Verschollen im energiepolitischen Dreieck

Mit jedem Kohle- und mit jedem Kernkraftwerk, das vom Netz genommen wird, vermindert sich die Zuverlässigkeit unserer Stromversorgung. Denn politische Kompromisse können die Gesetze der Physik nicht aushebeln.

© Sean Gallup/Getty Images

Die mit der deutschen Energiepolitik verknüpften Risiken sind schon in ihrem konzeptionellen Fundament angelegt. Man will, so heißt es seitens der Bundesregierung, eine Energieversorgung etablieren, die gleichzeitig zuverlässig, bezahlbar und umweltschonend ist. Dieses sogenannte energiepolitische Dreieck hat sich als Dogma etabliert, dem niemand mehr widerspricht. Aus guten Gründen, eröffnet doch die Verknüpfung dreier miteinander unvereinbarer Zielmarken so manchen ideologisch gefestigten, aber von technischem Wissen eher unbelasteten Zeitgenossen einmalige Möglichkeiten, ihrer Agenda Gehör zu verschaffen. So unterliegt die Antwort auf die Frage, was als umweltfreundlich anzusehen ist, einer vielstimmigen emotionalen Beliebigkeit, deren zusammengefasstes Optimum in einem Energiesystem besteht, das auf vogelschnetzelnde Windräder, emittierende Kohle- und strahlende Kernkraftwerke ebenso verzichtet, wie auf toxische Solarzellen und intensivlandwirtschaftlich produzierte Biomasse. Die einzig wirklich umweltschonende Versorgung ist offensichtlich gar keine Versorgung. Die natürlich auch nichts kostet. So könnte eine Rückkehr zum steinzeitlichen Nomadenleben zwei der Anliegen des energiepolitischen Dreiecks bestmöglich erfüllen. Und das dritte wäre dann schlicht irrelevant. Was ist von einer Aufgabenstellung zu halten, deren unterschiedliche Vorgaben nur durch eine solche Lösung gleichermaßen perfekt umgesetzt werden?

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Tatsächlich ist Versorgungssicherheit das einzige Kriterium, das wirklich zählt. Denn Energie hat keinen Wert und keinen Nutzen, wenn sie nicht überall dort, wo man sie braucht, und immer dann, wenn man sie braucht, in der erforderlichen Form und Quantität zur Verfügung steht. Was könnte man mit einem Auto schon anfangen, bei dem das Tanken reine Glückssache wäre? Was mit einer Heizung, für die das Brennstoffangebot von Zufällen abhinge? Wer würde sich einen Fernseher kaufen, den man nicht einschalten kann, wann man will? Versorgungssicherheit ist kein Luxusgut, das man ohne größere Folgen aus der Perspektive eines wankelmütigen Zeitgeistes betrachten darf, sondern notwendige Basis für die Aufrechterhaltung einer freien und wohlhabenden modernen Gesellschaft. Die Zuverlässigkeit eines Versorgungssystems ist dabei nicht primär an der Menge der bereitgestellten Energie zu messen, sondern wesentlich an dessen Widerstandskraft gegen Fehler und Störungen. Es sollte unter widrigen, vom Idealzustand abweichenden Bedingungen nicht allzu leicht versagen. Und wenn es doch ausfällt, schnell wieder in Betrieb gehen können. Das energiepolitische Dreieck aber erzwingt mit der Energiewende Konzessionen zu Lasten genau dieser Aspekte. Versorgungssicherheit, die bei vielen Primärenergieträgern vor allem mittels einer effektiven Logistik dargestellt werden kann, unterliegt nämlich beim Strom spezifischen physikalischen Rahmenbedingungen. Hier kommt es nicht nur darauf an, genug elektrische Energie zu erzeugen. Es muss auch auf die richtige Weise geschehen.

