Der neue Green Deal – oder das große Bauernlegen

Deutschlands mächtiger Naturschutzverein NABU sorgt immer wieder für Skandale, wenn seine Tierquälereien Schlagzeilen produzieren, weil er seine Tiere häufig genug verhungern lässt.

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner übt sich zwar noch in markigen Sprüchen: »Wunschkonzerte mach‘ ich nicht mit!«. Sie betont, dass Kernaufgabe der Landwirtschaft die Produktion von Nahrungsmitteln ist und nicht Landschaftspflege zu betreiben. Doch ob sie das auch noch verkündet, wenn ab Juli Merkel im Namen von Deutschland für ein halbes Jahr die Ratspräsidentschaft in der EU übernimmt, darf man amüsiert verfolgen. Zu laut dröhnen schon jetzt aus Brüssel Forderungen nach einem »Green Deal« und einer neuen »Farm-to-Fork«-Politik sowie einer weitreichenden »Biodiversitätsstrategie«. Ein drastischer Eklat gegen die Landwirtschaft.

Denn die EU-Kommission will den Pflanzenschutz um die Hälfte reduzieren und Kartoffelkäfer, Schildlaus und Maiszünsler freie Bahn zu lassen, die Düngemengen reduzieren sowie in den kommenden zehn Jahren den Ökolandbau um 25 Prozent anheben. Der hat zwar in Deutschland mit zehn Prozent Anteil offenbar seinen Peak erreicht, soll dennoch mit aller Gewalt, sprich mit Millionen Euros, hochgehalten werden.

Den Landwirten klingeln bei Worthülsen wie Nachhaltigkeitsstrategie, neue Düngeverordnung, Nitratrichtlinien, Blühstreifen, Insektenschutz, Nutztierhaltungsverordnung nur noch die Ohren, kommen sie doch schon jetzt kaum mehr mit, was an neuen Verordnungen aus Brüssel und Berlin über sie hereinschwappt. Allein für eine Düngeplanung mit ausführlicher Düngebedarfsrechnung müssen sie rund 250 Seiten Antragsformulare ausfüllen. Dazu kommen Pflanzenschutzdokumentationen im Umfang eines Romans und vieles mehr.

Die meisten Landwirte bewältigen den irrsinnigen Bürokratiewust schon jetzt nicht mehr und übergeben ihn den Landwirtschaftskammern. Bei denen tummeln sich mittlerweile Heerscharen neuer Sachbearbeiter, die den Formularberg erledigen. Geringere Düngemengen, zurückgehende Ernteerträge – dafür Wachstum im Bürokratiebereich. Immerhin erklären jetzt die CDU-Funktionäre des Bauernverbandes sogar einen »Generalangriff auf die Landwirtschaft«, nachdem sie zu den Bauernprotesten laut geschwiegen haben.

Politik und Umweltverbände preisen den »niedersächsischen Weg«. In einem Arbeitspapier mit diesem volltönenden Namen »verpflichten sich alle Beteiligten zu großen Anstrengungen bei Natur- und Artenschutz, bei Biodiversität und beim Umgang mit der Ressource Landschaft«.

Das Konzept hat der niedersächsische NABU vor einiger Zeit auf den Jahrmarkt der grünen Versprechungen gebracht und droht nach bayerischem Vorbild mit einem Volksbegehren »Artenvielfalt. Jetzt!« Allein diese Drohung hat bei der bisherigen Vertretung der Landwirte, dem Landvolk, für ein eilfertiges Abnicken gesorgt und ihm sogleich erhebliche Kritik der betroffenen Bauern eingebracht.

Dieser merkwürdige »Weg« sieht nichts anderes vor, als dass Landwirte aus vorgeblichen Tier- und Artenschutzansprüchen ihren Betrieb immer weiter einschränken müssen und weniger produzieren dürfen. Besonders bedrohlich für die Bauern die Präambel: Die stellt erst einmal die Landwirte an den Pranger und weist ihnen die Schuld für einen angeblichen Verlust der Biodiversität und vermeintlichen Gewässerverunreinigung zu. Lassen die sich darauf ein, haben sie keine Klagemöglichkeiten mehr. Sie haben ja schriftlich »gestanden«.

