Berliner SPD: Jusos machen mobil mit feministischer Pornokompetenz

Die Protagonisten geben vorher zu Protokoll, dass sie einverstanden sind. Ja heißt ja, und nein heißt nein. Niemand wird herabgewürdigt oder gegen seinen Willen gefilmt. Nicht zu vergessen sind die garantiert guten Arbeitsbedingungen am Set und die anständige Bezahlung.

© Patrik Stollaz/AFP/Getty Images

Niemand muss der SPD extra schaden, um das Projekt „5-Prozent-Hürde – wir schaffen das!“ der einstigen Arbeitervolkspartei irgendwann Realität werden zu lassen. Gerade hilft die sozialistische Jugend ein bisschen nach, indem sie den Fokus auf das legt, was in der Politik wirklich wichtig ist: Feministisch geregelter Geschlechtsverkehr. Nein, wir sprechen trotz des allgemein verbreiteten #metoo-Zeitalters nicht über zwischenmenschliche Begegnungen auf den Parlamentsfluren der Nation, sondern über feministische Pornos, die – wenn es nach dem Willen der Jusos in Berlin geht –  demnächst mit staatlicher Förderung produziert werden sollen. Damit nicht genug, träumt sich die Parteijugend einem medienpolitischen Orgasmus entgegen, der in einer Bereitstellung des spannenden Bildmaterials in den Mediatheken von ARD und ZDF gipfeln soll. Ja Baby! Warum nicht gleich bei KIKA? Ist das doch bekanntlich der staatliche Jugendsender für alle Fragen rund um BH-Größen, den Umgang mit ungeplanten Erektionen im Klassenzimmer und die korrekte Bezeichnung der weiblichen Vagina in 20 Sprachen.

Für Porno-Einsteiger sei erklärt, dass es sich bei der feministischen Variante nicht um billig-willige Feld-Wald-Wiesen-Rammel-Videos mit überdimensionalen Geschlechtsteilen und Schlauchlippen-Damen handelt, sondern selbstredend um sensibel durchdachte Filme unter besonderer Berücksichtigung feministischer Gutmenschen-Denkart. Wäre es ein Sendeformat bei Arte, hieße das Format vermutlich „Sex im Foyer“. Damit die Pornos lebensnah und authentisch sind, sollen dort nicht nur schöne, junge und perfekte, sondern auch hässliche und alte Menschen zu Sex kommen. Kein Darwinismus mehr im Schlafzimmer, sondern stattdessen bunte Vielfalt verschiedener Geschlechtsteile, Hautfarben, sexueller Orientierungen und natürlich geht alles ganz gleichberechtigt zu. Die Protagonisten geben vorher zu Protokoll, dass sie einverstanden sind. Ja heißt ja, und nein heißt nein. Niemand wird herabgewürdigt oder gegen seinen Willen gefilmt. Damit wäre einst sogar das Team-Gina-Lisa zufrieden gewesen. Nicht zu vergessen sind die garantiert guten Arbeitsbedingungen am Set und die anständige Bezahlung. Ich bin sicher, man arbeitet bereits an einem EU-zertifizierten Label. Feministische Pornos sind also sowas wie der Fair-Trade-Kaffee der Pornobranche.

Die Juso-Landesvorsitzende Annika Klose argumentierte beim Parteitag, das Ganze habe nicht nur gesundheitspolitische, sondern auch gleichstellungspolitische Relevanz, weil Pornos ja auch ein bestimmtes Frauenbild vermitteln, das ja bekanntlich derzeit, um im Feminismus-Sprech zu bleiben, irgendwo zwischen „sexistischer Kackscheiße“ und „struktureller Frauengewalt“ rangiert. Damit muss Schluss sein! Es wäre ja noch schöner, wenn die Menschen selbst entscheiden, welche sexuellen Phantasien sie haben oder was sie gar schön anzusehen finden. Eine Pummelchen-Quote für Pornodarstellerinnen erscheint in diesem Zuge unausweichlich.