Obwohl der Begriff solches leider nahelegt, besteht Strom nicht aus Elektronen, die durch Drähte fließen wie Gasmoleküle durch Rohrleitungen. Es wandern keine geladenen Teilchen aus Kraftwerken durch unsere Lampen, Waschmaschinen oder Fernseher, wenn wir diese einschalten. Vielmehr sind sie schon da, in den elektrischen Bauelementen unserer Geräte, völlig orientierungs- und richtungslos zwischen den in einer Gitterstruktur angeordneten Atomen eines metallischen Kabels herumirrend. Dieses Gewimmel kann zu Strom werden, wenn es einen Dirigenten gibt, der ihm Struktur verleiht.

Dies leisten die durch Turbinen in den großen thermischen Kraftwerken angetriebenen Generatoren, in denen rotierende Magneten die Elektronen in den Leitungen der sie umgebenden Spulen in einem exakt festgelegten Takt anstoßen. So wird Ordnung dem Chaos aufgeprägt. Exakt fünfzigmal pro Sekunde hüpfen die Ladungsträger auf der Stelle hin und her, eine regelmäßige Bewegung, zu der sie über die elektromagnetische Wechselwirkung auch alle anderen Elektronen in den angeschlossenen Leitungen und Geräten anregen. Es ist die durch diese Schwingung transportierte Energie, die wir anzapfen, wenn wir ein Endgerät einschalten, es ist die Dynamik dieses Tanzes, die wir über geeignete Mechanismen in Wärme, Licht oder mechanische Bewegung umsetzen.

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Die Festlegung der Netzfrequenz auf einen Wert von fünfzig Hertz folgt keiner physikalischen oder technischen Notwendigkeit, sondern spiegelt eine historisch gewachsene Vereinbarung wieder. Da diese nun aber verbindlich gilt, richten sich auch alle nach ihr, Verbraucher wie Versorger. Weicht die Netzfrequenz zu stark von ihrem Sollwert ab, funktionieren sehr viele elektrotechnische und elektronische Systeme nicht mehr besonders gut, viele überhaupt nicht mehr und manche können gar beschädigt oder zerstört werden. Dies gilt insbesondere für die Werkzeugmaschinen in der industriellen Produktion wie auch für die Einrichtungen des Netzbetriebs selbst, von den Kraftwerken bis zu den Transformatoren. Unterhalb von 47,5 und oberhalb von 51,5 Hertz wären beispielsweise die Generatoren vieler Erzeugungsanlagen gefährdet, was zu Notabschaltungen und einem vollständigen Zusammenbruch der Versorgung führen würde. Für einen optimalen Betrieb sollte die Netzfrequenz sogar immer in dem Band zwischen 49,98 und 50,02 Hertz liegen.

Es ist nicht ganz so einfach, dies zu gewährleisten. Jede Energieentnahme verlangsamt die Schwingung der Elektronen, die Netzfrequenz sinkt. Jede Energiezufuhr beschleunigt den Formationstanz der Ladungsträger, die Netzfrequenz steigt. Energiezuflüsse und Energieabflüsse müssen sich also immer die Waage halten, um der Anforderung nach einer konstanten Netzfrequenz zu genügen. Im alltäglichen Betrieb kann man das regeln. Zumal man über genug Erfahrungswerte verfügt, die es gestatten, den voraussichtlichen Bedarf für einen bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu prognostizieren. Wind- und Sonnenstrom allerdings stellen in dieser Hinsicht Störfaktoren dar. Denn sie beteiligen sich aufgrund ihrer technischen Eigenschaften und ihrer volatilen, wetterabhängigen Erzeugungscharakteristik weder an der Definition der Netzfrequenz, noch an deren Haltung. Sie sind über Umrichter an das Netz angeschlossen, die sich eben nach irgendetwas „richten“ müssen, um die elektrische Energie aus Solarzellen und Windrädern an die Erfordernisse anzupassen. Die volatilen Quellen bedürfen dazu des konventionellen Kapellmeisters, der sie anleitet, sonst zerstören sie den Gleichklang des Erzeugerorchesters und verwandeln den Formationstanz der Elektronen in ein Durcheinander.

