ARD Presseclub: Endspiel mit Dieselmotor

ARD - absurdes Theater: Der Mensch als Witz im Kosmos, es geht meistens in die Hose, wenn nur Ressortverantwortliche über etwas Fachfremdes reden sollen.

Screenprint: ARD/Presseclub

Puh, war das anstrengend. Der Presseclub vom 25.02.2018 zum Thema „Dicke Luft und Fahrverbote – Hat die Politik beim Dieselskandal versagt?“ hatte viel zu viel vom absurden Theater. Endspiel mit Diesel. Zwei, die was mit Medien machen, beim Wettrennen um die absurdesten Sätze. Wie bei Beckett. Die Welt außerhalb des Studios ist tot, muss mausetot sein, weil zu viele Dieselmotoren zu viele Abgase ausstoßen, an denen Menschen wie die Fliegen sterben.

Die letzten Überlebenden der globalen Katastrophe also im ARD-Presseclub-Endspiel-Studio. „Kann es sein, dass Menschen Luft atmen müssen, die sie krank macht?“ fragt Petra Pinzler, Mitglied im Hauptstadtbüro der ZEIT. „Nachweislich“ fügt sie noch die Aussage festigend hinzu, doch ohne zu sagen, wo es denn einen Nachweis gibt. Einflüsterung von außen: Es gibt ihn nicht. Müssen wir auch nicht haben, hier wird schließlich absurdes Theater gegeben. Man kann behaupten, was man will, plappern, wonach der Sinn steht, und über alldem steht die Gewissheit des Verfalls. Apokalypse now am armen Stuttgarter Neckartor.

Petra Pinzler von der ZEIT wohnt wohl in der Großstadt, ja, da gibt es große Kraftwerke und die blasen – je sauberer sie durch Rauchgasreinigung werden – immer mehr Lachgas aus. Folgen können Halluzinationen sein, Rauschzustände, unkontrollierbare Erregungszustände. Wir hatten das hier neulich detailliert beschrieben. Lachgas muss im Spiel gewesen sein, anders ist eine solche Veranstaltung wie im gestrigen Presseclub kaum vorstellbar.

Selbstbediener
Den Staat schröpft die DUH
Im heftigen Wettrennen die Wirtschaftskorrespondentin der taz, Ulrike Hermann. Frau Herrmann jedenfalls hat die Stirn, den Abmahnverein Deutsche Umwelthilfe als seriöse Quelle zu benennen, die Messungen anstellen, die belegen würden, wie schmutzig doch die Luft in deutschen Städten sei. Nein, der Verein lebe von Spenden, versucht sie, die Vereinsehre zu retten, nicht von Abmahnungen.

Ulrike Herrmann führt 6.000 Menschen an, die die Dieselautos auf dem Gewissen hätten. Pro Jahr, hat sie in ihrer Aufregung vergessen dazu zu sagen. Diese würden an Herz- und Kreislaufproblemen sterben. 6.000 Tote – das ist noch ein bisschen wenig für die Negativ-PR. Da geht noch mehr. Irgend so ein EU-Kommissar hat keine Scheu von 400.000 Toten zu reden, durch Feinstaub zwar, aber trotzdem: Tot ist tot. Wenn schon auf den Putz hauen, dann richtig.

Jörg Schönenborn fragt ungläubig nach: „Woran konkret sterben nach dieser Studie…“?
Herrmann: „Genau. Diese Studie hat gesagt … allein durch Kreislauf- und Herzprobleme.“
Der Moderator bohrt hart nach: „Die von Autos ausgelöst werden?“
„Das ist beides. Sowohl ausgelöst wie verstärkt.“
Ulrike Herrmann weiter: „Geht nur um Stickoxide, 60% kommen vom Verkehr.“

Jetzt einen Satz aus dem Untersuchungssauschuss des Bundestages zum Abgasskandal gewissermaßen als letzte Warnung Richtung Dame von der taz: „Epidemiologisch ist ein Zusammenhang zwischen Todesfällen und bestimmten NO2-Expositionen im Sinne einer adäquaten Kausalität nicht erwiesen!“ Könnten wir den Satz und seine tiefere Bedeutung mal zur Kenntnis nehmen?

