Was ist auf der Sonne los? 

Haben sich Wissenschaftler nicht verrechnet, wirft die Sonne Energie und Materie in gigantischen Mengen aus, bis sie sich in etwa 12 Milliarden Jahren aufbläht, Venus und Merkur verschluckt und die Erdkruste mit ungeheurer Hitze zu einem Lava-See verschmilzt. Dann ist sie da, die echte Klimakatastrophe.

Nasa/Getty Images

Die neueste Nummer aus der Rocky Horror Klimashow kommt von Wissenschaftlern der Elite-Unis Harvard und Yale. Sie wollen die Sonne verdunkeln. Der Erde ist es angeblich zu heiß geworden – oder eher den Wissenschaftlern. Sie wollen den Klimawandel stoppen, indem sie Luftschiffe und Ballons in Richtung Sonne schicken. Bild berichtet von dem »verwegenen Plan«, die wie »aus einem Science-Fiction-Film« klingt: In den Luftschiffen oder Ballons sollen winzige Sulfat-Partikel enthalten und in einer Höhe von rund 20 Kilometern freigelassen werden. Dadurch soll das Licht der Sonne gebremst werden.

»Die Wissenschaftler wollen die Sonne verdunkeln, um unser Klima zu retten!« Meint das Wissenschaftsfachblatt Bild und fährt dort: »In der Theorie könnte das klappen, die Autoren erklären aber selbst, dass ihre Überlegungen derzeit noch nicht umsetzbar seien: Die Technologien müssten erst in den kommenden 15 Jahren geschaffen werden. Die Kosten für die Entwicklung schätzen sie auf 3,5 Milliarden Dollar, die laufenden Kosten beziffern sie auf 2,25 Milliarden Dollar pro Jahr.«

Was sonst nur Schurken in James-Bond-Filmen fertigbrachten und Stalin vergeblich versuchte, soll jetzt Klimarettern gelingen: das Weltklima zu ändern. Stalin wollte Wolga und Don umleiten, um Sibirien wärmer und damit urbar zu machen. Also Klimawandel in die andere Richtung. Hat nicht funktioniert.

Immerhin klären die Wissenschaftler über Risiken und Nebenwirkungen auf: Der Schuss könnte auch nach hinten losgehen und extreme Wetterphänomene verursachen. In jedem Fall wärmen sie sich an der Vision einer »Weltregierung« auf, denn die Staaten der Erde müßten sich einig sein, um die Technik gemeinsam einzusetzen.

Alle Menschen zusammenstehen im Kampf gegen das Böse. Wenn man nur genau wüsste, wer oder was in diesem Fall der und das Böse ist. Möglicherweise denkt das Klima nicht daran, sich an die Prognosen der Klimaaktivisten zu halten und entwickelt sich genau anders herum. »Wir«, also die Menschheit, steuern geradewegs in eine neue Eiszeit.

Darauf deuten einige Indizien hin: Es gibt kaum noch Sonnenflecken. Das sind jene dunkleren Flecken, die man auf der Sonnenscheibe gut erkennen kann. Schon Galileo Galilei hat sie Anfang des 17. Jahrhunderts beobachtet und ihr Auftreten sorgfältig protokolliert. Er wusste nicht um ihre Hintergründe, vermutete schon Strukturen auf der Sonnenoberfläche. Als Dank für diese Erkenntnis antwortete die Kirche übrigens mit einem ersten Inquisitionsverfahren im Jahre 1615.

1. Maunderminimum

Die Häufigkeit der Sonnenflecken wechselt in einigermaßen regelmäßigen Zyklen. Sie nahm zum Beispiel in den Jahren von 1645 bis 1715 stark ab. Als sogenanntes »Maunderminimun« ist diese Periode bekannt, benannt nach dem englischen Astronomen Edward Walter Maunder. Verbunden ist dieses Minimum mit deutlich kühleren Temperaturen der mittleren kleinen Eiszeit. In Europa, Nordamerika und China waren die Winter extrem kalt. In den Niederlanden beispielsweise froren die Grachten zu, die Niederländer liefen auf den Eisflächen Schlittschuh, und Rembrandt & Co stellten diese Zeiten in großartigen Panoramen für die Bürgerstuben dar.

