Bürgermeister und Muslimbruderschaft

Mit Berlins regierendem Bürgermeister zusammen ging es um die Darstellung radikaler Muslime als die eigentlichen Opfer des Terrors - am Ort des Berliner Terroranschlages.

© Jan Scheunert/imago
Berlins Bürgermeister Michael Müller erntete zahlreiche Kritik. Mit zur Gedenkveranstaltung am Breitscheidplatz hatte die muslimische Gemeinde „Neuköllner Begegnungsstätte“ aufgerufen.

„Berliner Bürgermeister tritt auf Islamisten-Veranstaltung auf“ titelte WeLT-Online wie zahlreiche andere Nachrichtenseiten, aber die Kritik bleibt auf Seiten der Berliner Regierung ungehört. Trotz teils harscher Worte und der Bitte des Zentralrats der Juden, nicht an dieser Veranstaltung teilzunehmen, lässt sich Bürgermeister Müller von seinem Vorhaben, bei der Kundgebung am Breitscheidplatz zu sprechen, nicht abbringen. Er möchte den Zusammenhalt der verschiedenen Religionen und Kulturen um jeden Preis beschwören, selbst wenn das am Ende bedeutet, mit Islamisten gemeinsame Sache zu machen. Einmal mehr zeigt sich, wie blind Deutschlands Politiker für die Instrumentalisierung durch die islamistische Szene sind.

Denn was sich dort bot, war eine einzige Inszenierung im Sinne der muslimischen Initiatoren. Moderiert wurde die Veranstaltung vom Pfarrer der Kirche selbst. Passend dazu halten Migranten Schilder mit Aufschriften, wie „Ich bin Opfer von Krieg und Terror“ oder „Ich bin eine Bereicherung.“ in die Höhe. Ob ihnen die Aufschriften selbst eingefallen sind oder den Zuständigen der Moscheegemeinde, in der sie Zuflucht gefunden haben, bleibt unbeantwortet. Insgesamt haben sich rund 500 Menschen an diesem frühen Abend am Berliner Breitscheidplatz zusammengefunden. Am Ort des Terroranschlags eines Islamisten wird deklamiert, dass der mit dem Islam nichts zu tun hatte.

Draußen demonstrieren laut Augenzeugenbericht lediglich ca. 20 Leute. Sie tragen u.a. eine israelische Flagge. Der Augenzeuge selbst klebt DinA4-Zettel mit der Aufschrift „Demokratie verteidigen – Islamisten stoppen!“ an Papierkörbe und andere Flächen rund um den Breitscheidplatz. Nachdem er 10 von 20 Zetteln angeklebt hat, wird er von den Zuständigen der Kirche, in der er selbst noch Mitglied ist, ermahnt, die Klebeaktion zu unterlassen. Andernfalls würde man ihn wegen Sachbeschädigung anzeigen. Anschließend folgt eine Beschimpfung durch einen Sympathisanten der Berliner Moscheegemeinde. Aber auch die Polizei hat es an diesem Abend auf den jungen Mann abgesehen, den sie offenbar für einen „Identitären“ hält, da Aktivisten der Gruppierung zuvor ein Plakat mit der Aufschrift „Defend Berlin“ vor der Kirche aufgehängt hatten. 20 Minuten wird daraufhin überprüft, ob seine Klebeaktion gegen die Auflagen verstößt, während auf der Kundgebung Ringelreihen mit einer vom Verfassungsschutz überwachten Berliner Moscheegemeinde getanzt wird. Man kommt zu dem Schluss, dass dies nicht der Fall sei, er aber vergessen hätte, ein Impressum auf den Zetteln anzugeben.

Darüber hinaus rät man ihm zu seiner eigenen Sicherheit, den Platz zu verlassen, denn inzwischen beäugt ihn nicht nur die Berliner Polizei, sondern auch der hauseigene Sicherheitsdienst der Moscheegemeinde. Offensichtlich war man dort doch nicht so auf „Weltoffenheit und Toleranz“ eingestimmt, wie man den Menschen während der Kundgebung auf der Bühne Glauben machen wollte. Die Frage ist nur, weshalb die Berliner Polizei diese Art von „Konkurrenz“ an einem öffentlichen Platz duldet und offenbar nicht in der Lage oder willens ist, Bürger vor derartigen Einschüchterungsversuchen zu schützen.

Bürgermeister Müller schwört unterdessen die Teilnehmer der Kundgebung in der Kirche darauf ein, auf das gegenseitige Versprechen, die „Konflikte anderer Weltregionen“ nicht „nach Berlin zu tragen“. Wo dieses Versprechen einst abgegeben wurde, bleibt unbeantwortet. Genauso wie er eine nüchterne Feststellung schuldig bleibt, dass dies nicht zuletzt vor dem Hintergrund der jüngsten Geschehnisse rund um Entgleisungen der türkischen Regierung und Erdogans Anhängern in Europa längst der Fall ist und dass diese Entwicklungen ob einer unkontrollierten Massenzuwanderung aus aller Herren Länder wohl künftig auch noch zunehmen werden. So hatten sich jüngst erst 70 junge Deutschtürken eine Massenschlägerei mit ca. 30 Afghanen in Gelnhausen geliefert. In Hanau waren es sogar insgesamt 150 junge Männer mit ähnlichem Hintergrund. Von den sich im vergangenen Jahr häufenden Übergriffen muslimischer Asylbewerber auf Christen in den Flüchtlingsheimen und der Tatsache, dass man Juden in Berlin in bestimmten Stadtteilen schon lange davon abrät, eine Kippa zu tragen, ganz abgesehen.