Beat Balzli von der „Wirtschaftswoche“ wirft ein: „Ich glaube, das ist ein ziemlich enges Verhältnis zwischen Politik und Industrie. Wenn das Verhältnis zu eng wird, gibt es eine Kungelsituation.“

Nach dem Diesel jetzt auch Benziner unter Beschuss
Jörg Schönenborn fragt sodann den einzigen, der wohl mal einen Automotor gesehen hat, Holger Appel, bei der FAZ Ressortleiter für „Technik und Motor“: „Menschen würden krank, es kommt zu Todesfällen? Dann gibt es doch keine Alternative zur Stillegung?“

Holger Appel appelliert im besten Beckett’schen Stil: „Dann können wir ja ganz aufhören, Auto zu fahren, zu fliegen, uns zu bewegen.“ Vergebliche Suche nach einem Ausweg. Auch ein Prinzip des absurden Theaters.

Er kann gerade noch anfügen: „Wir haben dramatisch sinkende Belastungen!“ Bevor Ulrike Herrmann mit erlesener absurder Theaterlogik einwirft: „Wenn Autos sauber sein würden, hätten wir doch nicht Alarmstimmung rot!“

Selbst modernste Diesel erfüllen wahrscheinlich auch nicht die neuen Vorgaben. „Wahrscheinlich“ sagt Herrmann immerhin noch. Also so genau weiß sie es nicht, kann man ja mal munter in die Gegend behaupten. So geht Journalismus heute.

Jörg Schönenborn: „Wir neigen dazu in ein Seminar für Elektroingenieure oder … oder … Maschinenbauingenieure abzugleiten“. Egal, Elektro, Maschinenbau oder was auch immer, Fachgebiet ist völlig wurscht. Dann seine bange Frage, die so platt, so abgedroschen ist, dass sie nicht mal im absurden Theater gelten dürfte: „Warum tut Politik nichts?“ und weiter: „Wie gefährlich ist das Leben in Deutschland?“,
„Ist der Verbrennungsmotor die Zukunft?“, „Müssen wir diese berühmten 40 oder irgendwas … dieses Zeug einatmen?“

Nein, das ist gewiss, wir werden alle sterben. Die einzige sinnvolle Antwort aus der Epidemiologen-Ecke: Die meisten sterben im Bett. Deswegen besser nicht ins Bett legen.

Jörg Schönenborn fragt: „Ist das Leben in Deutschland so gefährlich, dass man zu so drastischen Maßnahmen greifen muß?“
Petra Pinzler von der ZEIT: „Umweltbundesamt – staatliche Behörde, die unabhängige wissenschaftliche Studien erstellt.“
Nein, das UBA untersteht dem Umweltministerium. Unabhängig ist da nichts.

Holger Appel zaghaft: „Da kann man doch nicht sagen, die deutsche Autoindustrie würde Tote produzieren!“
Beat Balzli: „Klar gibt es Hotspots, wo Grenzwerte überschritten werden.“ Kann man ja mal so ahnungslos in den Raum werfen. Er glaubt, das würde niemand bestreiten.

