Berlin, wie haste dir verändert

Jeder kleine Beamte wäre bei einem laufenden Ermittlungsverfahren raus aus der Beförderung für ein höheres Amt. Die neue Generalstaatsanwältin Koppers ermittelt ab März gegen sich selbst als davor stellvertretende Polizeipräsidentin.

© Carsten Koall/Getty Images

Berlin ist immer eine Geschichte wert – in der Metropole sind große gesellschaftliche Fortschritte zu verzeichnen. Wurden noch vor einiger Zeit für die Polizei 1.139 alte und ausgemusterte Dienstpistolen, das Stück 1 Euro, aus Schleswig-Holstein geordert, so wurde inzwischen einmal richtig eingekauft. Ab Juli 2018, so ein Bericht, gibt es für die Bediensteten die neue Pistole SFP 9 von Heckler & Koch. Leider sollen dafür keine geeigneten Holster vorhanden sein, berichtet die Berliner Zeitung. Der Journalist fragt sich, ob sich Polizeibeamte die Waffentasche häkeln sollen? Warum eigentlich nicht. Eine Ausstechform für Plätzchen hatte es ja als Weihnachtsgeschenk vom Polizeipräsidenten und seiner Stellvertreterin schon gegeben. Hätte man auch noch Häkelutensilien beilegen können.

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Gibt es nicht nur in Berlin: Die neue Generalstaatsanwältin Koppers ermittelt ab dem 1.März 2018 gegen sich selbst. Sie war die stellvertretende Polizeipräsidentin und steht damit auch in der Verantwortung für eine Welle von Pleiten, Pech und Pannen bei der Berliner Polizei. Jeder kleine Beamte wäre bei einem laufenden Ermittlungsverfahren raus aus der Beförderung für ein höheres Amt. Aber das kennen wir ja, ab einer bestimmten Ebene werden keine Fehler mehr gemacht.

Glaubt man zumindest von sich selbst. Wäre ja auch das Neueste, wenn es für bestimmte Ämter nach fachlicher Eignung ginge. Egal, die angebliche Freude in der Berliner Polizei über ihren Abgang, soll durchaus nicht klein sein.

Seit einigen Jahren plagt sich Berlin mit einem Schießstand-Skandal herum. Durch defekte bzw. mangelhafte Lüftungsanlagen waren die Schützen und Einsatztrainer giftigem Pulverdampf ausgeliefert. „Viele der Beamten sind erkrankt, haben Gift (Blei, Arsen und Antimon) im Blut, leiden unter Atem- und Lungenbeschwerden.

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Berlin - Alles total egal
Sogar Krebserkrankungen wurden diagnostiziert. Der Polizeiarzt hatte jedenfalls gegenüber dem Gesamtpersonalrat (GPR) ein Sprech- und Auskunftsverbot erhalten. Demnach wollte Polizeipräsident Kandt persönlich mit dem GPR die Angelegenheit besprechen. Nach einer auch gegen ihn gestellten Strafanzeige darf er aber nicht mehr. Grund: Befangenheit durch das Strafverfahren. Der Innensenator Geisel (SPD) möchte die geschädigten Polizisten finanziell entschädigen, so seine Ankündigung. Hoffentlich bleibt es nicht bei der Absicht, man darf skeptisch sein.

Jahrelange sexuelle Missbräuche an einem schutzbefohlenen Kind, mit einem sich anschließenden Strafverfahren konnten nicht verhindern, dass der Täter im Hort einer Grundschule tätig war. Dort konnte der Pädophile noch drei weitere Jahre andere Kinder betreuen. Erst als das Amtsgericht Tiergarten den Mann zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilte, erfuhr der Arbeitgeber von dessen Straftaten. Eine weitere Panne im Behördendschungel.