Ihnen wird als Ausgleich Geld aus dem Steuerbeutel versprochen: »Die Landesregierung wird – auch unter Berücksichtigung von Entwicklungen im Markt sowie auf EU- und Bundesebene – einen geeigneten und fairen Ausgleich wirtschaftlicher Nachteile, die z.B. den Landwirten oder den Niedersächsischen Landesforsten entstehen, sicherstellen.«

In der Regel, so die Erfahrung der Bauern, bleiben Entschädigungszahlungen nach zwei oder drei Jahren aus, Auflagen werden höher geschraubt und damit letztlich die Bauern von einem räuberischen Staat und Umwelt-NGOs enteignet. 30 Millionen Euro sollen im Rahmen des niedersächsischen Weges in den kommenden drei Jahren unter anderem für »Managementmaßnahmen für Natura-2000-Gebiete« fließen. Die weitere Finanzierung solle danach sichergestellt werden. So werden die Natur-NGOs mit neuen Stellen in »15 weiteren Einrichtungen zur Gebietsbetreuung« wie ökologische Stationen bei Laune gehalten. Statt Getreideanbau Wiesenvögel beobachten.

BUND, NABU & Co wiederum wissen nicht mehr so recht, wohin mit ihren Fördermitteln. Sie kritisieren zwar die EU-Agrarsubventionen, allein der NABU kassiert jedoch allein 5,3 Millionen Euro Agrar-Ausgleichszahlungen aus dem Topf, den eigentlich Landwirte für Lebensmittelproduktion bekommen sollten.

In Niedersachsen schwimmen die »Naturschützer« in Geld zum Ankauf von Land für sogenannte Natur- und Landschaftsschutzflächen. Sie suchen händeringend nach neuen Flächen. Schlechter sieht es allerdings mit ihrer fachlichen Praxis aus. Sie müssen immer wieder bei Bauern nachfragen, die nach einigen Jahren vollkommen verwilderten Flächen von Büschen und Bäumen zu befreien.

Deutschlands mächtiger Naturschutzverein NABU sorgt zudem immer wieder für Skandale, wenn seine Tierquälereien Schlagzeilen produzieren, weil er seine Tiere häufig genug verhungern lässt. Zuletzt im Dithmarscher Speicherkoog, in dem elf von 70 Wildpferden verendeten, der Rest stark unterernährt war, und jetzt Bauern die überlebenden Wildpferde fachkundig aufpäppeln müssen.

In Thüringen verhungerten im vergangenen Jahr in einem Naturschutzgebiet Rinder, weil sich niemand vom NABU zuständig fühlte. Kein Einzelfall, 14 Rinder verendeten bereits im Jahr davor auf der Weide wegen Futtermangels. Die «Naturschützer« von NABU fütterten nicht zu und sahen auch nicht die herumliegenden Kadaver verendeter Rinder. Jedem Bauern hätten die Behörden wegen grober Tierquälerei die Höfe geschlossen.

Den Umwelt-NGOs ist es jedoch gelungen, die städtische Bevölkerung mit ihren geringsten Ahnungen von Landwirtschaft in Angst und Schrecken vor einer Zerstörung der Natur zu versetzen.

Jetzt sollen sich Politik mit Umweltminister Lies (SPD) mit Landvolk und Landwirtschaftskammern sowie BUND und NABU auf der anderen Seite Verordnungen und Gesetze für ihren Weg ausdenken. Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Otte-Kinast, die es eigentlich besser weiss, betont dennoch: »Unser gemeinsamer Weg ist ein starkes Signal für den Artenschutz. Landwirte haben als Teil der Lösung den Schlüssel in der Hand. Wenn wir sie als Bauern fordern, müssen wir sie auch fördern.«

Eine NGO wie der NABU droht mit einem Volksbegehren wie in Bayern, jenem berühmten »Bienenvolksbegehren«, das die Umwelt-NGOs in Bayern mit dem professionellen PR-Aufwand von gut gemästeten Umwelt-NGOs losgetreten haben.
Doch die bayerischen Bauern beklagen, dass sie bisher keinen Ausgleich bekommen haben. Sie müssen »Gewässerschutzstreifen« anlegen, also Land abgeben und können weniger Flächen bewirtschaften. Begründung: Diese Streifen seien gesetzlich gefordert, also könne es keine Entschädigung geben.

Mehr Bauernlegen und an der Nase herumführen geht kaum. Kein Wunder, dass Bauern reihenweise aus ihren traditionellen Verbänden austreten – auch aus der CDU. Immer mehr planen ihren Abschied aus der Landwirtschaft, Lebensmittel können ja dann importiert werden. Zum Beispiel aus China.

Eine gelungene Satire lieferte jetzt Bundesumweltministerin Schulze in ihrer Informationsschrift über die Zukunft auch der Landwirtschaft »Wir schafft Wunder«.