Da ruft Ulrike Herrmann wieder nach der Mordkommission: „Das eigentliche Tötungsobjekt ist das Dieselauto! Da kann man nicht so tun, als wäre das niemand.“

Später fällt der Satz: Wer wohnt da? Es trifft die Armen. Nein, am Neckartor in Stuttgart wohnt niemand. Dort sind im wesentlichen Büros und Geschäftsräume.
Herrmann weiter: „Die DUH hat an weiteren 500 Punkten gemessen.“
Pinzler sagt ungewollt etwas Wahres: „Ohne die DUH hätten wir die ganze Diskussion nicht.“

Bundesverwaltungsgericht vertagt Entscheidung
Fahrverbote - die Folgen für die Städte sind noch offen
Der Endspiel-Brüller: Irgendwann zitiert Ulrike Herrmann sogar den ADAC als zitierenswerte Quelle. Hat der merkwürdige Verein sich auch nicht träumen lassen, dass er nach seinen erheblichen Manipulationen an Leservoten so schnell wieder salonfähig wird, naja, zumindest in den öffentlich-rechtlichen TV-Studios.

Jörg Schönenborn ist sichtlich angestrengt eine Art Resumee zu ziehen: „Wir haben es geschafft, uns zu einigen, dass es Orte gibt, wo Gesundheitsgefahren drohen.“
Sind also nur die fehlerhaften Autos das Problem?

Petra Pinzler aber weiß: „Man muß am Motor was machen!“ Holger Appel, nunmehr mit rotem Gesicht, versuchte, einen halben Satz loszuwerden. Vergeblich, keine Chance gegen Ulrike Herrmann. Die lacht: „Der Diesel ist tot!“

Jörg Schönenborn kommt zum Höhepunkt: „Was können wir tun, damit ich nicht sterben muss?“

Die Dame aus dem Wirtschaftsressort der taz dreht die Runde sinnbefreit weiter: „Kein Diesel-Fahrzeug mehr in die Stadt. So einfach!“ Und fährt tatsächlich fort: „Das würde die Leute, die tatsächlich sterben, schützen!“

Absurdes Theater ist ja nicht so leicht verständlich. Aber das hier?

Frau Herrman weiter lachend: „Dieselfahrzeug, das eine Tötungswaffe ist, kann nicht rein in die Innenstadt!“
Holger Appel: „Ich mag das Wort Tötungswaffe nicht!“
Ulrike Herrmann lachend weiter: „Ist doch so!“

Da muss wirklich Lachgas im Spiel gewesen sein. Anderes ist einfach schwer denkbar.

Bleibt eigentlich nur eine Schlußfolgerung: Die taz, die bereits verantwortlich für die Tötung von zahllosen Bäumen ist, muss sofort verboten werden. Diese Bäume, die für Druckpapier der taz sterben mussten, können keinen Sauerstoff mehr für die Menschen draußen im Land produzieren.

Petra Pinzler von der ZEIT fordert: „Umweltschädliches Verhalten muss teurer werden.“ Und: Wieviele Millionen Bäume hat die ZEIT für ihr Papier auf dem Gewissen? Die Ausgaben sind doch noch viel dicker als die der taz.

Der nächste Feind
Feinstaub, eine Posse
Die Endspiel-Teilnehmer fordern: Fahrverbot, wenn die Luft zu schlecht ist. „Heute ist die Belastung zu hoch, heute darfst Du nicht!“ Das wäre in Stuttgart im vergangenen Jahr genau an drei Stunden der Fall gewesen. An drei Stunden überschritten laut Aufzeichnung der Stadt Stuttgart die NO2 Werte. Im gesamten Jahr!

Petra Pinzler noch mal: „Was sie kaufen sollten, ist ein kleiner Benziner!“
Schönenborn ratlos: „Die Diskussion wird vom Verständnis her erschwert!“

Warum müssen denn auch immer die am meisten Kenntnisbefreiten über etwas reden, von dem sie soviel verstehen wie die Kuh von der Botanik, die sie frisst?
Neuer Anlauf vom Moderator: „Blicken wir ein paar Jahre nach vorn.“ Es hört sich ein wenig nach Disney an, wenn Beat Balzli von „Es braucht eine ganze neue Denke!“ fabuliert.

Wieder Ulrike Herrmann: „Das Strukturproblem Deutschlands ist, dass wir Autoland Nr. 1 sind.“ Na, bisher hat doch auch sie gut davon gelebt. Kriegen sie bestimmt auch noch klein.

