hautfarbe, um die eigene ursprüngliche Herkunft oder die der Eltern oder Großeltern. Hautfarbe, optische Erscheinung an sich rückten erst wieder in den Fokus, als die Regierung dieses Landes Anfang September 2015 beschloss, nicht mehr zwischen Hilfsbedürftigen und Kriminellen zu unterscheiden. Sie rückte erst wieder in den Fokus, als man sich auf den Straßen Deutschlands plötzlich nicht mehr sicher sein konnte, ob man gerade einem ghanaischen Schwerstkriminellen wie Eric X., einem Terroristen wie Anis Amri oder einem topintegrierten türkischen Mann bzw. einem hier geborenen Ostfriesen wie Keno Veith gegenübersteht. Die mangelnde Differenzierung der Bevölkerung? Nichts weiter als das Ergebnis der mangelnden Differenzierung der Regierung. Es ist das ständige Abwägen zwischen der Sorge nach körperlicher Unversehrtheit und dem Wunsch, niemanden zu Unrecht zu verurteilen. Fakt ist: Das Zusammenleben zwischen Personen mit und ohne Migrationshintergrund war selten schwieriger, ja verkrampfter als heute, was nicht nur, aber auch an der Migrationspolitik der letzten zwei Jahre liegt.

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Und dennoch: Während man in den deutschen Medien tagein, tagaus seit gut zwei Jahren damit beschäftigt ist, das Vierte Reich bei uns und in Nachbarländern wie jüngst Österreich und nun in der tschechischen Republik heraufzubeschwören, kenne ich kaum eine Bevölkerung, die offener auf Mitbürger wie Keno Veith reagiert, die zeigt, dass Deutschsein eben nichts mit der Hautfarbe oder der ursprünglichen Herkunft der Familie zu tun hat. Dass es uns nicht darum geht, ob jemand „biodeutsch“ ist oder einen Migrationshintergrund hat, sondern um Wertschätzung und Annahme unserer Kultur und Werte. Die Ablehnung gegenüber Anhängern des Islams oder der derzeitigen Einwanderungspolitik, die einen massiven Zuzug aus islamisch geprägten Ländern bedeutet, begründet sich nicht in Fremdenfeindlichkeit, sondern in der gelebten Desintegration, der Ablehnung, die uns und unseren Werten oftmals gegenübergebracht wird. Es ist eben nicht das selbe, wenn zwei das selbe sagen.

So ist es nur folgerichtig, dass ein Ausschnitt der WDR-Talkshow „Ihre Meinung“, in der ein in Deutschland geborener Mann mit pakistanischen Wurzeln Verständnis für die Ängste der Deutschen äußert, großen Anklang findet, während solche ohne Migrationshintergrund, die dieselben Bedenken äußern, in die rassistische Ecke gestellt werden. Auch der Erfolg der einwanderungskritischen Videos von Serge Menga sind ein Beleg für den Respekt der „Biodeutschen“ gegenüber Migranten, die sich für eine kritischere Debatte ohne politisch korrekte Scheu einsetzen.

Es geht auch um den Respekt gegenüber Bürgern, die selbst oder deren Vorfahren aus anderen Ländern zu uns kamen und bereit waren, unsere Kultur und Werte anzunehmen, die dieses Land selbstverständlich als ihr eigenes verteidigen, weil sie uns und unsere Art zu leben wertschätzen. Weil sie Deutsche sind wie wir und sich nicht über Abgrenzung über uns erheben. Es ist dieser Respekt und die Dankbarkeit gegenüber denjengen, die sich angepasst haben, der jeden Rassismusvorwurf Lügen straft.

Und so ist es endlich an der Zeit, die Deutschen vom Kollektiv-Vorwurf des Rassismus, des fremdenfeindlichen Hasses und der Hetze freizusprechen. Statt immer wieder zu fragen, was wir für die bessere Integration derer, die zu uns kommen, tun können, wäre es an der Zeit, zu fragen, was diese tun könnten bzw. woran vor allem die Integration vieler Muslime scheitert. In Deutschland bedarf es gar nicht viel, um anerkannt und respektiert zu werden. Vielleicht kann man nicht immer sagen, was Leitkultur bedeutet, welche Eigenschaften sie genau umfasst. Aber die Leute spüren instinktiv, was sie ausmacht und wer sie lebt. Eben wie Keno Veith.