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Berlin heute: Prostitution im Flüchtlingsheim, Drogen und Waffenfunde
Es gibt auch Fortschritte zu vermelden. Die Diskriminierung wird abgeschafft, Stehpissoirs, auch für Frauen und die vom „dritten Geschlecht“, sorgen für Geschlechtergerechtigkeit an der Toilettenfront. Das neue preisgekrönte Porzellanbecken sei perfekt auf die Anatomie der Frau zugeschnitten. Für eine Machbarkeitsstudie wurde durch Berlins grünen Justizsenator Behrend zehn Objekte bei Feuerwehr-, Amtsgerichts- und Polizeibehörden ausgewählt. Nach welchen Kriterien die konkrete Auswahl vor Ort geschah und ob man vorher den Anteil der inter- und transsexuellen Beschäftigten ermittelte, blieb im Dunkeln.

Die Höhe dürfte eher im Promillebereich gelegen haben. Geld muss dafür genügend vorhanden sein. Jedenfalls scheinen die diesbezüglichen Mittel reichhaltiger zu sprießen, als für die materielle und personelle Sicherheitsausstattung seiner Justizvollzugsanstalten. Immer wieder waren von dort entwichene Häftlinge zu beklagen. Neben der Flucht durch Lüftungsschächte und Zäune sei es auch üblich, dass Drogen über den Zaun geworfen und Handys in die JVA geschmuggelt werden. Eine JVA-Angestellte bringt die Handys für Rocker gleich selbst in den Knast.

Eine einzige Baustelle
Berlin, immer wieder Berlin: Mängelliste wächst weiter
Nicht ganz so anstrengen musste sich ein 18-jähriger Intensivtäter in der Jugendvollzugsanstalt, verurteilt u.a. wegen schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung. Der junge Mann kehrte erst gar nicht in den offenen(!) Strafvollzug zurück. Vielleicht hätte er auch zur Vorbereitung seines Abgangs verstärkt die sozialen Netzwerke einsetzen sollen. Dem konnte in der JVA Tegel ein islamistischer Gefährder nachkommen. Nach einer Einschätzung der Staatsschutzabteilung des LKA Berlin wäre davon auszugehen, dass er „jede Gelegenheit für einen Anschlag/Angriff auf Ungläubige nutzen will“. Grüße aus dem Knast gab es deshalb von ihm serienweise auf Facebook. Dort berichtete er über die neuesten Schlachten der IS-Terrormiliz, konnte Schriften über die „Etablierung des islamischen Staates“ verbreiten, über Osama Bin-Laden sinnieren und den Anschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz umdichten. Wiederholte Durchsuchungen seiner Gefängniszelle verhalfen nicht zum gesuchten Handy.

Fakten
Berlin, Stadt der führenden Staatsverwahrlosung
Stichwort Berliner Staatsschutzabteilung. Jetzt kommt etwas Licht ins Dunkel, ein kleines Streichholz wurde angezündet. Der Terrorattentäter Anis Amri war in Berlin nur noch telefonisch überwacht worden, lediglich am Tag – und am Wochenende gar nicht. 2016 hatte man bereits eine Observation eingestellt. Das Ergebnis ist bekannt. Nun heißt es: „Rette sich wer kann!“ Die Chefin des Berliner Staatsschutzes schiebt am 26.01.2018 vor dem Untersuchungsausschuss des Abgeordnetenhauses die personelle Verantwortung auf den Leiter des Berliner LKAs. Immerhin räumt sie ein, zum Fall Amri ein „falsche Entscheidung“ getroffen zu haben, da man dessen Gefährlichkeit als „nicht besonders hoch“ eingeschätzt habe.