Da kommt Holger Appel nicht mehr mit. Wirkt völlig überrascht, wenn er zwei Sätze hintereinander sagen darf, ohne sofort unterbrochen zu werden. Herrmann wirft wieder ein: „Die deutsche Autoindustrie hat sich in eine Sackgasse manövriert!“

Wenn man sich die Zahl der verkauften Fahrzeuge ansieht, könnte man zwar eher vom genauen Gegenteil ausgehen. Gerade VW feiert Verkaufserfolge, weil sie offenbar noch Produkte bauen, die bei Kunden ankommen. Wiederum völlig fremdes Denken für die Wirtschaftsexpertin von der taz.

ARD – absurdes Theater: Der Mensch als Witz im Kosmos. In den letzten warmen öffentlich-rechtlichen Räumen findet er sich in seiner schönsten Ausprägung. Und es geht meistens in die Hose, wenn nur Ressortverantwortliche über etwas Fachfremdes reden sollen.

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Kommentare ( 214 )

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Über die beiden Damen wurde im in dem Artikel genug geschrieben. Fr. Herrman lag natürlich völlig daneben, als sie sagte, dass es keine sauberen Diesel gäbe. Es gibt heute sogar Diesel, die die Laborwerte im Realbetrieb einhalten. Bei der Bestimmung der Toten gibt es immer Probleme, wenn sie nicht unmittelbar eine Folge eines Ereignisses sind. Die Ausdrucksweise der beiden Damen war manchmal wirklich heftig. Hr. Appel war im umgekehrten Sinne nicht viel besser. Er meinte, dass die Autoindustrie die Vorgaben eingehalten habe. Der juristische Dienst des Bundestages sieht es anders. Die Prüfstandwerte wurden zwar eingehalten. Die Richtlinie sieht auch eine… Mehr

….ja und wenn dann nach der Nachrüstung, die Grenzwerte wieder willkürlich auf 10% der letzten gesenkt werden? Was machen wir denn dann?
Man könnte doch vorschreiben dass Autos nur noch mit Dampf oder elektrisch betrieben werden dürfen! Ob das funktioniert ist doch egal, die Grenzwertgesetzemacher haben doch eh keine Ahnung davon!
Und geringere Grenzwerte sind doch erstmal gut!
Das sieht jeder Pfarrer ein!

Die Studien, auf deren Grundlage Grenzwerte festgelegt werden, beruhen selbst dann, wenn sie nicht von vorn herein interessengesteuert sind, auf der statistischen Auswertung von Messergebnissen. Deshalb bedürfen selbst die Ergebnisse einer seriösen Studie der Interpretation. Kein ernstzunehmender Wissenschaftler wird derart gewonnenen Ergebnissen eine absolute Sicherheit beimessen. Aber: Politiker und andere, die sich eine Deutungshohheit einbilden, sind häufig keine Wissenschftler; wie der Beitrag von HD zeigt, nicht einmal Fachexperten. Mein Gefühl wird langsam Gewissheit, dass die Regierenden, unterstützt von den Medien, vor allem durch das selektive Schüren von Ängsten Grenzwerte allein nach politischer Oportunität willkürlich festgelegen und ändern. Das sie dabei… Mehr
Mir wäre Planungssicherheit am Wichtigsten, sonst kaufe ich kein neues Auto und fahre den alten einfach weiter und warte einfach ab. Aber als jemand, der sein Auto bar bezahlt, pflegt und viele Jahre fährt, bin ich doch ein Auslaufmodell, Leasing und Kauf auf Pump ist wohl angesagt. Daß Ideologie statt Wissen – die Diskussion bestimmt – ein Erscheinungsbild unserer Zeit. Und auch hier stellt man fest: „Deutschland schafft sich ab“ Ich glaube nicht an die Zukunft dieser E-Mobilität mit Fahrzeugen, die nicht einmal 300km am Stück weit kommen und nur an spez. Ladesäulen geladen werden können. Wer hat eigentlich diese… Mehr