1.1 Kaum Sonnenflecken

Jetzt also gibt es wieder praktisch keine Sonnenflecken. Die Sonne ist ausgesprochen ruhig, wenn man das bei Innentemperaturen von 16 Millionen Grad und 5.500 auf der Oberfläche so sagen kann. Im Oktober zeigten sich nur an elf Tagen Sonnenflecken, wie Frank Bosse und Fritz Vahrenholt immer sorgfältig dokumentieren.

Diese kühlen Zeiten deuteten sich bereits seit längerem an. Auch 2010, 2011 hatte die Sonne erhebliche Verspätung in ihrem Zyklus. Sonnenforscher warteten sehnsüchtig nach neuen Flecken. Doch die kamen nicht. Die Sonne ließ sich nicht beeindrucken und blieb ruhig. Sie sprang einfach nicht an.

Gibt es ein global cooling statt eines global warming?

Zwei US-Forscher kamen 2010 in einer aufsehenerregenden Studie zu dem Schluss, dass uns kühle Dekaden bevorstehen. Sie haben über mehrere Jahre rund 4.000 Sonnenflecken vermessen. Ihr Ergebnis: Die werden immer weniger. Ähnlich wie bei der Kleinen Eiszeit mit ihren wenigen Sonnenflecken und eiskalten Temperaturen wird es wahrscheinlich auf unserem blauen Planeten kühler werden.

Seit 1998 haben Penn und Livingston die Magnetstärken in etwa 4.000 Sonnenflecken miteinander verglichen. Die dunklen Spots sind nämlich auch als lokale Veränderungen im Magnetfeld der Sonne sichtbar. Bei ihren Beobachtungen nutzten die Forscher die charakteristische Aufspaltung von Spektrallinien in Gegenwart eines Magnetfeldes – den sogenannten Zeeman-Effekt. Die Auswertung ergab einen klaren Trend: Die magnetische Flussdichte in Sonnenflecken ist in den vergangenen Jahren stetig zurückgegangen. Lagen die Werte bei den ersten Messungen noch bei mehr als 2.500 Gauß (0,25 Tesla), so sind liegen sie mittlerweile bei nur noch 2.000 Gauß (0,2 Tesla).

Die beiden Forscher sagten voraus, dass es ab dem 25. Zyklus der Sonne keine Sonnenflecken mehr geben werde. Dazu die Weltraumwettervorhersagezentrale der NASA: Die verkündete bereits am 26. April 2018, dass der aktuelle Sonnenzyklus Nr. 24 schneller als erwartet abklingen wird.

2. Was sagen Sonnensonden?

Die Sonne wird schon seit langem erstaunlich genau vermessen. Satelliten rücken ihr immer dichter auf den Pelz. Eine der ersten war Ulysses. Diese 1990 aus dem damaligen Space Shuttle »Discovery« gestartete Sonde war es, die sensationell neue Erkenntnisse geliefert hat. Sie umkreiste bis 2009 die Sonne und analysierte erstmals genau die Sonnenkorona, maß den Partikelstrom, der von der Sonne kommt, den sogenannten Sonnenwind und untersuchte das Magnetfeld der Sonne. Sie war außerdem die erste Sonde, die um den Nord- und den Südpol der Sonne flog.

Sie schickte Daten, die die Wissenschaftler aufhorchen ließen: Die Sonnenwinde sind so schwach wie in den vergangenen 50 Jahren nicht mehr. Seit Mitte der 90er Jahre ist diese Strahlung um rund 20 Prozent zurückgegangen. Noch heute liefert die Sonde Soho, 1995 gestartet, spektakuläre Bilder. Sie beobachtet 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt unser Zentralgestirn. Bis dahin sind’s übrigens noch weitere 150 Millionen Kilometer.

Im Augenblick soll sie noch bis Dezember dieses Jahres aktiv sein. Daneben schauen der NASA-Satellit SDO und Sonde STEREO in die Sonne. Sie bieten jeden Tag neue direkte Bilder von der Sonne. Live und in Farbe. Genialer geht’s nicht.

