Deutschland, die Apologeten, ihre Taktiken und ihr Scheitern

Die Apologeten sind in ihrem Wirken destruktiv. Würde ihnen nicht widersprochen, richtete sich ihre Zerstörungskraft letztendlich auch gegen sie selbst.

© Sean Gallup/Getty Images

Unter Apologeten versteht man die Verteidiger einer Lehre, ursprünglich im theologischen Sinne. Doch in Zeiten der wöchentlichen Terroranschläge in den Innenstädten Europas treten die Apologeten längst auf größerer Bühne auf: Sie unterweisen die vom islamischen Terrorismus getroffenen Gesellschaften darin, was sie als Reaktion auf die Bluttaten fühlen und tun dürfen und was nicht. Sie dürfen sich von den Terroristen nicht spalten lassen, aber sie dürfen sich töten lassen. Sie dürfen keine Angst vor dem Islam empfinden, aber sie sollen sich fragen, was sie falsch gemacht haben, um junge muslimische Männer in den Terrorismus zu treiben. Sie sollen dem Hass der Terroristen mit Liebe begegnen, dürfen aber das Böse in ihrer Mitte nicht benennen.

Seit die Apologeten nach dem 11. September 2001 zum ersten Mal massenweise auf den Plan gerufen wurden, haben sie ihre Taktiken verschärft und verfeinert. Sie sind schließlich nicht dumm, sondern wissen genau, dass die westlichen Gesellschaften in ihrer Verunsicherung unmittelbar nach dem letzten Anschlag am empfänglichsten für ihre Botschaften sind. Gleichzeitig sind die Apologeten sich der Tatsache bewusst, dass insbesondere die Westeuropäer der Trägheit den Vorzug gegenüber dem entschlossenen Handeln geben und deshalb dankbar für jeden noch so abwegigen Grund sind, nichts gegen den Terrorismus unternehmen zu müssen, was ihre geistige und körperliche Bequemlichkeit gefährden könnte.

Michel Abdollahi und Danial Ilkhanipour sind sicherlich nicht die schlimmsten Apologeten, die sich in der westlichen Hemisphäre tummeln. Nichtsdestotrotz sind ihre Worte, die sie passenderweise zwischen der jüngsten Anschlagsserie in der WELT geäußert haben, exemplarisch für die rhetorischen Attacken, mit denen die Apologeten die blutigen Taten der Terroristen gegen Deutschland und den Westen komplementieren.

Da jeder islamisch motivierte Anschlag das Augenmerk zwangsläufig auf die muslimischen Einwanderer wirft, stellen die Apologeten jedem Gespräch ein vermeintliches Axiom voran (Axiom: als wahr angenommener Grundsatz). Es lautet, dass Deutschland als westliche Gesellschaft in seiner Grundtendenz ein rassistisches Land mit einer überwiegend weißen, hässlichen und hasserfüllten Bevölkerung ist. Ist dies der Fall, so sind alle Fragen nach verdächtigen Vorgängen innerhalb muslimischer Gemeinschaften natürlich keine angemessene Reaktion, sondern „rassistischer“ Reflex.

Axiom „rassistisches“ Deutschland

Kaum einer wagt es noch, dieses Axiom des „rassistischen“ Deutschlands öffentlich in Frage zu stellen, schon gar nicht im direkten Gespräch. Deshalb dürfen Abdollahi und Ilkhanipour zu Beginn des Interviews auch als allererstes ihr Leid über die Vorurteile klagen, die ihnen tagtäglich begegnen. Denn wer könnte nicht bestürzt darüber sein, wie diese Vorurteile einem Mitglied der Hamburger Bürgerschaft und einem Fernseh- und Gründgens-Preisträger das Leben offenbar zur Hölle machen?

Was Abdollahi und Ilkhanipour zu erzählen haben, mag banal erscheinen, aber es setzt den Ton für den Rest des Gesprächs: Weil sie bekennen, wie sehr ihre Gefühle verletzt sind, wird jeder, der es wagen sollte, ihren Behauptungen über das „rassistische“ Deutschland zu widersprechen, automatisch mit der Aura einer hartherzigen, gefühlskalten Hassfigur umgeben. Dadurch entledigen sich die Apologeten der Pflicht, ihr Deutschlandbild durch ernsthafte Evidenz belegen zu müssen. Deshalb meiden sie auch das rationale Denken wie der Teufel das Weihwasser: Sie legitimieren sich selbst dadurch, was sie zu fühlen behaupten und nicht dadurch, was sie beweisen und rechtfertigen können.