»Das Ziel von 20 Prozent Ökolandbau ist ‚längst überschritten‘. Im Ackerbau geht ‚Anpassungsfähigkeit vor Ertrag‘, gewährleistet wird das durch alte Sorten, Mischkulturen und Fruchtfolgen. Die Tierbestände wurden soweit verringert, dass sich im Ökobereich die Düngung mit »lange gereiften, rein pflanzlichen Komposten« durchgesetzt hat. Und schwere Technik wird immer mehr durch kleine Maschinen ersetzt«, macht sich die Fachredakteurin von agrarheute über diesen neuesten schulzeschen Unsinn lustig.

Ein Muskelmann bedient einen vorsintflutlichen Trecker ohne Kabine. Und sein Weibchen stapelt mit der Gabel beschwingt und barfuß im knöchellangen Kleid Heu auf eine Hocke.« Die Redakteurin fragt leicht verstört: »Svenja Schulze, ist das Ihr Bild von Bauern und vor allem von Bäuerinnen der Zukunft? Ernsthaft?«

Raten wir einmal, wann so Nahrung produziert wurde und in welchen Ländern dies heute noch so geschieht.

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Kommentare ( 108 )

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108 Kommentare auf "Der neue Green Deal – oder das große Bauernlegen"

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Wenn wir wegen Energiewende, Agrarwende oder allgemein Greendeal und große Transformation endlich Energiesicherheit, also ein warmes Zimmer im Winter und Nahrungssicherheit über das ganze Jahr abgeschafft haben und das erste mal wieder Menschen im reichen Deutschland hungern, wird auch der letzte den aktuellen Wahnsinn als das erkennen was er ist.

Ich fürchte, dass selbst dann viele diesen Wahnsinn nicht als das erkennen werden, was er ist. Ich befürchte zudem, dass diejenigen, die für diesen ganzen Irrsinn verantwortlich sind, die Folgen nicht ausbaden müssen …

Genau dieser Gedanke beschleicht mich auch. In diese Richtung wird auch vorgesorgt: Es waren „Spekulanten an der Strombörse“, die für die extremen Schwankungen im Netz und Beinahe-Blackouts sorgten. Ähnliche Narrative werden auf weitere Bereiche angewandt. Immer ist es der böse Kapitalist, der nebulöse Unmensch im Hintergrund. Oder wahlweise der böse Rechtspopulist, oder überhaupt der Bürger, der das angeordnete Vertrauen in die Regierung untergräbt durch seine renitenten Fragen und Zweifel.

DAS unterschreib ich! Ideologischer Schwachsinn hat GRUNDSÄTZLICH nämlich die Eigenart, dass er, wenn seine lebensfremde Dysfunktionalität offensichtlich wird, er durch die POTENZIERUNG des anfänglichen Schwachsinns „kompensiert“ werden soll. – Kurzfassung: Falsches soll durch ein Mehr vom Falschen „geheilt“ werden. – Oder konkret: Das „Bild“ des Heimwerkers der verzweifelt versucht mit dem Hammer (sic!) die Schraube (sic!) in die Wand zu kloppen. Klappt nicht. Was macht er? Er nimmt wieder und wieder nen größeren Hammer bis die Wand unter den Schlägen des Vorschlaghammers zusammenbricht. Ich bezweifele, dass dieser Heimwerker daraus den RICHTIGEN Schluss zieht. Weit eher wird er dem Hammer oder… Mehr
Landwirte klingt immer so schön nach Familienbetrieb. „Landwirte“ ist auch die mächtige, industrielle Agrarindustrie, die zur Überschussproduktion enorm beiträgt und damit zum Preisverfall. Bauern, Presse und Politik haben die Endverbraucher als alleinige Verantwortliche definiert, weil nur so ein schlechtes Gewissen erzeugt wird und damit höhere Preise oder gar Steuern durchsetzbar sind. Ich war einmal neugierig und habe die Direktzahlungen nur der EU an Landwirte nachgeschaut. 176 € je Hektar+ 85 € pro Hektar Greeeningprämie+ 50 € für die ersten 30 Hektar +30 € für weitere 16 Hektar Hinzu kommen noch z.B. Junglandwirteprämien, Beihilfen für die private Lagerhaltung, Stützungsmaßnahmen im Weinsektor,… Mehr
Es ist nicht die Globalisierung oder Immo-Spekultion oder die Agrarindustrie für dieses elende System verantwortlich. Es ist „grüne Ideologie“ und sind grüne NGOs (=Lobby die mit der Politik „schmust“) die diesen Wahnsinn vorwärts treibt. Es ist – vermute ich – nichtmal die schiere Dummheit dieser Leute. – Das erklärte längerfristige Ziel ist es, zunächst s y s t e m a t i s c h bewährte/vernünftige Strukturen (siehe Energie, Auto, Staatenfinanzierung usw.) durch Wahnsinns-Strukturen zu pervertieren um den Boden zu bereiten für einen grundlegenden Systemwechsel, Machtwechsel. – • L e i d e r wird dieser „große Zusammenhang“, dieses… Mehr