Eine Abrechnung
"Die Welt": Gescheiterte Energiewende
Oft gehörte Klagen von Befürwortern der Energiewende, die herkömmlichen Kraftwerke würden die Leitungen „verstopfen“ und dem Wind- und Sonnenstrom dadurch Zugänge versperren, sie wären gar verantwortlich für immer häufiger auftretende Produktionsüberschüsse, für deren Aufnahme zur Sicherung der Netzstabilität ausländische Abnehmer sogar prämiert werden müssen (negative Strompreise), sind daher entweder irreführende Propaganda, oder Ausdruck intellektuellen Schiffbruchs. Ohne den durch die Rotation der Läufer in den Generatoren der großen thermischen Kraftwerke vorgegebenen Takt gäbe es erst gar kein Stromnetz, in das noch andere Erzeuger integriert werden könnten. Allein dies macht eine hundertprozentige Versorgung auf Basis volatiler Quellen unmöglich. Aber der potentielle Anteil von Wind und Sonne an der Stromerzeugung ist noch durch einen anderen Aspekt begrenzt.

Was geschieht, wenn etwas schiefgeht? Wenn etwa auf einen Schlag mehrere große Kraftwerke ausfallen? Die Folge wäre ein unmittelbares und unaufhaltsames Absinken der Netzfrequenz unter ein noch zu verkraftendes Niveau und damit der Blackout. Da sich dieser Effekt blitzartig mit Lichtgeschwindigkeit im Netz ausbreitet, gäbe es keine Chance auf Gegenmaßnahmen.

Wären da nicht die Schwungmassen der herkömmlichen Meiler. Einige Dutzend Tonnen bringt so ein Läufer auf die Waage und in zweipoliger Ausführung rotiert er fünfundzwanzigmal in jeder Sekunde um die eigene Achse. Etwa zweitausend Tonnen drehen sich in dieser enormen Geschwindigkeit zu jedem Zeitpunkt in den fünfzig größten deutschen Kraftwerken, die überwiegend mit Kohle, manche aber auch mit Erdgas und einige wenige noch mit Uran befeuert werden. Und diese träge Masse ist es, die dem Netz Widerstandskraft gegen Ausfälle und unvorhergesehene Bedarfsspitzen verleiht. Denn sie bremst jede Veränderung der Netzfrequenz auf ein beherrschbares Maß.

Die Geschwindigkeit, in der die Netzfrequenz ansteigt oder absinkt, darf nicht mehr als zwei Hertz pro Sekunde betragen. Nur dann können die verfügbaren Regelmechanismen greifen, die den Tanz der Elektronen zunächst stabilisieren, um ihn anschließend in die gewünschte Geschwindigkeit zurückzuführen. Wie hoch die konventionellen, auf rotierenden Massen beruhenden Erzeugerkapazitäten sein müssen, um dies zu gewährleisten, hängt vom Verhältnis der gesamten Netzlast zur Über- oder Unterdeckung ab. Will man einen Ausfall von zehn Prozent der aktuellen Netzlast überstehen, darf der Anteil der durch Schwungmassen eingespeisten Leistung 25% nicht unterschreiten. Will man sich gar gegen den plötzlichen Verlust von zwanzig Prozent der Erzeugerkapazität schützen, läge dieser Wert schon bei der Hälfte. Die Ausbaugrenze für volatile Erzeuger richtet sich nach dem angestrebten Sicherheitsniveau.

Jede Substanz ist einmal aufgezehrt
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Grundsätzlich aber gilt: Je geringer der Anteil konventioneller Großkraftwerke an der Stromerzeugung, desto größer die Gefahr eines flächendeckenden Stromausfalls im Falle einer Störung. Und mit steigendem Anteil von Sonnen- und Windstrom steigt auch der Anspruch an die Resilienz des Systems, weil Pannen wahrscheinlicher werden. Dazu tragen nicht nur die immer häufigeren Redispatch-Maßnahmen bei, die durch die Unstetigkeit der gesetzlich bevorzugten Zufallslieferanten erforderlich werden. Sondern auch die technischen Charakteristika der alternativen Quellen selbst. Man denke beispielsweise an große Offshore-Windparks, die nur über einige wenige Leitungen und einige wenige Konverterstationen mit dem Festland verbunden sind. Bereits der Ausfall nur einer Trasse vermag da eine Kettenreaktion auszulösen, die uns alle ins Dunkel taucht.