In der liberalen französischen Vierteljahresschrift „Commentaire“
Verlockungen des Islam und neue Rollenverteilungen in der Weltpolitik
Die beliebte Argumentation der Apologeten aller Couleur, als Nichtmuslim, Weißer, Mann etc., könne man eben ihre Sorgen und Ängste nicht ausreichend gut nachvollziehen, weshalb man besser schweigen solle, ist natürlich selbst diskriminierend und rassistisch, denn sie macht die Empathiefähigkeit eines menschlichen Wesens von Religion, Hautfarbe und Geschlecht abhängig. Rassistische Argumentationen werden somit von den Apologeten selbst in den Diskurs eingeführt.

Dieses Messen mit zweierlei Maß wird den Apologeten für gewöhnlich nicht zur Last gelegt, weshalb sie ungeniert nach dem Grundsatz „Der Zweck heiligt die Mittel“ verfahren. Im Abdollahi-Ilkhanipour-Interview fällt an einer Stelle der Satz: „Die Pauschalisierung [des Islam] hat perverse Züge angenommen.“ Das Interview ist mit einem weiteren Gesprächszitat betitelt: „Rassismus in Deutschland ist omnipräsent“.

Die Apologeten bedienen sich zudem einer klaren Täter-Opfer-Rollenverteilung. Täter sind die den „Rassismus“ in ihren Genen tragenden „schon länger hier Lebenden“. Opfer sind die muslimischen Migranten, egal ob sie erst seit sechs Monaten oder schon seit 60 Jahren in Deutschland leben. Dass die Opfer auch Täter sein können, zum Beispiel beim Thema muslimischer Antisemitismus, kommt in dieser Schwarz-Weiß-Malerei nicht vor, denn auch wenn es wahr ist, schwächt es im Denkschema der Apologeten die Position der gefährdeten Muslime gegenüber der tendenziell repressiven Mehrheit. Deshalb werden abweichende muslimische Stimmen, die sich erstens stolz zu Deutschland bekennen und zweitens die Probleme der Immigranten thematisieren, auch besonders heftig von den Apologeten bekämpft und als „Nestbeschmutzer“ verunglimpft.

Täter-Opfer-Rollenverteilung

Dass die Apologeten genau wissen, wie sie die Bürger der westlichen Gesellschaften am Wickel packen können, beweisen sie durch ihre Klagen über „Islamophobie“ und die Gleichsetzung dieses Begriffs mit „Rassismus“. Denn in der liberalen, toleranten Gesellschaft will niemand als „Rassist“ gelten, weshalb auch jeder sehr darauf bedacht ist, nicht den Eindruck zu erwecken, islamophob zu sein. Der pakistanisch-kanadische Ex-Muslim Ali A. Rizvi bezeichnet dies gern als die „Islamophobie-Phobie“ – die Angst davor, als islamophob zu gelten.

Eine Phobie bezeichnet präziser gesagt sogar ein irrationales und zwanghaftes Angstgefühl. Da Angststörungen gegebenenfalls therapeutisch behandelt werden, könnte man von einer „Psychopathologisierung“ von islamophoben Menschen sprechen. Doch Rizvi sagt ausdrücklich, dass er jede Menge rationaler Gründe habe, islamophob zu sein, denn würde er statt in Kanada in der Islamischen Republik Pakistan leben, wäre sein Leben auf Grund seiner Apostasie in Gefahr. Gleiches gilt für Homosexuelle, Jesiden und letztendlich alle Anders- und Nichtgläubigen. Diese Sensibilität gegenüber allen, denen gemäß islamischem Recht die Todesstrafe droht, scheint Abdollahi und Ilkhanipour trotz ihrer großen Sensibilität gegenüber ihren eigenen Traumata gänzlich abzugehen.

