Freiheit ist bekanntlich immer die Freiheit des Andersdenkenden

Die meisten in der Union meinen, man säße Merkel noch eine Wahlperiode aus, dann käme der Wechsel. Nur dass diese Wahlperiode die eine zu viel ist.

Eine Meldung schreckt auf: Uta Ogilvie wirft das Handtuch. Die Hamburgerin, die es wagte, von ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch zu machen (Art. 5 GG), wurde mit Gewalt zum Schweigen gebracht.

Frau Ogilvie wagte es, mit einem rosa Plakat, auf dem die Worte „Merkel muss weg“ standen, zu demonstrieren. Sie bekam Zulauf, Bürger dieses Landes, wenn auch wenige machten von ihren Grundrechten auf Meinungs – und Versammlungsfreiheit (Art. 5 und 8 GG) Gebrauch. Dabei handelt es sich um unveräußerliche Menschenrechte, jeder hat bei uns das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild und auch gemeinsam mit anderen kundzutun. Diese Meinung muss anderen nicht gefallen, sie müssen sie dennoch ertragen, denn die Freiheit ist bekanntlich immer die Freiheit des Andersdenkenden.

Nicht so im Deutschland des Jahres 2018. Auf das Wohnhaus von Frau Ogilvie wurde bekanntlich ein Anschlag verübt, nur durch Glück blieben ihre Kinder unverletzt. Bei der Demonstration am 12. Februar 2018 musste sie sich zudem durch einen aggressiven Mob der Antifa kämpfen, der sie und ihren Vater angriff. Nur mit Hilfe der Polizei konnte sie überhaupt weitermachen. Sie wurden geschützt, die Freiheit nicht.

Objektiv muss man feststellen, dass die Antifa nunmehr für die CDU und Frau Merkel im Einsatz ist. Das erhellt deutlicher als alles andere, wo die vermeintlich konservativ-liberale Politik heute angekommen ist. Hätte es noch eines Beweises bedurft, dass die CDU/CSU weit nach links gerutscht ist, weit weg von der Freiheit, nichts könnte es deutlicher machen als die Tatsache, dass linke Schlägertruppen für Frau Merkel gegen die Freiheit im Einsatz sind.

Frau Ogilvie schreibt auf Facebook, dass für sie die Antifanten die eigentlichen Faschisten sind, denn es sind deren Methoden, die sie anwenden. Diese Einschätzung ist verständlich, denn es sind universelle und unveräußerliche Menschenrechte, deren Ausübung mit Gewalt unterbunden wird. Einen Aufschrei gibt es nicht, kein Hashtag wie metoo, nichts. Die Presse berichtet darüber nicht einmal oder verfälscht. Wir halten Sonntagsreden über die aus der Geschichte erwachsene Verantwortung und machen denselben Fehler wieder: Wir meinen, der Zweck heilige die Mittel. Wirklich gar nichts dazu gelernt?

Schon 1792 stellt Wilhelm von Humboldt fest: “Gerade in der Geschichte der Menschen sind die Extreme am nächsten miteinander verknüpft.“

(Wilhelm von Humboldt, „Ideen zu einem Versuch, die Grenzen der Wirksamkeit des Staates zu bestimmen“, Reclams Universal – Bibliothek Nr. 1991, S. 196).

Alsterblick von drinnen
Hamburg: Bericht aus einer verwunschenen Welt
Methoden wie in Diktaturen, ebenso in der DDR angewandt, werden zunehmend Alltag. Wir alle schauen zu, wie das Sozialexperiment der „DDR light“ in die Tat umgesetzt wird. Beide deutsche Diktaturen, die nach der Kaiserzeit kamen, zeichneten sich dadurch aus, dass sie den „betreuten Bürger all inclusive“ als Stimmvieh heranzogen und mit Unterdrückung lenkten. Es wurde oft behauptet, dass der sozialistische Traum des betreuten Bürgers in der DDR funktioniert hätte, wenn es Reise-Freiheit und wirtschaftlichen Wohlstand gegeben hätte. Das alte Prinzip des „panem et circensis“, gebt dem Volk Brot und Spiele und es frisst dir aus der Hand. Es ist sogar willens, auch allergrößtes Unheil anzurichten, Mord inklusive – oder zu dulden. Derzeit wird anscheinend der Versuch unternommen, empirisch nachzuweisen, dass das „Brot und Spiele“-Prinzip tatsächlich funktioniert, ein sattes Volk lässt sich umformen, man kann ihm alles erzählen, es macht alles mit. Sogar seine Auflösung, die auf zwei Wegen betrieben wird. Zum Einen auf dem Weg des Zuzugs kulturfremder Migranten, die – anders als die Deutschen – viele Kinder bekommen. Wer auch nur ansatzweise die Grundsätze des exponentiellen Wachstums kennt, wird die Folgen ahnen. Insoweit ist es gut für die Politik, dass die meisten Deutschen nicht einmal elementare Mathe-Kenntnisse haben. Der andere Weg ist das Aufgehen in einem europäischen Supernationalstaat ohne Freiheit, beherrscht von anderen Nationen, die – wiederum anders als die Deutschen – über einen ausgeprägten Nationalstolz und ein großes Ego verfügen.