Viele Mal Daumen hoch!

Ja die ehemaligen LPG übernommen von den Landbesitzern und die gemeinsam versuchen über die Runden zukommen, sind vor allem viele Wessis und Konzernen ein Dorn im Auge. Deswegen wird immer wieder versucht diese Schlecht zu reden und weiter zu drangsalieren. Man möchte lieber den Kleinen Einzelbauern, der es schwer über die Runden zu kommen, die sind dann sehr empfänglich wenn die Windradlobby und der Solarvertreter mit Material aus China an die Türen klopfen. Sie sollten mal auch recherchieren was Deutschland an Lebensmittel importiert oder schlagen sie die Werbung von Aldi usw auf und streichen sie alle Importe durch, soweit ersichtlich.
Die Direktzahlungen sind ja auch für erbrachten Umweltleistungen. Inzwischen sind die Kosten für die Umweltleistungen allerdings schon höher als die Zahlungen selbst. Was nützen dem Bauern 300€ je ha, wenn ihm gleichzeitig Auflagen für 400€ gemacht werden. Die 300€ sehen nach viel aus,sind im Zusammenhang mit den erbrachten Leistungen allerdings ein Witz. Die Auflagen und somit die Kosten werden immer weiter hoch gedreht, die Zahlungen dagegen weiter runtergefahren. Was noch dazu kommt: Die Zahlen dort oben (176€….) werden als Richtwerte genommen. Wenn der EU Haushalt das nicht hergibt werden die Zahlungen einfach pauschal gekürzt. Die Auflagen bleiben natürlich. Exportschlager ist… Mehr

Nur die sogenannte Greeeningprämie ist für den Umweltschutz, der Rest sind einfach nur Subventionen..

Das ist nicht korrekt. Die gesamten Zahlungen sind Ausgleichszahlungen für erbrachte Umweltleistungen. Die Umwelteistungen für die ersten 170€ sind allerdings verpflichtend. Man muss die also auch einhalten, wenn man die Direktzahlungen nicht beantragt. Früher gab es für diese Leistungen die gesamten 250€. Man hat dann von diesen 250€ kurzerhand 80€ abgezogen, um dann zu erklären das die Landwirte diese durch weitere teils freiwillige Umweltleistungen zusätzlich bekommen können. Wenn jemand dann die Zusammenhänge nicht begreift kommt man natürlich auf die Idee das nur für die letzten 80€ Leistungen erbracht werden müssen. Das haben die EU Bürokraten natürlich gut hinbekommen. Man kann… Mehr

Es sind 2 verschiedene Dinge. Zum Einen die wirtschaftliche Behauptung auf dem Weltmarkt, „Globalisierung“ genannt.
Zum anderen aber massiv linke Ideologie. Z.B. das böse CO2. Bauern, die auf Biogas gesetzt haben, verdienen sich dumm und dämlich. Gleichzeitig treiben sie die Pachtpreise hoch. Weshalb andere Bauern (auch gute liebe Biobauern) aufgeben müssen.

Nicht nur die Biogasbauern treiben die Pachten hoch. Inzwischen legen Hedgefonds, Versicherungen usw. Geld auch in Ackerflächen an. Es gibt einen Gegenpol zum Bauernverband „freie Bauern“ genannt, die durchaus gute Forderungen stellen. Nur in einem Punkt haben auch die sich verrannt.
„3. Landwirtschaft hat Vorfahrt, Schluss mit dem Flächenverbrauch für Häuser, Straßen, Tagebaue und Naturschutz“

Das passt zum Vorbild des New Deal von Roosevelt. Dieser griff auch auf ähnliche Art und Weise in die Landwirtschaft ein, so dass am Ende die Ernte verbrannt wurde, während im Land Menschen verhungerten. Seine Vorstellung war, die Preise für Agrarprodukte hoch zu halten, durch Erntevernichtung, damit sich die Farmer durch die hohen Preise größere Maschinen leisten könnten, die wiederum dem Maschinenbau Aufträge bringen sollten und Arbeitsplätze geschaffen würden. Dafür wurden, wie gesagt Ernten vernichtet, während Menschen verhungerten. Ich empfehle das Buch von Robert Murphy „The Politically Incorrect Guide to the Great Depression and the New Deal“. In diesem Buch… Mehr

Was dann wirklich den Wirtschaftsaufschwung in den USA brachte, war der 2. Weltkrieg. Somit könnte man sagen, dass ** der wirkliche Überwinder der weltweiten Weltwirtschaftskrise war.