Natürlich kommt Abdollahi auch nicht umhin, die zum Standardrepertoire gehörende Behauptung zu wiederholen, dass „jeder Fall ein Einzelfall“ ist. Die Bezeichnung „Einzelfall“ impliziert, dass das Auftreten dieser Fälle so selten und unsystematisch ist, dass zwischen ihnen kein Zusammenhang hergestellt werden kann und dass insbesondere keine Rückschlüsse auf mögliche Gemeinsamkeiten, wie Religion oder kulturelle Sozialisation, gezogen werden dürfen. Der migrantische Einzelfall wird somit als das Gegenteil des omnipräsenten deutschen „Rassismus“ präsentiert.
Würden die Apologeten logisch denken, würde ihnen jedoch auffallen, dass sie sich mit ihrer Einzelfall-Argumentation selbst ins Bein schießen. Denn diese Darstellung wirft die Frage auf, warum der „Rassismus“ dann überhaupt problematisch sein soll. Wenn jeder Einzelfall das einzigartige Produkt einer komplexen Biographie ist, dann kann der allgegenwärtige „Rassismus“ offensichtlich nicht als Patenterklärung für die gescheiterte Integration herhalten.

Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: Natürlich werden Muslime zum Teil pauschalisiert und als Gruppe für die Taten einiger Zugehöriger in Haftung genommen. Abdollahi und Ilkhanipour belegen jedoch, dass es die Apologeten sind, die völlig ungeeignet sind, aus dieser bedauerlichen Tatsache eine konsistente und erfolgversprechende Antwort der Gesellschaft zu entwickeln.

Denn wenn Ilkhanipour die Muslime in Schutz nehmen möchte, klingt das so: „Wenn es einen Anschlag gab, drücken Muslime inzwischen die Daumen, dass es kein Muslim war.“ Ali A. Rizvi brandmarkt diese bekannte Apologetik folgendermaßen: „If your 1st reaction to Islamic terror attacks is, „Oh no, this will make Islam look bad,“ you’re part of the problem.” In eine ähnliche Richtung kommentiert Ahmad Mansour die Solidaritätsbekundungen muslimischer Bürger nach dem Anschlag in London: Diese Aktionen mögen gut gemeint sein, aber sie werden nicht von dem Willen begleitet, die Ursachen des Terrors innerhalb des Islam zu suchen. Im Gegenteil, solange den Nichtmuslimen nur glaubhaft gemacht werden kann, dass diese Taten „nichts mit dem Islam zu tun haben“, ist die Welt aus Sicht der Apologeten wieder in Ordnung.

Die Apologeten sind in ihrem Wirken destruktiv. Würde ihnen nicht widersprochen, so würde sich ihre Zerstörungskraft letztendlich auch gegen sie selbst richten und die einzige Frage würde lauten, wie viele Unschuldige und Leichtgläubige sie bis dahin noch mit sich nehmen könnten. Ihrer hysterischen Nutzlosigkeit steht die Entschlossenheit gegenüber, die der Schriftsteller Christopher Hitchens bereits vor fast 16 Jahren formuliert hat und die vom Anblick jedes weiteren Terroropfers neu geweckt werden muss:

„I should perhaps confess that on September 11 last, once I had experienced all the usual mammalian gamut of emotions, from rage to nausea, I also discovered that another sensation was contending for mastery. On examination, and to my own surprise and pleasure, it turned out be exhilaration. Here was the most frightful enemy – theocratic barbarism – in plain view. I realized that if the battle went on until the last day of my life, I would never get bored in prosecuting it to the utmost.”

Deutsch: „Ich sollte vielleicht bekennen, dass ich am 11. September, nachdem ich die animalische Bandbreite an Emotionen von Zorn bis Übelkeit verspürt hatte, entdeckte, dass eine weitere Empfindung um Beherrschung rang. Bei Überprüfung und zu meiner eigenen Überraschung und Gefallen stellte sie sich als freudige Erregung heraus. Hier war der furchteinflößendste Feind – theokratische Barbarei – vor aller Angesicht. Ich begriff, dass falls der Kampf bis zum letzten Tag meines Lebens andauern sollte, ich niemals davon gelangweilt sein würde, ihn bis zum Äußersten zu führen.“

Unterstützung
oder

Kommentare ( 224 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

----

224 Kommentare auf "Deutschland, die Apologeten, ihre Taktiken und ihr Scheitern"

Sortiert nach:   neuste | älteste | beste Bewertung

Zu den ersten Sätzen, man nennt dies allgemein: Naivität u. die scheint auch noch grenzenlos zu sein, bei diesen Damen…..