Im August 2018 schickte die NASA die Sonde Parker Solar Probe so nah an die Sonne wie noch keinen irdischen Flugkörper zuvor. Am 29. Oktober kam sie auf 43 Millionen Kilometer ran. Näher als Merkur übrigens, der als sonnennächster Planet 58 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt ist. Parker Solar Probe soll sich in den kommenden Jahren sogar bis auf sechs Millionen Kilometer nähern, für Raumverhältnisse ein Katzensprung. Warum Solar Probe dabei nicht schmilzt und wie die raffinierte Physik dahinter aussieht, erklärt die NASA hier in diesem nett gemachten Video.

Die europäische ESA wird in zwei Jahren Solar Orbiter Richtung Sonne schicken. Die alte Sonde Soho wurde übrigens mit Instrumenten für die Helioseismologie ausgerüstet, eine Art Erdbebenforschung nur für die Sonne. Die lassen den Blick tief ins Innere zu und können die Gasströme sichtbar machen, die aus dem Zentrum des Gasballes nach außen an die Ränder strömen und wahrscheinlich die Aktivitäten der Sonnenflecken beeinflussen.

Die Sonne ist kein fester Stern, sondern ein wabernder, lodernder Gasball, der vibriert, in dem es brodelt und kracht. Wie in einem Topf mit kochendem Wasser steigen heiße Blasen aus den Tiefen der Sonne auf und zerplatzen in den äußeren Randschichten. Die Schallwellen wandern zurück durch die Sonne und regen den Gasballon wie eine Glocke zum Schwingen an.

Doch hören könnten wir diese Töne nicht. Es ist keine Luft als Medium vorhanden, um die Schwingungen zu übertragen, und sie wären auch zu langsam für unser Ohr. Sie schwingt mit einer Periode von fünf Minuten. Diese Sonnenschwingungen lassen sich nur als rhythmische Bewegungen der Oberfläche beobachten. Doch so können Sonnenforscher auch hinter die Rückseite der Sonne sehen. Das geschieht auf die gleiche Weise, wie Erdbebenforscher die Erde untersuchen: Wellen, die den glühenden Gasball durchwandern, ergeben ein genaues Abbild der Verhältnisse tief im Inneren.

Die Sonnenflecken mit ihren magnetischen Feldern ziehen normalerweise von Osten nach Westen über die Sonne und wandern umso langsamer, je weiter sie entfernt vom Äquator liegen. Galileo Galileo hat übrigens schon 1611 entdeckt, dass sich die Sonne um die eigene Achse dreht. Für eine Umdrehung benötigt sie ungefähr 25 Tage. Doch die Sonne dreht sich nicht gleichmäßig, sondern im Bereich des Äquators deutlich schneller als an den Polregionen. Dort dauert eine Rotation 36 Tage. Differenzielle Rotation nennen die Wissenschaftler dieses merkwürdige Phänomen.

3. Partikelstrom aus der Sonne

Im Augenblick also strömen so wenig elektrisch geladene Teilchen wie in den vergangenen 50 Jahren nicht mehr aus der Sonne. Lange wussten die Wissenschaftler kaum etwas über diesen merkwürdigen Wind von elektrisch geladenen Teilchen, der so mächtig aus der Oberfläche der Sonne strömt. Der kommt aus koronaren Löchern, bienenwabenartige Regionen, in denen Dichte und Temperatur geringer als in den übrigen Teilen der Sonnenkorona sind. Wie Wasser, das durch Löcher aus einem Damm fließt, schießt der Sonnenwind hinaus – und damit strömt auch die Energie aus der Sonne heraus.

Erst vor ein paar Jahren entdeckten Wissenschaftler anhand der Bilder, die die Sonnensonde Soho schickte, dass vor allem in den Ecken dieser Waben ein extrem schneller Teilchenstrom austritt. Diese Teilchen haben zunächst eine Geschwindigkeit von rund 30.000 Kilometern pro Stunde »drauf« und werden dann kräftig beschleunigt, sobald sie aus den Waben ausgetreten sind: Dann sind sie ungeheure drei Millionen Kilometer pro Stunde schnell.

