„Innere Sicherheit“ – das neue Satireprogramm der Grünen

Ach, die Grünen. Sie können alles außer Deutschland. Aber Deutschland interessiert sie auch gar nicht. Nur als Castingshow und Cashcow.

Sean Gallup/Getty Images

Sonne, Blitz und Donner haben immer schon Götter gemacht und falschen Propheten ihr einträgliches Gewerbe erleichtert. Der keltische Donnergott Donar steht bis heute Pate für unseren Donnerstag. Die Ägypter, bei denen es wohl vor ein paar tausend Jahren schon wärmer war als bei uns, beförderten konsequenterweise die Sonne gleich zum Obergott schlechthin. Schließlich wäre ohne sie für unsereins alles nichts. Keine Jahreszeiten, kein Licht, keine Blume. Nichts. So dachte man.

Unsere moderne Wissenschaft (also die geförderte Mehrheit der Forscher) kann da nur lachen. Sie hat nämlich herausgefunden, dass es auf unserem blauen Planeten zwar mal heißer und mal kälter wird, aber das habe nichts mit der Sonne zu tun, so verkünden die neuen Propheten, sondern mit uns, den Menschen, ihren Autos, Rindviechern und Donald Trump. Ein Glaube, der weit verbreitet wird, und gerade erst konnten wir wieder feststellen: Mit dem Thermometer stiegen auch die Umfragewerte für die Grünen.

Deren Chef ließ nun mahnend in der „Welt“ wissen: „Die Hitze der vergangenen Monate und die Warnungen vor einer Heißzeit haben ja jetzt allen deutlich gemacht, dass die ökologische Frage keine abstrakte ist und sie unser Land massiv treffen kann.“ Die aber, die seinen Worten folgen und seine Partei wählen, werden gerettet werden, denn er hat „Anpassungsstrategien“ in petto, die „das Schlimmste verhindern“. Jaja, werden jetzt manche aufstöhnen, kennen wir: „Der Kohleausstieg und das Überwinden der Verbrennungsmotoren sind vordringliche Fragen der Zeit.“

Weil es aber bald wieder kühler wird, und außerdem eine deutliche, besser gesagt, eine überwältigende Mehrheit der Wahlbürger gerne wie Habeck auch mit dem Flieger oder Automobil zum Termin oder in den Urlaub sausen, und genauso wenig wie Habeck auf ein funktionierendes Stromnetz verzichten wollen, muss sich der „super“ aussehende (Claudia Roth) Parteichef noch das ein oder andere zusätzliche Verkaufsargument für seinen Laden einfallen lassen.

Worüber reden die Leute wohl noch öfter als das Wetter? Über täglichen Mord und Totschlag, Messerattacken und Vergewaltigungen auf unseren Straßen und Plätzen. Eine überforderte Polizei und eine fehlqualifizierte Justiz. Ob es die oben genannte Hitze war, die unserem grünen Robert zu Kopfe gestiegen ist? Keine Ahnung. Jedenfalls behauptet er allen Ernstes, die Partei, die endlich wieder für Ruhe und Ordnung sorgen könne, sei ausgerechnet die seine! Warum wir darauf nicht im Traume gekommen wären? Ein reines Kommunikationsproblem sei das, ein Missverständnis. Denn: „Wir haben es … noch nicht geschafft, in der Öffentlichkeit klarzumachen, dass man uns auch die Sicherheit eines Landes anvertrauen kann.“

Vielleicht besser nicht! Denn eigentlich haben es die Grünen der Öffentlichkeit durchaus klarmachen können, dass man ihnen die Sicherheit eines Landes nicht anvertrauen kann:

*Nach der Kölner Silvesternacht, ohne die die meisten Grünen wohl immer noch bezweifeln würden, dass es Täter mit Migrationshintergrund überhaupt gibt, sah die damalige Grünen-Chefin Verhältnis- und Rechtmäßigkeit in Gefahr, „wenn insgesamt knapp 1.000 Personen alleine aufgrund ihres Aussehens überprüft und teilweise festgesetzt wurden“. Die Frau eines Kölner Polizeibeamten antwortete daraufhin wütend auf Facebook: „Wen hätten die betroffenen Beamten Ihrer Meinung nach kontrollieren sollen? Grauhaarige Senioren? Junge Frauen? Familien mit Kindern?“

*Nachdem ein Zug-Attentäter in Würzburg vier Menschen mit einem Beil schwer verletzte und dann von der Polizei erschossen wurde, meldete sich aus dem fernen Berlin die Grüne Künast erbost per Twitter. Ob man den Attentäter wirklich hätte erschießen müssen.