Muß was mit Hormonen zu tun haben.

Schulisch sind Frauen bekanntlich besser als „wir“, sind emphatischer und einfühlsamer etc., also sozial begabter, aber irgendwas scheint da dennoch nicht richtig geschaltet…..

Wieso haben wir noch keine DDR 2.0? Wir haben die Stasi, wir haben den Gesinnungsterror, wir haben die intervenistische, extremistische Linke, die mit der Partei DL verbandelt ist zerstörungswütig ist sowie Menschen einschüchtert, wir haben in weiten Teilen eine gelenkte Wirtschaft dank grüner Ideologie und haben dadurch Teile der Marktwirtschaft außer Kraft gesetzt, wir haben z.Z. kein Parlament mehr, dafür ein Politbüro aus CDU/CSU/Grüne/Linke/SPD, wir können wählen, was wir wollen und erhalten das Gleiche wieder (also nur noch eine Alibiwahl wie in der DDR), bestimmte Begriffe und Sachverhalte dürfen nicht mehr ausgesprochen werden, es gibt politische Prozesse, die in kriminelle… Mehr

Sie haben recht. Der Käfig ist (noch) etwas weitläufiger…und aus Gold.
Ansonsten ist es so ziemlich das Gleiche. Allerdings geschickt getarnt, was auch der Grund ist, warum es viele nicht so sehen. Vor allem der Teil der Bürger, der das nicht kennt. Also die Bürger aus den alten Bundesländern.
Diese bekamen ihre Freiheit und Demokratie geschenkt und halten sie daher für selbstverständlich.

Sorry für die harten Worte, aber wer glaubt, dass wir in einer DDR leben, hat zum einen die DDR nie persönlich miterlebt und verharmlost zum anderen die Taten, die da wirklich passierten. Es gibt nicht nur inflationäre Nazi-Vergleiche, sondern auch DDR-Vergleiche ohne Sinn und Verstand. Wie gesagt, sorry. Jetzt dürft ihr euch gerne darüber aufregen.

Ich kenne die DDR 1.0 sehr gut – wir sind noch keine DDR 2.0, aber wir sind auf sehr gutem Weg dorthin. Maas und Merkel sei Dank …

Wie erklären Sie sich dann, dass gerade Menschen, die in der DDR gelebt haben, besonders häufig der Meinung sind, mehr und mehr Parallelen im heutigen Deutschland zu entdecken? In Bayern leben viele „Ex-DDR-Bürger“, und mir fällt in meinem Umfeld auf, dass diese im Schnitt der gegenwärtigen Entwicklung, wie sie sich in der Politik, in den Medien, aber auch in Alltag und Beruf zeigt, noch wesentlich skeptischer gegenüberstehen als z.B. die „autochtonen Bayern“, welche tendenziell nicht gerade unkritisch sind. Und wieso sollte es jemand nicht erwähnen dürfen, wenn ihm Parallelen zum früheren DDR-Regime auffallen? Sicher gibt es noch Unterschiede. Doch die… Mehr
„Wie erklären Sie sich dann, dass gerade Menschen, die in der DDR gelebt haben, besonders häufig der Meinung sind, mehr und mehr Parallelen im heutigen Deutschland zu entdecken?“ Ich kenne biographisch bedingt sehr viele Menschen, die in der DDR gelebt haben. Zudem bin ich regelmäßig dort und rede mit den Menschen. Das häufig kann da nicht bestätigen. Ehrlich gesagt kenne ich kaum jemanden, der von im mehr Parallelen spricht. Worauf stützt sich denn bei Ihnen das „häufig“? „Und wieso sollte es jemand nicht erwähnen dürfen, wenn ihm Parallelen zum früheren DDR-Regime auffallen?“ Also dürfen darf man alles. Ich finde das… Mehr
In meinem Post habe ich nicht die DDR mit dem heutigen Deutschland auf eine Stufe gestellt. Ich schrieb von einzelnen Parallelen, bzw. von Symptomen, wie sie in einer funktionierenden pluralistischen Demokratie nicht vorkommen sollten. Diese tragen diktatorische Züge. Ich bin froh, dass Sie sich gegen die Zerstörung von Privateigentum, gegen körperliche Gewalt etc. aussprechen. Aber suchen Sie doch mal im Internet nach Übergriffen gegen AFDler bzw deren Wähler. Suchen Sie nach Meldungen von Menschen, die sich zur AFD bekannt haben und die bei ihren Vorgesetzten denunziert wurden. Und wie oft werden diese Taten von der Regierung, von namhaften Politikern, Kirchenoberen… Mehr