Folgen der Sicherheitsverhinderungspolitik
Nun ist die Büchse der Pandora geöffnet
Kritik am Islam ist bei einer solchen Veranstaltung, bei der es eigentlich doch um die Opfer gehen sollte, nicht erwünscht. Selbstkritik schon gar nicht. Und so ist es nur folgerichtig, dass auch der umstrittene Imam der „Neuköllner Begegnungsstätte e.V.“, den Müller in 2015 noch mit dem Verdienstorden der Stadt Berlin für seinen Einsatz für die Integration auszeichnete, noch einmal eine Plattform geboten bekommt. Wörtlich erklärte Imam Sabri kurz vor Müllers eigener Ansprache: „Ich weigere mich, diesen Terror als islamistisch oder islamischen Terror zu bezeichnen.“ Und weiter: „Als Imam, als Mensch, kann ich Ihnen versichern, das nicht von dem was die Terroristen da anrichten, etwas mit dem Islam gemein hat.“ Für Sabri sei dieser Terror, wie er auch in Berlin am 19. Dezember 2016 geschah schlicht ein „Terror des Wahnsinns.“

Zwangsläufig fühlt man sich bei diesen Worten an den neuen Tenor von Presse, Polizei und Politik angesichts der jüngsten Axt-Attacke in Düsseldorf erinnert. Was früher einen islamistischen Hintergrund nahe legte, ist heute die Einzeltat eines „psychisch Labilen“.

Und so findet auch das Plakat der in Berlin lebenden Holländerin Margreet K. auf dem steht „Wir trauern um die 12 Toten des islamistischen Terroranschlags vom 19.12.2016 am Breitscheidplatz“ keine sonderliche Aufmerksamkeit. Denn um das Gedenken an die Opfer und die Ursachen des Terrors geht es bei dieser Veranstaltung nicht. Stattdessen geht es um die Selbstreinwaschung der Muslime, das Drücken vor jeglicher Verantwortung für die eigene Religion und das, was sie aus Teilen ihrer Anhänger macht. Es geht darum, Toleranz für sich, für sein Kopftuch einzufordern und statt Trauer um die tatsächlichen Opfer darum, selbst als „Opfer von Krieg und Terror“ und „Bereicherung“ wahrgenommen zu werden.

Die vielen Deutschen, die von diesen Inszenierungen, Instrumentalisierungen und ewig gleichen Phrasen genug haben, bleiben indes bis auf Margeet K. draußen. Sie sind nicht erwünscht bei einer Veranstaltung, bei der es vorgeblich um Weltoffenheit und Toleranz geht, und die dann doch irgendwie ganz schrecklich exklusiv ist. Bei der es um nichts anderes als die eigene Darstellung radikaler Muslime als die eigentlichen Opfer des Terrors geht, für die man sich im politisch linksgrünen Berlin gerne als nützlicher Idiot vor den Karren spannen lässt.

Es sind unsere Opfer am Breitscheidplatz und es ist unsere Trauer, aber auch das zählt nicht mehr in einem Land, in dem alles dem Dogma der falsch verstandenen Toleranz geopfert wird.

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Kommentare ( 117 )

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Anabel, du kannst nicht argumentieren und blockierst dann sofort. Stell dich lieber vorm Spiegel, da passt du – systematisch – am besten hin.

„Einigkeit macht stark, und da wir stark sein müssen, so müssen wir auch einig sein.“

Nimm nie wieder das Wort Deutscher oder Deutschland in den Mund. Verräterin. Typisch DEUTSCH…

https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/spahns-spitzwege/was-bleibt-von-deutschland/ Hier mal einer kleiner Einblick

;Man dachte „Wowi“ wäre nicht zu toppen nach unten…. man irrte sich, Müller überholt ihn im Zug in Richtung „unäsglich“. Was würde alte BMs von Berlin sagen, der Mann macht auch dem Namen Müller Schande……Berlin, Berlin, wird sind ja in Berlin…..

Islam sorgt aber mit einigermaßen hoher Wahrscheinlichketít für diesen Überschuss und gleichzeitig sexuelle Frustration. Ich werfe mal ein paar Schlagworte in den Raum. Verhütungsfeindlichkeit. http://www.spiegel PUNKT de/politik/ausland/pakistans-grossfamilien-babyboom-mit-allahs-hilfe-a-774587 PUNKT html Jungfrauenkult. Männer sind sexuell frustriert, besoders in der Jugend und verheiratet werden die Frauen deshalb oft möglichst früh, damit nicht doch jemand vor der Ehe mit ihr Sex hat und es ein Ehrproblem gibt. Je jünger, desto mehr Kinder sind möglich. Bildungsfeindlichkeit und komisches Werteverständnis, dass den Wert von Bildung mindert und dadurch Denkfreiheit und Innovationskraft. Die braucht man aber um viele Jobs für die Bevölkerung zu schaffen oder sich mit… Mehr

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Ich dache mein Name mitsamt dem Blidchen reicht. Tut mir leid, wenn es nicht deutlich genug war. Ich gelobe Besserung!