Fahrverbote für Landeier in der Stadt? Einverstanden!
Aber als Gegenleistung bleiben Sie bitte in Ihrer geliebten Betonwüste auch am Wochenende und blockieren nicht die schönen Naherholungsgebiete mit ihren Fahrzeugen!
Gruß aus dem Dunstkreis Münchens

Herr Douglas, es sei zu folgendem Satz etwas angemerkt: „An drei Stunden überschritten laut Aufzeichnung der Stadt Stuttgart die NO2 Werte. Im gesamten Jahr!“
Es handelt sich hierbei um den Extremwert von 200 Mikrogramm, der nicht öfter als 18 Mal im Jahr überschritten warden darf. Der Jahresdurchschnitt von 40 Mikrogr. wird am Neckartor mit 73 Mikrogramm deutlich überschritten. Dazu kommen noch 3 Stunden Extremwertüberschreitung an der Hohenheimer Straße mit 69 Mikrogramm im Mittel.
Die Bewertung der Gesundheitsfolgen seien dahingestellt. Aber alles egal. Das Volk will beschützt sein. Z.B. durch grüne oder/und blaue Plaketten . . .

„Das Volk will beschützt sein …“

Will es das wirklich? Was dabei herauskommt, wenn man neben seiner Stimme auch noch sein Hirn aller vier Jahre an der Wahlurne abgibt, in der Hoffnung, dass die Gewählten einen selbst und seine Nächsten beschützen, sollte doch so langsam jedem dämmern.

All denen, die sich von den uns schon länger Regierenden Fürsorge und Schutz immer noch versprechen, widme ich das Zitat von Benjamin Franklin, einem der Gründerväter der Vereinigten Staaten von Anmerika:

„Wer wesentliche Freiheit aufgeben kann um eine geringfügige bloß jeweilige Sicherheit zu bewirken, verdient weder Freiheit, noch Sicherheit.“

(nachzulesen unter https://de.wikiquote.org/wiki/Benjamin_Franklin)

….eine sicher vollkommen vernachlässigbare Frage hätte ich doch noch:
Kommen diese widerlichen Giftstoffe alle aus Automotoren?

Irgendwer hat doch mal behauptet, das das garnicht so sei!

Ich fände es schön interessant zu erfahren wieviel Menschen ( in Deutschland ) tot neben ihrer Heizung oder neben ihrem Kopierer aufgefunden wurden, weil sie dieses fürchterliche Zeug eingeatmet haben?

Würde eigentlich über die Grenzwerte in Büros gesprochen?

Natürlich nicht – andere Baustelle!

Und der Grenzwert am Arbeitsplatz (Fabrikhallen. Handwerksbetriebe) liegt bei 950 Mikrogramm je Kubikmeter Luft. Der Rauch einer einzigen Zigarette enthält bis zu 600 Mikrogramm Stickoxid. Veränderungen in der Lungenfunktion zeigen sich erst bei über 1.800 Mikrogramm, das ist das Neunfache des direkt an der Straße gemessenen Extremwertes von 200 Mikrogramm.

Leider habe ich den Gesundheits-Ratgeber weggeworfen, deshalb erwarte ich nicht, dass mir irgend jemand glaubt. Darin stand (sinngemäß), dass Stickstoff-Oxide (auch Stickoxide genannt) eine wesentliche, positive Rolle für die Körperzellen spielen.

Was sich hier abspielt, wird verständlich, wenn man den gestrigen Beitrag »Die anonyme Ideologie« in der Achse des Guten gelesen hat:
Hier wird Meinung gemacht und realitätsferne Ideologie im Sinne der politisch-medialen Oligarchie kommuniziert.

Wer schützt uns vor den fake news der staatlich geschützten Öffentlich-Rechtlichen ???