Ich bin aus der DDR und habe dort bis zum bitteren Ende gelebt. Und es ist wieder so, eben nur mit vollen Schaufenstern. Es mag sein, für die damaligen unter 1% Widerstandskämpfer, das es anders wäre, aber für die ganz normalen, die mit offenen Augen durch das Land laufen schon! Es wird schon an den nächsten Zensurgesetzen gearbeitet. NOCH dürfen wir hier schreiben. NOCH. Da es in der DDR kein Internet gab, kann man das nicht heranziehen. Der Freiraum jedes einzelnen Bürger wird immer mehr beschnitten. Sie sollten sich mal besser informieren.

„Ich bin aus der DDR und habe dort bis zum bitteren Ende gelebt. Und es ist wieder so, eben nur mit vollen Schaufenstern.“ Also wenn das für Sie der einzige Unterschied ist, dann haben Sie eine Menge aus ihrem früheren Leben verdrängt. Wie war es denn bitte schön mit freien Reisen? Verwandte im Ausland besuchen? Auf der Straße zu demonstrieren? Zu studieren, ohne staatstreu zu sein? Niemanden um Erlaubnis zu fragen, wenn man umziehen will? Zugang zu Internet und ausländischen Printmedien? Einfach zu sagen, dass man den Staat doof findet? Freie Wahlen fordern? Die eigene Grenze zu durchqueren? Eine saubere… Mehr
Diese Apologeten sind m.E. strunzdumm, da ideologisch verseucht. Ideologisch verseuchte Menschen kann man nicht als klug bezeichnen, sondern sie sind bauernschlau. Das ist ein großer Unterschied. Sie jongolieren mit Begriffen, die es so überhaupt nicht in diesem Zusammenhang gibt, z.B. den Rassismusbegriff für Islam benutzen, als ob der Islam eine Rasse sei, wobei sie im gleichen Atemzug darüber schwadronieren, dass es keine Rassen gäbe. Den fällt nicht mal der Widerspruch in ihren Aussagen auf. Weiterhin den Selbsterhaltungstrieb eines Menschen als Phobie anzuprangern, ist Unsinn. Der Selbsterhaltungstrieb gehört grundsätzlich zum Menschen, sonst gäbe es uns heute nicht mehr. Sie können das,… Mehr

Sehr schöner Kommentar, dem ich in allem zustimme!

Zu den jungen Menschen von heute möchte ich noch hinzufügen, daß sie ja nicht von selbst und ganz alleine so geworden sind.
Wenn sie nur noch Oberflächlichkeiten vermittelt bekommen und ihnen gesagt wird, man könne alles googlen, muß man sich nicht wundern.
Ist ja auch hier auf TE schon einige Male viel zum Geschichtsunterricht, zum Unterricht überhaupt, geschrieben worden.
Das Elternhaus darf auch nicht vergessen werden.

Sicherlich haben Sie recht. Nur, ich habe mich auch außerhalb der Schule neben dem dort vermittelten Marxismus-Leninismus noch um anderes Wissen in Philosophie, Dialektik von der Antike bis Hegel gekümmert, vor allem viel gelesen. Da gab es Einiges in dieser Richtung auch in der DDR zu kaufen. Ich vermisse aber auch das Wollen der jungen Generation, das Wollen etwas intensiver einzudringen. Das ist dann alles zu anstrengend, als ob Wissenserwerb so von alleine ginge ohne Anstrengungen. Oft wird ja nicht mal mehr gegooglet und wenn, dann verstehen viele die Bedeutung von Wörtern nicht mehr und die dann extra noch nachzuschlagen,… Mehr

Da braucht …-Maasi doch keine Hilfe mehr 😉

Herr Kleber hat mit seiner Aussage den Vogel abgeschossen (nur leichte Explosionen und lediglich einen Leichtverletzten).
Genauso schön, wie Klein-LKW.