Den Wissenschaftlern ist noch nicht klar, wie diese enorme Beschleunigung zustande kommt. Sie glauben, dass die Partikel durch magnetische Wellen beschleunigt werden.

4. Kalte Sonne und das Klima?

Jetzt sind also schon länger keine Sonnenflecken mehr zu sehen. Die Solarstrahlung ist so niedrig wie schon lange nicht mehr. Die Sonne wechselt offenbar in eine ruhigere Phase.

Was bedeutet das für das Klima auf der Erde? Das weiß niemand genau. Dass diese geringere Energiezufuhr keine Rolle spielt, aber menschliche Aktivitäten, daran kann nur der hartgesottene Klimaaktivist glauben.

Die Forschung dazu wird so weit wie möglich unterbunden. Nichts soll die Mär vom menschengemachten Klimawandel stören. Unvorstellbar für hohe Priester des Klimaaktivismus, dass es andere Faktoren als den Menschen geben könnte, die das Klima beeinflussen.

Die Sonne zum Beispiel? Nein, kann nicht sein. Die ist groß und mächtig. Der Mensch aber ist größer und mächtiger. Er kann so viel bewirken, dass daneben die Sonne verblasst. Man muss schon im Sozialismus Naturwissenschaft studiert haben, um ein solches Naturbeherrscherverständnis zu haben. Und natürlich gut daran verdienen.

Vieles deutet im Gegenteil darauf hin, dass es auf der Erde kälter wird. Das Minimum könnte auf das Jahr 2030 fallen. Vielleicht müssten wir im Gegenteil alles tun, damit es wärmer wird. Aber das können wir auch nicht.

Der Sonne dürfte der irdische Quatsch ziemlich egal sein. Sie hat etwa Halbzeit, die ersten viereinhalb Milliarden Jahre hinter sich und unser Sonnensystem mit Energie versorgt. Haben sich Wissenschaftler nicht verrechnet, wirft sie noch Energie und Materie in gigantischen Mengen hinaus, bis sie sich im Alter von etwa 12 Milliarden Jahren aufbläht, Venus und Merkur verschluckt und die Erdkruste mit ungeheurer Hitze zu einem Lava-See verschmilzt. Dann ist sie da, die echte Klimakatastrophe.

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Kommentare ( 109 )

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Danke Herr Douglas für ihren Artikel. Am meisten hat mich ihre Aussage beeindruckt;

“ der Sonne ist es völlig egal “ welchen Popanz wir auf der Erde vollführen.
Und genauso sehe ich es auch ! Alles Popanz, sonst nichts !

Ich bin kein Naturwissenschaftler und verstehe nichts von Sonnenflecken, aber der Artikel passt in Fragen des aktuellen Klimas nicht mit meiner Wahrnehmung zusammen. Wenn ich den Alpengletscher ansehe, den mein Großvater wohl ohne die Absicht einer Dokumentation in den 1950ern fotographiert hat, und ihn mit heute vergleiche, ist er massiv geschmolzen. Zumindest an diesem Berg ist das Klima dann wohl bis 2018 schon wärmer geworden. Und wenn ich meinen Schwager anhöre, wie sich in den letzten rund 50 Jahren das Datum für den Beginn der Weinlese in seinem Betrieb im Durchschnitt schrittweise nach vorne, also in Richtung Spätsommer statt Herbst,… Mehr

Als Hannibal mit seinen Elefanten die Alpen überquert hat, gab es dort zu der damaligen Zeit nach wissenschaftlichen Erkenntnissen z.B. kein Eis und Schnee.
Im Mittelalter wurde in Gegenden Wein angebaut, wo erst in Jüngerer Zeit Trauben wieder reif werden.
Wie lage gibt es die Welt bereits?