*Dem grünen Konstantin von Notz musste anlässlich einer Zwischenfrage im Landtag Wolfgang Bosbach von der Union erst einmal erklären, dass für die Polizei die Länder zuständig sind, nicht der Bund. Den größten Stellenabbau bei der Polizei verzeichneten Berlin und NRW – unter Regierungsbeteiligung der Grünen.

*Der grüne Außenminister Fischer warf noch selbst Steine nach den „Bullen“, und im ersten Grünen-Programm von 1980 war die Rede von „Tendenzen zu einem Polizeistaat“ in Deutschland. Die einzige Forderung damals: eine „schusswaffenlose“ Polizei, lesen wir in der taz. Alte Kamellen? Die Grüne Jugend Göttingen stellte gerade erst eine Geschichte auf ihre Internetseite unter der Überschrift „Polizeigewalt überschattet Proteste“.

Noch mal Habeck: „Es ist uns bisher noch nicht gelungen, die Erwartungshaltung zu durchbrechen, die Grünen seien immer dagegen.“ Mensch, Habeck, die Grünen sind immer dagegen, und wenn es mal einer nicht ist, wie der grüne Boris Palmer, dann sind die anderen Grünen auch noch gegen den!

Aber nicht nur als Schutzmann fühlt sich der Robert bestens geeignet, auch im Sozialen weiß er, wie es geht. Hartz 4 weg, stattdessen „sei ein neues existenzsicherndes Garantiesystem, das Demütigung durch Ermunterung ersetze und Anreize für Erwerbsarbeit schaffe“ nötig. Das schreibt sich so leicht als Kinderbuch- und Romanautor, der fernab von den „kleinen Leuten“ behaglich lebt. Denn genau das will ja Hartz 4 erreichen, nur nicht so schön beschrieben. Das größte Problem bei Hartz 4, die Einwanderung von Millionen in die Sozialsysteme, hat Habeck wohl noch gar nicht begriffen.

Aber auf die Inhalte kommt es eigentlich auch gar nicht an, weiß Lasse Petersdotter, Landtagsabgeordneter der Grünen in Schleswig-Holstein. „Habeck ist der Einzige von uns, der bei Illner, Lanz und Böhmermann überzeugt, der professionellen Polittalk ebenso beherrscht wie den menschelnden Auftritt oder die Satire.“ Stimmt. Der Lanz macht’s. Nur was genau ist die Satire? Vielleicht das: „Wir müssen eine erkennbare Machtoption schaffen, die nicht national oder antieuropäisch ist.“ Warum treten die Grünen dann überhaupt für eine nationale Wahl an, und nicht ausschließlich fürs Europaparlament? Nur wegen der Kohle? Und überhaupt, haben wir nicht schon eine andere Satirepartei?

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Kommentare ( 138 )

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Anmaßung, Arroganz zeigte der Politclown Robert Habeck in einen einzigen Satz: Die Grünen müssten manche Debatten stellvertretend für die Gesellschaft führen – von der Gentechnik bis zur Außenpolitik. Dahinter steht ein diffamierendes, „totalitäres Denken“ von geschichtslosen, intellektuellen Idioten, Polit-Narren, Akademiker-Bürokraten und semi-intellektuellen Experten. Dieses totalitäre, faschistische Denken mainifestiert sich vor allem gegen Menschen, die anderer Meinung sind.

Habek wird auch damit antreten, dass unsere Industrie und Wirtschaft bei den Grünen in guten Händen ist, dann, wenn die Wirtschaft wegen der Grünen am Boden liegt.

Dieser Mensch ist eigentlich jenseits von gut und böse. Den haben wir auch noch dringend gebraucht – nötig wie ein Loch im Kopf. Als würde es nicht schon ausreichen, sich als Bayer für die Fatima und Langhaartoni zu schämen. Die sollten als Herkunftsort besser Berlin oder die „Wallachei“ angeben.