Ich habe Kleber gestern Abend auch gesehen. Er betonte, in jedem Satz 3x, es wäre ja kein „richtiger Terror“.
Allerdings finde ich es erstaunlich, welches Bohei nun um die Opfer gemacht wird, weil es Fußballer sind.
Für Gert M. und Liesbeth K. interessiert sich kein Mensch, wenn es die erwischt.
Aber die reichen Balltreter sind „traumatisiert“.

Alles andere hat nur „regionale“ Bedeutung.
Die Balltreter leben „Multikulti“.
Lieschen Müller ist ja so was von rääääächts.

Kleber…..sorry, daß ist jetzt unhöflich, aber dessen Gesicht wirkt auf mich schon wie ein Synonym für „strunzdumm“.

Mich übermannte einfach nur die Neugierde, welche Schleimspur da hinterlassen wird.

Sorry, aber ich halte diesen Ratschlag genauso unpassend wie vor 30 Jahren zu sagen „wenn es dir hier nicht passt, dann geh doch nach drüben“. Für mich ist das ein Zeichen, Konflikte nicht austragen und aushalten zu können. Das muss man aber als liberal-denkender Mensch öfters tun.

Sehr aufschlussreich auch…jetzt im ÖR..es gibt ein Bekennerschreiben – man will aber aus ermittlungstechnischen Gründen nichts dazu sagen ???? Obwohl in dem Schreiben auf den Weihnachtsmarkt in Berlin und die Tornadoflüge auf Syrien Bezug genommen wird. Und dazu der Polizeipräsident Dortmund.. „wir verfügen hier über einen extrem hohen Sicherheitsstandard, man kann aber auch nicht jedes Szenario neu denken; und sich dagegen wappnen.Und es hat jetzt überhaupt nichts damit zu tuen, das ich hier einen Schnellschuß machen will ( einen Terrorakt andeuten will) Doch DAS kann man, indem jegliche Bedrohung direkt von vorneherein im Keim erstickt wird. Dazu braucht es klare… Mehr

Eua, ein Bekennerschreiben, was zum IS weist, heißt es zumindest im n-tv.

14 Uhr gibt es eine Pressekonferenz, solange wird man sich wohl noch gedulden können. „Doch DAS kann man, indem jegliche Bedrohung direkt von vorneherein im Keim erstickt wird.“ Wie soll das bitte schön funktionieren? Schwebt Ihnen da eine Polizeiarbeit wie in „Minority Report“ vor? Für viele Menschen scheint es ein unerträglicher Gedanke zu sein, dass man wirklich nicht alle Gefahren im Keim ersticken kann. Komischerweise sind das aber oft dieselben Menschen, die schon das Tragen eines Fahrradhelms zum eigenen Schutz als Einschränkung der persönlichen Freiheit ansehen. Ich würde mir von einer liberalen Meinungsseite wünschen, Sicherheit und Freiheit auf einer rationaler… Mehr

„Ich würde mir von einer liberalen Meinungsseite wünschen, Sicherheit und Freiheit auf einer rationaler Ebene neu zu denken.“

Hier muss nichts NEU gedacht werden (wie auch nicht jeden Tag „das Zusammenleben neu verhandelt“ werden muss).
Hier muss nur das NEUE bedacht werden; das, was unsere Sicherheit und Freiheit neuerdings einschränkt und was in einigen europäischen Staaten kein Thema zu