Wieder einmal ist die Wirtschaft willfähriger Handlanger der Politik, geprägt von Opportunismus. Diejenigen, die als Gegengewicht zur Macht agieren könnten, verbrüdern sich lieber mit ihr. Hauptsache, die Verhältnisse sind „stabil“ und berechenbar, so dass man gute Geschäfte machen kann. Der Rest ist egal. Das alles hatten wir bereits, im Nachhinein werfen sie dann Asche auf ihr Haupt – es nützt nur nichts mehr. Es gibt Führungspersönlichkeiten aus der Wirtschaft, die sich mit Kritik zu Wort melden, die Herren Grupp und Bettermann seien beispielhaft erwähnt, aber außer Kritik kommt nichts. Das allein aber hilft nicht.

Wie sagte Herr Bosbach kürzlich so schön? „Der ohnehin schon große Graben zwischen Wählern und Gewählten wird immer größer, wenn das Publikum den Eindruck bekommt, im Grunde geht es denen eher um sich als um das Land.“ Wenn „das Publikum den Eindruck gewinnt…“ – das war eine entlarvende Formulierung. Wir, das Volk, also der Souverän in einer Demokratie, sind nur noch das Publikum, durch den (Orchester-) Graben getrennt von den Darstellern auf der politischen Bühne. So ist es.

Aber: Ist das wirklich nur „Schuld“ der Politik? Wollen wir später – wieder einmal – unsere Hände in Unschuld waschen, wir hätten ja alle nichts dafür gekonnt, nichts tun können?

Zur Erinnerung: Was ist eine Demokratie? Wilhelm von Humboldt fährt fort:
„…und jeder äußre Zustand, wenn man ihn ungestört fortwirken läßt, arbeitet, statt sich zu befestigen, an seinem Untergange.“ (a.a.O.)

So wird auch das untergehen, die CDU/CSU – Funktionäre werden mit untergehen. Alle schauen derzeit gebannt auf die SPD, aber die Union ist in einer viel gefährlicheren Lage, denn ihr Niedergang kommt heimlich schleichend, leise – wenn reagiert werden sollte, dürfte es zu spät sein. Die meisten meinen, man säße Merkel noch eine Wahlperiode aus, dann käme der Wechsel. Nur dass diese Wahlperiode die eine zu viel ist. Leider ist die Union nach dem Führer-Prinzip organisiert, nicht erst seit Merkel, sie hat es nur übernommen und dann extensiv ausgebaut. Damit aber wird sich die Union weit mehr ins Abseits katapultieren, als die SPD es jetzt tut. Die Union hat den Zeitpunkt des Wechsels verpasst, er wäre 2015 gewesen, spätestens aber bei der Bundestagswahl 2017. Die Claquere von heute werden die Verlierer von morgen sein. Da die Fallhöhe enorm ist, wird der Aufprall fatal.

Es gibt da nämlich ein Problem, das oft verkannt wird: Manchmal sind Entwicklungen so weit gediehen, dass keine Umkehr mehr möglich ist.

Es bleibt abzuwarten, ob sich eine Bürgerbewegung für die Freiheit bildet, wie es sich in einer lebendigen Demokratie eigentlich gehört. Ob sich Bürger der Tatsache bewusst werden, dass sie nicht Zuschauer eines Stückes sind, das andere aufführen, sondern Hauptdarsteller. Hoffentlich zu einem Zeitpunkt, an dem Deutschland noch Chancen hat, denn es muss uns ganz klar sein, dass es bei dem jetzigen Experiment niemanden gibt, der uns rettet, wenn es schief geht. Bei der DDR ging das, wobei die Probleme bis heute trotz allen Geldes nicht behoben sind. Bei uns wird das nicht funktionieren.