Und selbst dafür mussten zu allererst, wie Robert Murphy beschreibt, die „starry eyed New Dealers“ ersetzt werden durch fähige Unternehmer. Die Bürokraten waren den logistischen und produktionstechnischen Herausforderungen nicht gewachsen. Das heißt, erst die Abschaffung des New Deals brachte nach und nach, vor allem nach Kriegsende ein Ende der Misere. Da dies inoffiziell und stillschweigend geschah, wurde es gar nicht wahrgenommen. So dass man den New Deal bis heute als Erfolgsgeschichte verkauft.

Ich möchte dazu noch etwas sagen. Der kleine Kartoffelbauer bekommt für einen Zentner Kartoffeln, den er abliefert ca. 5 Euro. Davon kann er nicht leben, er lebt also nur von Subventionen. Ich weiß das von einem Kartoffel – und Gemüsebauern, der seine Produkte direkt verkauft. Letztes Jahr war die Kartoffelernte gigantisch gut, so dass seine Lagerfläche nicht ausreichte. Seine Frau sagte: fahr doch den Rest zum Großabnehmer, bringt doch noch 200 Euro. Ihr Mann sagte: Nee. Eher fahre ich sie unter den Acker unter. Die Landwirte, die da demonstriert haben, fahren Traktoren im Wert eines Einfamilienhauses. Die stehen nicht stellvertretend… Mehr
Die Bauern haben heutzutage eben „Traktoren im Wert eines Einfamilienhauses“, was schon mal nicht stimmt, da ein Traktor etwa um die 100 000€ kostet, das Einfamilienhaus für diesen Preis müssen Sie mir mal zeigen. Ich bin auf dem Land aufgewachsen und weiß wovon ich rede. Früher hatten die Bauern Mägde und Knechte, und zusätzlich haben sie Menschen aus der Nachbarschaft beschäftigt. Ich selbst, meine Mutter und meine Großmutter haben in meiner Jugend bei der Ernte geholfen und wurden dafür mit einer Brotzeit und manchmal einer Sau entlohnt. Mägde und Knechte gibt es nicht mehr. Die wurden durch Maschinen ersetzt, und… Mehr

Alles geleast oder auf Kredit.
Die wenigsten der Maschinen sind heute bar bezahlt – und auch deshalb lastet der Druck, denn die monatlichen Kosten müssen erbracht werden.
Zeigen wir nicht mit dem Finger – es ist das nicht stimmige System, das alles in den Abgrund reißt – und ein jeder versucht, so gut wie möglich damit umzugehen.

Abgesehen von der überbordenden Bürokratie und der Nabu (wo die Nabu ist, bin ich nicht) bin ich nicht in allem der Meinung des Autors. Wer älter ist, erinnert sich an die Butterberge, die im Meer versenkt wurden, jetzt wird das alles, was aus diesem kleinen Land herausgesaugt wird, exportiert. Der dickste Landwirt war oft auch der Landwirtschaftsminister und der hat alles möglichst so geregelt, dass seine kleinen Konkurrenten nicht mehr mithalten konnten. Die Auswüchse haben sich summiert. Bezüglich der „vermeintlichen Gewässerverunreinigung“ kann man sich ja mal bei den Wasserwerken erkundigen, bezüglich der Insektenvernichtung braucht man nur sein Auto anzuschauen. Das… Mehr

Die Älteren mussten schon einmal die Wälder retten, die Flüsse reinigen, die waren stinkende Kloaken, damals war es der saure Regen. Die Milchseen wurden ins Meer gekippt, die Butterberge großteils an Russland verschenkt.
Für die Gewässerverunreingígungen haben einige Bauernverbände die Klärwerke als Schuldigen genannt. „„Auch Kläranlagen seien Schuld an der Nitratbelastung von Grundwasser – behaupten Landwirte auf Demonstrationen und im Netz. „https://www.br.de/mediathek/video/nitrat-im-grundwasser-sind-klaeranlagen-mit-schuld-av:5de14ed612bf7d001ad8f4da
ein absoluter Unfug, aber bequem, wären es doch wieder nur die Endverbraucher gewesen.