Das Tragen eines Fahrradhelms, mit dem Schutzprinzip für eine auf Sicherheit und Freiheit bedachte liberale Gesellschaft, in Relation zu setzen …das hat schon was ! Nun mir geht es weder um den Minority Report in Sachen Polizeiarbeit ( war das nicht mal ein Bestseller ), noch um die Befindlichkeiten der „Eingeschränkten „…allerdings entgeht es meiner Beobachtung nicht , das eben in keinster Weise eine liberale Meinungsseite auf rationaler Ebene neu gedacht , geschweige denn gelebt wird… erst Recht nicht in dem Bestreben einer gebeutelten Bevölkerung , vorbehaltlos, wahrheitsgemäß , fern von Indoktrination und regierungskonformen Schmalz ; laut dem Vertrag zu… Mehr
„Das Tragen eines Fahrradhelms, mit dem Schutzprinzip für eine auf Sicherheit und Freiheit bedachte liberale Gesellschaft, in Relation zu setzen …das hat schon was !“ Ich setze es nicht in Relation. Ich weiße auf die Widersprüchlichkeit geäußerter Wünsche hin. Wer fordert, dass solche Anschläge schon im Keim erstickt werden sollen, dem muss auch bewusst sein, was das konkret bedeutet. Es hört sich erst mal schön an, für mehr Sicherheit zu sein. Aber ohne Einschränkung der persönlichen Freiheit ist das schon gar nicht mehr umsetzbar. Letztendlich wäre es verbunden mit Ausgangssperren, Personenidentifizierung im Internet!, massenhafte Überwachung von Kommunikationswegen und und und.… Mehr

Was ich auch immer festzuhalten geruhe: Sicherheit und Freiheit sind „mutually exclusive“. Entweder man erhöht die Sicherheit, dann baut man mehr Überwachungskameras auf und beschneidet die Freiheit der Menschen – oder man erhöht die Freiheit, was dann aber dazu führen kann, dass jeder Spacko meint, einem ein Messer in den Bauch rammen zu müssen. Wir haben nur die Möglichkeit, Freiheit und Sicherheit in der Waage zu halten.

Wie hat Pispers schon festgehalten: „Terror ist es, weil Sie Angst davor haben.“

Man schaut hier sehr intensiv nach China. Das hat schon was: Das Vieh konsumiert bis zum Umfallen, ist vogelfrei und wird überwacht wie im Stalinismus. Da schlägt Merkels Herz höher, und das ist auch das Ziel der EU.

Ähm.. Ich weiß ja, dass Sie hier immer versuchen, mit steilen Thesen zu provozieren, aber selbst ihnen sollte auffallen, dass es zwischen der faktischen Aufgabe des Staatsgebietes und Minority Report noch einige Abstufungen gibt.
Fragen Sie sich nicht, warum hier, in letzter Zeit, so etwas ständig passiert, dagegen in Ungarn und Polen gar nicht?
Oder ist da ihr „Minority Report“ schon eingeführt worden?

Dafür gibt es eine ziemlich einfache, aber plausible Erklärung. U.a. Russland, Türkei, Großbritannien und Deutschland beteiligen sich an den Luftangriffen auf die IS-Stellungen. In all diesen Ländern fanden in den letzten Monaten Anschläge durch IS-Anhänger statt. Selbst in Russland (St.Petersburg), die kaum Flüchtlinge aufgenommen haben. Ungarn und Polen haben sich hingegen nicht direkt an Angriffen in Syrien beteiligt. Von daher sind diese Länder nicht im Visier der IS.

In Ungarn und Polen sind kaum ‚Flüchtlinge‘. Russland hat den IS in eigenen Land sitzen – man nennt sie Tschetschenen.

Russland ist eine völlig andere Sache. Die haben ihre eigenen Muslime im Land, die schon jahrelang Terror gegen russischen Menschen verüben. Das geht schon seit mindestens 1988/89. Da war an Syrien noch nicht zu denken. Ich würde Sie denn doch mal bitten, vorher etwas besser nachzudenken.

Die Herrschaften aus Ungarn und Polen haben sich, dank des Schengenraums, die Zustände
in Westeuropa angeschaut und einfach beschlossen, Vielen Dank, nicht mit und nicht bei uns.
Russland hat mit seinen ehemaligen Sojusangehörigen schon länger Bombenstimmung.

Ich frage mich aber, wieso Ungarn und Polen sich nicht direkt am Kampf gegen den IS beteiligt? Will man die Drecksarbeit lieber Westeuropa und Russland überlassen?

Was denn nun?
Geht es gegen Westeuropa oder Russland?
Sie müssen sich schon entscheiden, werter Sören und aufpassen, dass Sie sich nicht in Ihren selbstgedrehten Stricken der Rabulistik verfangen;-)
Am Ende schaut auch bei Ihnen leider nur die Ideologie aus dem Geschriebenen heraus.

Wieso oder? Der IS richtet sich gegen die Länder, die sie mit Luftangriffen bekämpfen. Dazu gehören auch die Länder Westeuropas und Russland.