Vielleicht treffen sich wieder Menschen am Jungfernstieg oder anderswo und fordern „Merkel muss weg“. Mag sein, es lassen sich nicht dauerhaft alle verschrecken, denn genau betrachtet ist die Antifa nur ein kleiner Haufen, gegen eine wirkliche Menge kann sie nichts ausrichten.

In Kommentaren zur einem Bericht hier auf TE zu der Aufgabe von Frau Ogilvie hat einer den Vorschlag gemacht, zusätzlich zu „Merkel muss weg“ zu sagen: “Wir schaffen das!“. Diesen Vorschlag finde ich ausgesprochen gut. Nicht nur, dass er stimmt, wir können das schaffen, es wäre auch eine sehr hübsche Pointe.

„This even handed justice commends the ingredients of our poisend chalice to our own lips“, das wusste schon Shakespeares Macbeth.

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Kommentare ( 178 )

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Demonstrationsrecht für „Konservative“ gibt es nur noch auf dem Papier! Ich habe mir den gestrigen Frauenmarsch in Berlin angesehen: 1. Teilnehmer konnten nicht zur Demonstration gelangen, da ALLE Zugangsstraßen durch die AntiFa blockiert wurden. Zusätzlich hat die Polizei die U-Bahnstationen Hallesches Tor und Kochstraße gesperrt, so dass nur die teilnehmen konnten, die mindestens 45 Minuten vor Beginn am Versammlungsplatz waren. 2. Die sogenannten „Gegendemonstrationen standen 20-80m zu tausenden um den relativ kleinen Demonstrationszug herum. Die Folge war, dass man aufgrund des Lärms kein Wort verstehen konnte. So kann man jemanden auch Mundtot machen. 3. Nach wenigen Metern wurde der Zug… Mehr

Der Staat WILL einfach nicht mehr die Bürgerrechte durchsetzen und hat sein Gewaltmonopol verloren!

… Es wurde oft behauptet, dass der sozialistische Traum des betreuten Bürgers in der DDR funktioniert hätte, wenn es Reise-Freiheit und wirtschaftlichen Wohlstand gegeben hätte…. Nach meinen eigenen Erkenntnissen ist das Unsinn. Das hätte nur zu weiteren Druck für die Angleichung der Verhältnisse und weiterer Zuspitzung der desolaten Lage der DDR geführt. Das Ostwirtschaftssystem war unfähig zur Verbesserung der Lage. Natürlich gab es die Bequemen, die Angepassten , die froh waren wenn sie nicht selber für ihr Leben Verantwortung übernehmen mussten. Es war keine Mehrheit und diese Art Menschen gibt es überall. In den schlimmsten Diktaturen und den freiheitlichsten Demokratien.… Mehr

Dass die politisch Verantwortlichen in Berlin, die potenziellen Großkoalitionäre dabei sind, eilig einen Sargnagel nach dem anderen in unsere Demokratie zu schlagen merken diese anscheinend nicht mehr. Sind diese in ihrer entrückten Sphäre Agierenden dann fertig, wetteifern diese dann, den Holzsarg in die Verbrennungsanlage zu überführen. Anschließend wird die Asche unserer Demokratie in alle Winde verstreut und uns Bürgern bleibt nur noch ein nachtrauerndes Husten! Verzeiht bitte meine Bissigkeit, mir ist schon lange danach.

Da gibt es nichts zu verzeihen.Sich fuer seine meinung entschuldigen zu wollen ,bedeutet selbstzensur.Und wenn einem die galle ueberlæuft,muss es raus sonst bekommt man einen kropf.
Im uebrigen sind wir einer meinung. Schønen tag noch

Danke für Ihre Ermunterung weiter bissig zu sein. Lesen sie doch auf meiner Webseite Fortunanetz. de das Buch “ Die Rechnung bitte, Frau Bundeskanzlerin“

Neben der Tatsache, dass es im Merkeldeutschland mittlerweile nicht mehr möglich ist, seine freie Meinung zu äußern, finde ich es ferner äußerst bedenkenswert, daß die linksterroristischen, faschistoiden Schlägertrupps der Antifa für Frau Merkel die Opposition einschüchtern.