Neben Familie, Nation, Geschlechtern, Religion, Ethik usw., ist gerade die Zerstörung des ländlichen Raumes, die Ausmerzung der freien Bauern ein wichtiges Ziel der neuen Einheitswelt, Landarbeiter für die neuen Kolchosen sind auf den Weg und werden garantiert nicht Mitglieder in Schützenvereinen oder machen Treckerdemos….
Schon in den Bauernkriegen haben religiöse Fundamentalisten die freien Bauern aufgehetzt und in den Untergang gegen die Söldnerheere der frühneuzeitlichen Landesfürsten (finanziert von den Pfeffersäcken) getrieben, was blieb war die Leibeigenschaft und die Auflösung der Allmenden…
Heute denkt man global….

Die „Landarbeiter“, die schon da sind, mussten sich dieses Jahr wohl noch zurückhalten – denn wieder mussten welche aus Südosteuropa geholt werden, die den Spargel stachen und die Erdbeeren einbringen.
Auf den Feldern sieht man von Merkels Gästen jedenfalls so gut wie keine.

Das ist mir bewußt, aber warten wir einmal ab, wenn die soziale Versorgung zusammenbricht, ansonsten ist es ironisch gemeint…
Zukünftig gibt es wohl die Ghettos für die „Reichen“, die Ghettos für die „Armen“ und dazwischen die Naturparks für die Wölfe und eine automatisierte „Algenzucht“ irgendwo dazwischen…

tja so ist das eben wenn das links-grüne Irrenhaus regiert, da sterben die lieben Viecherlein auf der Weide weil sie nichts zu essen haben und die phösen Rechten schuld sind. Lieber Grünwähler: könnte es nicht so sein, also wenns jetzt ganz dumm läuft – wie es im Kommunismus ja immer läuft, daß es vielleicht eine kleine Hungersnot gibt? Ach so ich vergaß die Grünen drucken die Devisen um das aus dem fernen Ausland (Mercosur z.b.) zu kaufen halt so irgendwie wie mit den Kobolden im Stromnetz die das speichern, so ungefähr. Es könnte aber dann sein, daß der Teuro nichts… Mehr
NABU – Etat 16 Mio Euro und immer wieder tote Tiere. Verantwortliche gibt es bei denen nicht und Diskussionen enden in marxistischer Dialektik. Auf der Homepage gibt es nur einenVerursacher aller Probleme – dieLandwirtschaft. Alles Ablenkungsmanöver , damit nicht nachgefragt wird, warum bei den jahrzehntelangen Bemühungen der Naturschützer ( und dem vielen Geld) der Erfolg ausbleibt. Ach ja, es gibt wieder Wölfe in D, wie schön ! Alle Weidetierhalter jubeln. Nach dem Desaster mit den MNS , Handschuhen und anderen medizinischen Einmalartikeln, die nur noch – oder auch nicht – in China gefertigt werden, hätte ich gedacht, dass die Ernährungssicherheit… Mehr

Hühnerbeine, geschätzt in Thailand, wird auch exportiert.

Etwas ab vom Thema: Muß ich es mir als Bildungslücke ankreiden lassen, daß mir der Begriff „Bauernlegen“ nicht geläufig war? (Mittlerweile hab‘ ich ihn mir ergoogelt.)
Schlagzeilen wegen Tieren, die beim NABU verendet sind, habe ich noch nie gesehen und dabei bin ich doch ein recht eifriger Zeitungsleser. In welchen Blättern waren diese Schlagzeilen zu finden?

Im MS findet sich nur gutes über von NGOs . Googeln kann helfen: „nabu pferde verhungert“

NABU-Hessen hat doch auch vor einigen Jahren gegen ein Windrad geklagt und gegen eine Abstandszahlung von 800 000 € die Klage zurück gezogen ? Oder waren es DM ? Ist schon eine Weile her.

Wer finanziert den NABU? Der Steuerzahler, einschließlich der Bauern. Kennt jemand die Summen, zu denen auch mein Geldbeutel beiträgt? Das Gebilde nennt sich gemeinnützlich, ich denke gemein stimmt, sonst nix. Wie dumm ist dieser Staat (=wir, die Wähler) eigentlich. Brecht: „Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber“.