Wurde der Gefährder, Passfälscher und Drogendealer mit den 14 Identitäten gehandelt wie ein Taschendieb? Das sieht der Leiter des Staatsschutzes aus NRW völlig anders, dem „ist keine Person erinnerlich, die er derart kritisch gesehen hätte.“

WIE KAPUTT IST DER RECHTSSTAAT?
Berlin: Oberstaatsanwalt will Taten
Ob nunmehr der Leiter des Berliner LKA den Polizeipräsidenten für den schon lange bekannten Personalmangel verantwortlich macht, dieser wiederum seine Stellvertreterin oder den Innensenator, vielleicht auch den Papst, wird sich (vielleicht) noch aufklären. Präventiv sprach Klaus Kandt schon am 11.11.2017 als „vorweggenommene Gegenargumentation“ von einer „runtergesparten Behörde„.

Der Erfolg hat immer viele Väter, der Misserfolg keinen, es sei denn, man findet noch jemanden, der sich nicht wehren kann. Ähnlich den Vorkommnissen auf der Kölner Domplatte zu Silvester. Dort wollte man einem kleinen Dienstgruppenleiter alle Schuld in die Schuhe schieben.

Egal, 60 Milliarden Euro Schulden in einer Stadt, in der wir gerne leben. So könnten das die 25 Staatssekretäre empfinden. Bei den Verbindlichkeiten ist Berlin Spitze, bei der Anzahl der Staatssekretäre einsamer Spitzenreiter.

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Kommentare ( 56 )

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Wenn sich der liebe Gott hockte, und einen Haufen auf Berlin ablassen würde, wäre dies keine Meldung wert.

Alles Stehpinklerinnnen!!

Man bekommt eben, was man gewählt hat. Selbst schuld!

In Berlin regieren schon lange ideologisch vollkommen verblendete Weltverbesserer.
Insbesondere sind hier an 1 Stelle die Grünen zu nennen.
Durch irre Subventionen in der Vergangenheit und auch jetzt noch (Länderausgleich) wird dieser Wahnsinn weiter gefõrdert.
Berlin ist der Entwurf für die gesamte BRD spätestens im Jahre 2050, sollte dieser politisch grünlinke und auch Merkel-Wahnsinn, nicht schnell gestoppt werden.
Aber leider wird es genauso weitergehen.
Man muss sich nur die neu gewählte Vorsitzende der Grünen und insbesondere das Interview mit ihr als „Energieexpertin der Grünen“ ansehen.
Sollten solche Personen tatsächlich einmal die politische Macht übernehmen, ist dieses
Land dem Untergang geweiht.

Ich denke, Berlin nimmt die Entwicklung des übrigend Landes, besser gesagt der Städte, nur vorweg. Insofern könnte dies als Warnung und Weckruf dienen, aber es die Hoffnung daruf entschwindet von Tag zu Tag, wenn man sich das Elend tgl. ansehen muß. Davon könnte man regelrecht depressiv werden, geht doch diese einst so stolze und geschichtsträchtige Stadt sehenden Auges vor die Hunde, ohne dass es einen Ruck gibt. Und wenn hier manche Kommentatoren etwa Schadenfreude und Selbstgerechtigkeit verkünden – an dem Zustand sind nicht die eigeborenen Bürger der Stadt schuld, sondern die die, die diese elende Subkultur der Alt-68 und ihrer… Mehr

Dazu braucen wir nicht auf die Machtübernahme durch die Grünen zu warten.

also die Grünen regieren seit 2016 wieder mit. Davor waren sie acht Jahre lang in Opposition. Der Fahrradwahn, Gender oder die Staatsverwahrlosung fingen schon lange davor an, auch kräftig mit CDU-Senatoren

Die Berliner haben doch eine Rote Regierung gewählt, sie wollten doch diese Zustände. Ostberlin ist noch immer die Hauptstadt der DDR, schätze das da 40% links wählen und der Rest Grün und CDU. Die Mauer ist in den Köpfen noch immer da, der Berliner ist mit normalen Maßstäben nicht zu bewerten. Berlin bekommt die Politik die ihre Bürger gewählt haben, genau wie in Köln oder Essen. Unsere Hauptstadt ist das Schlaraffenland für Kriminelle, aber der Berliner hat es ja so gewollt.