Der IS ist doch das Ziehkind des Westens – die müssen noch länger durchhalten. Generell braucht der Westen immer einen Feind. Vorher war’s die SU, jetzt ist’s der IS. Vor 2001 gab es das Problem gar nicht. Fragen Sie sich lieber nal, was eigentlich das Ziel der westlichen ‚Eliten‘ ist. Da wird’s dann ganz bitter, denn man stellt plötzlich fest, dass die eigenen Leute dreist lügen und betrügen. Der IS ist nur der nützliche Idiot auf dem Weg zum EU-Staat.

Ordo ab chao.
Und Sie wissen, dass man Chaos auch selbst erzeugen kann.

Der IS ist doch das Ziehkind des Westens – die müssen noch länger durchhalten. Generell braucht der Westen immer einen Feind. Vorher war’s die SU, jetzt ist’s der IS. Vor 2001 gab es das Problem gar nicht. Fragen Sie sich lieber mal, was eigentlich das Ziel der westlichen ‚Eliten‘ ist. Da wird’s dann ganz bitter, denn man stellt plötzlich fest, dass die eigenen Leute dreist lügen und betrügen. Der IS ist nur der nützliche Idiot auf dem Weg zum EU-Staat.

Ordo ab chao.
Und Sie wissen, dass man Chaos auch selbst erzeugen kann.

Sie hatten im Irak die Drecksarbeit geleistet.

Sie meinen beim 2.Irak-Krieg mit Bush jr.? Das hätte man lieber sein lassen. Die negativen Folgen spüren wir heute noch.

Mit Ihrem ersten Absatz kann ich durchaus etwas finden – der Unterschied ist allerdings die Zahl der „Anhänger“. Sie sehen die islamische Machtübernahme (in geschichtlichen Zeiträumen gesprochen) in Deutschland kurz bevorstehen, ich kann nicht daran glauben. Wenn Sie mich dafür naiv nennen wollen, ist das Ihre Meinung und ich kann damit leben. Gegen ihre evolutionär bedingte (sinnvolle/ vernünftige) Vorsicht habe ich auch nichts. Ich bin auch vorsichtig, ich kenne Leute in der Verwandtschaft, die eigentlich allen Menschen gegenüber sehr „vorsichtig“ (misstrauisch?) sind. Sie dürfen Ihr Verhalten (bei Ihnen scheint es fast schon Abneigung zu sein) aber gerne auch mal auf… Mehr

“ Wer sich ausgegrenzt fühlt, bei dem fällt ein wichtiger Antrieb für „Wohlverhalten“ – nämlich das Bedürfnis nach Eingliederung in die umgebende Gesellschaft – einfach weg.“
Mit diesen Worten machen Sie deutlich, dass es letztlich wieder an UNS liegt, das wir zu wenig zur Integration beitragen…
MMn ein ganz falscher Lösungsansatz, der konsequent zu Ende gedacht wohl einer Assimilierung der eingesessenen Bevölkerung Vorschub leistet.
Und da wiederum frage ich:
WEM gehört eigentlich dieses Land?

Gestern auf ARTE: Europas Muslime (1+2)

Auf Reisen mit Nazan Gökdemir und Hamed Abdel-Samad

Sollte man sich unbedingt anschauen.

http://www.arte.tv/guide/de/068423-001-A/europas-muslime-1-2

Evolutionär geht es immer nur um drei Dinge: Territorium, Ressourcen (Nahrung) und Fortpflanzung (Sex). Das ist die Grundgesetzgebung allen Lebens auf der Erde, vom einfachsten bis zum höchstentwickelten Lebewesen. Wer sich aus seinem Territorium verdrängen lässt, wer seine Ressourcen teilen muss oder ganz verliert, wer sich nicht oder nur noch ungenügend fortpflanzt, der ist dem Untergang geweiht. auch das tausendfach durch die Evolution belegt. Genau diese drei vorgenannten Dinge machen uns die Muslime streitig, ihre Ideologie ist sogar geradezu darauf ausgelegt, diese drei Bereich zu bedienen: Besetzung von immer mehr Territorien (Weltherrschaft des Islam) Nutzung der Ressourcen anderer Völker (erreicht… Mehr