Mit jedem neuen Windrad, mit jeder neuen Photovoltaik-Anlage steigt also das Risiko für Störfälle und mit jedem konventionellen Kraftwerk, das zugunsten alternativer Erzeuger vom Netz geht, steigt die Gefahr, diese nicht mehr beherrschen zu können. Auf die Frage, wie viele Kohlekraftwerke in den kommenden Jahren vom Netz gehen könnten, ohne die Versorgungssicherheit zu reduzieren, gibt es daher nur eine Antwort: Kein einziges. Es sei denn, man ersetzt sie durch Gas- oder Kernkraftwerke.

Hierzulande diskutiert die Politik trotzdem über Kohlekapazitäten, die zusätzlich zu den Kernkraftwerken zeitnah abgeschaltet werden sollen. Das Lavieren im energiepolitischen Dreieck führt zu einer abstrusen Feilscherei, in der fünf, sieben oder gar elf Gigawatt ohne jede Scham in den Raum geworfen werden, als wären politische Kompromisse geeignet, die Gesetze der Physik außer Kraft zu setzen. Angesichts der Bedeutung, die eine verlässliche Stromversorgung für unser Gemeinwesen hat, angesichts der katastrophalen Folgen, die ein flächendeckender Stromausfall mit sich bringen würde, bleibt festzuhalten: Im Energie-politischen Dreieck versinken die Interessen der Wähler. Und tauchen daraus auch nie wieder auf.

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Kommentare ( 81 )

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Ich finde diese Diskussionen immer wieder sehr lustig. Ok, ich weiß nicht wie lange Windräder halten, aber die Lebensdauer von Photovoltaik dürfte bei 20 bis 30 Jahren liegen. Nun wurden und werden die meisten Anlagen nur dank der massiven Subventionen gebaut, fallen diese weg, würden keine neuen gebaut werden. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass wir in gut 20 Jahren ein ernstes Problem bekommen, denn dann müssten Stück für Stück die Photovoltaikl ersetz werden. Ein Ersatz wird aber garantiert nur dann vorgenommen, wenn wieder die Subventionen rollen. Ja, ich weiß, 20 Jahre ist eine lange Zeit, aber wer Kinder hat ist… Mehr
Liebe Doris Du hast vollkommen Recht (die Alimentierung, Förderung bitte nicht Subvention nennen, dann käme die Alimentierung, nämlich Subvention von Herrn Schäuble. der hat aber keinen Cent im Haushalt dafür, alles zahlt der Stromverbraucher) wenn die Alimentierung nach 20 Jahren entfällt, die ersten Windräder betrifft das bald, stehen da Ruinen, denn sie sind nicht in der Lage, selbst wenn die Abschreibungskosten bereits weg sind, zu Markt.- Industrie- Kraftwerkstrom zu produzieren. Es sei denn, dass der Strompreis hoch geht, alle KKW weg, alle Kohle weg, Ersatz durch Gaskraftwerke, welche man die fixen Kosten erstatten muss, wenn sie keinen Strom liefern dürfen,… Mehr

Keine Sorge. Derzeit wird noch lustig zugebaut – auch an Windrädern.

Aber es ist egal, ob diese produzieren oder nicht oder auch gar nicht mehr da sind. Auch heute müssen schon bei Dunkelflaute (also nachts oder bei bedecktem Himmel, wenn kein Wind weht, was durchaus oft und manchmal auch für längere Zeit vorkommt) konventionelle Kraftwerke die Versorgung allein sichern.