Die Leute sollen Benziner kaufen“, o.k., kleine. Nun enthält Benzin Benzol als Antiklopfmittel. Benzol ist ein billiger Dreck, den man in der Petrochemie gratis bekommt und der nun gewinnbringend verkloppt werden muss. Das Zeug reichert sich gerne im Fettgewebe an und ist stark krebserregend, jeder bekommt allein schon beim Tanken was ab, aus’m Auspuff kömmt es ebenfalls. Die nächste Drecksau, die durch’s Dorf getrieben werden wird, wetten dass? Diesmal jedoch zu Recht, denn das Benzol ließe sich durch Isooctan ersetzen. Problem: Das ist teurer und wohin dann mit dem Benzol? So wird aus dem braven Benziner ein Benzoler. Bei Diesel-Kraftstoff… Mehr
Schön, daß mal jemand auf den Zusammenhang mit Benzol hinweist. Ich ergänze mal noch zwei Punkte: 1.Seit Jahrzehnten ist mal der Diesel, mal der Benziner der böse Bube, je nachdem ob die Mineralölindustrie mit dem einen oder dem anderen der Koppelprodukte Benzin und Diesel/Heizöl ein Absatzproblem hat Damit versucht man – durchaus erfolgreich – ein Verkaufsverhältnis der beiden Kraftstoffe zu erreichen, welches teure Umwandlungsverfahren wie das Cracken erspart. Das zunehmende Übergewicht von Erdgas gegenüber Öl im Heizungsbereich hat dazu geführt, daß man viel Dieselkraftstoff im (Auto-)Markt unterbringen mußte – ein Grund für den Siegeszug des Diesels in den letzten Jahren.… Mehr
Vorsicht, wenn ein Mathematiker auf Wirklichkeit trifft. Während sich Chemiker, Physiker, Ingenieure mit der Frage herumplagen: Woher kömmt die Energie nu‘? sacht der Mathematiker: Ich setze voraus, die Energie ist da. Wie holen Sie Energie „aus dem Raum“? Bitte um einenTipp. Hinweis: Es kommt auf die Energiedichte an. Mein Vorschlag: Wir bauen einen Tank, der einen gewöhnlichen Einfühlstutzen hat für den Sprit (egal was), weiter hinten eine Steckdose Marke „Schuko“ zur Entnahme des el. Stroms, der wiederum einen E.- oder Drehstrommotor antreibt. Das Ganze nennen wir „Dr. Giesemanns zwo, drei vier Sprit-in-Strom-Box Klimazier“. RTM. Dabei wird die hohe Energiedichte vom… Mehr
Der Mathematiker ist im „Hauptberuf“ Experimentalphysiker, also keine Sorge! Energie ist im Raum mehr als genug vorhanden. Das Problem ist tatsächlich, wie holt man sie aus dem Raum bzw. wie konvertiert man sie in eine für uns brauchbare Energieform (Bewegungsenergie, elektrische Energie)? vermutlich gilt auch hier. Viele Wege führen nach Rom. Zwei belegte Beispiele sind mir bekannt: 1.N.Teslas Elektroauto, konkret: Eine Fahrt von Buffalo im Staat New York zu den Niagarafällen und zurück (etwa 80km) im Jahr 1930. Stromquelle : Ein von Tesla kostruierter Raumenergiekonverter von der Größe eines Koffers, der auf dem Platz des Beifahrersitzes untergebracht war (siehe Klaus… Mehr

Klar, wie der „Konverter“ funzt: Genauso wie meine „Sprit-in-Strom-Box-Klimazier“: Geheimnisvoll, Magie.
Das ist zwar kein perpetuum mobile der x-ten Art, weil die Energiequellen sind ja bekannt, aber, der Teufel liegt im Detail.
Und ich täte den „Raumenergiekonverter“ lieber im Kofferraum unterbringen, wenn schon bloß groß wie ein solcher, alles klar? Auf dem Beifahrersitz ist mir eine heiße Braut tausendmal lieber … .
Oder soll ich die in den Kofferraum …?