Nehmen Sie zum Beispiel mal Ötzi. Dort wo er gestorben ist war es damals eisfrei. Oder die Römer haben Europa in Sandalen erobert und Hannibal ist mit Elefanten über die Alpen. Klima verändert sich, das ist vollkommen normal aber zu komplex. Wettervorhersage maximal 3 Tage im Voraus – aber vorhersagen wollen wie das Wetter in 10, 20 oder 100 Jahren ist? Es ist generell schwer Ereignisse die in einem menschlichen Leben geschehen einzuordnen, denn was sind 60 oder 80 Jahre im Vergleich zu Zyklen die Jahrhunderte andauern oder Katastrophen, die nur alle paar 100.000 Jahre stattfinden (Yellowstone z.B.).

Das Problem mit dem Klima ist dass es sich so langsam ändert dass individuelle Wahrnehmung nicht sehr verlässlich ist. Seit Anfang des 19. Jhdts ist die Zwischeneiszeit vorbei und es wurde wärmer. Dagegen gab es um 1000 eine Warmzeit, an deren Ende es über Jahrzehnte immer kälter wurde. Das sind Prozesse die sich über Jahrzehnte wenn nicht Jahrhunderte erstrecken.

Und was genau passt da nun nicht?
Das sich unser Klima ständig ändert, dürfte sich doch inzwischen herumgesprochen haben.
Das tut es nämlich ständig, auch schon als der Mensch in Höhlen lebte…
Es könnte KÜNFTIG kälter werden…
Aber auch wärmer….
Die Sonne, dass Klima, die Natur überhaupt, tun was sie wollen.
Wir wissen es einfach nicht.
Genau dies steht im Artikel. Was daran verstehen Sie nun nicht und wie widerspricht das Ihren Beobachtungen?

„Genau dies steht im Artikel. Was daran verstehen Sie nun nicht und wie widerspricht das Ihren Beobachtungen?“ Genau das ist das Problem der AGW-Anhänger (AGW = Anthropogenic Global Warming) Die sind eher die „Klimawandelleugner“ (eine unglaubliche Vokabel, die dazu gedacht ist, die, die Einwände haben, in Richtung „Holocaustleugner“ zu rücken. Allgemein (leider) üblicher Stil heutzutage zumeist von links, um eine Diskussion zu unterdrücken, den anderen als quasi „Nazi“ zu kriminalisieren). Denn: Klima wandelte sich immer, wandelt sich, und wird sich immer wandeln. Es gab Minimum 4 Klimaänderungen die letzten 2000 Jahre, die der derzeitigen in nichts nachstehen: a) Römisches Klimaoptimum… Mehr
Daß die Alpengletscher seit ca. Mitte des 19. Jahrhunderts sich zurückziehen, bestreitet doch niemand. Die legen übrigens fleißig Bäume frei, die da früher wuchsen, bevor die Gletscher vorstießen. Übrigens ging der Rückzug nicht „linear“, sondern wurde tw. unterbrochen oder umgekehrt für einige Jahrzehnte. Hier geht es aber darum, ob doch auch andere Faktoren, wie beispielsweise die Sonne (welch Frevel das anzunehmen) das Klima beeinflussen. Und nicht nur (natürlich „anthropogene“) „Treibhausgase“, wie es die Mainstream-Theorie ja behauptet. Die Sonnenfleckenzyklen schwächen sich derzeit ab. Was das für das Klima bedeutet, kann man nicht mit Sicherheit sagen. Aber es könnte eine neue Phase… Mehr
Bestreitet ja niemand, das alles. Klima hat mindestens zwei Eigenschaften: Es wird wärmer oder es wird kälter – ganz selten bleibt es so, wie’s is‘. Eiskernbohrungen zeigen: Die letzten ca 10.000 Jahre waren ungewöhnlich stabil – das hat zu der rasanten Entwicklung der Menschheit geführt. Vorher waren die Schwankungen weitaus heftiger, während der (letzten) Eiszeit war mein Haus in München unter einer kilometerdicken Eisschicht verborgen. So isses mir aber lieber. Wer schuld ist, sei dahingestellt. Wenn es aber der Mensch ist, dann gibt es nur eins: Weniger davon. Nicht nur gut für’s Klima, auch sonst wär‘ gut. Das wäre eine… Mehr

Vielleicht kann ich da weiterhelfen.
In meiner Kindheit war es möglich, mit einem Fernrohr die Sonnenflecken der untergehenden Sonne kurz vor dem Verschwinden hinter dem Horizont zu beobachten. Der Sonnenball war damals tieforange. Das geht heute ohne Augenschutz nicht mehr.
Allerdings war damals auch die Luftverschmutzung höher.