Merkt eigentlich langsam mal jemand in der CDU wie weit diese Partei nach links gerückt ist ?
Liebe CDU Mitglieder – habt Rückgrat und tretet aus !

Hab langsam das gefuehl die deutschlænder sehen den wald nicht mehr vor lauter bæumen. Wenn ich mich mit einigen meiner frueheren landslæuten unterhalte,høre ich oft bemerkungen wie : Das beruehrt mich nicht persønlich.Sind halt spinner,die gibts uberall.Man muss sich doch wehren gegen die neonazis…und æhnlichen „tiefenpsychologischen schwachsinn“. Die merken es erst wenn ihnenen der sch…dreck bis oberkante unterlippe steht

zu beantworten: Wirklich gar nichts dazu gelernt? NEIN! Allerdings spielt es keine Rolle, denn es wird nach der mit Sicherheit kommenden Katastrophe kein deutsches Volk mehr geben, dass sich die verlogene Antwort geben könnte. Sie haben das großartig kurz zusammengefasst. Wir sind einfach zu feige (ich schließe mich bewusst mit ein). Der Preis den Frau Ogilvie und ihre Familie beinahe zahlen musste, ist enorm hoch. Dennoch bewundere ich sie. Und ich würde uns wünschen, dass wir alle nur einen Tag mal keine Angst haben und auf die Straße gehen. Dieser eine Tag würde das System Merkel nicht nur ins Wanken… Mehr
Uta Ogilvie und Deniz Yücel – Was haben die beiden miteinander zu tun? Deniz Yücel – sagt seine Meinung und wird zum Märtyrer der Meinungsfreiheit in der Türkei erklärt, erhält die Unterstützung der Bundesregierung, zahlreicher NGO´s, Prominenter sowie sämtlicher deutscher Medien und das zurecht (obwohl man von seinen Artikeln aus guten Gründen nicht angetan sein muß) – Allenthalben ertönt: „Free Deniz!“ Uta Ogilvie – sagt auch ihre Meinung in drei kurzen Worten und wird deshalb zum Opfer der gewalttätigen Meinungsunterdrückung durch die „antifaschistischen“ Horden, die sich selbst faschistischer Methoden bedienen. Aufschrei der Regierung, Empörung in den Medien, Kampfaufrufe zur Verteidigung… Mehr
Ich muss jetzt mal wieder was sagen was der Redaktion hier wahrscheinlich sehr missfaellt. Aber ich kann Leute wie den Bosbach, den Sarrazin oder die Lengsfeld immer weniger ertragen. Die erkennen anscheinend perfekt was alles falsch laeuft in diesem Land. Aber trotzdem stuetzen sie weiter den Apparat der dies alles zu verantworten hat. Alle drei sind sie noch in den Parteien die das Land ganz bewusst in den Abgrund fuehren. Dabei muesste den dreien klar sein dass einfach nur ihr Austritt grossen Wirbel verursachen wuerde und viel Druck auf die Parteifuehrungen schaffen wuerde. Das sieht man schon allein an der… Mehr

Also Sarrazin wuerde ich aus ihrer liste nehmen.Er war immerhin einer der ersten warner vor der muslimischen invasion.Und das VOR 2015.
Aktives mitglied der SPD ist er auch nicht mehr und das land verlassen hat er auch.Hauptsæchlich wegen der unverschæmten linken hetze gegen ihn.

Sie sagen es. Danke!

Man nennt sowas auch Kundenbindung. Einen exotischen Vogel hat da jede Partei in Ihrem Programm, vielleicht um einen Anschein von Vielfältigkeit zu wahren. Das „bad girl“ oder der „bad boy“ vermitteln den Eindruck, das dort etwas lebhaft diskutiert wird. Es bleibt jedoch ohne wirklich messbare Konsequenzen. Damit erreicht man zwei Dinge: Zum ersten die Illusion einer möglichen Veränderung, zum anderen eine „Honeypot“ – Funktion um zu erkennen, was aus den anderen Lagern an diese Adresse herangetragen wird, um sich ggf. strategisch darauf einzurichten.