Kein Diesel der Marke VW erfüllt z.Zt. die strengere Norm Euro 6d sondern lediglich ein (!) Benziner, der Up GTI, der seine Leistung von 116 PS aus 999 ccm schöpft. Durch das Versagen des Gesetzgebers und der Behörden machen dubiose Interessenvertretungen wie die DUH stellvertretend Umweltpolitik auf der Basis von Emotionen. Cui bono?

Gestern kam im WDR Fernsehen die Meldung, dass in Europa 8.000 Menschen an Dieselabgasen sterben. Vor einigen Monaten wurde berichtet, dass in Deutschland 10.000 daran sterben. Was stimmt den nun ? Gehört Deutschland nicht zu Europa ? Bei näherem Nachdenken komme ich zu dem Schluss: die 8.000 Europatoten gibt es nur in Deutschland, im europäischen Ausland stirbt keiner an Dieselabgasen. Da stehen nämlich die Messeinrichtungen z.B. in Stadtparks. Dort gibt es keinerlei Überschreitung der Grenzwerte und somit keine Toten, auch keine Verfahren des europäischen Gerichtshofes. Silentium triste!

Die Zahlen sind immer schwierig, wenn sie nicht direkt zugeordnet werden können. Die einen sagen, Fukushima hätte nicht einen einzigen Menschen getötet. Andere sprechen von vielen Tausend. Beim Beginn der Bundeswehr übten Soldaten ungeschützt in Haubitzen mit Nuklearmunition. Viele bekamen eine Krebserkrankung. Der Staat akzeptiert das nicht als Arbeitsschädigung. Dasselbe gibt es bei der Eisenherstellung und den dortigen Umgebungsbedingungen (Feinstaub). Die Erkrankungen gelten im Allgemeinen nicht als Betriebserkrankung. Es wird gesagt, dass der Einfluss der Umgebung nicht nachweisbar sei. Das selbst dann, wenn es dort gehäuft zu Erkrankungen kommt. Wenn ein Raucher am Lungenkrebs stirbt, ist es nicht sicher, dass… Mehr

Genau wenn ich solche Agitatoren ansehen muss, denen der Geifer aus den Mundwinkeln läuft, wünsche ich, dass es einen gerechten Gott geben würde.

Sie haben übrigens die Pose mit den LKW und großen SUV’s vergessen, Herr Douglas – die ja schon heute ausreichend gereinigt sind. Ich habe mir sofort einen großen Diesel-SUV mit AdBlue gekauft, weil mir ein LKW zu sperrig ist.

Ja natürlich. Ohne Diesel bzw. Autos würde kein Mensch mehr sterben und alle Herz-Kreislauferkrankungen gehörten der Geschichte an. Da wir mittlerweile eine Lebenserwartung um die 80 Jahre (Männer kurz drunter, Frauen drüber) haben, kann das also nur daran liegen, dass bei uns kaum noch Autos bzw. Diesel auf den Straßen unterwegs sind. Meine Güte, gibt es nichts Wichtigeres?

„Die Leute sollen Benziner kaufen“, o.k., kleine. Ich sach euch mal was: Im Benzin ist Benzol drin, als Antiklopfmittel. Daher der Name „Benzoner“. Das Zeug lagert sich gern im Fettgewebe an und ist stark krebserregend, vor allem im Knochenmark. Also: Die nächste Sau, die man demnächst durch’s Dorf treiben wird, wetten dass? Übrigens völlig zu Recht, denn Benzol ließe sich durch unschädlich(er)e Verbindungen wie Isooktan ersetzen, nicht krebserregend, meines Wissens. Problem: Teurer, und Benzol ist billiger Dreck aus der Petrochemie, das irgendwie gewinnbringend entsorgt werden muss. Man könmte es auch schlicht abfackeln, das macht aber nur warme Luft (CO2 und… Mehr