Als Berliner finde ich das zutiefst beschämend, auch wenn mich das bei Müller nicht überrascht und ich einfach bis heute nicht verstehen kann, wie die Bürger dieser Stadt diesen Mann wählen konnten. Die Parole der suggerierten Weltoffenheit heisst: „Moslems sind die Opfer und das immer und überall“. Juden waren Opfer, aber nur vor 1945, weil danach wurden sie zu Israelis und der „kluge“ Mensch braucht kein Faktenwissen, denn er hat längst entschieden, dass Israelis brutale Kriegstreiber sind, die den armen gequälten Moslems nur Unterdrückung und Sklaverei bescheren. Die evangelische Kirche treibt es auf die Spitze. Martin Luther, dessen Antisemitismus man… Mehr

Kleiner Einspruch. Laut Robin Alexander war an dem Dilemma nicht nur
Merkel schuld. Die Verantwortlichen hatten sich in einer Telefonschalte im
Konsens darauf geeinigt, die schlimmen Bilder nicht zulassen zu wollen.
Aus der Ausnahmeregel für ein Wochenende, wurde ein Dauerzustand.
Mein Schluss: Keine der derzeitigen Parteien des Establishments sind mit
gesundem Menschenverstand derzeit wählbar.
Denn die schlimmen Bilder im Land und an der griechisch/mazedonischen
Grenze hielten und halten die Regierenden aber aus.

Schätze, Sie haben mit Ihren Ausführungen nicht Unrecht, Maria. Obwohl ich persönlich den LKW-Terrorakt in Berlin durchaus einem IS-Anhänger zuordne, halte ich z.B. den Axt-Amokläufer von Düsseldorf, den Kehlendurchschneider, ebenfalls aus Düsseldorf, den Mörder der Frau vorm Kindergarten, usw., usw., für übrigens nicht „psychisch verwirrt“ (wozu diese Klassifizierung dient, blitzschnell hervorgebracht, womöglich noch bevor alle 13 Axt-Opfer im Krankenhaus ankommen sind, wissen wir wohl alle), sondern für genau die Spezies, die Sie beschreiben: Frustrierte junge Männer, die glauben, nein, „WOLLEN Jobs und Geld – und zwar sofort und ohne große Anstrengung. Allein Mann zu sein scheint nach ihrer Indoktrination auszureichen.“… Mehr

Kirche und Staat sind klar zu trennen; alles andere würde die Aufklärung verhöhnen!
Religion ist Privatsache.
Und da der Islam nicht einmal „nur“ Religion sondern eine aggressive Ideologie ist, hat er in Europa nichts zu suchen.
Gruß von einer römisch- katholisch Getauften.

„Kirche und Staat sind klar zu trennen“ Richtig, werte Henryke! Der Staat muss von Kirche und Religion klar getrennt werden. Diese Trennung fürchten Bedford-Strohm, Wölki, Käßmann und Marx aber mehr als der Teufel das Weihwasser. Ich hoffe Sie verzeihen mir die etwas überspitzte Darstellung in den letzten Beiträgen. Vielleicht verstehen aber so mehr Menschen, welche Rolle die Kirchen spielen. Es ist ein weitverbreiteter Irrtum, dass es das „christliche Abendland“ gegen eine drohende Islamisierung zu verteidigen gilt. Es geht um die Verteidigung der Aufklärung gegen eine Renaissance der kirchlichen und religiösen Vorherrschaft. Aus meiner Sicht machen die Kirchen mit den konservativen… Mehr

Da lobe ich mir die Stellung der nichtalimentierten Kirche in Frankreich.
Bezeichnenderweise finden sich unter den dortigen katholischen Jugendlichen die glühendsten Verfechter der IB.
Sie können den Erhalt der Werte der französischen Nation einfordern ohne je in Konflikt mit ihrer privaten Religion zu kommen.
Die Verkettung deutscher Kirchen (ich nehme hier ausdrücklich einzelne, meist katholische Vertreter aus!) mit den jeweilig herrschenden Systemen ist ein Trauerspiel; wen wundert es, dass ausgerechnet ein Pastor und eine Pastorentochter den Verfall unserer offenen Gesellschaft vorantreiben…
…und letztere wird, wie zum Hohn, noch als „Verteidigerin der freien Welt“ bezeichnet.

Leider ist in diesem Land auch die Dummheit mancher Politiker “Grenzenlos“!
Das ist so dermaßen erbärmlich,dass mir so langsam die richtigen Worte dafür fehlen…

Mir kommt es so vor, dass schon Einige heimlich ihren Pass für den Moslem-Himmel in der Tasche haben, und vor lauter feuchten Träumen von den 72 Jungfrauen in der Nacht, am Tage dann nur noch geistigen Dünnpfiff produzieren können……