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Kommentare ( 9 )

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Typisches Schunke(l)-Geplapper ohne Hirn….
Keino Veith ist deshalb so berühmt, WEIL er schwarz ist. Das nennt sich positiver Rassismus. Wäre er nicht schwarz, würde er keine Erwähnung finden, das Video hätten ein paar Kumpels angesehen und fertig, egal wie viele Ketten er sich umgeworfen hätte.

(Es ist mir übrigens völlig Latte, ob dieser Kommentar freigeschaltet wird, eine Plappertusse muss man ein Plappertusse nennen dürfen)

Das Kontrastprogramm hierzu ist der Kölner Ebertplatz, im Herzen der Stadt. Als ich dort vor ein paarTagen eine halbe Stunde auf eine Freundin warten musste, wähnte ich mich in Afrika: Ausschließlich schwarze, vermeindliche Drogenhändler, die in Französisch und Pidgin Englisch miteinander sprachen – auf dem Platz standen 5-6 Gruppen herum, gut und gerne 80-100 junge Männer aus Afrika.

Nein, so kann „Integration“ nicht gelingen…

Nein, nicht zu fassen – es gibt Leute, die wie Ausländer aussehen, hier geboren sind und nicht nur hochdeutsch, sondern glatt Dialekt sprechen? WOW – WAS für eine Sensation. Übrigens – Herr Keno Veith sieht überhaupt nicht aus wie Mr. T. aus dem A-Team. Allerhöchstens wie Quentin Jackson aus dem Film „Das A-Team“, wo Hannibal Smith von Liam Neeson gespielt wurde. Aber selbst dann: Wo ist die Meldung? Dass diejenigen, die darüber erstaunt sind, dass Nicht-Mr.T Dialekt spricht? Darüber, dass „ein Schwarzafrikaner“ in Rüganisch fluchte? Hm – wird wohl daran liegen, dass sie diese Sprache erlernt haben. Darüber, dass ein… Mehr

Sehr richtig !
Was ist nur in Anabel gefahren ?????
Will sich Frau Schunke eventuell rechtzeitig absichern ?
“ Offen sein nach allen Seiten “ , falls der Wind mal
wieder aus einer anderen Richtung kommt ?
Na sowas !

Liebe Frau Schunke, wenn Sie schon über Tschechien schreiben: kennen Sie Herrn Okamura, nach den Wahlen Vorsitzende der drittstärkste Partei im Tschechischen Parlament und laut Mainstream ein Nazi und Rasist?

Also ich erkenne in diesem Artikel nur, dass die von Ihnen sog. Links-Grünen Ideologen mit ihren eigenen Waffen geschlagen werden. Mich interessierte übrigens, ob sich Herr Veith eigentlich von diesen Ideologen gerettet sieht, oder ob er diese Einstellungen ihn betreffend teilt. Ganz offensichtlich ist er doch deutscher als deutsch.

Milo hat es auf den Punkt gebracht: „You shouldnˋt give a shit about skin color, gender or sexual preference, but you should be deeply suspicious of those that do.“ — und der wird Rassist geschimpft! Verkehrte Welt.

Man kann sich durchaus auch über gelungene Integration freuen. Das mag für Sie sicherlich etwas verkrampft ‚rüberkommen, letztlich geht es aber darum, den Ideologen von denen Sie sprechen den Wind aus den Segeln zu nehmen, die einen Rassismus unterstellen, der sich auf Äußerlichkeiten bezieht. Doch darum geht es nicht, ging es nie. Es geht um was ganz anderes. Leider ist es statistisch belegt, dass moslemische Migranten sehr viel schwieriger zu integrieren sind als Nicht-Muslime. Umfragen unter Muslimen (auch in anderen europäischen Ländern) bestätigen, dass der Koran für eine Mehrheit über den Gesetzen des Gastlandes steht. Es entstehen Parallelgesellschaften. Dieser Problematik… Mehr
Noch ein „unverkrampfter Brüller „. Um die ausgefallenen Wünsche meiner 16 jh. Tochter hin&wieder zu bedienen , verschlägt es uns, zwecks besserer Auswahl, in die nächstgelegene Großstadt.Leider oft mit wechselhaften Eindrücken in den letzten 2 Jahren. Zum Abschluß nehmen wir immer einen kleinen China-Snack , in dem Lokal neben dem Parkhaus; von diesem wirkt immer noch ein witziger Slapstick nach……… Bei der Begleichung der Rechnung kommt regelmässig der freundliche chinesische Inhaber höchst persönlich an unseren Tisch. Diesmal bedankte er sich mit dem üblichen Enthusiasmus und dem Satz: „Vielen, lieben Dank für ihren B e t r u [a] g !“… Mehr
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