Was für die Zukunft mit Partikeln im Weltraum geplant ist, ist mit der Luftverschmutzung von damals vergleichbar – nur, dass sie künstlich und in wesentlich größerem Maße erzeugt werden soll, und Unmengen kostet…

@Wolfssohn: „Der Sonnenball war damals tieforange. Das geht heute ohne Augenschutz nicht mehr. Allerdings war damals auch die Luftverschmutzung höher.“ Das ist auch ein interessanter Punkt. Zum einen reflektieren solche Partikel in der Atmosphäre bereits Sonneneinstrahlung, oder absorbieren sie in großer Höhe (so daß sie gar nicht mehr auf dem Erdboden ankommen). Zum anderen braucht es zur Wolkenbildung „Kondensationskerne“. Das sind oft solche „Luftverschmutzende Partikel“. Sprich je mehr solcher Kondensationskerne, desto mehr Wolken. Jetzt haben Wolken (bezüglich der Temperatur) wesentlich 2 Effekte. Zum einen reflektieren sie einfallendes Sonnenlicht ==> kälter. Zum anderen aber reflektieren sie auch ausgehende Wärmestrahlung (kennt jeder,… Mehr
Pro Grad Temperaturerwärmung ist von einem Anstieg der Schneefallgrenze um ca. 120 Meter zu rechnen. Das bedeutet, daß ein Gletscher der sich in einem Tal in der Höhe ca. 3.000 m möglicherweise über Kilometer erstreckt (bei der Annahme, daß die Frostgrenze bei 3.000 m liegt) schmilzt, wenn die Temperatur um 1° C steigt. Auf den dann vergleichenden Fotos fehlt eine „riesige“ Eisfläche infolge einer Temperaturerhöhung von 1° C. Dieses Phänomen ist derzeit in den Alpen großflächig zu erkennen. Ich habe andererseits auch schon gelesen, daß die Eismenge dort in höheren Lagen wächst und am Südpol sowieso. Das nützt aber der… Mehr

Diese lokalen Beobachtungen sind letztlich ohne Bedeutung – Schwankungen dieser Art über vergleichbare Zeiträume hat es immer gegeben (warum wohl kommen unter abschmelzenden Gletschern oft Reste von Bäumen aus dem Mittelalter hervor?). Erst recht für noch ausgeprägtere Klimaveränderungen in unserem Raum (ab der Römerzeit) gilt: es gibt nicht einmal eine Korrelation (geschweige denn eine Kausalität) dieser Schwankungen bzgl. dem Spurengas CO2 (dessen Anteil sich erdgeschichtlich nahe einem bedenklichen Minimum befindet).

Hallo Herr Cuno, die Alpengletscher schmelzen seit 1850. Um 1850 hatten sie die größte Ausdehnung seit dem Ende der letzten Eiszeit vor 11.000 Jahren! Vor ca. 7.000 Jahren waren die Alpen nahezu eisfrei, danach wuchsen die Gletscher wieder, um während der Römerzeit vor 2.000 Jahren wieder abzuschmelzen. Viele Bergwerke aus der Römerzeit liegen heute noch unter den Gletschern. Das Klima ändert sich ständig, erkennbar auch an den Alpengletschern . Seit 1850 ziehen sich die Alpengletscher wieder relativ kontinuierlich zurück. Wer legt fest, welche Ausbreitung der Alpengletscher „normal“ ist? Die von 1850 oder die während der Römerzeit oder die heutige? Alle… Mehr
Der zeitliche Vergleich in der Ausdehnung der Alpengletscher zwischen den 1950ern und heute ist zu kurz, um eine Aussage treffen zu können, welchen Anteil der Mensch am Rückgang der Gletscher haben könnte. Die Alpengletscher sind erst in der kleinen Eiszeit weit genug vorgestoßen, um die Ausdehnungen, die in den 50ern beobachtet wurden, überhaupt zu ermöglichen. Man müsste dann schon wissen, wie weit die Gletscher vor der kleinen Eiszeit ausgedehnt waren – etwa in der Zeit des ‚mittelalterlichen Klimaoptimums‘ oder der römischen Warmzeit. Der Rückgang im Vergleich zwischen den 50ern zeigt nur, was durch die Erholung des Klimas von der kleinen… Mehr