Der höhere Anteil an Erneuerbaren sorgt allerdings neben steigenden Preisen auch für ein zunehmend instabiles Netz. Dazu gab es gerade gestern einen Beitrag bei Plusminus (ARD): http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/videos/stromausfall-108.html

Interessant ist auch die Überlegung, wie lange Kernkraftwerke halten. 40 Jahre gilt als gängige Größe, manche Forscher und Techniker meinen, auch 60 Jahre wären möglich. Da der deutsche KKW-Park vornehmlich Anfang bis Ende der 1980er Jahre in Betrieb ging, würde sich also spätestens 2022 (bei Grafenrheinfeld) oder 2029 (Neckarwestheim) die Frage der Stilllegung und des Neu/Ersatzbaus stellen. Leider macht der Atomaussteig der Bundesregierung die Debatteb überflüssig, aber ich möchte alle, die heute gegen Windmühlen zu Felde ziehen wie einst Don Quichotte, schon mal hören, wenn plötzlich in ihrer Nachbarschaft Sondierungen zur Suche nach dem Bauplatz für ein neues KKW beginnen… Mehr

Es muss doch gar nicht ohne Schornsteine sein. Es muss auch nicht immer mehr Strom sein! Wir brauchen keine E-Autos und können uns die Zähne mit der Hand putzen. Wir können unsere Böden mit dem Besen fegen und wischen. Es müssen nicht zwei Fernseher laufen und und und …
auf dem Boden eines alten Kraftwerks kann man ein neues bauen, dann muss auch nicht großartig nach neuen Bauplätzen gesucht werden.
Statt dessen die Wiesen mit Solaranlagen zukleisten und die Wälder abholzen für Vögelschredderanlagen?

Auch die meisten Windkraftanlagen an land dürften in 20 jahren Geschichte sein, wenn die EEG-Förderung und die Betriebsgenehmigung auslaufen. Ein Weiterbetrieb dürfte sich dann vielfach kaum lohnen oder gar nichgt mehr genehmigt werden. Das sind auch Probleme, die beid er handwerklich lausig schlecht gemachten Energiewende kaum beachtet werden. Die Versorgungsicherheit in Deutschland ist aktuell übrigens trotz EEG weitaus höher als etwa im Atomstaat Frankreich: Durchschnittlicher Stromausfall hier 13 Minuten pro Jahr, dort 70 Minuten. Klar, werden Sie sagen: Für die Sicherheit garantieren die Kohle- und Kernkraftwerke.

Hallo Herr Gerd Flügel, natürlich garantieren die Kraftwerke die Netzstabilität s. den guten Artikel, denn sie sind grundlastfähig. Mitten im Dez. 2017 und auch im Jan 2018 hatten wir tagelang keine Wind.-und Sonnen.-PV-Strom, wer hat wohl das Netz gehalten oder hatten Sie bei Aldi im Plastiktüten genug Strom vorher eingekauft.

ja, für die Sicherheit der Stromversorgung garantieren die bewöhrten Kraftwerke.

Guter Kommentar, ist mir auch schon häufig durch den Kopf gegangen, wird aber wenig thematisiert. Und dass die sich verniedlichend „Windmüller“ nennenden Stromproduzenten tatsächlich die Weltrettung und nicht ihren Geldbeutel im Sinn haben, darf getrost bezweifelt werden.
Viele Grüße aus einem norddeutschen Wohnzimmer mit Blick auf 100 z. Zt. rotierende WKA.

Wie erträgt man diesen Anblick? das ewige Geflimmere?

Nur am rande: Auch mit Öl, Gas, Uran, Kohle … werden Geldbeutel gefüllt, und zwar nicht so knapp. Einfach mal die Umsätze der weltgrößten Energiekonzernwe googeln, da nimmt sich die deutsche „Öko-Branche“ SEHR bescheiden aus. Vielleicht sollten wir die Energieversorgung in Deutschland ehrenamtlich (= kostenlos) oder staatlich (= sozialistisch) neu organisieren. Dann schaffen wir das.

Sie haben keine Ahnung davon, wieviel mit Solar verdient wird – abseits der Zahlung für tatsächliche Einspeisung.