Ich fordere alle Kommentatoren auf, die eigene Filterblase zu verlassen und gezielt in links-grüne Foren zu gehen, denn ansonsten kreisen wir nur um unsere guten Argumente und bestätigen uns gegenseitig. Wir haben die besseren Argumente und genau deswegen fallen den linken Faschisten auch nur Schimpfwörter und Accountsperrungen etc. ein, weil ihnen die Argumente ausgegangen sind. Ich habe gezielt bei der Frankfurter Rundschau gegen den dortigen Mainstream argumentiert. Das hat den Verantwortlichen natürlich nicht gefallen. Einmal habe ich darauf hingewiesen, dass im Gegensatz zum geschönten FR-Artikel in dem offiziellen Polizeibericht einer Messerstecherei (natürlich Einzelfall), die Nationalitäten der Beteiligten genannt werden. Daher… Mehr
Ich habe erst Ende 2015 angefangen, mich insofern politisch zu engagieren, dass ich ein paar Kommentare zuerst auf ZON geschrieben habe. Das waren meine ersten ‚Gehversuche‘, da ich vorher eher ein wenig politischer Mensch war, und wenn, dann eher dem linken Spektrum zugehörig (in 2013 habe ich tatsächlich noch rot/grün gewählt). Ich bemerkte auf ZON, dass die (Leser-)Stimmen zweifelnder gegenüber der aktuellen politischen Lage wurden (so wie sich meine Haltung auch verändert hatte), und genau dazu habe ich mich dann irgendwann vermehrt geäußert, da ich dachte, mich nun in einem kritisch/reflektorischen Forum bewegen zu können. Stattdessen kamen immer mehr Anfeindungen… Mehr
Prinzipiell haben sie ja recht. SOLLTEN sie mindestens 300 Jahre nach Beginn der Aufklärung recht haben! Nur: Was antwoten/machen sie, wenn man ihnen auf ihre wundervolle rationale Argumentation hin so etwas entgegnet wie z.B.: „Das empfinde ich aber ganz anders.“ – Und das ist NICHT nur die seltene Ausnahme! Längst hat rationale Argumentation im Bewusstsein garnicht Weniger eine deutlich negative Konnotation. (Selbst unter denen die einen Uni-Abschluß haben. Weshalb ich mich seit einigen Jahren weigere, für diese Personengruppe pauschal den Begriff Akademiker zu verwenden.) – Längst ist – verdammt oft – „indivduelles Gefühl für einen Zusammenhang“ zur maßgeblichen Grundlage der… Mehr
Die Argumente des Herrn „Ferdinand“ stelle ich meinen voran, und ergänze um ein paar Dinge aus meiner Lebenserfahrung: es ist absolut überflüssig mit Linksgrünen, Arabern oder Moslems zu diskutieren, da sie sofort mit Aggression und Totschlagargumenten reagieren. Es geht dort nicht um Argumente oder Glaubwürdigkeit, sondern AUSSCHLIESSLICH um Haltung und Glauben. Mein mauretanischer Arbeitskollege besitzt ein wasserdichtes Weltbild aus 100% Propaganda und Wahnvorstellungen. Ein ehemaliger Freund (ich habe die Freundschaft gekündigt, weil mir zu linksgrün war) sagte im Wortlaut zu mir zum Thema Atomkraft (es hätte aber auch jedes andere Reizthema sein können): „Ich weiß, das du meine Ansichten in… Mehr
Sie vermitteln hier den Eindruck, als könnten Sie einem gewissen Söder etwas abgewinnen, der schon vor langer Zeit den Islam als zu Bayern gehörend bezeichnete. Als ob der sich nicht bis zum Gehtnichtmehr lächerlich gemacht hätte mit seinen vom hohen Roß herab durchs (unentwegt mit Koranverwirrten geflutete ) Bayernland posaunten deftigen Sprüchen . Hier, womit dieser CSU-Typ verspricht, das Islamisiertwerden Bayerns aufzuhalten: 1) Nach der Scharia dürfe nicht Recht gesprochen werden! ( Etwa noch bzw. wie lange noch durchsetzbar?) 2) In die bayerische Verfassung müsse hinein, daß Bayern christlich geprägt ist. ( Als ob Papier nicht geduldig wäre!) 3)Die Leitkultur… Mehr

In letzter Konsequenz haben sie recht. Leider ist die Angst bei vielen, die mit dem AfD-Programm 100% übereinstimmen, überwältigend: Auf einen Schlag werde ich nicht mehr zu den „Anständigen“ gehören, wenn ich mich zu dieser Schmuddel-Partei bekenne. Max Otte hat das sehr schön beschrieben.