Also den Klimawandel, hin zu einer Erwärmung in Mitteleuropa, bestreitet meines Wissens niemand.
Es geht nur darum, ob es natürliche Ursachen sind, oder ob der Mensch der Auslöser ist bzw. ob es nicht einen ganz natürlicher Zyklus darstellt.

Ich denke aber auch, dass die Sonne der wichtigste Einflussfaktor auf das Klima ist, dieser aber völlig aus den Modellrechnungen ausgeklammert wird.

Deshalb stimmen auch die Modelle mit der Realität nicht überein und es werden nur partielle Übereinstimmungen hochgespielt.

Witzigerweise favorisiert der IPCC-Bericht den Einsatz von Atomkraft, was sich auch nicht in den ** Medien wiederfindet 🙂

Das bestreitet auch niemand. Die Frage ist nur, ob das eine kontinuierliche oder gar anhaltend zunehmende Erwärmung ist. Viele Experten gehen nicht davon aus.

Die Veränderungen der Sonnenoberfläche wirken sich erst mit einiger Latenz auf das Klima aus. Die Variabilität der Sonnenaktivität wird von den Klimapriestern ja weitgehend ausgeblendet, was kurios ist. Denn die gesamte direkte und indirekte thermische Energie auf der Erde stammt letztendlich aus der Sonnenaktivität und die starke Variabilität der Sonnenaktivität ist seit langem bekannt.

Sie wissen, warum „Grönland“ Grönland heißt? 😉

Fassen wir es zusammen: Spätestens in 12 Mrd. Jahren ist es vorbei mit CO2-Phobie, Islam-Verehrung, Gender-Kult, Feine-Sahne-Fischfilet, Jack-Wolfskin-Jacken, Fahrradhelmen und Bauhaus-Bunkern. Bis dahin können wir noch Spaß haben, als gebe es kein morgen…

Apropos Galilei und Inquisition:

»Heute bedarf es zur Aufrechterhaltung einmal akzeptierter Begriffe und Denkmuster nicht einmal mehr der radikalen Maßnahmen durch die Obrigkeit wie zu Galileis Zeiten, denn ganz demokratische akademische Entscheidungsprozesse (wie durch peer review, Forschungsgemeinschaften und Berufungsgremien) haben sich als sehr effizient erwiesen.«

H. D. Zeh in: „Physik ohne Realität: Tiefsinn oder Wahnsinn? [ http://www.rzuser.uni-heidelberg.de/~as3/Realitaet.pdf ]

Wieder ein sehr gelungener Artikel von Herrn Douglas. Aus wissenschftlicher Sicht gilt es aber noch eine Sache zu ergänzen. Es sit nicht so, dass sich durch die Sonne die (sichtbare) Sonnenstrahlung in der Intensität wesentlich ändert. Dieser Effekt ist in der Tat nach den Messungen zu gering um Klimaveränderungen zu erklären. Mit der Sonnenaktivität ändert sich vielmehr recht stark die kosmische Strahlung die auf die Erde trifft. Henrik Svensmark und Nir Shaviv haben jedoch nachgewiesen, dass diese ionisierende Strahlung die Wolkenbildung auf der Erde wesentlich beeinflusst. Und die Wolkenbildung hat wiederum starken Einfluss auf das Klima. Weiterhin ist zu erwarten,… Mehr
Bei der „Sonnenaktivität“ geht es nicht um das Sonnenlicht oder die „Wärme“, sondern um den sog. Sonnenwind, der – wie sie mit Hinweis auf Shavivs Forschungen erwähnen – die kosmische Strahlung beeinflusst. Vereinfacht ausgedrückt: Ein starker Sonnenwind „pustet“ die kosmische Strahlung fort. Den meisten Nicht-Physikern (oder Nicht-Meteorologen) ist nicht bewusst, dass sich „Wolken“ nicht in der „leeren“ Luft bilden können. Beim Übergang vom gasförmigen zum flüssigen Zustand, wenn also der Wasserdampf zu Wasser kondensiert, benötigen sie „etwas“, an das sich das Wasser (bzw. Eis) binden kann: Staubpartikel – oder eben auch (wesentlich für Shaviv) ionisierende Strahlung. Was aber weder Sie… Mehr