Danke, Herr Heller, für diesen Artikel, der mir durch seine Bildhaftigkeit sowas wie eine „Erleuchtung“ brachte („Tanz der Elektronen“ usw.).
Ich habe wenig Ahnung von Physik, aber verstehe jetzt die Zusammenhänge von Netzfrequenz und Einspeisung volatiler Quellen besser.
Was ich nicht verstehe: Diese Zusammenhänge müssten doch gerade eine Physikerin wie Frau Merkel beunruhigen…..

Helmut Frau Merkel , wohlgemerkt sie gibt vor Physikerin zu sein, hat anläßlich einer Fachkonferenz elektr.. Leistung GW mit elektr. Arbeit GWh oder TWh verwechselt. “ Wir verbrauchen täglich 65 GW,“ sie meint unsre tägliche Leistung erreicht 65 GW“ Leistung hat nichts mit Verbrauch zu tun. Den Unterschied zwischen Leistung und Arbeit erlernen Schüler in Physik der Mittelstufe, es ist so, wenn ein Autoschlosser Kühlwasser und Motoröl nicht unterscheiden kann. Ein erbärmliches Armutszeugnis für das Vaterland von C. F. Gauss, W. v. Siemens, R. Bosch, H. Hertz, Wisenschaftlern v. AEG (erste lange Drehstrom-Hochspannungsleitung) und den vielen Anderen welche zur Nutzung… Mehr

Das spricht dafür, dass sie politische Willkür über ihr erlerntes (!?) Wissen stellt. Ich als Physiker schäme mich für sie – Stichwort: Fremdschämen!

Sie ist schon nicht aufgrund von Kompetenz an ihren Posten gekommen, geschweige den hält sie ihn qua ihrer inhaltlichen Befähigung dazu, man darf also mutmaßen, dass sie ihren Abschluss auch auf anderem Wege erlangt hat.

Was sagt uns das im Bezug auf die Ausbildung von Frau Merkel? Entweder hat sie ihr gesamtes naturwissenschaftliches Wissen vergessen oder sie war nie Physikerin oder sie handelt wider besseres Wissens. Gleichgültig welcher Punkt zutrifft, wer kann solch einem Menschen die Führung eines Staates anvertrauen?

Die sogenannte Energiewende ist einfach nur komplett verantwortungslos und kurzsichtig. Und das alles wegen ein paar Idioten, die sich mal an Bahngleise gekettet haben. Ich fasse es bis heute nicht.
Und danke Ihr Energiewender, für gar nichts. Insbesondere nicht für Strompreise, die seitdem in ungeahnte Höhen schnellen.

_ “ …sind daher entweder irreführende Propaganda, oder Ausdruck intellektuellen Schiffbruchs. “ –
Vielen Dank für diese brilliante Analyse, dem ist nichts hinzu zu fügen.

Ich kann Ihrer Logik durchaus folgen, jedoch sollte man einiges klarstellen um Ihr Gesamtargument zu starken. Das Wechselspannungsnetz ist historisch (Westinghouse und Nikola Tesla spielten die entscheidende Rolle) so entstanden, weil so erzeugter Strom einfach zu transformieren war und wegen des Nulldurchgangs, brauchbare Schalter billig herzustellen waren. Heute könnte man durchaus auch mit Gleichstromnetzen zurecht kommen, Frequenzstabilität spielte dann nicht die Rolle. Aber das hilft trotzdem nicht, weil das Netz, bei Unterversorgung bzw. zu hohem Verbrauch, durch Spannungseinbruch versagen würde. Windräder verändern nicht nur das Klima (https://spectrum.ieee.org/energywise/green-tech/wind/rechargeable-wind-power-over-the-open-ocean; choatische Klimaverzerrung) , sie verursachen gewaltige direkt Umweltschaden wie Vogelschlag, Flicker und Akustische… Mehr

Frau Merkel soll ja angeblich Physikerin sein. Hat ja schon mal einer etwas davon gemerkt?