Die innere Sicherheit bei den Grünen funktioniert meiner Meinung nach schon jetzt für Antifa-Schläger, für illegal eingereiste Terroristen und Verbrecher , für kriminelle Clans, für Drogendealer, für Schlepper.
Lediglich für steuerzahlende Bundesbürger, auch „Abgehängte“ genannt, klappte es nicht.

Dieses Nordlicht taugt mE nicht mal zur Witzfigur.

Er ist eine Schande für jeden Clown, der ehrlich und mit Können seiner Arbeit nachgeht. Aber Arbeit ist für einen Politkasper sowieso ein Fremdwort.

In Anlehnung an Charlie Harper: den Grünen die innere Sicherheit anvertrauen hieße: sich anzünden und brennend durch eine Dynamitfabrik laufen.

Eher würde ich einem Schäferhund die Bewachung einer Wurst-und Fleischtheke anvertrauen

Die Grünen als Satireprogramm? Mag sein – aber es gibt auch Qualitätsunterschiede beim Humor. Habeck und seine schrille Damenriege bewegen sich humormäßig auf der Ebene jener Witzbolde, die die Älteren unter den Foristen noch kennen werden: Herbert Hiesel oder Fips Asmussen. Krachledener Rummelplatzhumor also. Habeck und die seinen passen gut in die staatlich regulierten Humorverwalter des ÖR – das zensurierte „Kabarett der Komiker“ der 30er Jahre hat eine Wiederauferstehung erfahren. Ein Satiregenie wie Karl Kraus hätte Kübel von Spott über solch Personal ausgegossen und auch das depperte Publikum nicht geschont, das derartiges genießt. Aber Spaß beiseite: Spaß muss bezahlbar bleiben… Mehr

Habeck ist ein typisches Chamäleon. In Schleswig-Holstein trat er als sehr moderater Grüner auf und hat dort viele Stimmen und eine Koalition mit der CDU erhalten.
Als Parteivorsitzender der Grünen muß er jedoch nun auch den fundamentalistischen Flügel seiner Partei bedienen. Deshalb tritt er nun aggressiv mit extremen Äußerungen in Erscheinung.
Also muß man ihn generell nicht so ernst nehmen.

An der Aussage Habecks, man könne man den Grünen auch die innere Sicherheit anvertrauen, erkennt man, dass die Grünen sich inzwischen trauen, der Öffentlichkeit jeden Schwachsinn zuzumuten. Sie wissen die Medien transportieren ihn nicht mit Widerspruch, sondern mit grenzenloser Zustimmung. Man darf nur mal an die Haltung der Grünen Simone Peter der Polizei gegenüber bei der Silvesterfeier 2016 erinnern. Das Staats-und Rechtsverständnis der Grünen stellt für Deutschland, in der verfassungsgemäßen Grundordnung des Grundgesetzes, eine deutliche Gefahr dar. Dies wird besonders in der grünen Flüchtlingspolitik deutlich, die von no border, no nation geprägt ist. Eine derart auf gesellschaftliche Umwälzungen abzielenden Politik,… Mehr
Wer weiß wo bei den nach außen weichgespülten Marxisten die Hitze sitzt, deren Vehikel schon seit langem die Umwelt ist um mit diesem die Republik gefügig zu machen und es scheint genügend Trottel zu geben, die die Mär vom menschengemachten Klimawandel glauben, nicht zu verwechseln mit Umweltsünden als solchen, mit denen man fertig werden könnte, wenn man nur wollte und so wird das Klima weiterhin für eigene politische Zwecke mißbraucht und niemand kommt auf die Idee, das alles zu hinterfragen, denn gutes und schlechtes Wetter in regelmäßigen Zeitabständen auch als Klima bezeichnet hatten wir schon immer und es ist nicht… Mehr

das grüne Spitzenpersonal, insbesondere dessen Qualifikation ist selbstredend. Da braucht man sich über die geschichten die da erzählt werden und wurden nicht mehr wundern. Sie sind eben Pöstchenjäger. So wie bei denen der Strom aus der Steckdose kommt, kommt auch das Geld für deren Entlohnung vom Steuerzahler. Die Entstehung ist dabei völlig uninteressant. Mit dem Klimageschwafel treiben sie jetzt eine neue Sau durch’s Dorf, vergleichbar dem Waldsterben.