Hoppala, sehr gut, es scheint als ob wenigstens noch ein paar Wenige in dieser völlig verblödeten Gesellschaft noch in der Lage sind die Zusammenhänge zu durchschauen,. Es tut gut, nicht ganz allein im Universum zu sein.

Spannend, Herr Douglas, sehr spannend! Es bringt mir immer wieder viel Spaß und Wissen, wenn ich Ihre Artikel lese! Vielen Dank dafür!
Freundliche Grüße von Jasmin Gerigk

Sehr geehrter Herr Douglas. Mag ja alles soweit stimmen, aber der Herr Lesch hält den Einfluss der Sonne für eine Globaltemperatur von mehr als 15°C für „Wahnsinn“. Muss man sich auch mal vorstellen: Irgendsone Teilchen die wo kein Mensch wirklich versteht, außer man ist Astrophysiker und Naturphilosoph, so wie der Herr Lesch. Kann ja auch gar nicht sein, daß minimale Ursachen große Wirkung erzeugen, so kosmologisch-philosophisch gesehen. Daher hat CO2 auch… moment, muss nochmal den Harald anfragen wegen… melde mich später nochmal. Aber Douglas, Sie liegen FALSCH! Der Lesch ist nämlich im Fernsehen, und SIE nicht!

Lesch war mal cool, als er noch bei Bayern3 Alpha-Centauri moderiert hat. Habe ich mir gern angesehen. Leider ist er jetzt zu einer Medienh… verkommen. Geld stinkt halt nicht.

Naja, wenn der Einfluss der Sonne so klein ist wie die Ökos zu glauben scheinen können die sich gerne mal nachts im Winter in meinen Garten setzen, ich winke dann raus.

„Man muss schon im Sozialismus Naturwissenschaft studiert haben, um ein solches Naturbeherrscherverständnis zu haben.“ ––> Ich bin mir sicher, dass es solch linksgrünen Klimareligions-Unfug im Sozialismus 1.0 nicht gegeben hat. Schon wegen der Religion. 😉 „Vielleicht müssten wir im Gegenteil alles tun, damit es wärmer wird. Aber das können wir auch nicht.“ ––> Wahrscheinlich wollen die Linksgrünen die Dieselautos deshalb von der Straße haben, weil sie zu wenig CO2 ausstoßen und sich so das Klima zu stark abkühlt, was sie nun aber auf keinen Fall als Begründung abliefern können, da sie die Dieselautos ja dereinst genau deswegen auf die Straße… Mehr

DA HABEN EINIGE WOHL ZU VIEL DAVON ABGEKRIEGT, von der Sonne. Linksgrüne Luftballons gen Himmel. Überhitzte Hirne. Jetzt wundern einen auch Genderlehrstühle nicht mehr.

Das kommt von der Gender gerechten Erziehung.

Und das Schlimmste ist: Da stecken bestimmt die perfiden Engländer dahinter. (Frederic Bastiat: Petition der Kerzenmacher) „Wir unterliegen der unerträglichen Konkurrenz eines auswärtigen Rivalen, der — wie es aussieht — Licht unter Bedingungen produziert, die den unseren so überlegen sind, dass er unseren nationalen Markt damit zu einem unglaublich niedrigen Preis überschwemmt; denn, sofort wenn er sich zeigt hört unser Verkauf auf, alle Verbraucher wenden sich an ihn, und ein Zweig der französischen Industrie mit seinen unzählbaren Verästelungen steht mit einem Schlag völlig still. Dieser Rivale — die Sonne — liefert uns einen so hartnäckigen Kampf, dass wir den Verdacht… Mehr