Die Energiewende hört sich toll an und ist Balsam auf die gutmenschelnde Seele der Deutschen. Deswegen findet die Mehrheit die Energiewende auch toll. Die normative Kraft des faktischen (physikalische Gesetze) ist für die meisten zu kompliziert (schließe mich diesbezüglich nicht mal aus). Wie alle linksgrünen Utopien werden wir so lange daran glauben, bis der Praxistest die Machbarkeit widerlegt. Der deutsche Michel muss die negativen Konsequenzen immer erst am eigenen Leib spüren, bevor er begreift. Und dann schlägt er nach kurzer Mäßigung ins komplette Gegenteil um. Ich freue mich schon auf die ersten Stromausfälle, auch wenn das zynisch klingt. Vorher kehrt… Mehr
„…läuft es darauf hinaus, dass preisgünstige chemische Energiespeicher mit hohem Wirkungsgrad…“ Die Umwandlung von Elektroenergie in chemisch gebundene (z.B. Gas) und umgedreht hat einen Wirkungsgrad von rund 50%. wandelt man 2 Mal um, Strom in Gas und danach das Gas wieder in Strom (denn man braucht ja schließlich Strom, das Gas ist ja nur der Speicher), hat man 75% der Energie erfolgreich vernichtet und nur 25% zu Verfügung. Dazu kommt noch, dass man zig Gaskraftwerke bauen muss, da bei Dunkelflaute über Wochen nur mit als Gas gespeicherter Windstrom das land versorgen will. Noch zig Windmühlen, um einen Strom-Gas Überschuß zum… Mehr

Gerne vergessen wird ein weiteres schwerwiegendes Problem: Solche Umwandlungsanlagen müssten auf der einen Seite enorm dimensioniert sein, um möglichst viel des Überschusses abzufischen, auf der anderern Seite würden diese Anlagen im Schnitt aber nur eine kurze Zeit des Jahres auf Volllast laufen. Ökonomisch gesehen ist das Irrsinn.

Brauchen wir vielleicht einen mehrtägigen Blackout, um auf den Boden der physikalischen Tatsachen zurückkehren zu können? Wie sich das anfühlt, kann man von Nordamerikanern erfahren, deren Freiluftleitungen regelmäßig nach Blizzards tagelang lahmgelegt werden. Die Menschen in der kanadischen Grenzregion halten in ihren Garagen kleine Generatoren für Dieselbetrieb bereit.

Die Anschaffung solcher Generatoren können wir uns sparen, da die grünen Spinner es in absehbarer Zeit fertig bekommen, daß Dieselkraftstoff in diesem Lande nicht mehr zu haben sein wird. Die sogenannte ‚Deutsche Umwelthilfe‘ zettelt ja gerade Prozesse gegen etwa 10 Städte an, um Urteile gegen die Verwendung dieses Treibstoffs als Präzedenz dort zu erwirken. Besser ist es also, harzreiches Holz zu sammeln, um Raumbeleuchtungen mittels Kienspänen zu gewährleisten und viel Kuh- oder Schafdung zum füttern offener Herdfeuer. Auf die Erfahrung über sachgerechte Sammlungstechniken und Anwendung vorgenannter zeitgemäßer Licht- und Wärmespender unserer arabischen oder afrikanischen neuen Landsleute,dürfen wir gegen Entgelt dann… Mehr
Solarkraftwerke und Windkraftwerke erbringen auf ein Jahr gesehen nur 10 bis 20 Prozent der installierten Leistung, die bereits jetzt bei mittlerem Wind und Mittagssonne im Sommer die ganze Bananenrepublik versorgen könnte. Was für eine Verschwendung von investiertem Geld! Trotzdem ist eine Verdreifachung diesen überflüssigen Bestandes angestrebt! Brennstoffkraftwerke laufen rund um die Uhr und werden bedarfsgerecht geregelt. Ein Wechselstromnetz muss KOMPLETT und STABIL in seiner Gesamtheit bei 50 Hertz laufen. Andernfalls kollabiert es. Ein stabiles Wechselstrometz erfordert mindestens circa 45% Brennstoffkraftwerke wegen der Schwungmassen. 50 Hertz müssen exakt eingehalten sein. NAEB Stromverbraucherschutz: https://www.NAEB.tv Bei Flaute und bei Nacht, aber auch bei… Mehr