Umso wichtiger natürlich, dass sich die 12-Jährigen zur Schulung eines politisch korrekten Frauenbildes brav in der Mediathek der ARD einloggen und nicht bei Youporn. Und sie werden das auch ganz bestimmt tun. Gleich nach den Hausaufgaben. Indianerehrenwort. Geht es nach den Jusos könnten die Jungs ihre feuchten Träume über das Mädchen nebenan aber demnächst auch mit Absolution anschauen, denn nicht nur bei ARD und ZDF sitzen sie dann in der ersten Reihe, sondern auch im Klassenzimmer. Die Jusos wollen nämlich auch die Bundes- und Landeszentralen für politische Bildung mit dem Material versorgen. Nein Mama, ich schau keine Pornos, ich mach Hausaufgaben. Sex als staatlicher Bildungsauftrag ist stark im Kommen, falls man das – feministisch betrachtet – noch so sagen darf. Und fordern einschlägige „Sexual-Pädagogen“ nicht bereits seit Jahren, man möge unseren Kindern „Pornokompetenz“ beibringen? Na geht doch. Sagen jetzt bloß auch die Jusos und laufen damit den etwas in die Jahre gekommenen BUMS(Beziehungen, Unanständigkeit, Macht und Sexualität)Seminaren der Grünen Jugend in Sachen Geschlechtsverkehrskompetenz langsam den Rang ab. Die feministischen Pornos sollen natürlich ohne Altersbeschränkung zugänglich gemacht werden. Die anderen finden die Kids ja auch kostenlos und frei im Netz, argumentiert Fräulein Klose. Recht hat sie, und damit schalten wir zurück ins KIKA-Sendestudio zur neuen Folge der Sendung Wissen mach ah!: „Wie produziere ich meinen eigenen Porno ganz leicht mit dem Smartphone meines großen Bruders“.

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Kommentare ( 66 )

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Was ist aus der Deutschen Sozialdemokratie geworden? Das war einmal die politische Partei der deutschen Arbeiterschaft.

Na wenn wir sonst keine Probleme haben. Dann ist ja alles in Butter!

😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂 kurz Luft holen… 😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂😂

Endlich mal was von den Spezialdemokraten das Sinn macht. Die Jusos sehen halt den größeren Rahmen, den Zusammenhang und entwickeln Visionen einer post-industriellen Gesellschaft. Hat man sich in alten Tagen um den Proleten im Blaumann bemüht, müssen heute erst neue Industrien geschaffen werden, denn die deutschen Klassiker Energie, Maschinenbau, Automobil sind ja nicht mehr erwünscht. Und wenn jetzt auch dickliche, alte Frauen Porn machen dürfen, ist das doch ein grosser Gewinn für alle.

Hallo Muttertier!
Wenn Ich es nicht besser wüßte könnte Ich den Artikel als Satire sehen.
Nein,es ist bitterer Ernst,und das wirft ein sehr anschauliches Bild auf die kranken Hirnstrukturen ,die dieser Denke zu grunde liegen!
Die Grünen haben ihre „feuchten“träume schon realisiert,da können doch die rot-linken nicht nachstehen!

Ich leie mir hier einmal einen Kommentar aus,der alles andere dazu sehr treffend aussagt:
Der Kommentar von gelbwurz:
Wohlstandsverblödung ist zwar die langsamste aber auch die sicherste Methode ein Volk zu ruinieren.
Wenn Zwerge immer längere Schatten werfen, dann weisst Du dass es Nacht wird.

Ich glaube gelbwurz hat es hier so treffend gesagt,mehr geht nicht!!

Da die Uni Bielefeld in ihrem millionenteuren Unikomplex auch schon Masturbationskurse für Frauen anbietet und irgendwelche Migrationsförderer auch Kurse dazu, wie man den BH von Frauen öffnet , sollten die Jusos das in das Programm der nächsten Bundestagswahl aufnehmen lassen einschliesslich eines passenden Bachelor und Master Studiengangs.
Da die Auto Industrie ja bald in die Grätsche geht dank selbst gesetzter, surrealer Grenzwerte und die Kommunikation via Web in der EU dem Tode geweiht ist dank Datenschutz VO brauchen wir dringend neue Exportschlager
Der gender gerechte Bio – Porno kommt da zur rechten Zeit .
Glückwunsch

Dem Reiz des Unbekannten und Selbstentdeckens wird hier endgültig der Garaus gemacht. Fragt sich nur, wie diese Lücke dann geschlossen wird.

Wie stelle ich mir denn bitte feministische Pornos vor?
Mit Frauenquote bei Schwulenpornos? Ansonsten, Pornos mit Frauen in Führungspositionen gibt es schon.

Wenn man denkt die alten Sozis haben sich geistig verhoben, der fliegt mit den Jusos in komplett andere Universen mit gänzlich neuen Naturgesetzen. Der Weg ist vorgezeichnet, das Abendrot steht schon am Horizont. Wenn sie wissen wollen was eine SPD ist dann schauen sie sich auf youtube die reden von Herbert Wehner an.

Was müssen diese Jusos eigentlich geraucht haben, um so einen kollektiv geistigen Dünnschi** auszubrüten?

Herrje, die haben echt alle ein akutes Sexualproblem. Sonst würden die (und die Grünen) nicht permanent die Menschen mit dem Thema behelligen und so schrecklich abstrus und verkrampft damit umgehen.
Meine Diagnose:
Oversexed and underfucked.

Treffend!