Ergänzen möchte ich, dass es äußerst wichtig ist, Links auf alternative Medien, (TE, Achgut, …), auf den linksgrünen Seiten zu verbreiten.
Nur weil jemand 2015 auf ZON auf Tichys Einblick verlinkt hatte, habe ich davon erfahren, dass es noch etwas anderes gibt als die Mainstreammedien. Google News sind ja auch „nicht hilfreich“, wenn man unabhängige Nachrichten sucht.

Ihr Vorschlag ist in der Theorie gut. In der Praxis kann er nicht funktionieren. Ich krieg noch nicht mal bei der Achse die Haelfte meiner Kommentare durch. Hier bei Tichy hingegen klappt es immer oder fast immer. Beim Spiegel, Welt und bei der FAZ hat man ganz besonders fies gearbeitet. Dort bin ich viel oefter mit den mit Daten und Fakten unterlegten Kommentaren gescheitert als mit irgendeinem im Aerger rausgehauenen Rotzkommentar. Irgendwann gibt man da auf. Ich bin auch manchmal bei telepolis (von heise.de). Die haben eine entschieden linke Redaktion und eine eigentlich linke Leserschaft die aber zusehends merkelkritischer geworden… Mehr

Ihre Bedenken sind mir bekannt, ich hadere ja selbst damit. Nach meinen Erfahrungen ist auch ZON besonders fies und perfide. Das perfide ist, dass sie nach außen so tun, als würden sie nur „bei Verstößen gegen die Netiquette“ im Nachhinein Beiträge löschen. In Wirklichkeit zensieren sie schon a priori, was naive Leser (was bei ZON die Mehrheit sein dürfte) gar nicht bemerken und denken bei ZON dürfe jeder seine Meinung sagen, solange sie nicht gegen die (Allzweckwaffe) „Netiquette“ verstößt.

Stimmt. Die Efahrung habe ich auch gemacht. Was besonders unbeliebt ist Ähnlichkeiten zwischen linken und antifa Verhalten und SA und Stürmer des letzten Jahrhunderts zu erkennen. Absolutes Taboo, dafür darf man natürlich alles was als „rechts“ verortet wird als nazionale beschimpfen; das scheint ausdrücklich erwünscht zu sein

Ich habe mir mal den Spaß gemacht und den Spieß umgedreht, habe geschrieben, dass die ZEIT den Nationalsozialismus verharmlost ja insgeheim verherrlicht, weil ihr ehemaliger Herausgeber (Helmut Schmidt) dem Nationalsozialismus sehr nahe stand.Laut Spiegel habe er sich „vergeblich darum bemüht, der Hitlerjugend beitreten zu dürfen.“ Und er habe sich „während seines Dienstes bei der Wehrmacht durch einwandfreie nationalsozialistische Haltung ausgezeichnet“. Plötzlich fanden sie es bei ZON nicht mehr lustig, wenn man was gegen Anhänger des Nationalsozialismus sagt.

Die „Mundtotmachung“ gehoert doch zum Standard bei den entsprechenden Zeitungen. Meinen SPON-account habe ich seit Jahren aufgegeben, nachdem mehrfach einfache, differenzierende sachliche Argumentationen von meiner Seite einfach nicht freigegeben wurden. Selbst bei der FAZ wurden die Moderatoren zunehmend restriktiver. Getreu dem Massschen Motto: Klar darfst Du eine Meinung haben, aber nur da wo es keinen interessiert.
Ich denke, es macht eher Sinn, diese Zeitungen/Foren zu boykottieren und sich in auslaendischen Medien bzw. „alternativen Blogs “ wie diesem hier zu informieren und auszutauschen. Deutschland verspielt seine Zukunft – und wir fahren weiter mit Vollgas gegen die Wand.

Im Prinzip, ein guter Vorschlag. Nur, die Kriminellen wissen a) überhaupt nicht (mehr) wie man diskutiert, höflich und respektvoll und b) zensieren Ihren Beitrag sofort (oft ohne Begründung). Sie kommen nicht zum Zug. Meine Erfahrung.