Irrtum. In Ostberlin und leider heute wieder in ganz Berlin, haben die in den staatlichen Institutionen Untergebrachten und weitere Zugereiste enormen politischen Einfluss. Siehe auch Grüne.
Nur mal die Ergebnisse der letzten beiden Jahre nach Bezirken und Wahlkreisen nachsehen. Vorwiegend in den Randbezirken war die AfD nicht zu übersehen. Aber nicht der Wähler entscheidet über eine Regierung, sondern die Parteien kungeln wegen Posten. So auch in Berlin.

Nehmt schon mal die Lacher aus der Dose auf, damit die erhalten bleiben, wenn wirklich nichts mehr zum Lachen ist.

Dieses Land hat fertig. Das ist Absurdistan in Vollendung. Wenn Pfeifen regieren, regieren in der nächsten Hierarchiestufe unter denen Orgelpfeifen. Das ist kein Land mehr – das ist nur noch eine große Irrenanstalt.

Das heißt Bonny‘s Ranch. Und hat nun eine Filiale in der Nähe des Lehrter Bahnhofs.

Schade, dass wir Transsexuellen ,vom einem sonst so hervorragenden Autor, schon wieder zu indirekt zu Sündenböcken für eine verfehlte Politik gemacht werden. Diese ganze linke Blase hat keinen einzigen Transgender in ihren Reihen, Sie vereinnahmt uns nur. Übrigens: Das einzige Mal, dass ein Berliner Transgender in 2016 und 2017 mit einer Forderung aufgefallen ist, war als Nina Queer die Ausweisung aller kriminellen Migranten forderte. „Nazi – Transe“ war noch die harmloseste Beschimpfung für meine aus Österreich stammende Kollegin.

@ Agneta
Hallo,
können Sie sich vorstellen, das mir als NuMTmFiB-Sexuellem* ihre sexuelle Ausrichtung und Befindlichkeit egal, weil ohne nützliche Zusatzinformation, ist?
Ladda
*Nackt unterm Mond Tänzer mit Finger im Bauchnabel

Dann hätte das der Autor weglassen sollen. Für das Versagen dieser Berliner Chaosregierung sind nicht winzigste Minderheiten schuld. Darüber hinaus ist Transsexualität keine sexuelle Ausrichtung, sondern hat mit Identität zu tun.
Übrigens: Wenn Sie mal schwer krank werden, werden Sie auch feststellen, dass das nur für Sie wichtig ist und allen anderen egal.

Kopfschüttel. Was sollte das denn jetzt?
Ladda, wenn ich Antworten im Stil und der Qualität der Ihren will, gehe ich ins Leserforum des „Tagesspiegels“, schreibe einen rechtsklingenden Beitrag und warte auf eine Antwort von „mogberlin“. Agneta ging es nicht darum, daß er/sei eine Transe ist.

In Berlin sitzt die Bundesregierung. Irgendwie passt das doch gut zusammen.

„Proletarier aller Länder vereinigt Euch.“ Es mag 1989 eine Wiedervereinigung und die damit verbundene, vielzitierte „Wende“ gegeben haben. Die Richtung dieser „Wende“ hingegen jedoch, kollidiert täglich mehr spürbar um exakte 180 Grade mit der, von dem die alten Bundesländer und die gegen die DDR rebellierenden Teile des Ostens seinerzeit ausgingen. Die Verwahrlosung ist doch fast überall in Deutschland für jeden klar erkennbar. Erinnern diese Straßen und Schulen des Landes Sie denn wirklich noch an die „Bundesrepublik“ oder nicht doch eher an….? Es geht schleichend aber zielstrebig voran, eine EnergieWende die sozialistischer und ungerechter nicht sein könnte, ehemalige Nationalmannschaften, die nur… Mehr

Bevor BER in Betrieb geht, finden in Tempelhof Kamelrennen statt.
Den Kalif , Nachfolger des OB,wird es freuen.