Und wie wollen Sie bösen pubertierenden Möchtegern-Kriminellen das Einmaleins beibringen, wenn die nicht rechnen wollen? Die wollen Ihnen deren Willen aufzwingen, nix diskutieren. Das sind Wilde, Barbaren. Fragen Sie doch mal nach, wer das NetzDG durchsetzt. Das sind genau solche Wilde, die ganz schlecht lesen und schreiben können. Ach ja, und kiffen und noch etwas anderes wollen die.

Sie haben beide (jeanlucng und Friedrich Engels) Recht, es ist eine Sisyphusarbeit, u.a. weil Kommentare bei diesen Zeitschriften (SPON, ZON) gar nicht veröffentlicht werden oder der Account gesperrt wird, aber kampflos will ich das Terrain den linksgrünen Propagandisten auch nicht überlassen. Ich hoffe immer noch darauf, dass mal jemand gegen diese Zeitungen klagt (Steinhöfel?), weil sie völlig willkürlich zensieren, was z.T gegen die eigenen Nutzungsbedingungen verstößt. Bei ZON steht nichts davon, dass die Zeit zu einer entstellenden Zensur oder einer kompletten Zurückhaltung des Kommentars berechtigt wäre („Sie können als registrierter Nutzer auf http://www.zeit.de und über die anderen digitalen Angebote von… Mehr
Einen Einwand gegen Anne Kanns Artikel muß ich anbringen: Sie begründet ihre Forderung, jeder müsse von ihm selbst nicht geteilte Meinungen ertragen mit der Formulierung „denn die Freiheit ist bekanntlich immer die Freiheit des Andersdenkenden“. Das lehnt an Rosa Luxemburg ebenso an wie bereits die Überschrift des Artikels. Da kann ich nur dringend empfehlen, einmal Rosa Luxemburgs Schrift „Die russische Revolution“ zu lesen, der das immer wieder ebenso gern wie unbedacht benutzte Zitat entstammt. Wer danach immer noch meint, R. Luxemburg hätte -lebte sie noch- die mutige Frau Uta Ogilvie darin einbezogen , mag in seinem Irrtum ebenso verharren, wie… Mehr

Als R.Luxemburg mit dieser,ansich richtigen ,bemerkung an kam ,hat ihr bruder im geiste,der heute noch von den kommunisten hochverehrte Lenin ,die erste million andersdenkender ueber die klinge springen lassen.Die gruende fuer seine massaker sind aber ein ganz anderes thema.

Frau L. hat aber lediglich die Freiheit der „Andersdenkenden“ innerhalb ihrer eigenen Bewegung gemeint- eben explizit nicht, die aller „Andersdenkenden“.

Völlig richtig. Genau das wird immer unterschlagen, wenn dieses Zitat von Rosa L. angeführt wird.

Ausserdem :die „Andersdenkenden“in den eigenen reihen der damligen zeit lebten gefæhrlich .Den mund aufzumachen hat vielen das leben gekostet.Die partei hatte immer recht und keinen widerspruch geduldet.Das nennt man gelebter faschismus,in diesem fall war es der rote.

Aus einem duerren satz eine meinung herauslesen zu wollen,ist wie in die kristallkugel zu schauen.Ich halte mich an die aussage als solche !

Okkultisten haben in Hitler ein, von einem Dämon besetztes Wesen gesehen, das nach seinem Ende dann von Stalin Besitz ergriffen hat. Hitler war nicht intelligent oder charismatisch. Alles was er war oder hatte, war von diesem Wesen geliehen. Als A. Merkel Kanzlerin wurde, habe ich gedacht das das ein schlechter Scherz ist. Die Frau hatte für mich einfach nichts. Auch jetzt 12 Jahre danach sehe ich nichts was einene Kanzlerin mit ‘Grandeur’ ausmacht. Da fragt man sich die ganze Zeit was diese CDU Parteisoldaten eigentlich dazu bringt ihr die Stange zu halten und zu kuschen. Irgendetwas muß schliesslich da sein,… Mehr

Es gab einen Okkultisten, der diese Clique verließ und zum (echten) Christentum fand und mittlerweile verstarb. Wenn ich Ihnen sagen dürfte, wie er Merkel, schon damals bezeichnet hat, Sie würden mir keinen Glauben schenken, womöglich. Er traf jedoch den Nagel auf den Kopf.